
Austria Lustenau hat den Wiederaufstieg in die Admiral Bundesliga perfekt gemacht. Die Vorarlberger setzten sich am Donnerstag in der letzten Runde der 2. Liga vor eigenem Publikum mit 2:1 gegen Amstetten durch und krönten sich damit zugleich zum Meister. Verfolger St. Pölten blieb trotz eines 1:0-Erfolgs gegen Hertha Wels ohne Chance auf Rang eins. Zwischenzeitlich hatte der SKN in dieser Saison bereits zwölf Punkte Vorsprung auf die Lustenauer gehabt.
Vor den eigenen Fans brachte Jack Lahne die Gastgeber in der 23. Minute auf Kurs. Nach dem Seitenwechsel sorgte Niklas Pertlwieser mit dem Ausgleich kurzzeitig für Spannung (48.), ehe Sacha Delaye per Elfmeter den entscheidenden Treffer zum 2:1-Endstand erzielte (64.). Nach dem Schlusspfiff stürmten die Fans den Platz und feierten gemeinsam mit der Mannschaft Titel und Aufstieg.
Für Trainer Markus Mader ist es bereits der zweite Bundesliga-Aufstieg mit Austria Lustenau – ein Novum seit Einführung des aktuellen Ligaformats 1974. „Unglaublich diese Geschichte“, sagte der Coach im ORF. „Nur wenige haben nach der vergangenen Saison daran geglaubt, dass wir vom Fast-Absteiger zum Aufsteiger werden.“
Lustenau hatte im Gegensatz zum 2:2 gegen Austria Salzburg zuletzt diesmal von Beginn an die Kontrolle. Lenn Jastremski vergab zunächst noch die Führung (15.), ehe Bouchenna Lahne ideal bediente und der Sambier souverän abschloss. In weiterer Folge reklamierten die Hausherren mehrfach vergeblich Elfmeter, während auch Amstetten nach einem Handspiel von Grabher im Strafraum Pech hatte.
Direkt nach Wiederbeginn sorgten die Niederösterreicher für Nervosität. Nach einem Freistoß von Joshua Steiger sprang der Ball von der Latte zurück ins Feld, Pertlwieser reagierte am schnellsten und köpfelte zum 1:1 ein. Doch Lustenau blieb ruhig und erhielt nach einem Foul von Lukas Deinhofer an Bouchenna schließlich doch einen Strafstoß zugesprochen. Delaye verwandelte flach zur neuerlichen Führung und damit zum entscheidenden Treffer.
Während Lustenau jubelte, blieb St. Pölten nur Platz zwei. Die Niederösterreicher mühten sich gegen Wels lange in einer chancenarmen Partie, ehe Marc Stendera per Elfmeter den einzigen Treffer erzielte (71.). Weil Lustenau jedoch nichts mehr anbrennen ließ, blieb der Sieg ohne Auswirkungen auf das Aufstiegsrennen.
St.-Pölten-Kapitän Stefan Thesker zeigte sich nach Spielende enttäuscht, aber fair: „Lustenau hat es verdient.“ Keeper Christopher Knett verwies unterdessen auf die verlorenen Punkte nach der Einstellung des Spielbetriebs von Stripfing, kündigte aber zugleich einen neuen Angriff in der kommenden Saison an.
Admiral 2. Liga, 30. Runde
Donnerstag, 14. Mai:
Austria Lustenau – SKU Amstetten 2:1
Tore: Lahne (23.), Delaye (64./Elfmeter) bzw. Pertlwieser (48.)
SKN St. Pölten – Hertha Wels 1:0
Tor: Stendera (71./Elfmeter)
Weitere Ergebnisse:
Austria Klagenfurt – Liefering 2:3
Vienna – SW Bregenz 2:0
Admira Wacker – FAC 1:0
Young Violets – Kapfenberg 1:2
Sturm Graz II – Rapid Wien II 1:2
TE
14.05.2026