BC Vienna und Kapfenberg starten BSL-Semifinalserien mit Statement-Wins - Do or die“ für die Alligators in der B2L
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Der BC Vienna und die Hefte Helfen Kapfenberg Bulls haben die „best-of-5“-Semifinalserien in der win2day Basketball Superliga mit dominanten Auftaktsiegen gestartet – und ihre klaren „Sweeps“ aus dem Viertelfinale vollauf bestätigt.

Die Wiener setzten sich auswärts bei den Unger Steel Gunners Oberwart mit 97:72 durch, während Kapfenberg seine 22. Semifinalserie mit einem deutlichen 88:69-Erfolg gegen den UBSC Raiffeisen Graz startete.a

Die Mannschaft von Mike Coffin deklassierte den Titelverteidiger, der bis zur 13. Minute mit acht Punkten in Führung lag (35:27), ab der zweiten Halbzeit dank einer über 50-prozentigen Trefferquote von jenseits der Dreipunktelinie und deutlich mehr Anteilen am Rebound. „Besonders die erste Halbzeit war hart umkämpft, in der zweiten Hälfte konnten wir dann davonziehen. Das 1:0 bedeutet nichts, wir müssen uns fokussieren und im Heimspiel die Führung ausbauen. Es war ein gutes Spiel vor einer tollen Atmosphäre hier in Oberwart“ so Rasid Mahalbasic. Fünf Spieler des ABA-League-Teilnehmers scorten dabei zweistellig, Coffin lobte vor allem aber die defensive Leistung seiner Mannen. ‚Kopf hoch und weitermachen‘ lautet die Devise von Gunners-Spieler Florian Köppel, der mit seiner Mannschaft im nächsten Spiel zurückschlagen will.

Kapfenberg verteidigt Heimhalle souverän
Bereits vor dem Tip-off hat die win2day Basketball Superliga durch Basketball-Austria-Präsident Helmut Niederhofer drei Kapfenberger Akteure mit individuellen Awards ausgezeichnet: Andrew Jones erhielt die Auszeichnung zum „Most Valuable Player“, Klym Artamonov wurde „Coach of the Year“ und Taye Fields „Defensive Player of the Year“.

Der Grunddurchgangssieger überzeugte im Kollektiv und war im Steirer Derby von Beginn an überlegen. Den frühen Unterschied machten Kapfenbergs Bankspieler, die zum klaren Heimsieg 38 Punkte beitrugen. „Gute erste Partie und ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir einmal auswärts gewinnen und dann sehen wir weiter“, legt Bulle Tobias Schrittwieser bereits den Fokus auf das nächste Spiel.

Bei Graz kamen nur zehn Zähler von der Bank. „Am Ende ein verdienter Sieg von Kapfenberg. Sie haben uns mit ihrer Aggressivität aus dem Spiel gebracht und wir haben wie gegen Wels in der ersten Partie zu sanft angefangen. Es bedeutet jetzt einmal nichts, bereits Sonntag geht es weiter und wir müssen und bis dahin erholen und dort dann besser ins Spiel kommen. Wir wollen die Serie wieder spannend machen“, zieht Graz-Coach Erwin Dragsic Parallelen zur Wels-Serie.

Beide Semifinalserien werden am Sonntag, 10. Mai, fortgesetzt. Die Begegnung Wien gegen Oberwart (18.00 Uhr) wird live auf ORF Sport+ übertragen.
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„Do or die“ für die Alligators in der B2L

Nach der deutlichen 87:60-Niederlage im ersten Finalspiel der Basketball Zweite Liga stehen die Union Deutsch Wagram Alligators bereits mit dem Rücken zur Wand. Zu Hause vor eigenem Publikum will der Underdog am Samstag um 17:30 Uhr gegen die Mistelbach Mustangs aber wieder Zähne zeigen und ein Entscheidungsspiel erzwingen.

Für die Wagramer war es die erste Playoff-Niederlage im laufenden Bewerb. Sowohl die SWARCO Raiders Tirol, als auch die Pirlo Kufstein Towers wurden mit zwei Siegen abserviert. Im ersten Finalspiel sah es bis zur Pause auch gut für die Alligators aus, doch dann zeigten die Mistelbacher, warum sie auf Platz eins der Conference „Ost“ standen. Durch knallharte Verteidigung und eine bessere Wurfausbeute zogen die Mustangs auf und davon und gewannen die zweite Spielhälfte mit 48:16. Vor allem das Duo Ian Moschik (27 Punkte acht Rebounds) und Jakub Jokl (20P/13R) brachten die Alligators nicht unter Kontrolle.

Für die Mistelbach Mustangs ist es die Chance auf den zweiten B2L-Meistertitel (seit den Aufzeichnungen 2008), drei Mal wurden sie im Finale gestoppt. Die Ausgangslage für die Alligators ist klar: Es steht „erst“ 1:0 in der Serie und mit dem Heimspiel am Samstag hat man die Chance, den Ausgleich zu schaffen und ein wirkliches „Endspiel“ um den Titel zu bekommen. Alligators-Headcoach Mark Laurencik: „Jetzt heißt es Do or Die! Wir haben diese Woche einige Anpassungen vorgenommen und setzten nun alles drauf, dass wir diesmal das Spiel mit einem Sieg beenden!“
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Klosterneuburgs „perfect season“ – und eine Liga im Aufbruch

Die win2day Basketball Damen Superliga ist vergangene Woche mit dem verdienten Final-Sweep der BK Raiffeisen Duchess zu Ende gegangen.

Die Klosterneuburgerinnen haben ihren Titel mit einer „perfect season“ verteidigt. Trotz der Dominanz des Serienmeisters hat sich die heimische Top-Liga dank mehr Begegnungen, einem neuen Bewerb und vielen aufstrebenden Talenten deutlich weiterentwickelt – sportlich wie strukturell.

Drei Cup-Spiele, 18 Begegnungen im Grunddurchgang und fünf Play-off-Partien – die BK Raiffeisen Duchess blieben in dieser Saison ohne Niederlage und holten sich damit ungeschlagen das Double. Der „back-to-back“-Champion steckte am Weg zum totalen Triumph auch schwerwiegende Verletzungen weg: Die Nationalteamspielerinnen Michaela Wildbacher und Stella Popp bestritten nur fünf bzw. 13 BDSL-Spiele und hätten wohl, wenn fit, noch mehr Distanz zum Zweiten gebracht. Weil Head Coach Diana Picorusevic gut (nach)rekrutierte und ihre Damen zu einem „Winning-Team“ formte.

Aber auch im Sog des unangefochtenen Champions haben die weiteren Teams eine erfolgreiche sportliche Entwicklung genommen: Runner-up UBI Holding Graz war zeitweise knapp dran, etwa im Cup-Semifinale, als die Duchess nur knapp den Kopf aus der Schlinge zogen (83:79). Die Steirerinnen waren auch das einzige rot-weiß-rote Team, das die Duchess bog und im Rahmen der WABA2 einen Erfolg einfuhr. Die beiden Halbfinalisten Basket Flames und DBB Wels haben ebenfalls Improvement erkennen lassen und definitiv die nächsten „Steps“ geschafft.

Sina Höllerl und der rot-weiß-rote Talente-Pool
Im Schatten von Sina Höllerl, die als Finals-MVP Klosterneuburg zum Titel führte, regelmäßig überragende Stats auflegte und ab Sommer in den USA dribbelt, reift in der win2day Basketball Damen Superliga eine Vielzahl an vielversprechenden Talenten heran: Christina Köppel (UBSC-DBBC Graz) und Emma-Fee Stockinger (DBB Wels) schlagen ihr nächstes Karriere-Kapitel auch „über See“ auf. Daheim wachsen mit Victoria Matzka (BK Raiffeisen Duchess), Sophia Kuranovic, Ivona Pilic (DBB Wels) oder Sophie Kunert (Vienna Timberwolves) die nächsten Talente heran.

Die Genannten hatten reichlich Anteile an den Erfolgen ihrer Teams – überhaupt waren die rot-weiß-roten Akteurinnen spielbestimmend. Auch die routinierten: etwa Sigi Koizar (BK Raiffeisen Duchess), sie strich die Auszeichnungen zur MVP und MVAP ein, oder Pia Jurhar (Basket Flames), die beide das Um und Auf ihres Teams waren. Mit Diana Picorusevic (BK Raiffeisen Duchess) und Theresa Petricevic (UBI Holding Graz) waren am Ende auch die heimischen Trainerinnen erfolgreich – die beiden einzigen weiblichen Head Coaches der BDSL duellierten einander im Finale.

Neuer Bewerb, mehr Spiele – und mehr Sichtbarkeit
Die Talente reiften auch durch mehr Spiele: In der win2day Basketball Damen Superliga wurde eine dritte Grunddurchgangsrunde gespielt. Während die beiden Top-Teams Klosterneuburg und Graz zusätzlich international agierten, bestritten die weiteren BDSL-Teams mit potenziellen Aufsteigern die neu geschaffene „National League“.

„Mit der Modusänderung ist es uns einerseits gelungen, unseren Talenten mehr Competition auf bestmöglichem Niveau zu bieten und andererseits mehr Sichtbarkeit für den Damensport zu schaffen. Beides wurde geschafft – und wir haben in vielen Bereichen, wie Fans oder Streaming, wieder wichtige Schritte nach vorne setzen können. Auch die Einführung der National League ist gut angenommen worden – das hilft uns in Zukunft sehr, die Teams aus der unteren Leistungsstufe an das Superliga-Niveau heranzuführen“, sagt Geschäftsführer Albert Handler. Interesse von neuen Klubs für die Saison 2026/27 sei vorhanden, Entscheidungen werden erst in ein paar Wochen erwartet, so Handler.

Presseinfo

Basketball Austria
BSL
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BDSL

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– zum Sportreport Basketball-Kanal

08.05.2026

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