
Der FÖRTHOF UHK Krems ist mit dem 24:21-Erfolg über den ALPLA HC Hard im Finale der Region Graz ÖHB Cup Finals nun amtierender Meister und Cupsieger.
Auf beiden Seiten stachen speziell die Deckungsreihen hervor. Krems übernahm ab der 15. Minute die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr aus der Hand.
„Wir sind alle unglaublich happy. Zuerst der Meistertitel im Vorjahr und jetzt der Cupsieg“, strahlte Krems-Trainer Ibish Thaqi mit seinen Spielern um die Wette. Dabei fiel allen im Team vor allem eine große Last ab, wie Paul Hofmann im Interview verriet: „Es waren zwei sehr anstrengende, sehr intensive Tage. Es ist unglaublich, so geil.“
Und vor allem so hart. Die Vorarlberger legten nach wenigen Minuten mit 5:2 vor, bestimmten die Anfangsphase. Doch Krems kam rasch zurück. Dank einer starken Deckung und eines herausragenden Lukas Domevscek im Tor. In der 11. Minute stand es bereits 7:7, Domevscek parierte den Siebenmeter von Ante Tokic, vereitelte die Harder Führung. Diese wechselte kurz darauf. Tobias Auß brachte Krems erstmals seit dem 1:0 zu Spielbeginn wieder in Führung und diese ließen sich die Wachauer nicht mehr nehmen. Dabei musste man Sinan Alkic vorgeben, der sich in der ersten Halbzeit am Knöchel verletzte.
Zur Pause lag man knapp mit 14:12 voran. Auf mehr als drei Tore wuchs der Abstand allerdings nie an, blieb Hard stets auf Schlagdistanz. Doch das Momentum wollte nicht kippen. Beide Deckungsreihen machten einen großartigen Job, im Abschluss hatte Krems am Ende ganz knapp die Nase vorn und setzte sich 24:21 durch.
Ibish Thaqi, Trainer FÖRTHOF UHK Krems: „Beide Mannschaften haben einen super Fight geliefert. Wir hatten vielleicht ein bisschen mehr Glück in gewissen Situationen. Wir haben aber auch über fast das ganze Spiel geführt und damit auch verdient gewonnen.“
Hannes Jon Jonsson, Trainer ALPLA HC Hard: „Wir hatten keine gute Wurfquote in der ersten Halbzeit, lagen aber trotzdem nur zwei Tore zurück. Wir haben alles gegeben. Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf den Kampf, den sie geliefert hat. Die jungen Spieler werden durch dieses Spiel wachsen. Gratulation an Krems. Sie haben das gut gemacht und verdient gewonnnen.“
Paul Hofmann, FÖRTHOF UHK Krems: „Der Meistertitel letztes Jahr war schon geil und dieser Titel ist auf einer Höhe damit. Generell standen beide Deckungsreihen sehr gut. In so einem Finale kommt es auf Kleinigkeiten an, die man oft gar nicht benennen kann. Es hätte sich beide Teams verdient. Wir freuen uns, dass wir den Titel geholt haben.“
Ante Tokic, ALPLA HC Hard: „Der Kopf ist immer noch heiß. Wir müssen das Spiel gut analysieren und schauen, warum wir verloren haben. Das Problem heute lag mehr im Angriff als in der Abwehr. Was genau der Faktor war, kann ich nicht sagen. Wir haben viele Strafen bekommen, haben viel rotiert, aber es gibt keine Ausrede. Wir waren das ganze Spiel dran, haben es aber nicht geschafft das Spiel zu drehen. Wir haben hart dafür gearbeitet hier im Finale zu stehen. Wichtig ist, dass wir daraus lernen. Gratulation an Krems.“
HYPO NÖ holt mit 31:22-Finalsieg zum 36. Mal den Cuptitel
Nach einer kurzen „Unterbrechung“ in den Jahren 2017 und 2018, steht HYPO NÖ wieder durchgehend ganz oben auf dem Siegertreppchen im ÖHB Cup. Mit dem 31:22-Finalerfolg über MADx WAT Atzgersdorf im Rahmen der Region Graz ÖHB Cup Finals in der Sport Arena Wien holt man zum siebten Mal in Folge den Pokal, zum 36. Mal insgesamt. Für zwei Akteure war dieser Titel besonders emotional – für HYPO NÖ-Trainer Ferenc Kovacs, der nach dieser Saison sein Traineramt niederlegen wird und Tochter Patricia Mihalics, die ihrem Vater diesen Titel unbedingt schenken wollte.
Nach der knappen Niederlage im Supercup zu Beginn der Saison 2025/2026 und dem 29:25-Erfolg in der WHA MEISTERLIGA vergangenen Herbst, waren die Hoffnungen und wohl auch die Erwartungen bei Herausforderer MADx WAT Atzgersdorf zurecht groß. Doch HYPO NÖ erwies sich als abgebrühtes Team, stellte eine starke Deckung und wusste mit Andjela Roganovic eine starke Torfrau hinter sich.
Nach zehn Minuten führte man bereits 6:2, kontrollierte das Spiel und baute die Führung bis zur Pause auf 16:9 aus. Atzgersdorf kämpfte verbissen, fand jedoch speziell in der Deckung kaum Mittel um HYPO NÖ zu stoppen. Zudem häuften sich die technischen Fehler, die vom Serien-Sieger eiskalt bestraft wurden.
HYPO NÖ holte sich mit dem 31:22 zum 36. Mal den Titel im ÖHB Cup der Frauen.
Ferencs Kovacs, Trainer HYPO NÖ: „Das war unser bestes Spiel in dieser Saison. Uns haben nach der letzten Saison zahlreiche Spielerinnen verlassen, darunter auch Nationalteamspielerinnen. Wir haben junge Spielerinnen hochgezogen, haben gut gearbeitet, intensiv gearbeitet und das ist jetzt die Belohnung. Der Unterschied zwischen den beiden Teams ist es allerdings nicht so groß wie das heutige Ergebnis.“
Patricia Mihalics, HYPO NÖ: „Bei Abpfiff war es sehr emotional, da es das letzte Cupspiel von meinem Papa (Anm.: Ferenc Kovacs) war. Der Druck war schon groß, speziell der emotionale Druck. Ich glaube der größte Unterschied waren die Abwehr und die Torfrauleistung, dass wir da schlagkräftiger waren.“
Olivier Haunold, Trainer MADx WAT Atzgersdorf: „Wir haben die Deckung nicht gestellt bekommen, haben vorne viel zu viel verworfen. Zu Beginn sind wir nicht ins Spiel gekommen, haben den Ball nicht zirkulieren lassen, haben einfach nicht so gespielt wie wir uns das vorgenommen haben. Ich denke, wir waren dem Druck nicht gewachsen heute.“
Alina Bohnen, MADx WAT Atzgersdorf: „Der Frust ist natürlich groß. Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber daraus lernt man auch. Hoffentlich direkt für die Playoffs. So ein Finale ist immer etwas Besonderes, aber ich denke nicht, dass es an der Nervosität lag. Wir haben die Bälle einfach nicht ins Tor gebracht.“
Region Graz ÖHB Cup Finals
24./25. April 2026, Sport Arena Wien
Finale Frauen
HYPO NÖ vs. MADx WAT Atzgersdorf 31:22 (16:9)
Sa., 25. April 2026, 18:00 Uhr, Sport Arena Wien
Match Report
Finale Männer
ALPLA HC Hard vs. FÖRTHOF UHK Krems 21:24 (12:14)
Sa., 25. April 2026, 20:25 Uhr, Sport Arena Wien
Match Report
Halbfinale Männer
ALPLA HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol 32:27 (16:14)
Fr., 24. April 2026, 16:30 Uhr, Sport Arena Wien
Match Report
UHC Clickmasters Hollabrunn vs. FÖRTHOF UHK Krems 19:33 (9:17)
Fr., 24. April 2026, 19:00 Uhr, Sport Arena Wien
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Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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25.04.2026





