
Es ist das Duell zweier Meister! Der FÖRTHOF UHK Krems holte sich 2025 den Titel in der HLA MEISTERLIGA, der UHC Clickmasters Hollabrunn jenen in der HLA CHALLENGE.
Während die Wachauer das Gefühl kennen, den Cup-Titel zu gewinnen, sind die Weinviertler so nah dran, wie noch nie zuvor. Im Rahmen der Region Graz ÖHB Cup Finals stehen sich die beiden Teams Freitagabend, 19:00 Uhr live auf Krone TV, im Halbfinale gegenüber. Die beiden Kapitäne standen vorab Rede und Antwort, worauf es in diesem Duell ankommen wird und warum der Cup eigene Gesetze hat.
Tickets für die Region Graz ÖHB Cup Finals am 24. und 25. April in der Sport Arena Wien sind über den ÖHB-Ticketshop und Wien-Ticket erhältlich. Die beiden Halbfinal-Partien der Männer am Freitag werden live auf KRONE TV übertragen, die beiden Finalspiele live auf ORF SPORT +.
In Krems weiß man, wie man Titel gewinnt. Hollabrunn darf dafür vom ersten großen Titel der Vereinsgeschichte träumen. Ist es an der Zeit, dass der Pokal wieder in die Wachau wandert, bzw. wie groß ist die Motivation bei Hollabrunn, diesen mitzunehmen ins Weinviertel?
Filip Arsenovski, UHC Clickmasters Hollabrunn: „Die Motivation ist extrem hoch. So eine Chance bekommt man nicht oft. Vor so viel Publikum zu spielen ist etwas ganz Besonderes und natürlich wollen wir uns für die harte Arbeit belohnen und den Pokal nachhause holen.“
Kenan Hasecic, FÖRTHOF UHK Krems: „Ja, es ist auf jeden Fall an der Zeit, dass der Pokal wieder nach Krems kommt. Es ist schon einige Jahre her, dass wir beim Final 4 dabei waren. Damals haben wir es auch gewonnen (Anm.: 2019). Das ist auch wieder unser Ziel. Wir sind jetzt ins Final 4 gekommen, wollen den Pokal unbedingt holen und wieder Cupsieger werden.“
Im Grunddurchgang der HLA MEISTERLIGA steht für beide Teams jeweils ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. Was braucht es, um am Freitag erneut den Sieg davonzutragen?
Filip Arsenovski: „Es braucht Disziplin und Konzentration. Wir müssen von Anfang da sein und unser Spiel spielen. Wichtig wird sein, dass wir eine gute Deckung stellen und im Angriff unsere Chancen nutzen. Wenn uns das gelingt, können wir Krems schlagen.“
Kenan Hasecic: „Derby im Halbfinale. Ich glaube es gibt nichts bessers in einem Cup-Halbfinale. Da ist eine hitzige Stimmung vorprogrammiert. Es wird ein harter Kampf. Es wird von den Emotionen und von der Stimmung her hochkochen. Ich glaube es wird eine harte, kompakte Deckung brauchen von uns, viel Kampf, purer Wille und wir müssen den kühleren Kopf bewahren, damit wir den Sieg mitnehmen und ins Finale einziehen.“
Man sagt, der Cup hat eigene Gesetze. Könnt ihr das beschreiben?
Filip Arsenovski: „Der Cup hat eigene Gesetze, weil es ein KO-System ist. Da zählt vor allem die Tagesform. Auch Kleinigkeiten können entscheiden.“
Kenan Hasecic: „Der Cup hat auf jeden Fall eigene Gesetze. Pro Runde gibt es nur ein Spiel. Man kann das nicht zurückholen. Man kann nicht wie in einer Best of three-Serie wieder etwas gutmachen, sondern man muss auf Knopfdruck da sein. Man hat in den Vorjahren schon gesehen, dass immer wieder Außenseiter den Cup gewonnen haben. Im Cup kann jeder gewinnen, da kommt es nur darauf an, wer hat gerade die bessere Form, wer ist an dem Tag oder an dem Wochenende besser drauf. Da muss man voll fokussiert sein und auch die beste Leistung an dem Wochenende abrufen können.“
Würdet ihr sagen, Krems bzw. Hollabrunn ist eine Turniermannschaft?
Filip Arsenovski: „Ich denke schon, dass wir eine Turniermannschaft sind, gerade wenn es um Alles oder Nichts geht, können wir nochmals extra Energie rausholen.“
Kenan Hasecic: „Ich denke grundlegend ja. Wir sind breit aufgestellt. Wir haben auf jeder Position einige gute Spieler, wo wir auch gut durchsechseln können, was in einem Turnier wichtig ist. Ich denke, wir haben auch einige Spieler die genau wissen, wann man seine Hächstleistung abrufen muss in so einem Schnittspiel. Am Ende kommt auch ein bisschen Glück hinzu, das man in jedem Turnier, in jedem Finale oder Playoff braucht. Aber ich denke, dass unsere Mannschaft in jedem Fall für so ein Turnier bereit ist und auch bereit ist alles dort zu geben um ins Finale zu kommen und dann auch den Cup zu gewinnen.“
Was wird bei den Finals den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen?
Filip Arsenovski: „Kleinigkeiten werden hier den Unterschied machen. Wer macht weniger Fehler? Wer nutzt die Chancen besser aus und wem gelingt es, in entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren.“
Kenan Hasecic: „Wie vorhin schon angesprochen, kommt es auf die Wochenend-Form an. Purer Wille. Ich sage, der der es mehr will, der der an diesen zwei Tagen mehr investiert, wird am Ende gute Chancen haben den Cup zu holen. Man wird auch das bisschen Glück brauchen und in ein paar Situationen das Momentum auf seiner Seite. Von unserer Seite wird es eine gute Deckungsleistung brauchen, von der wir dann schnell nach vorne spielen und einfach mit purem Willen und Kampf alles versuchen um den Cup nach Krems zu holen.“
Atzgersdorf-Kapitänin Nicole Ivkic: „Müssen an uns glauben“
In den vergangenen Jahren musstet ihr euch sowohl im Cup, in der Meisterschaft wie auch im Supercup HYPO NÖ teils äußerst knapp beugen. Warum klappt es am Samstag mit dem ersten Titel für Atzgersdorf?
Nicole Ivkic: „Ich würde sagen, dass dieser Gedanke, dass es möglich ist, viel präsenter ist als davor. Ich bin jetzt schon länger beim Verein und auch bereits eine Zeit lang Kapitänin. Das macht aktuell den größten Unterschied aus. Dieser Wille zu gewinnen ist heuer viel mehr zu spüren und das kann natürlich ausschlaggebend sein.“
Gegen HYPO habt ihr im Grunddurchgang einmal gewonnen und einmal verloren. Erwartest du eine enge Partie?
Nicole Ivkic: „Natürlich erhoffe ich mir eine enge und spannende Partie. Vor allem auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Nachdem die letzten zwei, drei Begegnungen durchaus eng waren, kann man das erwarten.“
Man sagt, der Cup hat eigene Gesetze. Kannst du das beschreiben?
Nicole Ivkic: „Ein Cupspiel unterscheidet sich enorm zu jedem anderen Spiel, speziell zu einem Ligaspiel, weil es hier um alles oder nichts geht. In der Liga kann man einen Patzer schon mal ausmerzen. Das geht hier überhaupt nicht. Entweder man gewinnt, oder man ist raus. Das führt auch dazu, dass Favoriten recht früh rausfliegen und Teams, mit denen man nicht rechnet, im Finale stehen. Für mich ist da Handball WEST WIEN das beste Beispiel, als sie vor zwei Jahren als Zweitligist den Cup-Titel geholt haben. Das war komplett unerwartet, eine Riesensensation. Das beschreibt es am besten.“
Würdest du sagen, ihr seid eine Turniermannschaft?
Nicole Ivkic: „Das ist schwierig zu beantworten, da wir viel zu selten an Turnieren teilnehmen. Ich würde den Cup nicht als klassisches Turnier bezeichnen. Wir schlagen uns im Cup recht gut, kommen stets weit, aber der Titel fehlt noch.“
Was wird bei den Finals den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen?
Nicole Ivkic: „Neben einer guten handballerischen Leistung ist in so einem Spiel die mentale Stärke extrem ausschlagegebend. Wir müssen alle an uns glauben, alles um uns herum ausblenden und uns von unserer besten Seite zeigen, wenn wir gewinnen wollen.“
Region Graz ÖHB Cup Finals
24./25. April 2026, Sport Arena Wien
Tickets: ÖHB-Ticketshop und Wien-Ticket
Alle weiteren Infos unter: https://www.oehb.at/de/events
Halbfinale Männer
ALPLA HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol
Fr., 24. April 2026, 16:30 Uhr, Sport Arena Wien
UHC Clickmasters Hollabrunn vs. FÖRTHOF UHK Krems
Fr., 24. April 2026, 19:00 Uhr, Sport Arena Wien
Finale Frauen
HYPO NÖ vs. MADx WAT Atzgersdorf
Sa., 25. April 2026, 18:00 Uhr, Sport Arena Wien
Finale Männer
ALPLA HC Hard / Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. UHC Clickmasters Hollabrunn / FÖRTHOF UHK Krems
Sa., 25. April 2026, 20:25 Uhr, Sport Arena Wien
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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23.04.2026