Vor den ÖHB-Cup Finals: Fritsch (Hard) & Emanuel Petrusic (Handball Tirol) im Interview, Hypo NO-Kapitänin Patricia Mihalics erwartet ein Duell auf Augenhöhe
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Der fünffache Cupsieger gegen den Titelverteidiger – ALPLA HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Kommendes Wochenende stehen sich diese beiden Teams im Halbfinale bei den Region Graz ÖHB Cup Finals in der Sport Arena Wien gegenüber.

Beide sind heiß auf den Titel, wissen um die Stärken des jeweiligen Gegners Bescheid und auch darüber, dass der Cup manchmal eigene Gesetze hat. Emanuel Petrusic von Sparkasse Schwaz Handball Tirol und Lukas Fritsch vom ALPLA HC Hard standen zu dem bevorstehenden Duell Rede und Antwort. 

Tickets für die Region Graz ÖHB Cup Finals am 24. und 25. April in der Sport Arena Wien sind über den ÖHB-Ticketshop und Wien-Ticket erhältlich. Die beiden Halbfinal-Partien werden live auf KRONE TV übertragen, die beiden Finalspiele live auf ORF SPORT +.

Kommendes Wochenende treffen sich die vier Halbfinalisten im ÖHB Cup der Männer, wie auch die Finalistinnen im ÖHB Cup der Frauen, um den ersten Titel des Jahres untereinander auszumachen. Bei den Region Graz ÖHB Cup Finals stehen sich im Halbfinale der Männer diesen Freitag ALPLA HC Hard und Sparkasse Schwaz Handball Tirol, sowie der UHC Clickmasters Hollabrunn und der FÖRTHOF UHK Krems gegenüber. Die Vorarlberger gewannen den Titel bislang fünfmal. Zuletzt 2023. Handball Tirol beendete im Vorjahr eine 14-jährige Durststrecke, holte nach 2011, damals noch als ULZ Sparkasse Schwaz, den Pokal wieder nach Tirol.

Wir haben Emanuel Petrusic und Lukas Fritsch zu dem bevorstehenden Duell auf den Zahn gefühlt.

Sparkasse Schwaz Handball Tirol geht als Titelverteidiger in die Region Graz ÖHB Cup Finals. Hard holte den Cuptitel zuletzt 2023. Warum wird Schwaz, bzw. Hard heuer den ersten Titel des Jahres einfahren?
Emanuel Petrusic: „Natürlich wollen wir als Titelverteidiger den Cup heuer nochmals gewinnen. Vor allem, weil jetzt in der Meisterschaft nicht mehr die Möglichkeit besteht den Titel zu holen. Das motiviert uns umso mehr. Mit dieser Motivation wollen wir gut ins Wochenende starten und es erfolgreich abschließen.“

Lukas Fritsch: „Wir haben zuletzt 2023 den Titel mitnehmen können, sind trotzdem sehr zuversichtlich, dass es heuer klappt. Wir haben in den vergangenen Monaten sehr hart an uns gearbeitet, haben viele neue Sachen ausprobiert, sind stärker geworden und als Mannschaft noch enger zusammengewachsen. Wir haben zudem die 5:1-Deckung für uns entdeckt und die hat in den letzten Wochen gut funktioniert. So konnten wir im Viertelfinale auch roomz JAGS Vöslau schlagen und in die Region Graz ÖHB Cup Finals einziehen.“

Hard konnte im Grunddurchgang der HLA MEISTERLIGA zweimal gegen Handball Tirol gewinnen. Gibt euch das Selbstvertrauen Lukas, bzw. sinnt man in Schwaz auf Revanche?
Emanuel Petrusic: „Dass wir zweimal verloren haben, spielt für uns keine Rolle. Wir wollen Revanche, weil wir ins Finale kommen wollen. Aber das ist es egal, wer der Gegner ist. Wir wollen immer gewinnen, speziell in KO-Duellen.“

Lukas Fritsch: „Natürlich geben diese Siege Selbstvertrauen, aber wie man letztes Jahr schon gesehen hat, ist Schwaz eine Cup-Mannschaft die da ist und alles auf die Platte bringt wenn es gebraucht wird. Auch wenn wir in der Liga zweimal gewinnen konnten, im Cup gibt es nur dieses eine Spiel und da muss man von Anfang da sein. Gelingt das nicht, ist man raus.“

Man sagt gerne, der Cup hat eigene Gesetze. Würdet ihr das unterschreiben?
Emanuel Petrusic: „Es ist schwer zu beschreiben, aber ja, der Cup hat eigene Gesetze, weil auch immer wieder Underdogs weiterkommen. Das kann man nicht bestreiten. Für uns spielt das keine große Rolle. Wir fokussieren und auf unser Spiel und verlassen uns auf keine Gesetze, die uns vielleicht den Sieg bescheren können.“

Lukas Fritsch: „Der Cup hat eigene Gesetze, definitiv. Das hat man gut vor zwei Jahren gesehen beim Final 4 in Schwaz, wo Handball WEST WIEN als Team aus der HLA CHALLENGE den Titel gewonnen hat. Damit hat keiner gerechnet. Das ist das beste Beispiel, dass der Cup seine eigenen Gesetze schreibt.“

Ist Sparkasse Schwaz Handball Tirol, bzw. der ALPLA HC Hard eine Turniermannschaft?
Emanuel Petrusic: „Wir haben einige Charakterzüge einer Turniermannschaft, da wir in der Vergangenheit weit gekommen sind. Wir haben aber auch einige Finalspiele verloren. Wir wollen die positiven Eigenschaften, die man sich für ein Turnier aneignen kann, mitnehmen.“

Lukas Fritsch: „Ich glaube das ist schwer zu sagen, ob eine Mannschaft eine Turniermannschaft ist oder nicht. Es kommt viel auf die Tagesverfassung an. Von den vier Teams im Halbfinale kann jeder jeden schlagen. Hollabrunn ist zwar in der HLA MEISTERLIGA auf dem letzten Platz gelandet, aber sie hatten im Cup schwere Gegner und stehen jetzt in den Finals. Es wird wichtig sein, von Anfang an da zu sein. Egal wer gegenüber steht, wir müssen kämpfen. Ich glaube die Mannschaft, die am meisten kämpft und Bock hat, wird sich am Ende belohnen.“

Was wird bei den Finals den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen?
Emanuel Petrusic: „Einen Unterschied in den Finals kann ausmachen wie konzentriert und fit man in den entscheidenden Momenten bleibt und wie cool im Kopf. Es können Einzelheiten entscheiden, vor allem wenn man zwei Spiele direkt hintereinander hat. Wer dann beharrlicher ist, schafft es auch in den wichtigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen und so auch die bessere Mannschaft zu sein.“

Lukas Fritsch: „Der Kampf muss ab der ersten Minute an da sein. Ich glaube, wir haben das in den letzten Monaten gezeigt, dass wir im Playoff-Modus sind und bereit sind, alles zu geben um zu gewinnen. Wir sind bereit alles füreinander zu machen, um unsere Ziele zu erreichen.“

Region Graz ÖHB Cup Finals:
HYPO NÖ-Kapitänin Patricia Mihalics erwartet ein Duell auf Augenhöhe

Erst zweimal in der Geschichte des ÖHB Cup-Bewerbs hieß der Sieger bei den Frauen nicht HYPO NÖ – 2017 und 2018. In den vergangenen fünf Ausgaben (Anm.: 2020 wurde der Bewerb aufgrund der COVID19-Pandemie nicht zu Ende gespielt) wurde das gewohnte Siegerbild mit HYPO NÖ auf dem obersten Treppchen wieder hergestellt.

Am Samstag, 18:00 Uhr live auf ORF SPORT +, trifft der Titelverteidiger in der Sport Arena Wien auf MADx WAT Atzegrsdorf. Im Supercup zu Beginn der Saison setzten sich die Niederösterreicherinnen knapp mit 26:25 durch, im Grunddurchgang der WHA MEISTERLIGA steht je ein Sieg und eine Niederlage gegen Atzgersdorf zu Buche.

HYPO NÖ-Kapitänin erwartet sich im Interview erneut eine enge Partie, in der Kleinigkeit und womöglich auch das Quäntchen Glück, entscheidend sein könnten. Tickets für die Region Graz ÖHB Cup Finals am 24. und 25. April in der Sport Arena Wien sind über den ÖHB-Ticketshop und Wien-Ticketerhältlich. Die beiden Halbfinal-Partien der Männer am Freitag werden live auf KRONE TV übertragen, die beiden Finalspiele live auf ORF SPORT +.

Ihr geht als Titelverteidiger ins Cup-Finale gegen MADx WAT Atzgersdorf. Wie zuversichtlich seid ihr, diesen zu verteidigen?
Patricia Mihalics: „Es wird sicher alles andere als einfach den Titel zu verteidigen. Wir werden alles aufs Feld schmeißen und nach 60 Minuten sehen, wer die bessere Mannschaft ist und wer eventuell auch mehr Glück hat an dem Tag.“

⁠⁠Gegen Atzgersdorf habt ihr im Grunddurchgang einmal gewonnen und einmal verloren. Erwartest du eine enge Partie?
Patricia Mihalics: „Zuhause haben wir verloren, in Atzgersdorf haben wir gewonnen und auch der Supercup hat heuer schon gezeigt, wie nahe die zwei Mannschaften beisammen liegen. Dementsprechend erwarte ich eine sehr enge Partie.“

Man sagt, der Cup hat eigene Gesetze. Kannst du das beschreiben?
Patricia Mihalics: „Ja, der Cup hat definitiv seine eigenen Gesetze. Ich denke vor allem in anderen Ländern sieht man das des Öfteren, im Fußball wahrscheinlich noch mehr, dass die Underdogs überraschen können. Es sind 60 Minuten, dabei kann für eine Mannschaft alles zusammenkommen und für die andere funktioniert gar nichts. In Summe entscheidet die Leistung in den 60 Minuten, die man auf die Platte bringt. Entsprechend hat jeder Cup seine eigenen Gesetzte.“

Würdest du sagen, ihr seid eine Turniermannschaft?
Patricia Mihalics: „Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wir hatten in dieser Saison unsere Ups and Downs, ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns gerade in einer guten Form befinden.“

Was kann im Finale den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen?
Patricia Mihalics: „Eine stabile Deckung und das Rückzugsverhalten können sehr entscheidend sein. Noch mehr womöglich die Torfrau-Leistung. Ich bin der Ansicht, dass eine Torfrau jedes Spiel entscheiden kann. Dabei spielt wiederum auch die Deckung eine große Rolle, wie sehr diese ihrer Torfrau hilft. Gerade wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die auf Augenhöhe sind, kann das ein entscheidender Faktor sein. Das wird am Samstag definitiv eine sehr große Rolle spielen.“

Die Halbfinalspiele werden LIVE auf Am Finaltag fällt ab 18:00 Uhr die Titelentscheidung bei den Frauen, wo das Finale mit HYPO NÖ vs. MADx WAT Atzgersdorf bereits feststeht, um 20:25 Uhr folgt das Finale der Männer. Beide Spiele werden live auf ORF SPORT + übertragen.

Region Graz ÖHB Cup Finals

24./25. April 2026, Sport Arena Wien

TicketsÖHB-Ticketshop und Wien-Ticket
Alle weiteren Infos unterhttps://www.oehb.at/de/events

Halbfinale Männer
ALPLA HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol

Fr., 24. April 2026, 16:30 Uhr, Sport Arena Wien

LIVE auf KRONE TV

UHC Clickmasters Hollabrunn vs. FÖRTHOF UHK Krems
Fr., 24. April 2026, 19:00 Uhr, Sport Arena Wien

LIVE auf KRONE TV

Finale Frauen
HYPO NÖ vs. MADx WAT Atzgersdorf

Sa., 25. April 2026, 18:00 Uhr, Sport Arena Wien

Live auf ORF SPORT +

Finale Männer
ALPLA HC Hard / Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. UHC Clickmasters Hollabrunn / FÖRTHOF UHK Krems

Sa., 25. April 2026, 20:25 Uhr, Sport Arena Wien

Live auf ORF SPORT +

Presseinfo

Handball Austria/ÖHB

21.04.2026