Die Viertelfinal-Duelle der HLA Meisterliga stehen fest
© Sportreport

Startschuss in die finale Phase: Das vergangene Wochenende markierte das Ende des HLA MEISTERLIGA-Grunddurchgangs mit einem spannenden 22. Spieltag.

Dabei sicherten sich die roomz JAGS Vöslau erstmals den Grunddurchgangssieg. Nun geht es in die heiße Phase: die HLA MEISTERLIGA-PlayOffs starten!

In der sogenannten Pick-Round wählten die Top-3-Teams des Grunddurchgangs (in der Reihenfolge ihrer Platzierung) ihre Viertelfinalgegner aus den Mannschaften auf den Plätzen 5 bis 8. Daraus ergeben sich folgende Paarungen:

Viertelfinale 1: roomz JAGS Vöslau – HSG XeNTiS Lipizzanerheimat
Viertelfinale 2: ALPLA HC Hard – HC FIVERS WAT Margareten
Viertelfinale 3: HC LINZ AG – BT Füchse Auto Pichler
Viertelfinale 4: SC kelag Ferlach – FÖRTHOF UHK KREMS

Damit kommt es mit den Partien roomz JAGS Vöslau gegen HSG XeNTiS Lipizzanerheimat sowie ALPLA HC Hard gegen HC FIVERS WAT Margareten zu zwei Viertelfinal-Premieren. Das Duell zwischen HC LINZ AG und den BT Füchsen Auto Pichler ist eine Neuauflage des letztjährigen Viertelfinales, während FÖRTHOF UHK Krems und SC kelag Ferlach bereits in der Saison 2020/21 aufeinandergetroffen sind.

Das Aufeinandertreffen von JAGS und Lipizzanerheimat bringt eine weitere Premiere mit sich: Beide Teams standen seit der Einführung des Halbfinalformats 2003/04 noch nie im Halbfinale.

Dass Hard und FIVERS bislang noch nie im Viertelfinale aufeinandergetroffen sind, liegt daran, dass sich die beiden Teams meist erst im Halbfinale oder Finale begegneten. In jüngster Vergangenheit ist vor allem der Siebenmeterkrimi im Halbfinale der letzten Saison noch präsent.

LINZ gegen die BT Füchse verspricht ein Duell auf Augenhöhe zu werden – beide Vereine konnten in dieser Saison jeweils ein Spiel in der HLA MEISTERLIGA für sich entscheiden.
Dem SC kelag Ferlach wurde der FÖRTHOF UHK Krems zugelost. Die Kärntner müssen dabei vor allem auf den Heimvorteil hoffen, denn seit ihrem Aufstieg in die HLA MEISTERLIGA konnten sie in der Wachau noch nie als Sieger von der Platte gehen.

Gespielt wird im Best-of-Three-Modus – das jeweils besser platzierte Team aus dem Grunddurchgang hat im ersten Spiel sowie in einem möglichen Entscheidungsspiel Heimrecht.
Alle Spiele werden live im TV (ORF SPORT+ & Krone TV) und/oder im Stream auf streaming.krone.at übertragen. Die genauen Anwurfzeiten sowie der vollständige TV-Plan werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Im Halbfinale treffen die Sieger der folgenden Serien aufeinander:
VF1 vs. VF4
VF2 vs. VF3

Auch hier liegt das Heimrecht beim besser platzierten Team aus dem Grunddurchgang.

Viertelfinale 1:

roomz JAGS Vöslau – HSG XeNTiS Lipizzanerheimat
­
Spiel 1: 1. / 2. Mai 2026
Spiel 2: 5. / 6. Mai 2026

Spiel 3 (falls notwendig): Sa, 9. Mai 2026
18:30 Uhr / 20:20 Uhr

Best-Of-Three-Serie 0:0

Grunddurchgangssieger roomz JAGS Vöslau durfte als erster Klub seinen Viertelfinalgegner wählen und entschied sich für den Tabellenachten HSG XeNTiS Lipizzanerheimat – ein Duell mit klarer Tendenz in der bisherigen Bilanz. Insgesamt standen sich beide Teams bislang 16-mal gegenüber. Dabei feierten die JAGS 12 Siege, während die Lipizzanerheimat nur zwei Erfolge verbuchen konnte; zwei Partien endeten unentschieden.

Auch in dieser Saison hatten die Niederösterreicher die Nase vorn: Am 16. Spieltag setzten sich die JAGS auswärts mit 30:28 durch, nachdem das Hinspiel noch mit einem 21:21-Remis geendet hatte.

Zudem kommt es in diesem Duell zu einer Premiere: Beide Vereine standen seit der Einführung des Halbfinalformats in der Saison 2003/04 noch nie im Halbfinale.

Fabian Schartel, Spieler roomz JAGS Vöslau: „Es war keine leichte Entscheidung, da es viele und gute Argumente für alle Mannschaften gab und wir gegen alle Mannschaften gute Ergebnisse abgeliefert haben. Schlussendlich waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben, dass wir uns für die HSG XeNTiS Lipizzanerheimat entschieden haben. Für das Viertel-Finale gehen wir genauso wie in den letzten Wochen heran: Das Wichtigste im Playoff ist, dass man eine stabile Leistung Tag ein Tag ausbringt, sich akribisch im Training vorbereitet und motiviert an die Sache herangeht. Wir müssen die Leistung abrufen, die wir die letzten acht bis neun Wochen abgeliefert haben – dann sind wir schwer zu schlagen. Ein Sieg zum Auftakt ist ganz wichtig und der Heimvorteil ist mit solchen Fans und dieser Stimmung in der Halle ein enorm wichtiger Bonus.“

Leonhard Langmann, Spieler HSG XeNTiS Lipizzanerheimat: „Die Paarung ist für uns sehr interessant, aber wir wollen trotzdem den Fokus auf uns legen. Wir wissen, dass wir gegen jeden gewinnen können, wenn alles passt und die Chancen wollen wir auch nutzen, wenn sie kommen. Wir wollen hinten stabil stehen. Wie in den letzten Wochen soll die Deckung für uns der erste Schritt sein. Ich glaube gerade gegen diesen Gegner wird das extrem wichtig sein.“
­
Zu den Videostatements
­

Viertelfinale 2:

ALPLA HC Hard – HC FIVERS WAT Margareten

Spiel 1: 1. / 2. Mai 2026
Spiel 2: 5. / 6. Mai 2026

Spiel 3 (falls notwendig): Sa, 9. Mai 2026
18:30 Uhr / 20:20 Uhr

Best-Of-Three-Serie 0:0
­
ALPLA HC Hard und HC FIVERS WAT Margareten bestreiten das traditionsreichste Duell dieser Viertelfinalserie. Dennoch trafen die beiden Vereine bislang noch nie im Viertelfinale aufeinander, sondern erst in späteren Phasen der Playoffs. Seit der Saison 2013/14 kam es bereits zu vier Finalduellen, zudem standen sich beide Teams im Vorjahr im Halbfinale gegenüber, das Hard in einem Siebenmeterkrimi für sich entscheiden konnte.

Die FIVERS sind zudem der einzige Verein, der sich seit Einführung des Halbfinalformats durchgehend für dieses qualifizieren konnte. Die jüngsten direkten Duelle verliefen insgesamt sehr ausgeglichen. Insgesamt standen sich beide Teams bereits 110-mal gegenüber. In den letzten Begegnungen konnten die „Roten Teufel“ zwei Siege einfahren: einen 38:29-Heimsieg sowie einen hart umkämpften 28:26-Auswärtserfolg. Der letzte Auswärtssieg der FIVERS in Hard datiert übrigens vom 18. November 2022.

Hannes Jón Jónsson, Trainer ALPLA HC Hard: „Ich finde es nicht richtig, dass man wählen muss. Das kann immer sehr provokant rüberkommen, dass man sich für einen Gegner entscheidet. Aber wir nehmen das, was uns gehört. Wenn wir überhaupt wählen dürfen, dann nehmen wir entsprechend unserer Platzierung – wir sind Zweiter, also nehmen wir den Siebten. Die Liga ist ohnehin so ausgeglichen, dass das keine große Rolle spielt, gegen wen man spielt. Gegen die HC FIVERS WAT Margareten werden wir uns auf viel Tempo, viel Laufen vorwärts und rückwärts einstellen. Taktisch werden wir uns gut vorbereiten, aber so weit sind wir noch nicht. Jeder Sieg in den PlayOffs ist gleich wichtig, der Heimvorteil ist schön, aber wenn man die Statistik anschaut, ist das ungefähr 50-50 zwischen Heim- und Auswärtsspielen bei uns. Trotzdem ist es etwas Besonderes, vor voller Halle zu spielen und das werden wir auch genießen.“

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Es ist natürlich ein interessantes Duell. Ich denke seit dem letzten Jahrzehnt, vielleicht sogar seit den letzten zwei Jahrzehnten, besteht eine ewige Rivalität gegeneinander, viele Finalspiele haben wir für uns entscheiden dürfen. Dieses Jahr treffen wir im Viertelfinale wieder aufeinander. Ich denke es ist bekannt, dass wir mit der gesamten Bank spielen, das heißt, wir haben 16, vielleicht sogar 18 oder 20 Spieler, die bereit sind für dieses Viertelfinale. Das werden wir versuchen auszuspielen – dazu gehört viel Tempo und Leidenschaft.“
­
Zu den Videostatements
­

Viertelfinale 3:

HC LINZ AG – BT Füchse Auto Pichler
­­
Spiel 1: Sa, 2. Mai 2026, 18:30 Uhr
Spiel 2: 5. / 6. Mai 2026

Spiel 3 (falls notwendig): Sa, 9. Mai 2026
18:30 Uhr / 20:20 Uhr

Best-Of-Three-Serie 0:0
­
Der HC LINZ AG wählte als dritter Klub seinen Gegner und entschied sich für die BT Füchse Auto Pichler. Damit kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Viertelfinalduells zwischen den beiden Vereinen, damals setzte sich LINZ klar mit 2:0 in der Best-of-Three-Serie durch. Die bisherigen Saisonduelle verliefen ausgeglichen: In der Hinrunde setzten sich die Linzer mit 27:24 durch, in der Rückrunde revanchierten sich die Füchse mit einem 31:27-Erfolg. Auffällig ist, dass in dieser Saison jeweils das Auswärtsteam gewinnen konnte.

Der letzte Heimerfolg der Füchse gegen Linz in der HLA MEISTERLIGA liegt mit dem 22.11.2023 bereits etwas zurück, wenngleich sie im ÖHB Cup in dieser Saison zu Hause gegen die Linzer gewinnen konnten. Insgesamt waren auch die letzten zehn Duelle weitgehend ausgeglichen, was die enge Ausgangslage dieser Viertelfinalserie unterstreicht. Für das erste Heimspiel am 2. Mai um 18:30 Uhr übersiedelt der HC LINZ AG in die TIPS Arena Linz – mit einer Kapazität von 4000 Besucher:innen eine der größten Hallen in Österreich.

Lucijan Fizuleto, Spieler HC LINZ AG: „Eigentlich waren sie nicht unsere erste Auswahl. Wir sind nur glücklich, dass wir in das Viertelfinale gekommen sind mit diesem dritten Platz und, dass wir zu Hause den Heimvorteil geschafft haben – das ist uns das Wichtigste. Wir haben dieses Jahr schon oft gegen die Füchse gespielt. Milan wird das Spiel anschauen, analysieren, was sie spielen und wo sie am meisten gefährlich sind und wir müssen uns darauf vorbereiten. Wichtig ist, dass wir diese zwei Wochen verletzungsfrei bleiben und dann mit voller Energie in das Viertelfinale reingehen. Ein Sieg zum Auftakt bei uns in der TIPPS Arena ist ein wichtiger Faktor, vor allem wenn man das erste Spiel gewinnt, dann das dritte Spiel wieder zu Hause spielt mit so vielen Fans und so viel Unterstützung. Dann bekommst du einen Push, kannst leichter um den Sieg kämpfen und dann hoffentlich ins Halbfinale kommen.“

Julian Mitterdorfer, Spieler BT Füchse Auto Pichler: „Linz ist mit Sicherheit gegen uns der Favorit. Wir waren mitten in der Saison eigentlich auf Platz 11 und haben uns dann ins Viertelfinale gekämpft.Linz hat über die ganze Saison super Leistungen mit einer super Mannschaft gebracht. Wir werden schauen, dass wir einfach alles geben im Viertelfinale, um dann irgendwie ins Halbfinale zu kommen. Wir werden uns sicher, wie in jedem anderen Spiel, mit Videos beschäftigen, uns einfach taktisch im Training darauf einstellen und dann schauen, wie es in den Spielen ausschaut.“
­
Zu den Videostatements
­

­Viertelfinale 4:

SC kelag Ferlach – FÖRTHOF UHK KREMS

Spiel 1: 1. / 2. Mai 2026
Spiel 2: 5. / 6. Mai 2026

Spiel 3 (falls notwendig): Sa, 9. Mai 2026
18:30 Uhr / 20:20 Uhr

Best-Of-Three-Serie 0:0
­
Das Duell zwischen dem nach dem Grunddurchgang viertplatzierten SC kelag Ferlach und dem FÖRTHOF UHK Krems gab es bereits in der Saison 2020/21. Damals setzte sich Krems in der Best-of-Three-Serie klar mit 2:0 durch. Ferlach hat seit dem Aufstieg in die HLA MEISTERLIGA noch nie auswärts gegen Krems gewonnen. Auch die Gesamtbilanz spricht deutlich für Krems: Von den letzten zehn Duellen gewann Krems neun, Ferlach eines – allerdings konnten die Kärntner in dieser Saison mit einem 28:26-Heimsieg überraschen. Dem gegenüber steht ein 33:23-Erfolg der Wachauer in der Hinrunde des Grunddurchgangs.

Miro Barisic, Trainer SC kelag Ferlach: „Wir haben eine sehr gute Mannschaft als Gegner bekommen. Wir haben dieses Jahr zu Hause gewonnen und in Krems verloren. Trotz allem sind die Chancen 50-50, aber ich gebe uns einen kleinen Vorteil, weil wir zu Hause spielen. Das erste Spiel wird sehr wichtig mit unserem Heimvorteil. Gegen Krems müssen wir die schnellen Tore und die schnelle Mitte verhindern, aber eine entscheidende Rolle wird unsere Deckung sein. Wir setzen alle Kräfte für dieses erste Spiel zu Hause ein, dass wir gewinnen.“

Kenan Hasecic, Spieler FÖRTHOF UHK KREMS: „Taktiert ist es erst mal wie jedes andere Spiel, jedes andere Viertelfinale: mit Videos vorbereiten, uns einstellen auf deren Deckung und deren Angriff. Wir haben das erste Spiel auswärts und das wollen wir gewinnen. Da wollen wir uns ein gutes Gefühl holen und dann auch die Ausgangslage schaffen, dass wir daheim mit einem guten Heimpublikum ins Halbfinale ziehen. Die Ausgangslage ist spannender als die letzten Jahre, man kann schwer etwas sagen, dadurch, dass die Liga so knapp war und jeder Gegner unangenehm ist. Ich glaube, dass wir zuletzt daheim gegen Ferlach sehr hoch gewonnen haben und uns ein gutes Gefühl geholt haben, dass wir da bestehen können.“

Sebastian Feichtinger, Co-Trainer FÖRTHOF UHK KREMS: „Ich glaube, das wird ein ganz interessantes Duell, weil über die Saison gesehen alles sehr knapp beieinander ist. Ich glaube, dass es für die Zuschauer wirklich tolle Spiele werden, so wie die ganzen anderen Viertelfinalserien. Wir bereiten uns mit unseren eigenen Stärken auf den Gegner vor und schauen vor allem auf uns. Das Viertelfinale wird für uns wichtig und interessant werden.“
­
Zu den Videostatements

Presseinfo

Handball Austria/ÖHB
HLA MEISTERLIGA

20.04.2026

Die mobile Version verlassen