
Vergangenes Wochenende wurde Johanna Reichert am letzten Spieltag des Grunddurchgangs in Deutschland von ihrem Verein Thüringer HC aufgrund von Rückenproblemen geschont.
Ein Einsatz im Nationalteam ist für die 24-Jährige aktuell nicht möglich. Daher wurde Kristina Dramac für die letzten beiden Spiele in der Qualifikation zur Women´s EHF EURO 2026 nachnominiert. Im griechischen Kozani trifft man Mittwochabend, 18:00 Uhr, auf Israel, kommenden Sonntag, 18:00 Uhr, empfängt man zum Abschluss Griechenland. Beide Spiele werden live auf ORF SPORT + übertragen, Tickets für das Heimspiel sind über den ÖHB-Ticketshop erhältlich.
So schmerzlich der Ausfall von Reichert einerseits ist, so sehr zeigt die Nachnominierung von Kristina Dramac, dass Österreich in der Breite aktuell gut aufgestellt ist. Die 24-Jährige versäumte keines der vergangenen vier Großereignisse (WM 2021, 2023 & 2025, EHF EURO 2024) und bringt 57 Länderspiele an Erfahrung mit.
„Johanna Reichert ist eine Spielerin, die aus neun, zehn Metern werfen kann. Das wird uns gegen Israel und Griechenland fehlen. Gleichzeitig haben wir durch Kristina Dramac als Linkshänderin neue Optionen im rechten Rückraum. An unseren Zielen hat sich nichts verändert. Wir wollen und müssen beide Spiele gewinnen“, erklärt Teamchefin Monique Tijsterman.
Im Herbst triumphierte Österreich sowohl über Israel (39:30) als auch über Griechenland (29:22). Damit hat man sich eine gute Ausgangsposition geschaffen um das Ticket zur EURO-Endrunde zu lösen. Gewinnt man beide Spiele erneut, wird man die Quali hinter Spanien auf Platz 2 beenden. Und genau das ist auch das Ziel. Gegen Spanien blieb man im März punktelos, was die Ausgangslage zumindest leicht verändert hat, Katarina Pandza: „Wir haben aufgrund der beiden Niederlagen ein bisschen mehr Druck. Wir wissen, wir müssen beide Spiele gewinnen und wollen das auch. Wir hätten im März gerne etwas mitgenommen und hätten uns das auch verdient, so wie wir arbeiten. Unser Ziel ist die EURO und dafür werden wir alles geben.“
Gegen Israel gilt es, die weiße Weste in den direkten Duellen zu behalten. In vier Spielen, ging Österreich stets als Sieger hervor. Das Spiel gegen Griechenland am 19. Oktober 2025 war das erste Aufeinandertreffen überhaupt.
Aus den insgesamt sechs Qualigruppen qualifizieren sich die jeweiligen Top 2, sowie die vier besten Gruppendritten für die Endrunde. Bereits qualifiziert sind die Top 3 der EHF EURO 2024, Norwegen, Dänemark und Ungarn, sowie die fünf Ausrichter Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Türkei.
Stankovic zieht es nach Slowenien, Dramac nach Deutschland
Neben der Nachnominierung für die letzten beiden Spiele in der EURO-Quali, hat Kristina Dramac noch weitere Neuigkeiten: im Sommer wechselt sie von HC Podravka (CRO) in die deutsche Bundesliga zum BSV Sachsen Zwickau. Von Deutschland nach Slowenien geht es für Eleonora Stankovic. Die Flügelspielerin wechselt vom Zweitligisten Rödertal zum EHF Champions League-Verein RK Krim Otp Group Mercator Ljubljana.
„Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, fühlt sich alles noch ein wenig surreal an. Ich durfte im Dezember meine erste WM spielen, damit ist auf jeden Fall ein Traum in Erfüllung gegangen, den jede Sportlerin hat. Auf dieser internationalen Bühne aufzulaufen, mich mit den besten Spielerinnen der Welt zu messen und meinen Teil zu einem erfolgreichen Turnier beitragen zu dürfen, war auf jeden Fall ein unglaublich prägender Punkt für mich und eine tolle Erfahrung. Nach diesem besonderen Ereignis hat sich die Chance ergeben ab der kommenden Saison für Krim zu spielen, ein Verein, der seit Jahren für internationalen Spitzenhandball und große Ambitionen steht. Als ich von dem Interesse erfahren habe, war ich einfach nur überglücklich. Dieser Wechsel ist für mich mehr als nur der nächste Karriereschritt“, strahlt Eleonora Stankovic.
Bei dem slowenischen Spitzenklub sind damit ab der kommenden Saison beide Flügel-Positionen rotweißrot geprägt. Denn bereits seit Sommer 2024 ist Philomena Egger bei RK Krim Otp Group Mercator Ljubljana am rechten Flügel tätig, Stankovic wird auf der gegenüberliegenden Seite für Tore sorgen. Ende März wurde zudem veröffentlicht, dass man sich auch die Dienste von Andrea Barnjak für die kommende Saison gesichert hat, womit dann gleich drei österreichische Nationalteamspielerinnen bei Ljubljana engagiert sein werden.
Eleonora Stankovic: „Ich möchte alles dafür tun um zu zeigen, dass ich mir diese Chance verdient habe. Gleichzeitig sehe ich es als Verpflichtung weiter an mir zu arbeiten, noch konstanter zu werden und mein Spiel auf ein neues Niveau zu heben.“
Eine neue Herausforderung hat auch Kristina Dramac gesucht. Im Sommer wechselt sie in die deutsche Bundesliga zum BSV Sachsen Zwickau. Den Grunddurchgang der aktuellen Saison beendete man auf Rang 8. Die Ambitionen sind jedoch, sich im oberen Mittelfeld zu platzieren und Richtung Europacup-Plätze zu schnuppern.
„Ich habe mich nach einem neuen Verein umgesehen und hatte einige Optionen. Nach den ersten Gesprächen mit Zwickau, stand meine Entscheidung rasch fest. Ich freue mich darauf, erstmals in meiner Karriere in Deutschland zu spielen. Es ist eine große Chance mich weiter zu verbessern und mich weiterzuentwickeln, da ich hoffentlich viel Spielzeit bekommen werde“, so Kristina Dramac.
Dank ihrer Erfahrungen im Nationalteam und in der EHF Champions League, bringt sie viele Qualitäten mit, die sie dort auch einbringen möchte: „Ich möchte Verantwortung übernehmen und der Mannschaft in allen Belangen helfen, die Ziele zu erreichen.“
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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07.04.2026





