
Die erste Runde der Platzierungs- und Qualifikationsrunde ist gespielt und mit den Hefte Helfen Bulls Kapfenberg gibt es einen neuen Tabellenführer in der win2day Basketball Superliga.
Mit einem Sieg im direkten Duell können die Raiffeisen Flyers Wels wieder an den Steirern vorbeiziehen und – bei gleichzeitiger Niederlage der UNGER STEEL Oberwart Gunners – die Tabellenführung übernehmen.
Platzierungsrunde
Im Topspiel der Runde treffen die Raiffeisen Flyers Wels auf die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg. Die Oberösterreicher konnten in dieser Saison bisher alle drei Duelle (2x Meisterschaft und Cupfinale) für sich entscheiden und sind somit der „Angstgegner“ des neuen Tabellenführers. Das Team von Coach Klym Artamonov spielt sich aber immer besser ein und wird den Flyers wieder einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern. „Wir treffen wieder auf Wels nach dem Cup Finale, das wird mit Sicherheit ein spannendes Duell. Wels ist physisch stark, bringt viel Energie. Da müssen wir die richtigen Antworten finden und vor allem 40 Minuten lang fokussiert sein, um sie besiegen zu können“, so der Bull-Coach vor dem Spiel.
Dukes weiterhin mit Personalsorgen
Weiterhin mit Verletzungsproblemen kämpfen die BK Karbon-X Dukes. Nachdem Starspieler Sylven Landesberg bereits seit Monaten außer Gefecht ist, verletzte sich auch Dragan Bjeletic und kann in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden. Zudem ist mit Dragan Stajic der Starting-Pointguard derzeit angeschlagen. Der BC Vienna kommt mit breiter Brust nach Klosterneuburg, die Wiener besiegen die Oberwart Gunners deutlich und greifen die Top-3 an. Im Spiel gegen den amtierenden Meister stach vor allem Luka Asceric hervor, der acht seiner 12 Dreierversuche traf und insgesamt 31 Punkte beisteuerte. Dukes-Headcoach Damir Zeleznik gibt sich kämpferisch: „Wien ist eine der besten, wenn nicht die beste Mannschaft der Liga und unsere Personalsituation ist unverändert. Wir haben in Kapfenberg leider nur 30 Minuten eine solide Leistung abgerufen. Im letzten Viertel ist uns leider die Kraft ausgegangen. Gegen Wien wird es nötig sein, 40 Minuten fokussiert zu spielen. Wie in den letzten Spielen werden wir alles geben, um die große Überraschung zu schaffen.“
Auch Oberwart derzeit dezimiert
Neben dem weiterhin verletzten Kapitän Sebastian Käferle mussten die UNGER STEEL Oberwart Gunners im Spiel gegen BC Vienna auf Ian Martinez, Glenn Taylor und Jonathan Knessl verzichten. Die Burgenländer hielten sich wacker, mussten die Wiener aber im dritten Viertel ziehen lassen und verloren. Anders dagegen der nächste Gegner: UBSC Raiffeisen Graz deklassierte die Raiffeisen Flyers Wels und feierte einen 100:72-Sieg. Vor allem vor der Pause fanden die Oberösterreicher kein Mittel gegen die Steirer und waren bereits weit im Rückstand. Gunners-Spieler Nick Weinhandl selbstbewusst: „Wir haben in Wien über weite Strecken ein richtig gutes Spiel gezeigt und daran wollen wir anknüpfen. Gegen Graz haben wir noch eine Rechnung offen, aber wir sind bereit, alles auf dem Feld zu lassen und uns vor heimischem Publikum den Sieg zu holen.“
Qualifikationsrunde
14 Tage nach dem Sieg im Grunddurchgang gegen die Panthers Fürstenfeld trifft der SKN St. Pölten Basketball zu Hause auf die steirischen Raubkatzen. Diese haben sich zwischenzeitlich aber eine Portion Selbstvertrauen gegen Eisenstadt geholt und den Auftakt in die Qualifikationsrunde erfolgreich bestritten. Wollen die Niederösterreicher noch um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen, ist ein Sieg Pflicht. Panthers-Headcoach Pit Stahl will Revanche für die Niederlage: „Eine schwierige Aufgabe in St. Pölten, denn Jonathan Wess wird aufgrund einer Wadenverletzung nicht zur Verfügung stehen. Trotz des extrem dünnen Kaders wollen wir aber eine bessere Leistung abliefern als bei der knappen Niederlage.“
Dragonz mit neuem Trainer
Die COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz zogen Anfang der Woche die Notbremse und trennten sich vom bisherigen Headcoach Felix Jambor, bis Saisonende übernimmt das Team der Assistant Edgar Nubiola. Damit kommt es zum Duell der bisher (Amts-)Jüngsten Trainer, denn die Raiffeisen Swans Gmunden wechselten erst zwei Runden davor den Headcoach. Seit der Rochade läuft es bei den Schwänen wieder besser und sie gewannen die beiden letzten Grunddurchgangs-Spiele gegen Wien und Graz. Mit einem Sieg würden die Swans die Viertelfinal-Tür bereits weit aufmachen. Neo-Headcoach Edgar Nubiola vor den Spiel: „Gmunden hat in den letzten beiden Spielen sehr gut gespielt, und das Spiel am Samstag gegen sie wird nicht einfach, zumal wir auswärts antreten müssen. Wir müssen uns auf unsere individuellen Aufgaben in der Eins-gegen-Eins-Verteidigung konzentrieren, zusammenhalten und als Team spielen. Aufgrund von Verletzungen hatten wir nicht die optimale Trainingswoche, aber wir müssen das Beste daraus machen.“
B2L: Gipfeltreffen im Westen und heißer Kampf um die Playoff-Plätze
Die Basketball Zweite Liga biegt auf die Zielgerade der regulären Saison ein. Am kommenden 19. Spieltag stehen wegweisende Duelle auf dem Programm, die sowohl den Kampf um die Tabellenführung als auch das Rennen um die begehrten Playoff-Tickets maßgeblich beeinflussen könnten.
Das Top-Spiel: West-Derby in Innsbruck
Das absolute Highlight der Runde steigt am Samstagabend im Landessportcenter Tirol. Die SWARCO RAIDERS Tirol empfangen den Tabellenführer der West-Konferenz, die Pirlo Kufstein Towers. Kufstein thront mit einer beeindruckenden Bilanz von 16 Siegen bei nur zwei Niederlagen an der Spitze, doch die drittplatzierten Raiders haben zuletzt bewiesen, dass sie vor heimischem Publikum jeden Gegner in die Knie zwingen können. Towers-Headcoach Xavi Mascaro freut sich auf das Derby: „Die Raiders sind ebenso wie wir in guter Form und ich erwarte ein enges Spiel, in dem die Verteidigung entscheidend sein wird. Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen und uns den ersten Platz sichern – also werden wir alles geben!“
Ein weiteres interessanten Spiel findet in der Sporthalle St. Peter in Klagenfurt statt. Die Wörthersee Piraten wollen unbedingt Platz zwei im Westen verteidigen, die Raiffeisen Dornbirn Lions benötigen aber den Sieg im Kampf um das letzte Playoff-Ticket. Piraten-Headcoach Andreas Kuttnig vor dem Spiel: „Es geht sowohl für die Dornbirn Lions als auch für uns in den verbleibenden Runden um einiges – die Lions kämpfen um die Playoffs, wir wollen den zweiten Platz im Westen. Dementsprechend erwarten wir eine umkämpfte Partie, bei der wir gegen einen talentierten Gegner in Verteidigung und Angriff bestmöglich exekutieren wollen.“
Mit KOS Celovec (auswärts gegen die Haustechnik Güssing Blackbirds) und BBU Salzburg (auswärts gegen das Future Team Steiermark) kämpfen noch zwei weitere Mannschaften mit den Vorarlbergern um das letzte Playoff-Ticket im Westen. BBU-Spieler Marvin Hylton glaubt an die Trendumkehr: „Am Sonntag spielen wir gegen ein junges Team, das viel Energie bringen wird. Deshalb müssen wir von Anfang an körperlich und fokussiert auftreten, um unsere Niederlagenserie zu beenden.“ Auch KOS-Assistant Coach Andi Smrtnik ist optimistisch: „Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Diesen Weg müssen wir weitergehen. Dann bin ich überzeugt, dass wir es noch in die Playoffs schaffen.“
Osten: United will Mustangs unter Druck setzen
In der Conference „Ost“ reisen die UKJ Mistelbach Mustangs als Favorit in die Bundeshauptstadt zu Vienna United. Mistelbach führt die Ost-Tabelle an, doch United hat sich nach einer starken Siegesserie im Februar auf den dritten Platz vorgearbeitet und brennt darauf, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen.
Parallel dazu kommt es in Traiskirchen zu einem spannenden Duell: Die Lions NexGen empfangen die Raiffeisen Mattersburg Rocks. Beide Teams benötigen dringend Punkte, um ihre Position in den Top vier zu festigen, für die Niederösterreicher würde eine Niederlage wohl das Ende der Playoffs-Hoffnungen bedeuten.
Neben den Lions und den Rocks haben auch die Vienna Timberwolves noch berechtigte Chancen auf die Playoffs. Im Spiel gegen die Upper Austrian Ballers wollen die Donaustädter ihre Siegesserie ausbauen und dadurch den Druck auf die vorderen Rivalen erhöhen.
win2day BDSL: Timberwolves überraschen gegen Flames
UBI Graz und Wels souverän
Mit einem souveränen 83:43-Sieg gegen die Vienna United Women bleibt UBI Holding Graz auf dem zweiten Platz der win2day Basketball Damen Superliga. Wesentlich enger geht es bei den beiden anderen Freitags-Partien zu. Dabei setzen sich die Vienna Timberwolves Women überraschend gegen die Basket Flames Women mit 68:62 durch. DBB Wels gewinnt gegen UBSC-DBBC Graz verdient mit 82:71, konnte sich aber im gesamten Spiel nicht entscheidend absetzen.
UBI drei von vier Abschnitte souverän
Von Beginn weg hatte UBI Holding Graz das Spiel komplett unter Kontrolle Bis zur Pause konnte der Favorit auf 54:17 davonziehen und entschied das Spiel bereits vorzeitig. In der zweiten Spielhälfte hatten die Wienerinnen vor allem im dritten Viertel viele gute Szenen und gewannen den Abschnitt mit elf Punkten. Der Favorit aus der Steiermark schlug aber Anfang des Schlussabschnitts mit einem 13:0-Run eiskalt zurück und gewann am Ende verdient. UBI-Headcoach Boris Virag ist nur teilweise zufrieden: „Wir haben eine tolle erste Halbzeit gegen Vienna United gespielt, alle Spielerinnen haben ihre Aufgaben gut erfüllt. Wir waren sehr konzentriert und überzeugten mit viel Energie. Unser Ziel war es 40 Minuten konstant gut zu spielen, das konnten wir leider nicht erfüllen, weil wir in der zweiten Halbzeit stark nachgelassen haben. Wir waren unkonzentriert, was man vor allem am Boxout und den Turnovers sehen konnte. Gratuliere an Vienna United zur zweiten starken Halbzeit und den starken Kampf, den sie aufs Parkett gebracht haben.“
Timberwolves drehen Partie
Nach dem ersten Abtasten übernahmen die Basket Flames Women die Kontrolle über das Spiel und setzten sich um ein paar Punkte ab. Die Vienna Timberwolves Women waren stets knapp dahinter, konnten aber in der ersten Halbzeit (bis auf das 2:0 nach dem ersten Angriff) nie die Führung übernehmen. Mit einem 8:0-Run am Ende des dritten Viertels schlossen die Donaustädterinnen nicht nur auf, sondern übernahmen sogar die Führung in diesem Spiel. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein spannendes Spiel, wobei nun die Timberwolves die Kontrolle hatten. Am Ende versuchten die Flames durch „stop-the-clock“-Fouls das Spiel noch zu drehen, Inga Orekhova traf aber eiskalt ihre Freiwürfe und stellte den Sieg sicher.
Wels immer mit der passenden Antwort
Im ersten Viertel wechselte die Führung mehrmals und keine Mannschaft konnte sich absetzen. DBB Wels schaltete im zweiten Abschnitt einen Gang zu, zwang UBSC-DBBC Graz zu einigen Turnover und war kurz vor der Pause erstmals zweistellig vorne. In der zweiten Spielhälfte egalisierten sich beide Teams zunehmend, die Oberösterreicherinnen hatten stets die passende Antwort auf die Grazer Angriffe parat und konnten so einen verdienten Sieg einfahren.
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20.02.2026