Die COLDAMARIS BBC Nord Dragonz siegen gegen den BC Vienna mit 87:68 und fixieren somit den Spitzenplatz in der Qualifikationsrunde.
Ein starkes zweites Viertel legte den Grundstein für diesen deutlichen Heimsieg. Der Viertelfinalgegner der Eisenstädter wird erst am letzten Spieltag der Zwischenrunde feststehen.
Die ersten zehn Minuten lieferten sich die beiden Teams ein Duell auf Augenhöhe, dementsprechend ging es mit einem 19:19-Zwischenstand in die erste Viertelpause. Im zweiten Abschnitt trafen dann die Gastgeber hochprozentig, erzielten in dieser Phase 33 Punkte und sie erlaubten den Wiener keine einfachen Punkte mehr. Mit einer 16-Punkte Führung starteten die Dragonz in die zweite Halbzeit. Beide Mannschaften wechselten ab diesem Zeitpunkt bereits kräftig durch und vor allem die jungen Spieler bekamen viele Einsatzminuten. Die Eisenstädter spielten ihren Vorsprung dann auch souverän über die Ziellinie. „Ich bin stolz auf meine Jungs, sie haben bis zur letzten Minute gekämpft. Leider ist unsere Saison somit vorbei, ich wünsche allen Teams noch viel Glück“, beweist Vienna-Coach Mike Coffin nach dem Spiel seinen Sportsgeist. „Mit dem Sieg heute Abend haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht und Platz sieben gesichert. Wir bewegen uns weiter Richtung unserer ersten Playoffteilnahme, haben heute schon wieder ein paar gute Sachen gezeigt und ein paar nicht so gute, an denen wir immer noch arbeiten müssen. Danke an Wien für ein gutes Spiel, wir freuen uns auf den weiteren Saisonverlauf“, meint Felix Jambor, Coach der Dragonz, nach diesem Heimsieg.
COLDAMARIS BBC Nord Dragonz vs. BC Vienna 87:68 (19:19, 52:36, 68:50)
Beste Scorer: Green 16, Hadzifejzovic 14, Mart 13 bzw. Bulic 20, Cvetkova 11, Goranovic 9.
Stats, Stimmen und Fakten zur vorletzten BSL-Runde
Nachdem die COLDAMARIS BBC Nord Dragonz am Donnerstag gegen den BC Vienna mit 87:68 gewinnen konnten und damit nicht nur die erste Playoff-Quali der Vereinsgeschichte, sondern den Endstand in der Qualifikationsrunde fixieren konnten, sind nun alle Augen auf den Endspurt in der Platzierungsrunde gerichtet. Denn zwei Runden vor Ende der Platzierungsrunde der win2day Basketball Superliga ist noch kein einziger Platz unter den ersten Sechs endgültig an ein Team vergeben. Die UNGER STEEL Oberwart Gunners können mit einem Sieg gegen die BK IMMOunited Dukes Platz eins fixieren, sollten die Raiffeisen Flyers Wels gegen den UBSC Raiffeisen Graz verlieren. Sollten beide Mannschaften gewinnen oder verlieren, dann vertagt sich der Kampf um den Top-Seed auf Sonntag. Die Raiffeisen Swans Gmunden können mit einem Sieg bei den Arkadia Traiskirchen Lions den dritten Platz fixieren.
Gunners vor Dukes gewarnt
Die UNGER STEEL Gunners Oberwart thronen zwar von der Tabellenspitze, doch die Burgenländer hatten in dieser Saison jedes Mal schwer mit den BK IMMOunited Dukes zu kämpfen. Zwei der drei Partien verlor der amtierende Meister und die Klosterneuburger wollen den vierten Platz bereits zu Hause absichern. Die Gunners können gegen die Niederösterreicher befreit aufspielen, da ihnen ein Erfolg am Sonntag gegen die Flyers aus Wels zu Platz eins reicht.
Beide Teams haben zudem derzeit Serien am Laufen: Klosterneuburg ist daheim seit vier Spielen ohne Niederlage, Oberwart konnte sogar insgesamt die letzten vier Spielen gewinnen.
Co-Kommentator bei dem Duell Meister gegen Cup-Sieger wird Horst Leitner sein.
Damir Zeleznik, Coach Dukes: „Oberwart spielt zurzeit einen guten Basketball und ist zurecht an der Tabellenspitze. Wir haben gegen Graz eine Sensation geschafft und wollen erneut mit viel Herz und Intensität auftreten. Denn nur so ist ein Erfolg gegen den amtierenden Meister möglich.“
Matthew Otten, Coach Gunners: „Die Dukes sind ein schwerer Gegner. Sie können von der Dreierlinie aus richtig aufdrehen und darauf müssen wir uns diese Woche konzentrieren. Wenn wir sie von der Dreierlinie aus kontrollieren und die Rebounds kontrollieren, können wir unsere Siegesserie fortsetzen. In jedem Spiel versuchen wir, uns für die Playoffs zu verbessern.“
Flyers wollen Endspiel um Platz eins
Die Raiffeisen Flyers Wels konnten gegen den UBSC Raiffeisen Graz bisher zwar alle Spiele mühelos gewinnen, unterschätzen darf man die individuell starken Steirer aber nie. Die Grazer haben auf Platz sechs liegend wenig zu verlieren und können voll angreifen, denn bei zwei Siegen haben sie noch die theoretische Chance auf Platz fünf. Mit einem Sieg gegen die Grazer haben die Flyers das Endspiel gegen die Gunners fixiert, bei einer Niederlage müssen die Oberösterreicher auf einen Sieg der Dukes gegen Oberwart hoffen.
Was für die Welser spricht: Sie sind daheim seit zehn Spielen ohne Niederlage, während Graz auswärts nur zwei der letzten neun gewonnen hat.
Christian von Fintel, Spieler Flyers: „Zuletzt in Traiskirchen taten wir uns lange sehr schwer. Fanden keinen Rhythmus. Erst zum Ende war die Intensität richtig. Wenn wir den nächsten Heimsieg feiern wollen brauchen wir diese Energie von der ersten Sekunde an.“
Michael Fuchs, Manager UBSC: „In den letzten beiden Runden wollen wir sehen, wer uns von den Bankspielern zusätzlich in den Playoffs helfen kann. Daher wird verstärkt rotiert werden.“
Platz eins bis vier bei den Swans noch möglich
Die Raiffeisen Swans Gmunden sind derzeit mit vier Punkten Vorsprung Dritter. Mit zwei Siegen ist sogar noch die Tabellenführung möglich, gleichzeitig kann man mit zwei Niederlagen noch hinter die Dukes auf Platz vier zurückfallen. Ähnlich geht es den Arkadia Traiskirchen Lions, die derzeit Rang fünf einnehmen, mit zwei Siegen durchaus noch Chancen auf Platz vier haben, aber auch noch von Graz (6.) überholt werden können. Die Oberösterreicher sind aber der Angstgegner für die Löwen, die bisher noch kein Spiel abgeben mussten und auch in diesem Spiel Favorit sind.
Schwer zu glauben ist außerdem, dass die sonst so heimstarken Niederösterreicher gegen Gmunden selbst diesen Heimvorteil „abgeben“. Der letzte Heimsieg gegen die Swans geht auf den 9. Mai 2019 zurück. Seither haben die Schwäne sieben Spiele in Folge in Traiskirchen gewonnen.
Benni Danek, Coach Lions: „Gmunden ist offensiv sehr stark. Das Spiel ist wichtig für uns, um einen Rhythmus zu finden. Wir wollen daheim eine gute Leistung abrufen.“
Einen Überblick über die win2day Basketball Superliga gibt es hier.
B2L-Halbfinale: Warum Kufstein sich nicht vor dem „Angstgegner“ fürchtet
Nach einer langen, harten Saison sind in der Basketball Zweite Liga noch vier Teams übrig. Sie alle haben dabei nur mehr ein Ziel vor Augen: Den Meistertitel. Wie im vergangenen Jahr sind erneut die Mistelbach Mustangs, die Pirlo Kufstein Towers und die Wörthersee Piraten unter den letzten Vier. Neu im Bunde sind die SWARCO RAIDERS Tirol, womit sich gleich zwei Tiroler Mannschaften für das Semifinale qualifizieren konnten.
Am Papier betrachtet sind die beiden Tiroler Teams in ihren Serien in der Rolle der Underdogs. Die Piraten brachten es in der Regular Season immerhin auf sechs Siege mehr als die RAIDERS und auch das direkte Duell (2:0 für Wörthersee) spricht eine recht deutliche Sprache. Noch klarer, könnte man meinen, sind die Rollen verteilt, wenn Meister Mistelbach in der „Best-of-Three“-Serie die Towers empfängt. Schließlich gingen die vergangenen sechs Begegnugnen allesamt an die Mustangs. Außerdem waren es die Niederösterreicher, die im Vorjahr für das Saisonaus der Kufsteiner sorgten. Warum aber all das heuer in den Playoffs nichts zu heißen hat – und noch einiges mehr – haben wir bei den Towers nachgefragt.
Obmann Michael Pilger darüber, ob Mistelbach ein „Angstgegner“ ist…
…“Ich will nicht von einem Angstgegner sprechen – wir haben sie schon einmal geschlagen. Und: wir haben definitiv das Zeug dazu. Wir haben keine Angst, aber Respekt. Mistelbach ist ein Top-Team, extrem konstant, spielt auf einem hohen Level und ist gut gecoacht. Ich bin davon überzeugt, dass Tagesverfassung und Kleinigkeiten den Unterschied machen werden.“
Spieler Aytor Alberto erklärt, worauf es in der Serie ankommen wird…
…“Uns ist klar, dass es kein leichtes Spiel wird, aber das ganze Team ist motiviert und bereit für die Herausforderung, sie zu besiegen. Der Schlüssel liegt in unserer defensiven Identität – wenn wir die auf den Platz bringen, ergibt sich der Rest von selbst.“
Spieler Fabio Thaler über die vermeintliche Außenseiterrolle…
…“Wir freuen uns sehr über die Neuauflage des Halbfinales 2024. Die Mustangs sind souverän durch das Viertelfinale gepflügt und das Team, das es zu schlagen gibt. Wir sind gut vorbereitet und haben das Vertrauen in uns die Serie auch zu gewinnen.“
Pilger zu den Anreisestrapazen…
…“Wir werden diesmal einen Tag früher nach Mistelbach reisen, um diesem ersten Semifinalspiel auch eine entsprechende Bedeutung zukommenzulassen. Die Reise in einem Tag zu machen, ist ein großer Aufwand – deswegen wollen wir hier für Entspannung und die nötige Ruhe vor dem Spiel ermöglichen.“
Kufstein-Spieler Samme Unger zur Niederlagenserie gegen die Mustangs…
…“Nach einer starken Viertelfinalserie gehen wir nun mit vielen neuen, aber wichtigen Erkenntnissen ins Halbfinale, wo wir auf eines der besten Teams der Liga treffen. Wir sind ein ganz anderes Team als noch beim ersten Aufeinandertreffen – und definitiv bereit, zu zeigen, wofür wir stehen!“
Pilger über einen möglichen Aufstieg in die win2day BSL…
…“Wir haben mit Ende März unsere Lizenzierungsunterlagen bei der win2day Basketball Superliga eingebracht. Wir wollen aufsteigen – aber es soll kein Abenteuer werden, damit würden wir die steigende Begeisterung im Team und vor allem in Kufstein zerstören. Wenn wir den Schritt gehen, dann müssen wir auch konkurrenzfähig sein. Sollten wir im Semifinale an Mistelbach scheitern, werden wir das Projekt BSL nicht auf die Seite legen. Wir werden aber definitiv darüber nachdenken, ob es tatsächlich schon der richtige Zeitpunkt ist, diesen Step zu gehen – oder wir noch ein Jahr warten.“
Das Halbfinale im Überblick
Sa, 5.4.:
Mistelbach Mustangs vs. Pirlo Kufstein Towers, 17:00, SPH Mistelbach
Wörthersee Piraten vs. SWARCO RAIDERS Tirol, 18:00, SPH Klagenfurt
Sa, 12.4.:
SWARCO RAIDERS Tirol vs. Wörthersee Piraten, 18:00, Landessportcenter Tirol
So, 13.4.:
Pirlo Kufstein Towers vs. Mistelbach Mustangs vs. 18:30, Stangelmayer Arena
Sa, 19.4. (falls notwendig):
Mistelbach Mustangs vs. Pirlo Kufstein Towers, 17:00, SPH Mistelbach
Wörthersee Piraten vs. SWARCO RAIDERS Tirol, 18:00, SPH Klagenfurt
win2day BDSL: Jungstar Höllerl greift nach dem nächsten Titel
In ihrer ersten Saison als absolute Führungsspielerin bei den Duchess Klosterneuburg hat Sina Höllerl ihr Team direkt zum Cup-Sieg geführt. Nun will die erst 18-Jährige in den win2day-BDSL-Finals nachlegen – und Graz erneut auf dem Weg zum Meistertitel bezwingen. Ein Ausnahmetalent im Gespräch.
Mit gerade einmal 18 Jahren bestreitet Sina Höllerl bereits ihre vierte Saison in der win2day Basketball Damen Superliga – und das nicht irgendwo, sondern beim einstigen österreichischen Serienmeister Klosterneuburg. Aus dem einstigen Talent ist längst eine zentrale Figur geworden: Mit durchschnittlich 16,9 Punkten pro Spiel ist sie die drittbeste Scorerin der Liga. Im Jänner krönte sie eine starke Saison mit dem Pokalsieg – ein weiterer Meilenstein auf einem Weg, der offenbar nur eine Richtung kennt: steil nach oben. Die Krönung könnte nun in den am Samstag beginnenden Finals folgen: Nach dem letztes Jahr überraschend im Halbfinale Schluss war, soll der Meistertitel nach Klosterneuburg zurückkehren.
„Dieses Jahr den Titel zu holen, würde für mich alles bedeuten“, sagt Höllerl offen. „Ich habe durch meine Trainerin und meine Mitspielerinnen eine ganz neue Rolle bekommen. Wenn wir heuer gewinnen, wäre das der Beweis, dass sich all die harten Trainings und schwierigen Tage gelohnt haben.“
Ihre neue Rolle – das bedeutet vor allem mehr Verantwortung. Trotz ihres jungen Alters vertraut ihr Erfolgscoach Diana Picorusevic, deren Vertrag kürzlich verlängert wurde, voll und ganz. „Ich versuche, das Alter auszublenden. Ich arbeite genauso hart wie die älteren Spielerinnen und habe durch meine bisherigen Jahre in der BDSL schon viel Erfahrung gesammelt. Ich will auf dem Spielfeld alles geben, meine Mitspielerinnen unterstützen – ob mit Scoring, Defense oder Rebounds. Ich will da sein, wenn es drauf ankommt.“
Voller Fokus auf das Hier und Jetzt
Höllerls Talent und Einstellung haben längst internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Rund 70 Colleges aus den USA haben Interesse an der jungen Flügelspielerin bekundet. Im Sommer wird sie einige davon persönlich besuchen – wo sie 2026 spielen wird, ist noch offen. Das große Ziel bleiben: WNBA und/oder EuroLeague. Speziell die nordamerikanische Profiliga wäre der große Traum – für Höllerl gleichzeitig aber auch eine realistische Perspektive.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits gemacht: 2024 wurde sie als eine von nur 40 Nachwuchsspielerinnen weltweit zum WNBA-Elite-Trainingscamp nach Arizona eingeladen. Eine Auszeichnung, die als Türöffner für College-Angebote – und möglicherweise sogar für den Weg in die WNBA – gilt.
Zunächst aber richtet sich der Fokus wieder auf Österreich. Für Höllerl ist das Double aus Cup und Meisterschaft in Reichweite. Ihr Selbstvertrauen ist so groß wie nie zuvor – und sie weiß, dass sie in dieser Saison das passende Team an ihrer Seite hat. „Der Unterschied zu letztem Jahr ist, dass wir heuer gegen Ende zwei erfahrene Spielerinnen dazubekommen haben – Alexia Allesch und Sigrid Koizar. Graz ist extrem stark, aber es ist cool für uns und für die Fans, dass zwei Teams auf Augenhöhe spielen. Wenn wir kämpfen, zusammenhalten und unser Spiel durchziehen, ist alles möglich. Allein wird das niemand schaffen – aber wir haben schon bewiesen, dass wir als Team richtig schönen Basketball spielen können. Und wenn wir das auf den Platz bringen, können wir dieses Finale gewinnen.“
Überblick über die Finalserie
Sa. 5.4.: UBI Holding Graz vs. BK Raiffeisen Duchess, Raiffeisen Sportpark Graz, 20:20 Uhr
Sa, 12.4.: BK Raiffeisen Duchess vs. UBI Holding Graz, FZZ – Happyland Klosterneuburg, 17:30 Uhr
Do, 17.4.: UBI Holding Graz vs. BK Raiffeisen Duchess, Raiffeisen Sportpark Graz, 20:20 Uhr
So, 20.4. (falls notwendig): BK Raiffeisen Duchess vs. UBI Holding Graz, FZZ – Happyland Klosterneuburg, 18:30 Uhr
So, 27.4. (falls notwendig): UBI Holding Graz vs. BK Raiffeisen Duchess, Raiffeisen Sportpark Graz, 18:00 Uhr
Presseinfo
Basketball Austria
BSL
B2L
BDSL
04.04.2025