
Die wichtigsten Stimmen der Vorberichterstattung des 12. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.
Zoran Barisic (Interimstrainer & Geschäftsführer Sport Rapid Wien):
…über die gestrige Kommunikation zwischen dem ehemaligen Trainer und ihm: „Während dem Spiel haben wir nicht miteinander kommuniziert, sondern erst nach dem Spiel. Ich habe dann auch mit dem Trainer gesprochen und habe ihm die Entscheidung mitgeteilt. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für sein enormes Engagement und für seine Leidenschaft, die er jeden Tag gebracht hat mit seinem Co-Trainer. Sie sind beide sehr gute Trainer und sehr tolle Menschen. Das sind Entscheidungen, die man nicht nur trifft, sondern wenn man sie mitteilen muss auch sehr weh tun. So war es für mich gestern. Eigentlich waren die Ergebnisse dieser Saison dafür ausschlaggebend, dass wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben. Jetzt gilt es einen Schlussstrich darunter zu ziehen, um sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren.“
…ob Ferdinand Feldhofer die Trainerbürde bei Rapid unterschätzt hat: „Das Ferdinand Feldhofer ein guter Trainer ist, steht außer Frage. Wenn man sich die Spiele im Detail anschaut, dann sind die meisten Spiele immer sehr knapp ausgegangen. Wir haben Spiele verloren, wo wir hier und da Chancen vergeben haben, den Rückstand dadurch nicht aufholen konnten oder Chancen vergeben haben, wo wir nicht in Führung gegangen sind. Es war definitiv nicht das Glück auf unserer Seite. Wir wissen ja auch, wie es in unserem Verein zurzeit zugeht. Das macht es natürlich nicht einfacher. Man versucht es wegzuhalten und unternimmt alles, damit man sich nur auf das Fußballspiel konzentrieren kann, aber es ist zu erkennen, dass nicht unbedingt um den Verein und in dem Verein viel positive Energie vorhanden ist. Deshalb ist es auch wichtig für uns einen anderen Ansatz jetzt herzunehmen, um vielleicht Veränderungen vorzunehmen, damit wir wieder in die Erfolgsspur zurückkommen.“
…wann mit der Trainersuche angefangen wird: „Wir werden uns jetzt mal auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können, und das ist die tägliche Arbeit mit der Mannschaft. Im Hintergrund habe ich ja noch immer einen anderen Job. Es ist alles andere als einfach beide Funktionen auf einmal zu bewältigen. Ich habe aber sehr gute Kollegen und ein sehr gutes Trainerteam und ein sehr gut funktionierendes Team hinter dem Team, dem ich sehr vertraue. Wir werden alle Kräfte bündeln. Wir werden zusammenstehen. Wir werden an einem Strang ziehen, um wieder den Spaß zu haben, den du im Fußballspiel brauchst. Es geht ja immer noch um Fußball. Wir werden unsere Ressourcen dahingehend bestmöglich nutzen, damit wir wieder Spaß machen.“
…weiter: „Ich werde mal den Peter Stöger anrufen und fragen, ob er Zeit hat Trainer bei uns zu werden. Spaß beiseite, wir haben einfach viel zu tun und im Hintergrund wird sehr viel getan. Schlussendlich ist es aber mal wichtig, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Was die Zukunft betrifft, wird man eh sehen, wie es dann weitergeht. Es wird jetzt mal ein neues Präsidium bestellt werden, die werden die Positionen dann so besetzen, wie sie es für richtig halten, um eben auch neue Wege zu gehen. Bis dahin gilt es sich nur auf die Gegenwart zu konzentrieren und die bestmögliche Leistung abzurufen, damit wir erfolgreich und gut Fußball spielen.“
…was er als Trainer verändern wird: „So viel Zeit bis zum nächsten Spiel ist es ja nicht. Was das Technische und Taktische betrifft, bin ich der Meinung, dass die Spieler heutzutage schon sehr gut geschult sind und gewisse Dinge schnell umsetzen können. Wir sollten in erster Linie mal einen anderen Ansatz finden, um in den Kopf der Spieler reinzukommen. Damit wir sie von eventuellen Lasten befreien. Wir wissen, dass das Rapid Trikot schwerer als jedes andere Trikot in Österreich ist. In unserer momentanen Situation kann es sein, dass es noch schwerer ist. Ich werde versuchen diese Last mal von den Schultern der Spieler zu nehmen, damit sie befreit und locker aufspielen können. Damit sie sich eben auch gegenseitig wieder vertrauen, mehr Spaß haben und an sich glauben. Es ist das Wichtigste für einen Sportler und für eine Mannschaft, dass man an sich glaubt.“
Klaus Schmidt (Trainer TSV Hartberg):
…vor dem Spiel über die Entscheidung Jürgen Heil & Rene Swete nicht spielen zu lassen: „Es war eine sehr schwere Entscheidung. Nach einem Sieg hat man mal ein positives Gefühl und versucht positive Vibes in die Situation mitzunehmen, aber sowas erfordert eine Maßnahme zu setzen. Die Maßnahme ist es ein Spiel auszusetzen.“
Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport Sturm Graz):
…über das bessere Auftreten von Sturm Graz in der Europa League: „Es ist eine normale Entwicklung. Letztes Jahr war es für viele Spieler die erste Europacup Saison. Letztes Jahr haben wir auch unsere Probleme mit Verletzungen. Daraus haben wir gelernt und wir haben bewusst den Kader ein bisschen breiter aufgestellt. Wenn ich sehe, wie sie heuer auftreten, dann ist das eine super Entwicklung. Jetzt sind wir mittendrin statt nur dabei. Wir haben 5 Punkte und ich hoffe, dass wir die letzten beiden Spiele so gestalten können, dass wir international überwintern.“
…ob die Mannschaft europäisch überwintern wird: „Am Ende muss man doch wieder alles richtig einordnen. Wir haben gewusst, dass es sehr schwierig sein wird. Jetzt sind wir aber voll dabei und ich traue es der Mannschaft einfach zu. Wenn es nicht gelingt, wird man natürlich enttäuscht sein, aber wir werden diesen Weg in Graz genauso weiterführen.“
…über William Böving: „Er hat ein bisschen mehr Anlaufzeit gebraucht und ist ein anderer Charakter Typ als der Rasmus. Man hat schon im Training gesehen, was er für ein Potenzial mitbringt und gegen Lazio ist ihm definitiv der Knopf aufgegangen. Mit ihm werden wir noch viel Freude haben.“
Peter Stöger (Sky Experte):
…über das Aus von Ferdinand Feldhofer bei Rapid: „Ich weiß nicht, ob es nachvollziehbar ist, aber die aktuelle Lage ist kompliziert. Vor ein paar Wochen war es die Frage um den Präsidenten und jetzt ist es halt mal die Trainergeschichte so weit, dass man sich dieser widmen musste. Möglicherweise ist die Erwartungshaltung zu hoch oder die Ergebnisse kommen einfach nicht. Es ist ein Ergebnissport und die Ergebnisse haben zuletzt einfach nicht gepasst. Da hat man die Reißleine gezogen. So ist das Geschäft.“
…über den Rauswurf trotz derzeitigem Machtvakuum bei Rapid: „Die aktuellen Personen hängen ja noch immer an den Klub und treffen Entscheidungen, bei denen sie sich Gedanken machen. Sie hängen an den Klub und haben es lange mitgestaltet. Das haben sie sicher diskutiert. Jetzt hat man in der Kürze vor den Wahlen eine Entscheidung treffen müssen.“
…wieso Feldhofer nicht funktioniert hat bei Rapid: „Es ist ein großer Klub mit großen Erwartungen. Sie haben eine Fanbase, die viel erwartet. Manchmal ist es aber auch so, dass du zum richtigen Zeitpunkt die wichtigen Spiele gewinnen musst. Man muss nicht jedes Spiel gewinnen, aber du musst eben wichtige Spiele wie gegen Vaduz gewinnen. Dann bist du nämlich im Europacup dabei und die Kohle ist da und die Fans sind zufrieden. In so einer Phase darfst du auch kein Derby verlieren. Vor allem darfst du auch nicht so viele Spiele am Stück zu Hause verlieren. Das macht das alles nicht einfacher für die Mannschaft. Das ist nicht lustig. Es war nicht sehr gefestigt und dann kommen eben solche Entscheidungen. Das ist das Trainerbusiness und Rapid ist schon speziell. Es ist ein großer Klub. Ein Klub mit viel Kraft, aber das kann auch ein ordentlicher Rucksack werden, den du mitschleppen musst.“
…über Rapid: „Es kann nur Ruhe in diesem Verein reinkommen, wenn diese neue Gruppierung mit voller Stärke rausgeht und sich neu ausstellt. Diese neuen Leute sollen ihre Idee einbringen und sie versuchen umzusetzen. Wieder nur eine Person da reinzusetzen in einer unsicheren Phase wäre vollkommen falsch. Sie sollen darauf warten, wer jetzt Präsident wird und wie die neue Struktur ist.“
Presseifno
Sky Österreich
16.10.2022





