Ford hat mittels 3D-Drucktechnologie eine einzigartige Sicherungsmutter entwickelt, deren individuelle Formgebung durch die Stimme des Fahrzeugbesitzers definiert wird. Da die Sicherheitssysteme von Fahrzeugen immer ausgeklügelter werden, haben es Diebe stattdessen immer öfter auf einzelne Autoteile abgesehen, darunter auch auf Leichtmetallfelgen.
Eine Methode, um Diebe abzuschrecken, ist die Verwendung von Sicherungsmuttern, eine an jedem Rad, die zum Lösen einen besonderen Adapter für den Schraubenschlüssel erfordern. Aber auch solche Felgenschlösser schützen nicht hundertprozentig vor Diebstahl.
Schauen Sie sich das Video an: https://youtu.be/I5F4GQXy_2I
Sprachmuster bestimmt die Form des Felgenschlosses
Wie ein Iris-Scan oder ein Fingerabdruck kann die Stimme einer Person für die biometrische Identifikation eines Menschen verwendet werden. Hierfür nehmen Ingenieure die Stimme des Fahrzeugbesitzers auf. Eingesprochen werden kurze Sätze wie etwa „Ich fahre einen Ford Mustang“. Spezielle Software verwandelt das digitalisierte Sprachmuster anschließend in ein druckbares Motiv. Dieses individuelle Motiv dient als Designvorlage für die Herstellung einer einzigartig geformten Radmutter und dem dazugehörigen Schraubenschlüssel bzw. Adapter.
Die Radmutter und der Schlüsselkopf werden als ein zusammenhängendes Teil mittels 3D-Druck aus säure- und korrosionsbeständigem Edelstahl gefertigt. Wenn sie fertig sind, werden Mutter und Schlüsselkopf getrennt. Das Design enthält zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die verhindern, dass die Radmutter oder der Schraubenschlüssel geklont oder kopiert werden können. Der ungleichmäßige Verlauf der gesamten Form verhindert, dass ein Dieb einen Wachsabdruck macht, da das Wachs bricht, sobald es von der Mutter wieder abgezogen wird.
„Es ist ein echtes Ärgernis, wenn die Räder eines Autos gestohlen werden, zumal der Ersatz von Leichtmetallrädern auch mit erheblichen Kosten verbunden ist. Aber diese einzigartigen Felgenschlösser schrecken Diebe ab“, sagte Raphael Koch, Research Engineer, Advanced Materials and Processes, Ford of Europe. „Produktpersonalisierung in Verbindung mit erhöhtem Schutz – das ist ein exzellentes Beispiel für die Möglichkeiten von 3D-Druck im Fahrzeugbau“. Es müssen jedoch nicht zwangsläufig Stimmen für diese neue Art der Radsicherung verwendet werden. Es lassen sich auch vorhandene Formen aufgreifen, die für ein Fahrzeug spezifisch sind, zum Beispiel das Mustang-Logo, wahlweise können auch die Initialen des Fahrers verwendet werden oder eigene Lieblingsmotive wie der Umriss einer berühmten Rennstrecke. Bei der Gestaltung der Felgenschlösser sind der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die Technologie wurde von Ford zusammen mit EOS, einem führenden Anbieter von High-End-Lösungen in der additiven Fertigung entwickelt.
Erweiterte Verwendung von 3D-Druck
Additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, bietet designtechnisch ein hohes Maß an Flexibilität. Insbesondere mit Blick auf die Gewichtsreduzierung von Teilen und der erhöhten Produktionseffizienz, die mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre. Ford verwendet seit mehr als 30 Jahren zunehmend 3D-Druck, um Prototypenteile herzustellen, mit denen die Entwicklungszeit für neue Fahrzeuge spürbar verkürzt werden kann.
Das Unternehmen hat diese Technologie auch genutzt, um Teile für den Ford GT, den Focus und den Mustang GT500 zu entwickeln. In Zukunft werden zunehmend mehr 3D-gedruckte Teile hergestellt. Speziell maßgeschneiderte Autoteile werden bereits heute unter Verwendung von 3D-Technologie gedruckt, darunter der Ansaugkrümmer im Hoonitruck von Ken Block und die beiden Windschutzlamellen des Ford Fiesta World Rally Championship von M-Sport.
In der Ford-Produktionslinie werden mithilfe von 3D-Druck auch Werkzeuge für die Fertigungsstraße hergestellt, die bis zu 50 Prozent leichter sind, wodurch sich wiederholende Aufgaben den einzelnen Mitarbeiter physisch weniger belasten und die Fertigungsqualität verbessert wird. Da viele dieser Werkzeuge aus Nylon bestehen, hat Ford ein Recycling-Programm eingeführt, mit dem alte 3D-Druckteile und Kunststoffe aus dem Fertigungsbereich zu Nylon umgewandelt und verwertet werden können. Ford stellt auch 3D-gedruckte Sicherheitsausrüstung her, wie beispielsweise Schutzhüllen für rotierende Werkzeuge, die in der Produktionslinie verhindern, dass Bediener sich an Händen oder Armen verletzen.
„Mit unserem eigenen Plug-and-Play-Drucker können wir Werkzeuge und Teile genau dann herstellen, wenn wir sie benötigen, und sie schneller als je zuvor austauschen. Bei einigen Werkzeugen betrug die Lieferzeit früher bis zu acht Wochen, beim 3D-Druck konnte die Bearbeitungszeit auf nur fünf Tage reduziert werden. Idealerweise können benötigte Teile zeitnah aus recyceltem Kunststoff mittels 3D-Druck hergestellt werden“, sagte Lars Bognar, Research Engineer, Advanced Materials and Processes, Ford of Europe.
Ein weiteres Video finden Sie hier: https://youtu.be/M6uNLvs62pw
Fußballcamp, Luftqualität bis Leonardo da Vinci – das ehrenamtliche Angebot von Ford begeistert alle
Auch 2019 bewegte sich das ehrenamtliche Engagement der Ford-Beschäftigten wieder auf gewohnt hohem Niveau: 1.342 Ford Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierten sich ehrenamtlich an den drei deutschen Standorten des Unternehmens in Köln, Aachen und Saarlouis. Dabei setzten sie 121 gemeinnützige Projekte in fast 20.000 Stunden um. Im Vergleich zum Vorjahr, als 1.193 Freiwillige noch 148 Projekte in Angriff nahmen, wird damit der Trend zu weniger Projekten mit größeren Teams deutlich.
Der aktivste Zeitraum war einmal mehr im Herbst, in dem der Automobilhersteller jedes Jahr weltweit den so genannten Global Caring Month ausruft. Allein in diesem Zeitraum waren mehr als 450 Beschäftigte in über 30 Projekte involviert, die Ford mit 70.000 Euro unterstützte.
Große Aufmerksamkeit zog das Gemeinschaftsprojekt mit dem Leonardo-Da-Vinci-Gymnasium in Köln und einem Landschaftskünstler auf sich. Anlässlich des 500. Todestag von Leonardo da Vinci realisierten zwei Dutzend Ford Beschäftigte auf 2.000 Quadratmetern ein Rasen-Kunstwerk mit 90 geometrischen Rasenzeichnungen inspiriert durch Leonardo da Vincis „Vitruvianischer Mensch“. Zusätzlich wurden zahlreiche Workshops mit Leonardo-Modellbau und physikalischen Experimenten durchgeführt.
Ein ganz aktuelles Thema griff im November ein Projekt bei der Johannes-Gutenberg-Schule ebenfalls in Köln auf. Zehn Beschäftigte erarbeiteten mit circa 30 Schülern ein Verfahren zur Messung der Luftqualität. Mit einer finanziellen Unterstützung der Ford Stiftung konnte die Schule Mess-Sensoren, USB-Powerbanks sowie einen Router anschaffen, mit denen eine Versuchsanlage mit 15 mobilen Messstationen aufgebaut wurde. Die Schüler schrieben selbst ein Programm, in das die gewonnenen Messdaten automatisch einfließen und so über die Zeit beobachtet werden können.
Erneut wurden auch Bildungsprojekte unterstützt, z.B. Schüler-Mentoring oder Brandschutz-Früherziehung in Kindergärten und Grundschulen. Viele andere, zum Teil schon seit vielen Jahren wiederkehrende Kooperationen begleiteten Senioren zu Ausflügen, renovierten Außenanlagen oder initiierten Aktivitäten für Obdachlose und Geflüchtete. Ebenfalls erfolgreich war die dritte Büchersammlung des Automobilherstellers für eine studentische Initiative der TH Köln. Mit dem Verkaufserlös aus 3.500 gespendeten Büchern wird der Bau einer Schule in Tansania unterstützt.
Ehrenamtliches Engagement hat bei Ford in Deutschland eine lange Tradition. Seit Beginn der so genannten Community Involvement Initiative im Mai 2000 haben sich alleine in Deutschland rund 18.500 Ford Beschäftigte mit 2.350 Projekten engagiert, was sich auf insgesamt mehr als 283.000 Arbeitsstunden für das Gemeinwohl summiert.
Insgesamt steuerte der Ford Fund, die gemeinnützige Stiftung der Ford Motor Company, allein in Deutschland neben mehr als 75.000 Euro für Ehrenamts-Projekte weitere 175.000 Euro für weitere Bildungsprojekte bei.
Presseinfo Ford
28.01.2020