Simon Eder und Lisa Hauser haben bei der Single-Mixed-Staffel in Pokljuka (SLO) mit Rang drei für den zweiten österreichischen Podestplatz in dieser Saison gesorgt. Das rot-weiss-rote Biathlon-Duo musste sich mit sechs Nachladern und ohne Strafrunde nur Frankreich und Estland geschlagen geben. Der Rückstand auf das französische Sieger-Duett Emilien Jacquelin und Anais Bescond (5 Nachlader) betrug 12,1 Sekunden.
RENNVERLAUF: Startläufer Simon Eder musste in seinem ersten Turn jeweils einmal nachladen und übergab im 26 Nationen umfassenden Starterfeld als Sechster (+13,5 sec.) an Lisa Hauser. Die Tirolerin benötigte im ersten Teil des Rennens drei Zusatzpatronen, konnte aber Rang sechs (+24,3 sec.) halten. Mit zwei fehlerlosen Serien brachte Eder Österreich dann erstmals auf Podestkurs. Der Salzburger übergab vor dem Finale als Dritter (+23,7 sec.) an seine ÖSV-Teamkollegin. Hauser konnte sich mit einer schnellen, fehlerlosen Liegendserie bis auf sechs Sekunden auf die führende Französin heranarbeiten. Nach einem Nachlader im Stehendanschlag fiel die Entscheidung um die Podestplätze in der Loipe. Hinter Frankreich kämpften Österreich, Estland und Kanada um die Ränge zwei und drei. Hauser konnte die Kanadierin Emma Lunder in Schach halten und überquerte 6,2 Sekunden hinter der Estin Regina Oja als Dritte die Ziellinie.
Simon Eder: „Das war ein richtig starkes Rennen, ich hatte auch super schnelle Ski. Wir waren von Anfang an immer eng dabei. Am Ende auf dem Podest zu stehen, ist wunderschön. Was früher fast schon selbstverständlich war, ist derzeit als unglaubliche Leistung anzusehen. Das taugt uns brutal und ist kurz vor der WM wichtig für die ganze Mannschaft.“
Lisa Hauser: „Es ist nicht mehr so selbstverständlich, dass wir es auf das Podium schaffen. Umso schöner, dass es uns heute wieder gelungen ist. Ein dritter Platz hat uns in unserer Single-Mixed-Sammlung eh noch gefehlt. Die letzte Runde war brutal anspruchsvoll, denn der Anstieg ist extrem lang. Die Estin war auf der Schlussrunde einfach stärker, aber Gott sei Dank hat es für das Podest gereicht.“
Weiteres PROGRAMM Weltcup Pokljuka (SLO)
Samstag, 25.01., Mixed-Staffel, 15.00 Uhr (Leitner, Landertinger, Schwaiger, Innerhofer)
Sonntag, 26.01., Massenstart Herren, 12.15 Uhr (mit Eberhard, Eder)
Sonntag, 26.01., Massenstart Damen, 15.00 Uhr (mit Hauser)
ÖSV-Biathlon-Mixed-Staffel auf Rang sieben
Österreichs Biathlon-Mixed-Staffel in der Besetzung Felix Leitner, Dominik Landertinger, Dunja Zdouc und Katharina Innerhofer landete beim Weltcup in Pokljuka (SLO) mit zehn Nachladern und einer Strafrunde Rang auf Rang sieben.
Der Sieg ging wie im vorangegangenen Single-Mixed-Rennen an Frankreich. Das Quartett Quentin Fillot-Maillet, Simon Desthieux, Justine Braisaz und Julia Simon setzte sich ohne Strafrunde (acht Nachlader) souverän vor der Konkurrenz Norwegen (+40,6 sec.) und Deutschland (+1:01.4 min.) durch. Der Rückstand von Österreich betrug 2:01,1 Minuten.
RENNVERLAUF: Startläufer Felix Leitner musste nach turbulentem Beginn (Stockbruch) nur im Liegendschießen einmal nachladen. So konnte sich der Tiroler bis zum Wechsel vom Ende des Feldes noch auf Rang fünf (+29.5 sec.) vorarbeiten. Sein Tiroler Landsmann Dominik Landertinger benötigte insgesamt zwei Zusatzpatronen und brachte Österreich dank starker Schlussrunde zur Halbzeit des Rennens auf Rang vier (1:06,5 min.). Die Kärntnerin Dunja Zdouc, die ebenfalls zweimal nachladen musste, verlor drei Positionen, hielt den Rückstand (1:30 min.) allerdings in Grenzen. So ging Schlussläuferin Katharina Innerhofer als Siebente in die Loipe. Nach zwei Nachladern liegend musste die Salzburgerin im Stehendanschlag eine Strafrunde in Kauf nehmen. So blieb es am Ende beim siebten Platz, der Rückstand auf Frankreich betrug 2:01,1 Minuten.
Felix Leitner: „Der Start war unglaublich hektisch, dann hatte ich auch noch einen Stockbruch. Zum Glück hatte Luggi (Trainer Gredler, Anm.) gleich einen Stecken parat. Trotzdem war ich ganz hinten im Feld. Aber ich bin ruhig geblieben. Nach dem Liegendschießen konnte ich mich von Rang 17 mit voller Attacke in der Loipe sehr gut nach vorne arbeiten. Auch das Stehendschießen und die Schlussrunde waren super. Es hat heute richtig Spaß gemacht.“
Dominik Landertinger: „Das Rennen hat gut gepasst. Zwei Nachlader, vor allem jener im Liegendschießen, hätten aber nicht sein müssen. In der Loipe habe ich mich von Anfang an gut gefühlt und hatte auch super Material.“
Dunja Zdouc: „Das war ein solides Rennen. Ich habe in der ersten Runde geschaut, dass ich es nicht zu schnell angehe. Das Liegendschießen war perfekt, stehend habe ich die Nachlader zum Glück ohne Probleme versenkt.“
Katharina Innerhofer: „Momentan habe ich für mein Stehendschießen keine Worte, es funktioniert einfach überhaupt nicht. Jetzt muss ich in den Wochen bis zur WM konsequent arbeiten, damit ich auch stehend die Scheiben wieder treffe. Läuferisch passt es gut, ich fühle mich in der Loipe zurzeit richtig wohl.“
Weiteres PROGRAMM Weltcup Pokljuka (SLO)
Sonntag, 26.01., Massenstart Herren, 12.15 Uhr (mit Eberhard, Eder)
Sonntag, 26.01., Massenstart Damen, 15.00 Uhr (mit Hauser)
Presseinfo ÖSV
25.01.2020





