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Im sonntägigen Heimspiel in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC gegen den EHC Linz an, der in Klagenfurt sein insgesamt erst drittes Saisonspiel bestreitet.

DIE ECKDATEN: Am sechsten Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga bestreitet der EC-KAC seine dritte Heimpartie, Gegner ist dabei am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) in der Stadthalle der EHC Linz. Für das Duell mit den Oberösterreichern sind Eintrittskarten in sämtlichen Kategorien erhältlich, am Samstagmittag waren noch 170 Sitz- und 1.200 Stehplatztickets verfügbar, die durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC (tickets.kac.at) sowie am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa bezogen werden können. Die Partie Klagenfurt gegen Linz wird nicht im TV übertragen, live berichten das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten sowie der Ticker auf kac.at.

DIE AUSGANGSSITUATION: Der EC-KAC nimmt sein sechstes EBEL-Saisonspiel von Tabellenplatz sechs aus in Angriff, die Rotjacken halten aktuell bei acht Zählern. Vor eigenem Publikum konnten die Klagenfurter (saisonübergreifend) in jedem ihrer letzten zehn Ligaspiele anschreiben und dabei insgesamt 25 von 30 möglichen Punkten einfahren. Gegen den EHC Linz legte RotWeiß in der vergangenen Spielzeit einen „Regular Season Sweep“ hin, sämtliche zwölf ausgespielten Zähler gingen an den EC-KAC, der dieses Kunststück sonst nur gegen Nachzügler Zagreb zustande brachte. Selbstvertrauen gab den Rotjacken der freitägige Auswärtssieg in Innsbruck: Der erst vier Sekunden vor dem Ende fixierte 1:0-Erfolg beendete die Serie von drei Verlusten hintereinander.

Der EHC Linz bestreitet in Klagenfurt seine erst dritte Begegnung in der laufenden Spielzeit: Die Black Wings unterlagen zum Auftakt bei Fehérvár AV19 mit 0:1, avancierten am vergangenen Freitag jedoch zum einzigen Team in der Liga, das bisher Leader Salzburg bezwingen konnte: Die Oberösterreicher siegten im Volksgarten trotz zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand mit 5:4 nach Verlängerung. In Klagenfurt verlor Linz saisonübergreifend bei jedem seiner jüngsten drei Auftritte, zudem gelangen den Black Wings bei nur einem der letzten sieben Stadthallen-Gastspiele mehr als zwei Treffer.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 0 – Im Auswärtsspiel in Innsbruck, seinem 79. Einsatz für die Rotjacken in der Erste Bank Eishockey Liga, kam Goalie David Madlener zu seinem bereits zwölften Shutout im Trikot des EC-KAC.

2,94 – Gegen keinen aktuellen Gegner in der EBEL erzielte der EC-KAC seit der LigaNeugründung im Jahr 2000 vor eigenem Publikum weniger Treffer als gegen den EHC Linz: 185 Tore in 63 Heimspielen bedeuten einen Schnitt von 2,94 pro Partie.

4 – Mit einem Rating von +4 führt Clemens Unterweger aktuell alle KAC-Kaderspieler in der Plus/Minus-Wertung an. Der Verteidiger beendete keinen seiner fünf EBEL-Einsätze in der laufenden Saison mit einem negativen Wert, gleiches gilt auch für Thomas Koch und Johannes Bischofberger.

4 – Der EHC Linz ist einer von vier Klubs (neben Dornbirn, Innsbruck und Zagreb), gegen den der EC-KAC in der vergangenen Spielzeit jedes direkte Duell gewinnen konnte. Die Bilanz nach vier Konfrontationen lautete 12:0 Punkte und 12:6 Tore für Rot-Weiß.

14 – Auch nach fünf Spieltagen stehen die Rotjacken noch ohne Gegentreffer bei numerischer Unterlegenheit da, die Penalty Killing-Einheiten überstanden sämtliche 14 Unterzahlsituationen, die sich über insgesamt 22:20 Minuten erstreckten, unbeschadet. Inkludiert man die vier CHL-Begegnungen, hält das PK der Klagenfurter im Spieljahr 2019/20 bei einer Effizienz von 91,2 Prozent.

DER GEGNER: Der EHC Linz sieht sich heuer mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wie der EC-KAC im Vorjahr: Aufgrund von Umbauarbeiten an der eigenen Spielstätte ist (bis kommenden Freitag) die Austragung von Heimpartien nicht möglich. Anders als die Rotjacken, die aus diesem Grund eine lange Serie an acht Auswärtsspielen akzeptierten, tauschten die Black Wings das Heimrecht jedoch nicht, sondern verschoben Begegnungen nach hinten. Daher ist der Auftritt in Klagenfurt am Sonntag das erst dritte Saisonspiel der Oberösterreicher.

Bei den Linzern, die im Vorjahr zum erst zweiten Mal im Verlauf der letzten acht Saisonen den Sprung ins Halbfinale verpassten (2:4-Serienverlust gegen Graz, Anm.), wurde im Sommer eine weitreichende Restrukturierung des Kaders vollzogen: Von den im Verlauf der vergangenen Saison 13 unter Vertrag stehenden Imports kehrten mit Verteidiger Troy Rutkowski und den Stürmern Rick Schofield und Dragan Umičević nur drei an die Donaulände zurück. Sechs neue Legionäre, darunter Znojmos Torjäger Marek Kalus, wurden verpflichtet. David Kickert stieg endgültig zur Nummer eins im Kasten auf, sodass Linz das einzige EBEL-Team mit einem österreichischen Standard-Goalie ist. In den beiden bisherigen Saisonspielen waren mit Abwehr-Neuzugang Juraj Valach und Stürmer Andreas Kristler zwei Stammkräfte verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt, beim gebürtigen Kärntner besteht jedoch die Möglichkeit, dass er im Auswärtsspiel in Klagenfurt sein Comeback gibt.

Für den EC-KAC gehört der EHC Linz zu den unangenehmeren Kontrahenten im Bewerb, seit der Liga-Neugründung haben die Rotjacken nur gegen Salzburg (45,1 Prozent) seltener gewonnen als gegen die Black Wings (46,1). Von 128 ausgetragenen Begegnungen gingen 69 an die Oberösterreicher, seit dem Jahr 2000 hat nur der EC VSV (31 Mal) häufiger in der Stadthalle gewonnen als Linz (30).

DIE PERSONALIEN: Bei den Rotjacken sind mit Ausnahme der längerfristig verletzten Steven Strong (Unterkörper) und Niki Kraus (Oberkörper) alle Kaderspieler einsatzfähig. Dementsprechend sind gegenüber dem Auswärtssieg in Innsbruck am Freitag keine weitreichenden Veränderungen im Lineup zu erwarten. Vorgesehen ist lediglich ein Positionstausch zwischen Stefan Geier und Marco Richter sowie der Wechsel auf der Torhüterposition, wo wieder Lars Haugen zum Einsatz kommen wird.

DER KOMMENTAR: „Die Partie gegen die Black Wings wird für mich persönlich natürlich eine sehr interessante, es ist der Klub aus meiner Heimatstadt und ich kenne doch einige Spieler im dortigen Kader sehr gut. Linz hat erst zwei Spiele bestritten, ist daher also noch etwas schwer einzuschätzen, unser Fokus richtet sich aber ohnehin auf unser eigenes Spiel. Gegenüber der Begegnung in Innsbruck müssen wir uns in Details verbessern, beispielsweise in der Unterstützung im Spielaufbau, hinsichtlich unserer Mobilität und auch bezüglich unseres direkten Zugs zum Tor. Unser Spielsystem fußt auf kontinuierlichem Einsatz in jedem Shift und regelkonformer Aggressivität, diese Tugenden müssen wir wieder aufs Eis bringen.“ (Lukas Haudum, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

28.09.2019

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