Österreich kämpfte im Testspiel gegen den neunfachen Weltmeister Schweden tapfer, musste sich letzendlich aber mit 3:4 geschlagen geben. KHL-Star Linus Omark war mit vier Assists der Schlüsselspieler für die „Tre Kronor“.
Tapferer Start der ÖEHV-Auswahl
Österreich startete gegen den zweifachen Olympiasieger Schweden mit viel Elan in die Partie. Die Tre Kronor nahm die erste Strafe des Spiels und die ÖEHV-Auswahl zeigt sich eiskalt. Nachdem Brian Lebler noch alleine vor Goalie Joacim Eriksson scheiterte, netzte Erik Kirchschlager mit einem platzierten Handgelenkschuss zum überraschenden 1:0 für das Team Austria ein.
Österreich-Schlussmann Bernhard Starkbaum, selbst einige Jahre in Schwedens höchster Spielklasse aktiv, wurde anschließend von Alexander Bergström per Bauerntrick das erste Mal ernsthaft geprüft. Österreich wehrte sich weiter tapfer und erarbeitete sich eine zweite Überzahl-Möglichkeit. In dieser ließ die „Tre Kronor“ allerdings nichts mehr zu. Daraufhin übernahm der große Favorit das Zepter in seine Hand, doch fanden weder Linus Omark noch Calle Rosen per Schlagschuss ein Durchkommen an Starkbaum. KHL-Stürmer Andre Petersson schloss in der 15. Minute schließlich unters Lattenkreuz zum 1:1-Ausgleichstreffer aus. Schweden machte weiter Druck.
Der Red Bull Salzburg-Goalie im Diensten der ÖEHV-Auswahl zeigte sich in der Folge auch gegen Peter Emanuelsson und Andre Petersson bombenstark. In der letzten Minute zeigte der aktuell fünfte der Weltrangliste dann mit einer tollen Dreier-Kombination ihr Talent, doch blieb es zur ersten Pausensirene beim 1:1.
Die „Tre Kronor“ übernimmt das Kommando
Schweden kam erwartungsgemäß bissig aus der Kabine zurück auf das eis. Die Skandinavier fanden in Person von Petter Emanuelsson und Patrik Zackrickson, in Lugano Teamkollege von in diesem Spiel nicht aufgestellten ÖEHV-Crack Stefan Ulmer, zwei Möglichkeiten vor. Im Zuge dieser Druckphase nahm Österreichs Markus Schlacher eine Zwei-Minuten-Strafe und die „Tre Kronor“ durfte zum ersten Mal ihr Powerplay aufzeigen. Dort zeigte die mit sieben KHL-Spielern bestückte Auswahl seine Klasse. Starkbaum konnte den ersten Schuss des sehenswerten Tic-Tac-Toe zwischen KHL-Star Linus Omark, Petter Emanuelsson und Dennis Everberg noch parieren. Den Rebound versenkte der ehemalige NHL-Spieler Everberg aber gekonnt zum 1:2.
Österreich gab sich nicht geschlagenen und kam selbst zu einer hochkarätigen Einschussmöglichkeit. Florian Baltram und Alexander Rauchenwald erspielten sich eine vielversprechende Ausgleichs-Chance, konnten Schlussmann Joacim Ericsson allerdings nicht bezwingen. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigte Schweden wie man effektiv kontert. Omark spielte zu Zackrisson welcher zu Richard Gynge weiterspielte. Dieser zögerte nicht lange und schoss zum 1:3 für Schweden ein.
Österreich konnte im Mittelabschnitt noch ein weiteres Mal in Überzahl agieren, die Schweden sogar in zwei Situationen. Ein Tor sollte, auch aufgrund der Topleistung von Bernhard Starkbaum, allerdings nicht fallen. Damit ging es mit einem 1:3 für Schweden in die Drittelpause. Das Schussverhältnis von 7:37 spiegelte aber deutlich die Kräfteverhältnisse auf dem Eis nieder.
Österreich gibt nicht auf
Die Schweden zeigten auch zu Beginn des Schlussabschnitts ihre Überlegenheit. In der 42. Minute bediente Linus Omark, der mit drei Assists zu diesem Zeitpunkt an allen Toren beteiligt war, mit einem Zuckerpass Pär Lindholm. Dieser musste nur nur mehr ins leere Tor einnetzen, doch wurde der Treffer nach Videostudium aufgrund eines verschobenen Tores nicht gegeben. Österreich hatte wenig später , kam aber nicht an der starken schwedischen Verteidigung vorbei. Die Nordeuropäer dominierten weiterhin die Begegnung. Andrè Petersson hätte mit im Privatduell mit .
Schweden agierte weiterhin etwas zu gelassen vor dem österreichischen Kasten und die ÖEHV-Auswahl kam drei Minuten vor Ende nochmal ran. Dario Winkler schoss auf das Tor und Brian Lebler nutzte den Rebound zum 2:3-Anschlusstreffer.
Damt aber nicht genug! Genau zwei Minuten vor Spielende kam es vor dem schwdischen Kasten zu einem Getümmel, Alexander Rauchenwald schaltete am schnellsten und netzte zum 3:3 ein. Schweden wollte ein solch blamables Ergebnis aber auf alle Fälle vermeiden. Par Lindholm schloss 39 Sekunden vor Ende eine Traumkombination, zum vierten Mal assistiert von Linus Omark, zum 3:4 ab.
Österreich vs. Schweden 3:4 (1:1; 0:2; 2:1)
Wien, Albert Schultz Halle. 1600 Zuschauer.
Tore: Kirchschlager (5./PP), Lebler (57.), Rauchenwald (58.) bzw. Petersson (15.), Everberg (23./PP), Gynge (33.), Lindholm (60.)
06.04.2017