Andreas Dober (SKN St Pölten):

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Zum Start in die 18. Runde der Bundesliga stand im Allianz Stadion das Spiel SK Rapid Wien gegen SKN St Pölten auf dem Programm. Die Hütteldorfer waren dabei bereits unter Zugzwang. Sie lagen vor dem Spiel nur mehr auf Tabellenplatz sieben.

Nach 90 Minuten konnte sich Trainer Canadi endlich über die ersten drei Punkte seiner Ära freuen. Hier gibt es die Stimmen zum Nachlesen:

SK Rapid Wien – SKN St. Pölten 1:0 (0:0)
Schiedsrichter: Andreas Heiß

Arnor Traustason (SK Rapid Wien):
… über das Spiel: „Das war ein sehr hartes Spiel, wir haben viele Chancen vergeben, bei meinem Tor war es eine sehr gute Vorlage von Schaub.“

… über sein Tackling in der Schlussminute: „Ich entschuldige mich dafür, das war einfach ein schlechtes Tackling von mir.“

Damir Canadi (Trainer SK Rapid Wien):
… über die Suche nach einem Sportdirektor: „Die Entscheidung trifft ganz alleine der Verein. Wenn es Gespräche geben soll, dann wird sich der Verein bei mir melden, dann werden wir ein konstruktives Gespräch führen. Aber ich möchte gar nicht mitreden, wir sind Angestellte des Vereins und jeder hat seine Rolle zu erfüllen.“

… über das Spiel: „Der Sieg war sehr verdient, wir waren unter dem Strich die weitaus bessere Mannschaft. Wir haben nach neun Tagen, in denen wir uns auf das neue System eingestellt haben, sehr viel Druck ausgeübt, aber uns leider nicht schon früher belohnen können. Wir haben uns sehr schnell in das Spiel hereingearbeitet und dann war es nur eine Frage der Zeit, bis wir das Tor erzielen.“

… über die Leistung der Mannschaft: „Die Mannschaft hat sehr viel investiert, das war sensationell und es freut mich für sie, dass sie sich belohnt haben und wir jetzt mit den drei Punkten dastehen. Für mich geht es nie um einzelne Spieler, es ist wichtig, dass wir als Mannschaft die Leistung abrufen und aus dem Team heraus wachsen. Einige Spieler waren heute überragend, aber gewinnen tut die Mannschaft und verlieren tut sie auch gemeinsam.“

… über seinen ersten Sieg als Trainer von Rapid: „Ich freue mich darüber, aber am Ende geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft, es geht um den SK Rapid Wien. Ich freue mich einfach für den Verein, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft SK Rapid Wien):
… über die Ligareform: „Uns war immer wichtig, dass eine grundlegende Analyse gibt unter Einbeziehung aller wesentlichen Stakeholder und Experten, damit wir uns qualitativ weiterentwickeln. Die Sorgen im Frühjahr waren, dass es nicht genügend wirtschaftliche Basis bei den Klubs gibt, um auf Dauer 20 professionelle Fußballvereine in Österreich sicherzustellen. Das war der Ausgangspunkt, mit Hypercube, die mit einbezogen waren, ist der Prozess sehr professionell geführt worden.“

… über die Unterstützung für die Reform durch Rapid: „Unser Beweggrund für die Zustimmung ist, dass wir die Liga weiterentwickeln mussten, bei aller Würdigung der Kritikpunkte ist es trotzdem gelungen einen zusätzlichen Spannungsfaktor einzubauen und aufgrund der Notwendigkeiten, die sich ergeben haben, das Optimum herauszuholen. Wir haben auch länger darüber diskutiert, ob der Meister in einem zusätzlichen Playoff ausgespielt werden soll, wir haben uns auch die Punktehalbierung angeschaut. Es ist auf jeden Fall mehr Spannung, mehr Atmosphäre und es knistert mehr. Man könnte sicher auch sagen, dass der Herbst entwertet wird, aber letztlich muss ja über die gesamte Saison eine Leistung gezeigt werden.“

… über die Suche nach einem Sportdirektor: „Die Shortlist ist kürzer geworden, auch aufgrund der Absage von Andreas Herzog, der ein sehr spannender Kandidat gewesen wäre. Er möchte Trainer sein in Zukunft, das ist zur Kenntnis zu nehmen und das ist auch in einem guten und offenen Gespräch zum Ausdruck gekommen. Wir haben derzeit die Hearings und wollen vor Weihnachten zur finalen Entscheidung kommen. Wenn die Entscheidung getroffen ist, dann werden wir diese klar und transparent kommunizieren, aber über ungelegte Eier redet man nicht.“

Andreas Dober (SKN St. Pölten):
… über das Spiel: „Rapid hat verdient gewonnen, wir waren extrem unterlegen in allen Belangen, es ist Glück, dass es nur 1:0 ausgegangen ist. Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten beiden Spielen einige Punkte holen und da hinten wegkommen.“

… über sein erstes Spiel in der Allianz Arena: „Es ist natürlich extrem geil wieder vor so einer Kulisse zu spielen, vor den besten Fans in Österreich. Es hat irrsinnigen Spaß gemacht, lieber wäre es mir aber gewesen, dass wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen, aber es hat leider nicht sollen sein. Nächste Woche gegen die Austria werden wir einiges besser machen.“

Frenkie Schinkels (Sportdirektor SKN St. Pölten):
… über die Ligareform: „Es war eine schwere Geburt. Im Interesse der Bundesliga ist es eine gute Entscheidung, mit Spielen, in denen es um etwas geht. Für die Erste Liga wird es schwierig mit 16 Mannschaften, ich weiß nicht, ob das auch so attraktiv wird. Aber wir müssen etwas tun, die Zuschauer bleiben aus. Es ist schwierig jetzt die Leute zu begeistern, deswegen muss man etwas probieren. Nichts tun ist auch Nichts. Wir hatten eine Arbeitsgruppe, ich war auch dabei, wir haben es so beschlossen und jetzt probieren wir es. In anderen Ländern hat es geholfen und etwas bewirkt, warum soll es dann bei uns nichts bewirken?“

… über die Trainersuche: „Wir haben eine Liste, die ich am Montag dem Vorstand vorlegen werde und da stehen Namen drauf, die dann zu einem Hearing eingeladen werden und dann werden wir entscheiden. Jochen Fallmann hat den Vorteil, dass er mit Ergebnissen jetzt schon seine Visitenkarte drucken kann, die anderen müssen erst beim Hearing überzeugen. Dann muss es ein Gremium entscheiden und die beste Wahl treffen. Der Kandidatenkreis besteht aus fünf Personen.“

Heribert Weber (Sky Experte):
… über die Ligareform: „Vieles von dem, was so neu erscheint, haben wir schon einmal erlebt, wir haben die Zwölferliga mit Punktehalbierung schon einmal gespielt. Da gab es große Probleme phasenweise, weil manche Vereine sich benachteiligt gefühlt haben. Es gibt noch vieles zu diskutieren, aber Fakt ist, dass ein neues System steht und ab 2018 umgesetzt wird. Wenn der Fußball früher durch die Zwölferliga besser geworden wäre, dann würden wir noch immer dieses System spielen. Aber wir sind wieder abgekommen davon und haben wieder zwei Zehnerligen gegründet. Für mich ist es nicht ganz fair, dass man als Spitzenreiter Punkte verliert, damit es im Frühjahr spannender wird.“

… über Fallmann: „Er hat seine Aufgabe gut erledigt bis zum Spiel gegen den WAC, die Mannschaft hat sich gut entwickelt. Tatsache ist, dass die Mannschaft viel besser ist als sie es gegen den WAC gezeigt hat, sie hat mich vor allem von der Einheit her überrascht, das ist eine Gesamtheit aufgetreten, die teilweise sehr guten Fußball gespielt hat.“

… über das nicht gegebene Tor für Rapid: „Das war eine sehr schöne Flanke, super Kopfball, sehr schönes Tor, aber einen Meter im Abseits.“

… über die Chancenverwertung von Rapid: „Wenn man die Herbstsaison hernimmt, dann muss man ganz klar sagen, dass Rapid eine Unzahl an Chancen vergeben hat, auch unter Mike Büskens schon. Heute ist es wenigstens noch ein Sieg geworden, aber wenn man so viele Chancen herausspielt, dem Gegner so überlegen ist, aber trotzdem nur 1:0 gewinnt, dann kann einen das nicht glücklich machen. Heute war Spielfreude und Kreativität da, aber wenn man drei Meter vor dem Tor noch immer nicht das Ziel trifft, dann fehlt schon einiges.“

Michael Konsel (Sky Experte):
… über die Ligareform: „Man hat sich sehr viele Gedanken gemacht um etwas zu ändern. Ich finde eigentlich, dass es spannend genug ist, aber wahrscheinlich braucht man Reformen um noch mehr Spannung hereinzubekommen. Der Modus verspricht viele spannende Spiele, aber ich weiß nicht, ob das das Erfolgsrezept ist. Wir haben es auch gespielt und in der Praxis ist nicht so viel hängengeblieben.“

… über die Leistung von Rapid: „Sie waren nicht überzeugend, sonst hätte man die vielen Chancen auch in Tore umgemünzt. So hat man sehr viel Aufwand betrieben, sie hatten unzählige Chancen, es war teilweise schon schwierig den Ball nicht ins Tor zu schießen, aber das Allerwichtigste ist, dass die drei Punkte endlich mal eingefahren sind.“

… über St. Pölten: „Das war wirklich enttäuschend, das Ergebnis schmeichelt absolut. Dieses Ergebnis vom Mittwoch hat sie sicher unglaublich verunsichert, sie haben offensiv überhaupt nichts zusammengebracht und auch defensiv haben sie viel zu viele Chancen zugelassen. Glück, dass sie nur 1:0 verloren haben.“

Presseinfo Sky Austria

03.12.2016