Drei Spiele der 33. Runde standen am Samstag in der Basketball Bundesliga auf dem Programm: Tabellenführer Güssing Knights stoppte dank defensivem Kraftakt den „5er-Streak“ der Traiskirchen Lions (4.) – und gewinnt klar mit 63:45. Die Gunners Oberwart (2.) zollen erneut ihrer Inside- Unterlegenheit Tribut und kassierten vom WBC Wels (6.) eine verdiente 67:77-Heimniederlage. Der BC Vienna (3.) gab sich bei Tabellenschlusslicht UBSC Graz wenig Blöße und gewann schlussendlich 85:76.
Die Güssing Knights bleiben auf sportlicher Linie das Maß der Dinge: Den Burgenländer, die auf den angeschlagenen US-Legionär Dane Watts verzichten mussten, gelang es erneut mit aggressiver Defense den Gegner zu stoppen. Herausforderer Traiskirchen Lions scorte insgesamt „nur“ 45 Punkte – auch weil ihr Top-Scorer Fabricio Vay nicht auflaufen konnte und der zuletzt großaufspielende Florian Trmal nur fünf Minuten absolvieren durfte. Dafür taten sich bei den Niederösterreichern, die nach nun fünf Siegen in Serie die erste Niederlage einstecken mussten, die Bank-Spieler hervor. Ihnen gelangen zwei Drittel aller Punkte. Bei Güssing, das schon im Startviertel (18:6) den Grundstein gelegt hatte, war Thomas Klepeisz (15 PTS, 8 AS, 5 ST) bärenstark. Bei Traiskirchen machte Benedikt Güttl 15 Punkte. Der Güssinger-Sieg war für die Tabellen von keiner Bedeutung – denn die Knights stehen schon seit längerem als Sieger des Grunddurchgangs fest. Traiskirchen gibt mit der 16. Saisonniederlage vorübergehend wieder einen Platz ab und ist Vierter.
Das zweite burgenländische Team – die Gunners Oberwart – sind nun schon seit drei Spielen ohne Punktegewinn. Die ohne Adomas Drungilas (Sperre) und Sebastian Käferle (Knieverletzung) angetretenen Cupsieger waren über 40 Minuten dem WBC Wels unterlegen. Mit dem 77:66 feierte der WBC den nun 15. Saisonsieg und rückt – zumindest bis morgen – auf den 6. Tabellenplatz vor. Wels war an diesem Abend vor allem unter dem Korb nicht zu knacken. Mit einer unglaublichen Inside-Präsenz (42:29 Rebounds, 48:24 Punkte in der Zone) dominierten Will Carter (12 RB, 23 PTS bei 84% aus dem Feld) und Davor Lamesic (16 PTS, 6 RB) diese Partie. Bei Oberwart blieb diesmal Quincy Diggs mit nur 30% Feldwurfquote einiges schuldig. Stark diesmal Georg Wolf mit 15 Punkten.
Für ein weiteres Team aus den Top-4 gab es wichtige Punkte für ein mögliches Heimrecht im Viertelfinale: Der BC Vienna setzte sich mit 85:76 beim UBSC Graz durch. Damit liegt Wien wieder am dritten Tabellenplatz, Graz vergab endgültig die Chance noch vom letzten Tabellenplatz wegzukommen. Auch in dieser Begegnung war das Inside-Spiel der Schlüssel zum Erfolg: Beide Teams konnten unter dem Korb wieder auf frische Kräfte bauen – denn bei Graz kehrte Povilas Gaidys (17 PTS, 9 RB), bei Wien Jonathan Fairell (18 PTS, 11 RB) zurück. Fairell hatte zudem noch 67% aus der 2er-Distanz, Wien insgesamt 66% – und somit auch den verdienten Sieg errungen. Während Gaidys und Fairell jeweils Top-Scorer waren, gab Christoph Nagler (3 PTS, 1 RB in 10 Minuten) nach dreieinhalbmonatiger Verletzungspause sein Comeback.
Die bisherigen Ergebnisse und ausstehenden Spiele der 33. Runde im Überblick:
Güssing Knights – Traiskirchen Lions
63:54 (18:6, 30:24, 54:38)
UBSC Graz – BC Vienna
76:85 (17:25, 38:41, 54:64)
Gunners Oberwart – WBC Wels
67:77 (17:25, 30:36, 42:53)
Swans Gmunden – Klosterneuburg Dukes
Sonntag, 17.00 Uhr in der Volksbank Arena Gmunden
bulls Kapfenberg –Fürstenfeld Panthers
Montag, 19.00 in der Sporthalle Walfersam
ab 18.45 Uhr live im TV
Die bisherigen Ergebnisse der 33. Runde im Detail:
Güssing Knights Traiskirchen Lions
63:54 (18:6, 30:24, 54:38)
Im randvollen Aktivpark treffen die Güssing Knights auf die Lions aus Traiskirchen. Das erste Viertel dominiert die Knights-Defense: Die Ritter lassen nur 6 Punkte der Niederösterreicher zu, machten eigens 18. Im zweiten Abschnitt kommen die Lions durch Captain Güttl wieder ins Spiel. Der Guard erzielt zwei Dreipunkter in Serie und bringt die Lions auf Schlagdistanz. (30:24)
In der zweiten Hälfte starten die Knights jetzt ausgezeichnet: Klepeisz und Jandrasits treffen aus der Distanz, Larson unterm Korb. Güssing erarbeitet sich so einen komfortablen 16 Punkte Vorsprung fürs Schlussviertel. In eben diesem trumpft abermals Larson auf und lässt die Lions nicht herankommen. Sebastian Koch setzt mit einem krachenden Dunk den würdigen Schlusspunkt in dieser Partie.
Stimmen zum Spiel:
Thomas Klepeisz, Spieler der Knights: „Für den heutigen Sieg waren die aggressive Defense und die Kontrolle der Bretter in der zweiten Hälfte ausschlaggebend!“
Vladimir Lucic, Headcoach der Lions: „Gratulation an Güssing! Bei uns haben heute zwei Schlüsselspieler nicht gespielt und so konnten wir in der Offensive nicht wie gewohnt scoren!“
Beste Werfer: Klepeisz T. 15, Larson 13, Lanegger 11 bzw. Güttl 15, Tarolis 11, Draskovic 7;
UBSC Graz BC Vienna
76:85 (17:25, 38:41, 54:64)
Bei UBSC Graz fehlen verletzungsbedingt weiter Hasenburger und Leitgeb. Gaidys und Florian können überraschenderweise doch früher als erwartet wieder spielen. Bei 4:4 in der 2. Minute legt BC Vienna in der Defensive einen Zahn zu, bei Graz häufen sich die Turnover. Ein 8:0-Lauf der Wiener und der UBSC liegt in der 4.Minute mit 4:12 im Rückstand.
Dieser Vorsprung wird von BC Vienna mit in die Viertelpause genommen (17:25). Die Führung wird dann von Wien bis zur 16. Minute auf 38:24 ausgebaut. Der UBSC Graz beginnt besser zu verteidigen und verkürzt mit einem 14:3-Lauf inklusive drei Dreipunkter auf 38:41. In der 21. Minute gleicht Pelko für Graz zum 43:43, der BC holt sich die Führung zurück, Kadic stellt auf 45:45 (23. Minute). Das Spiel bleibt spannend mit Vorteile für BC Vienna. Der Wiener Fairell kann in der Zone nicht verteidigt werden, und Stazic beginnt von der Dreierlinie zu treffen. Ein 7:0 der Wiener in der letzten Minute des Dritten Viertels bringt die Grazer mit 54:64 in Rückstand. Dem UBSC Graz gelingt es nur auf 72:76 (-4) in der 37. Minute zu verkürzen, aber mehr ist nicht drinnen.
Stimmen zum Spiel:
Pit Stahl, Headcoach des UBSC: „Eine tolle kämpferische Leistung.“
Stjepan Stazic, Kapitän des BC Vienna: „Ein spannendes Spiel, Graz konnte lange mithalten. Wir nützten unsere Überlegenheit in der Zone aus.“
Beste Werfer: Gaidys 17, Kadic, Freelove je 14, Pelko 12 bzw. Fairell 18, Detrick 14, Lacy, Stazic je 13;
Gunners Oberwart WBC Wels
67:77 (17:25, 30:36, 42:53)
Den Gästen gelingt gegen eine Rumpftruppe der Redwell-Gunners ein idealer Start, sodass Gunners-Headcoach Chris Chougaz bereits nach 130 Sekunden zum ersten Timeout rufen muss. Es steht 2:9. Die Gunners lassen in dieser Phase sehr viele Körbe aus, während Wels fast jeder Wurf gelingt. Mit einem sehenswerten Dreipunkter kann sich der 16-jährige Jakob Szkutta in die Liste eintragen. Die Gunners versuchen ihr Glück vielfach von der Dreierlinie, die Ausbeute bleibt mager, sodass sich am Rückstand der Hausherren bis zum Ende des ersten Viertels nichts ändert.
Der erste Korb im 2. Abschnitt gelingt dem 17-jährigen Maximilian Schuecker zum 19:25. Georg Wolf bringt mit einem Dreier die Gunners auf 22:28 heran. Danach zieht er coast-2-coast ab und es steht 24:28. Die Gunners sind jetzt das spielbestimmende Team. Nach einem Korb von Ferguson aus der Mitteldistanz steht es 26:28. Ein Zwischenspurt verschafft den Gästen wieder Luft. Mit 30:36 geht es in die Pause.
Wells nimmt den Schwung vom 2. Viertel mit und führt nach 3 Minuten mit 34:44. Die Gunners agieren zu lax und lassen sich die Spielkontrolle nehmen. Ein Timeout soll den Umschwung bringen. Wenige gute Einzelaktionen der Gunners sind zu wenig um den Rückstand zu reduzieren. Der WBC agiert sehr aggressiv und viele Unterbrechungen lassen kein schönes Spiel aufkommen. Das 3. Viertel endet 42:53.
Im Schlussviertel erhöhen die Gunners deutlich das Tempo. Das Spiel wird, auch unter den Anfeuerungsrufen der Fans, attraktiver – der Rückstand kann nicht aufgeholt werden, da die Gunners weiterhin zu fehleranfällig agieren. Am Ende steht für Wels ein verdienter Sieg zu Buche.
Stimmen zum Spiel:
Chris Chougaz, Headcoach der Gunners: „Mehr war heute leider nicht drinnen.“
Andreas Leitner, Manager der Gunners: „Trotz der Niederlage sehe ich dieses Spiel als einen Fortschritt für unsere jungen Spieler.“
Mike Coffin, Headcoach des WBC: „Wir haben heute ein anderes Gesicht gezeigt. Alle haben alles gegeben. Trotz der Ausfälle bei Oberwart haben wir verdient gewonnen.“
Beste Werfer: Diggs, Jackson, Wolf je 15, McNealy 9 bzw. Carter 23, Wallace 20, Lamesic 16;
Presseinfo ABL/ÖBL/Admiral Basketball Bundesliga/red.
02.04.2016





