Arbeitssieg: Black Wings Linz zwingen Olimpija Ljubljana in die Knie

Der EHC LIWEST Black Wings Linz besiegte zum Semifinal-Auftakt daheim den HDD TILIA Olimpija Ljubljana mit 4:2. Die Entscheidung zugunsten der Black Wings fiel erst im Finish. Spiel Nummer zwei steigt bereits am Donnerstag am Tivoli.
Ohne sechs Stammspieler reiste der HDD TILIA Olimpija Ljubljana zum ersten Halbfinale nach Linz an. Die LIWEST Black Wings mussten ebenfalls einen Verletzten vorgeben: Patrick Leahy konnte nicht eingesetzt werden, für ihn rückte Brian Lebler in die erste Linie nach vorne. Die Linzer setzten zumindest was das Offensivspiel betraf dort fort, wo sie am Sonntag aufgehört hatten. Chance um Chance erspielten sich die Hausherren, blieben aber vor dem Tor äußerst ineffizient. Fast im Minutentakt musste Matija Pintaric, der nach seiner Sperre gleich so richtig warm geschossen wurde, eingreifen und konnte sich dabei auch auf die Unterstützung des Torgestänges verlassen: In der 17. Spielminute war es Brian Lebler, in der 19. Minute Justin Keller, die das Aluminium prüften. Die Drachen konzentrierten sich bei diesem Auswärtsspiel zuerst auf die Defensive, hatten aber auch einige gute Momente. Ziga Pance feuerte in der 13. Minute einen gefährlichen Schuss ab und verlangte Alex Westlund im Linzer Tor alles ab. Wenig später versuchte sich auch noch Domen Vedlin, fand aber ebenfalls im Linzer Keeper seinen Meister. Es blieb nach 20 Minuten beim torlosen Remis, mit dem die Gäste aus Slowenien allerdings sehr gut bedient waren.
Die Taktik der Drachen ging im Mitteldrittel auf, denn es waren die Slowenen, die nach einem schnellen Konter durch Ziga Pance in Führung gingen. Wenig später kratzte Ales Music sogar am 2:0, doch sein Schuss wurde von Westlund gerade noch mit dem Schoner von der Linie gekratzt. Die Partie fehlte nun der Play Off Charakter. Weitgehend emotions- und leidenschaftslos gingen beide Teams zu Gange und das Match erinnerte mehr an de Pre-Season, denn an ein Halbfinale. Wie schon in der Serie gegen die UPC Vienna Capitals war es schließlich eine Überzahlsituation, welche die Hausherren zurück ins Spiel brachte. Brian Lebler nützte ein solches in der 29. Minute zum Ausgleich. Es war der Auftakt zu einer weiteren Drangphase der Linzer, die unglaubliche Chancen vergaben. Daniel Oberkofler und Martin Grabher-Meier tauchten ganz alleine vor Pintaric auf, der Drachen-Goalie war aber nicht zu überwinden. Somit blieb es auch nach 40 Minuten beim Unentschieden, die Black Wings haderten weiterhin mit der Chancenverwertung.
Somit wurde auch Spiel 1 im Halbfinale zur Zitterpartie für die Linzer. Daran änderte sich auch im letzten Abschnitt nichts, denn die Slowenen standen gut gestaffelt in der Abwehr und hielten die Oberösterreicher meist aus der Gefahrenzone entfernt. Es tat sich herzlich wenig in der Keine Sorgen EisArena, bis in der 49. Minute wieder ein Powerplay zu einem Tor verwertet wurde. Danny Irmen knallte die Scheibe mit einem harten Schuss ins Netz und zum ersten Mal an diesem Abend lagen die LIWEST Black Wings in Front. Doch die Freude darüber dauerte nicht lange an, denn Olimpija fand eine schnelle Antwort. In der 52. Minute nützten die Gäste eine unglückliche Abwehr und glichen zum 2:2 aus.
Doppelschlag bringt Black Wings den Sieg
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit begann damit dieses Match wieder von vorne und jetzt waren wirklich gute Nerven gefragt. Die hatten vorerst allerdings die Gäste, denn diese kamen mit einigen sehr guten Szenen dem Führungstreffer sehr nahe. Das sah auch Rob Daum und nahm bereits knapp sechs Minuten vor Schluss ein Time Out, redete auf seine Spieler ein und gab ihnen die Richtung für die letzte Phase in dieser Partie die Richtung vor. Zuerst hieß es aber noch einmal zittern, denn ein Videobweis wurde zu Rate gezogen, nachdem ihn die Drachen gefordert hatten. Dieses Mal aber mit einem guten Ende für die Stahlstädter, denn es wurde auf „kein Tor“ entschieden. Das beflügelte – und zwar so sehr, dass Curtis Murphy in der 56. Minute den Hammer auspackte und aus rechter Position mit einem strammen Schuss zum 3:2 für die Gastgeber
traf. Jetzt lief die Zeit für die Linzer, die sich aber nicht auf diesem Zwischenstand ausruhten. Im Gegenteil: es wurde nachgelegt. Gregor Baumgartner markierte 124 Sekunden vor Schluss das 4:2 und damit die Entscheidung in diesem ersten Halbfinale. Spiel Nummer zwei steigt bereits am Donnerstag am Tivoli.
EHC LIWEST Black Wings Linz – HDD TILIA Olimpija Ljubljana 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)
Tore Linz: 1:1 B. Lebler (29./pp), 2:1 Irmen (49./pp), 3:2 Murphy (56.), 4:2 Baumgartner (58.)
Tore Ljubljana: 0:1 Z. Pance (23.), 2:2 Cvetek (52.)
Stand in der Best-of-seven-Halbfinalserie: 1:0
Presseinfo Erste Bank Eishockey Liga
06.03.2012





