
HSG Holding Graz feiert in der Abstiegsrunde einen wichtigen 25:24-Auswärtssieg bei der Sparkasse Schwaz Handball Tirol und übernimmt damit die Tabellenführung.
Nach einer starken ersten Halbzeit verteidigten die Steirer ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff und stehen nun bei 15 Punkten, dicht gefolgt von Schwaz und Bregenz Handball mit 14 Punkten. Schlusslicht ist aktuell UHC Clickmasters Hollabrunn, die morgen im Heimspiel auf Bregenz treffen. Die Tiroler verpassen mit dieser Niederlage vorzeitig den Klassenerhalt.
Haben zwei oder mehrere Mannschaften die gleiche Punkteanzahl, so entscheiden für deren Reihung ausschließlich die Ergebnisse der Spiele untereinander (direkte Begegnungen) im jeweiligen Durchgang nach folgenden Kriterien in der aufgezählten Reihenfolge:
1. höhere Punktanzahl
2. bessere Tordifferenz
3. größere Anzahl an erzielten Toren
4. bessere Tordifferenz unter Einbeziehung aller Spiele des jeweiligen Durchganges
5. größere Anzahl an erzielten Toren unter Einbeziehung aller Spiele des jeweiligen Durchganges
6. entscheidet das Los. Der Losentscheid sollte nach Möglichkeit unter Anwesenheit von Vertretern aller betroffenen Vereine vorgenommen werden.
ABSTIEGSRUNDE
HSG Holding Graz hat im vorletzten Spiel der Abstiegsrunde ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Die Steirer gewinnen auswärts bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol mit 25:24 (14:10) und übernehmen damit mit 15 Punkten die Tabellenführung.
Dabei hatten die Tiroler vor heimischem Publikum die Chance, einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Hollabrunn hätten die Adler den Ligaverbleib bereits vorzeitig fixieren können. Zudem war die Partie ein besonderer Abend für Sebastian Spendier, Thomas Kandolf, Johannes Demmerer und Tobias Grothues, die nach Saisonende ihre Karrieren beenden und vor heimischem Publikum verabschiedet wurden.
Die Gäste aus Graz präsentierten sich jedoch von Beginn an fokussiert. Angeführt vom überragenden Nemanja Belos, der mit 13 Treffern bester Werfer der Partie war, erspielten sich die Steirer früh Vorteile und gingen mit einer 14:10-Führung in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Graz lange Zeit das Geschehen und verteidigte den Vorsprung erfolgreich.
Schwaz gab sich allerdings nicht geschlagen. Die Gastgeber kämpften sich in der Schlussphase noch einmal heran und machten die Partie bis zum Schlusspfiff spannend. Letztlich behielt Graz jedoch die Nerven und sicherte sich einen knappen 25:24-Auswärtserfolg.
Die Steirer bestätigen unter Trainer Risto Arnaudovski den Aufwärtstrend. Schwaz hingegen verpasst die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt und muss die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagen.
HLA MEISTERLIGA ABSTIEGSRUNDE
Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. HSG Holding Graz 24:25 (10:14)
Fr., 29.05.2026; 18:30 Uhr
Sporthalle Schwaz Ost
Werfer Sparkasse Schwaz Handball Tirol: Filip Peric (9), Lukas Prader (5), Emanuel Petrusic (4), Sebastian Spendier (3), Johannes Demmerer (1), Tobias Grothues (1), Thomas Kandolf (1), Thomas Wagner (1)
Werfer HSG Holding Graz: Nemanja Belos (13), Matic Kotar (4), Paul Offner (2), Kilian Schranz (2), Borjan Damjanoski (1), Markus Höfer (1), Max Kelich (1), Lukas Schweighofer (1)
Christoph Jauernik, Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol: „Es war wieder extrem bitter. Wir hatten eine erste Halbzeit gehabt, in der wir Torchancen nicht reinbringen, nur zehn Tore werfen, uns in der Abwehr auch nicht ganz gut an die Absprache halten konnten. Das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich verbessert, eine starke Abwehr hingestellt, waren auch im Angriff ein bisschen effektiver und haben so den Rückstand aufgeholt, gingen dann in Führung. Das hat die Mannschaft super gemacht in der Phase und dann schaffen wir es leider nicht, uns auf plus zwei oder plus drei abzusetzen, also diesen Lauf durchzuziehen, das Gegenteil ist der Fall. Wir liegen dann wieder am Rückstand, arbeiten uns wieder ran, haben noch den letzten Ball in Überzahl und bringen den Ball am Ende nicht über die Linie. Unglaublich bitter, es nützt uns trotzdem nichts, darüber zu viel zu reflektieren, sondern wir müssen nach vorne schauen und am Mittwoch die nötigen zwei Punkte einfahren.“
Risto Arnaudovski, Trainer HSG Holding Graz: „Ich bin jetzt seit ein paar Wochen hier und habe gemerkt, wie viel Leidenschaft, Emotion, Kampfgeist und Herz dieser Verein und diese Mannschaften haben. Genau das haben wir alles heute reingeworfen, um diesen Sieg zu holen. Das war ein unglaubliches Spiel, das so viel Nerven gekostet hat. Und genau dieser Wille, diese Leidenschaft haben vielleicht am Ende den Unterschied ausgemacht. Es war so knapp, wir haben es zum Glück geschafft, den Sieg über die Zeit zu bringen. Wir werden unser letztes Spiel gegen Bregenz auch noch gewinnen, wir haben es einfach verdient, in der HLA MEISTERLIGA zu bleiben.“
UHC Clickmasters Hollabrunn vs. Bregenz Handball
Sa., 30.05.2026; 18:30 Uhr
Weinviertelarena
Gerhard Gedinger, Manager UHC Clickmasters Hollabrunn: „Wir haben den durchwachsenen Auftritt von Graz aufgearbeitet und bereiten uns nun konsequent auf Bregenz vor. Der Auswärtssieg im Ländle kann final vielleicht entscheidend sein, allerdings nur dann, wenn wir auch daheim gewinnen. Für beide Teams geht es daher im Prinzip um alles. Wir hoffen auf eine volle Weinviertelarena, die uns mit ihrer Unterstützung noch die Extraportion Motivation gibt, um Bregenz zu schlagen.“
Filip Arsenovski, Spieler UHC Clickmasters Hollabrunn: „Bregenz verfügt mit Mönch, Dumcius oder Predragovic über individuell sehr starke Spieler, die es in den Griff zu bekommen gilt. Für uns gilt einmal mehr, dass wir all unser Herzblut aufs Parkett bringen müssen, um die Vorarlberger in die Knie zu zwingen. Wir werden aber bereit sein und alles daran setzen, mit einem Sieg den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen.“
Srdjan Predragović, Spieler Bregenz Handball: „Uns erwartet ein schweres Auswärtsspiel. In Hollabrunn wird die Halle voll sein und die Atmosphäre hitzig. Wie müssen uns gut auf ihre Einzelspieler einstellen, die sehr kreativ spielen und uns auf unsere Abwehr konzentrieren. Es gilt, gemeinsam mit unseren Torhütern eine gute Deckung zu stellen. Wir haben noch eine Rechnung mit ihnen offen, weil wir uns noch an das letzte Spiel bei uns zu Hause erinnern. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, denn wir wollen auf jeden Fall in der MEISTERLIGA bleiben. Es wird ein hartes Spiel, vor allem körperlich und daher wohl nicht so schön. Ich bin optimistisch, dass wir die zwei Punkte holen.“
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
HLA MEISTERLIGA
HLA CHALLENGE
– zum Sportreport Handball-Kanal
– zum Sportreport HLA MEISTERLIGA-Kanal
– zum Sportreport HLA CHALLENGE-Kanal
– zum Sportreport WHA-Kanal
29.05.2026





