
Am Donnerstag, 14. Mai 2026 steigt das ÖFB Frauen-Cup Finale 2026 zwischen dem FC Red Bull Salzburg und dem FK Austria Wien (live auf ORF1) am Wiener Sport-Club-Platz. Die historisch 50. Ausgabe des heimischen Frauen-Cup-Bewerbs bringt dabei einen Rekord sowie mehrere Premieren mit sich.
Drei Tage vor dem Jubiläumsfinale in Wien-Hernals steht bereits fest, dass der aktuelle Zuschauerrekord bei einem ÖFB Frauen-Cup Finale von 2024 in Wiener Neustadt mit 2300 Fans übertroffen werden wird, denn für das Finale am Donnerstag in Wien-Hernals sind im Vorfeld bereits knapp mehr als 2600 Tickets abgesetzt worden.
„Die Vorfreude ist riesengroß und es erfüllt uns auch mit Stolz, dass mit dem 50. Finale so ein historisches Spiel vor uns steht. Es liegt bereits eine besondere Geschichte hinter uns und ich möchte an dieser Stelle auch die vielen Pionierinnen des Frauenfußballs erwähnen, die den Frauenfußball auf die Ebene gestellt haben, auf der wir heute sind. Auch der Stadt Wien und dem Sport-Club gilt ein großer Dank, denn wir dürfen einen sehr würdigen Rahmen bei diesem Spiel erleben. Wir haben den Zuschauerrekord bereits geknackt, dennoch hoffen wir auf noch viele weitere Fans am Donnerstag“, freut sich Isabel Hochstöger, Leiterin Frauen- und Mädchenfußball im ÖFB, im Rahmen der Finalisten-Pressekonferenz auf das 50. Finale am Donnerstag.
Mit dem Duell zwischen dem FC Red Bull Salzburg und dem FK Austria Wien kommt es zudem zu einer Premieren-Paarung im Finale. Für die neugegründeten Salzburgerinnen ist es im ersten Anlauf die erste Finalteilnahme der noch jungen Geschichte, die Austria steht nach 2024 und 2025 zum dritten Mal in Serie im Endspiel.
„Beide Teams haben sich diesen Finaleinzug mehr als verdient. Das letzte Duell in der Liga vor wenige Wochen hat schon gezeigt, wie eng es zugehen kann. Salzburg hat mit dem Last-Minute-Einzug in das Meister-Playoff in der ADMIRAL Frauen Bundesliga sicherlich viele überrascht, die Austria wiederum nicht nur national heuer für tolle Performances und Momente gesorgt. Wir erwarten ein sportlich hochkarätiges aber auch ein emotional mitreißendes Finale am Donnerstag“, blickt Nina Potz, Ligamanagerin der ADMIRAL Frauen Bundesliga, auf die Premiere am Sport-Club-Platz, der heuer erstmalig Austragungsort des Finales ist.
Für Salzburg zählt die Haltung, nicht die Erfahrung
Dusan Pavlovic, Trainer FC Red Bull Salzburg, sieht in der Außenseiterrolle seines Teams nicht als Nachteil vor dem größten Spiel der noch jungen Vereinshistorie: „Wir wissen, dass die Austria viel Qualität und Erfahrung hat, aber für uns geht es nicht um die Außenseiterrolle in diesem Spiel, sondern um eine Chance, die wir uns erarbeitet haben. Gleichzeitig haben wir gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sein können. Viele reden über Erfahrung oder Alter, aber für mich gibt es nur eine entscheidende Sache und das ist, welche Haltung ein Team auf dem Platz zeigt. Das sehe ich als unsere Chance. Ein Cup-Sieg wäre für den Frauenfußball in Salzburg und den Verein ein besonderer Moment.“
Lucia Orkic, Kapitänin FC Red Bull Salzburg, zum bevorstehenden Debüt ihres Teams im Finale: „Wir haben bisher eine super Saison gespielt und uns mit dem Einzug in das Finale belohnt. Uns ist bewusst, dass wir gegen das Top-Team der Liga antreten müssen und welche Qualitäten sie haben. Dennoch wollen wir den Fokus auf unsere Leistung und unser Spiel legen, denn nur das können wir beeinflussen. Es wird ein extrem besonderes Spiel für uns. Es ist gut zu wissen, dass wir in der Liga zuletzt ein Spiel auf Augenhöhe gestalten konnten. Aber die Karten werden neu gemischt. Wir werden alles geben.“
Wenninger: Lieber Druck als goldene Ananas
Stefan Kenesei, Trainer des FK Austria Wien, nimmt hingegen die Favoritenrolle seines Teams gerne an: „Wir wehren uns nicht gegen die Favoritenrolle und haben das klare Ziel, den Titel zu gewinnen und nicht nur im Finale stehen. St. Pölten war in den beiden vergangenen Jahren auch der verdiente Sieger, doch wir konnten daraus lernen und wir wissen, dass wenige Situationen so ein Finale entscheiden können. Die Stimmung unserer Fans war in den beiden Vorjahren schon wie bei einem Heimspiel. Ich freue mich auf den Sport-Club-Platz und die vielen Fans, das ist immer etwas Besonderes.“
Carina Wenninger, Kapitänin FK Austria Wien, findet vor dem Finale lobende Worte für ihr Team: „Wir haben super Charaktere und viel Qualität im Team und sind KO-Spiele in dieser Saison ein stückweit gewohnt. Wir wollen diesen Titel für den Verein und unsere Fans unbedingt holen. Druck ist ein Privileg und bedeutet, dass wir etwas Großes gewinnen können. Ich verspüre lieber Druck, als um die goldene Ananas zu spielen. Wir verteidigen als Team sehr gut, haben das schon oft bewiesen heuer. Wir sind fleißig, verfolgen einen klaren Plan und es gilt der volle Fokus auf Donnerstag.“
Einstimmung schon am Vormittag
Bereits ab 11:30 Uhr wartet in der Alszeile ein Fan-Dorf mit Grillerei und Verköstigungen für alle Fans und Interessierten. Zudem werden beide Clubs mit Fan-Mobilen vertreten sein und für die nötige Einstimmung im Vorfeld sorgen. Einlass ins Stadion ist ab 13:00 Uhr. Alle weiterein Besucherinformationen sind auf der ÖFB-Homepage zu finden.
Das Finale wird von der Tiroler FIFA-Schiedsrichterin Olivia Tschon geleitet, die kürzlich von den Schiedsrichter:innen Österreichs zur Schiedsrichterin der Saison 2025/26 gewählt worden ist. Ihr assistieren Lara Andersson und Vanja Vucanovic sowie Sara Telek als 4. Offizielle.
Auch in dieser Cup-Saison wird die „Player of the Match“-Trophäe im ÖFB Frauen-Cup-Finale vergeben.
Presseinfo
ÖFB
12.05.2026





