
Der letzte Spieltag der WHA CHALLENGE brachte noch einmal reichlich Spannung und die endgültigen Entscheidungen im Kampf um Klassenerhalt und Tabellenplätze.
Meister UHC Eggenburg verabschiedete sich mit einem Auswärtssieg bei UHC Admira Wien aus der Saison. Die Perchtoldsdorf Devils sicherten Platz vier mit einem Erfolg beim UHC Hollabrunn, der trotz Niederlage den Klassenerhalt fixierte. Die SG TV Gleisdorf/HC Weiz feierte gegen den SK KONSTANT Traun einen klaren Heimsieg und sprang damit noch auf Platz fünf. HIB Handball Graz verteidigte mit einem 40:33 beim UHC Storch Gänserndorf den zweiten Tabellenplatz, während Gänserndorf trotz Niederlage die Klasse hielt.
Für den DHC WAT Fünfhaus endete die Saison hingegen bitter: Nach der Heimniederlage gegen den UHC Graz steht der letzte Tabellenplatz fest. Die Wienerinnen haben allerdings weiterhin die Chance, den Abstieg über die Aufstiegsspiele beziehungsweise das Aufstiegsturnier noch abzuwenden.
WHA CHALLENGE
UHC Admira Wien – UHC Eggenburg
Der UHC Eggenburg hat sich nach zuletzt ungewohnten Punktverlusten mit einem 27:24-Auswärtssieg beim UHC Admira Wien aus der WHA CHALLENGE verabschiedet. Admira Wien erwischte zunächst den besseren Start und führte zwischenzeitlich mit 8:5. Noch vor der Pause drehte Eggenburg allerdings die Partie und ging mit einer knappen 13:12-Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel lange offen. Rund sechs Minuten vor Schluss stand es noch 22:22. In der entscheidenden Phase setzte sich Eggenburg jedoch ab und brachte den Sieg souverän über die Zeit. Beste Werferinnen der Partie waren Anna Schuhäker für Eggenburg sowie Christina Lovrinovic für Admira Wien mit jeweils sechs Treffern.
UHC Hollabrunn – Perchtoldsdorf Devils
Die Perchtoldsdorf Devils haben das Auswärtsspiel beim UHC Hollabrunn mit 30:24 gewonnen. Zunächst erwischte Hollabrunn den besseren Start. Die Gastgeberinnen führten früh mit 4:1 und zeigten, wie schon zuletzt beim klaren Sieg in Traun, erneut viel Einsatz im Kampf um den fixen Klassenerhalt. Die Devils fanden jedoch rasch besser ins Spiel, drehten die Partie und setzten sich bis zur Pause auf 14:9 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Perchtoldsdorf das stärkere Team. Hollabrunn kämpfte sich zwar zwischenzeitlich noch einmal etwas heran, ernsthaft in Gefahr geriet der Auswärtssieg aber nicht mehr. Vor allem in der Schlussphase bauten die Devils den Vorsprung wieder deutlich aus und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Beste Werferinnen der Partie waren Nela Brunner mit sechs sowie Antonela Dramac mit fünf Treffern für die Devils. Für Hollabrunn war Emma Ringelhahn mit fünf Toren erfolgreichste Werferin. Nachdem die beiden Grazer Teams auch gewonnen haben, bleiben die Devils auf dem vierten Platz. Für Hollabrunn hat die Niederlage hinsichtlich Klassenerhalt ebenfalls keine problematischen Konsequenzen, da weder Fünfhaus noch Gänserndorf punkten konnten. Hollabrunn hält damit die Klasse am achten Platz.
SG TV Gleisdorf/HC Weiz – SK KONSTANT Traun
Die SG TV Gleisdorf/HC Weiz hat das letzte Heimspiel der Saison gegen den SK KONSTANT Traun klar mit 35:27 gewonnen und sich damit noch den fünften Tabellenplatz gesichert. Dabei verlief die Partie zunächst lange ausgeglichen. Traun hielt in der ersten Halbzeit gut dagegen und lag zwischenzeitlich sogar mehrfach in Führung. Erst gegen Ende der ersten 30 Minuten konnten sich die Gastgeberinnen etwas absetzen und mit einer 17:14-Führung in die Pause gehen.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Gleisdorf/Weiz dann endgültig die Kontrolle. Vor allem Viktoria Winter war kaum zu stoppen und sorgte mit 17 Treffern dafür, dass der Vorsprung immer weiter anwuchs. Bei Traun war Annija Rozenfelde mit acht Toren die erfolgreichste Werferin. Traun fand defensiv nur noch selten Zugriff und konnte die Steirerinnen nicht mehr ernsthaft gefährden. Mit diesem Sieg gelang Gleisdorf/Weiz ein erfolgreicher Saisonabschluss vor eigenem Publikum. Traun musste sich hingegen zum Abschluss geschlagen geben und landet am Ende auf Platz 7.
UHC Storch Gänserndorf – HIB Handball Graz
HIB Handball Graz hat sich beim UHC Storch Gänserndorf mit 40:33 durchgesetzt und damit den zweiten Tabellenplatz erfolgreich verteidigt. Die gleichzeitige Niederlage von Fünfhaus sorgte jedoch dafür, dass Gänserndorf trotz Niederlage den Klassenerhalt geschafft hat. Die Gastgeberinnen standen vor der Partie unter Druck, hielten gegen HIB aber lange stark dagegen. Vor allem Magdalena Prager zeigte eine starke Leistung und sorgte dafür, dass Gänserndorf immer wieder den Anschluss halten konnte. HIB erwischte zwar den besseren Start und lag früh mit 3:0 voran, doch Gänserndorf kämpfte sich mehrfach zurück. Zur Pause führten die Grazerinnen mit 20:16.
Nach dem Seitenwechsel wurde es zwischenzeitlich noch einmal richtig spannend. Gänserndorf verkürzte Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf 22:22 und brachte die Gäste kurz ins Wanken. HIB reagierte allerdings stark auf diese Phase und setzte sich mit mehreren Treffern wieder deutlicher ab. Vor allem Leana Schieber und Sonja Kobinger sorgten dafür, dass Graz die Kontrolle zurückgewann und den Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Am Ende setzte sich HIB klar mit 40:33 durch und bleibt damit auf Platz zwei. Gänserndorf zeigte trotz der Niederlage offensiv eine starke Leistung. Beste Werferinnen der Partie waren Leana Schieber mit zwölf sowie Sonja Kobinger mit zehn Treffern für HIB Handball Graz. Für Gänserndorf erzielte Magdalena Prager starke zwölf Tore.
Anja Ertl, UHC Storch Gänserndorf: „Grundsätzlich finde ich, dass wir gut mitgehalten haben, auch wenn wir phasenweise etwas hinterhergehinkt sind. Man hat natürlich gemerkt, dass uns einige Spielerinnen verletzungsbedingt gefehlt haben und der Gegner insgesamt mehr Erfahrung hatte. Trotzdem war es ein gutes Spiel und etwas Besonderes, vor so vielen Fans zu spielen.“
Leana Schieber, HIB Handball Graz: „Es war ein sehr schnelles Spiel, auch der Gegner hat mit viel Tempo gespielt, was uns natürlich gefordert hat. Deshalb haben wir versucht, selbst schnell im Angriff zu agieren und hinten kompakt in der Deckung zu stehen, weil wir wussten, dass der Gegner sehr flink und dynamisch ist. Vor allem unsere 5:1-Deckung hat gut funktioniert, wodurch wir auch zu schnellen Abschlüssen im Angriff gekommen sind.
Ich würde sagen, wir haben zum letzten Mal in dieser Saison noch einmal richtig gut gekämpft, wollten einen schönen Abschluss feiern und haben das Spiel mit Vollgas bestritten.“
DHC WAT Fünfhaus – UHC Graz
Der DHC WAT Fünfhaus hat das entscheidende Heimspiel gegen den UHC Graz mit 24:31 verloren und beendet die Saison damit auf dem letzten Tabellenplatz der WHA CHALLENGE. Die Wienerinnen hätten mit einem Erfolg den Klassenerhalt noch fixieren können, mussten sich am Ende aber klar geschlagen geben. Dabei verlief die Anfangsphase zunächst ausgeglichen. Fünfhaus hielt gut dagegen und schaffte mehrmals den Ausgleich. Nach dem 8:8 Mitte der ersten Halbzeit übernahm der UHC Graz allerdings zunehmend die Kontrolle über die Partie und setzte sich bis zur Pause auf 17:10 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel kämpfte Fünfhaus weiter engagiert, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Graz spielte den Vorsprung souverän herunter und feierte schließlich einen klaren 31:24-Auswärtssieg.
Damit ist die Saisonentscheidung gefallen: Fünfhaus beendet die Meisterschaft als Schlusslicht. Die Wienerinnen haben allerdings weiterhin die Chance, den Abstieg im Zuge der Aufstiegsspiele beziehungsweise des Aufstiegsturniers gegen die möglichen Aufsteiger noch abzuwenden. Der UHC Graz sicherte sich mit dem Sieg einen erfolgreichen Saisonabschluss und bleibt in der Endtabelle auf Platz drei. Beste Werferinnen der Partie waren Regina Salloker mit acht sowie Amy Sophie Grassl mit sieben Treffern für den UHC Graz. Für Fünfhaus erzielte Julia Dechant ebenfalls acht Tore.
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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11.05.2026





