
Der 20. Spieltag der WHA MEISTERLIGA birgt Potenzial für spannende Entscheidungen an beiden Enden der Tabelle und gleich drei NÖ-Duelle.
Der UHC Gartenstadt Tulln kann im Auswärtsspiel bei den roomz JAGS WVB den eigenen Platz im Halbfinale fixieren. Hypo Niederösterreich möchte zu Hause gegen den UHC Müllner Bau Stockerau nach dem Erfolg im Cup-Finale den nächsten Sieg einfahren. Der SSV Dornbirn Schoren kämpft bei den BT Füchsen style your smile um die sehr kleine, aber doch noch vorhandene Chance auf den Klassenerhalt.
Eine ebenso kleine Chance auf das Halbfinale hat Blau-Weiß Feldkirch. Gegen MADx WAT Atzgersdorf wird es allerdings sehr schwer, diese zu nutzen. Die Union St. Pölten Frauen könnten mit einem Punktgewinn auswärts bei den Union Korneuburg Damen den Abstiegskampf entscheiden. Zum Abschluss empfangen die bereits geretteten Aufsteigerinnen von GKL Krems – Langenlois am Sonntag noch die MGA Fivers.
In der WHA CHALLENGE blicken viele Augen auf den weiterhin enorm spannenden Abstiegskampf. Hier sind noch immer sechs Vereine gefährdet. Den Anfang machen am Samstag HIB Handball Graz und die SG TV Gleisdorf/HC Weiz mit einem steirischen Duell. Am Sonntag geht es dann mit vier Spielen weiter. Zunächst empfangen die Perchtoldsdorf Devils den UHC Eggenburg, der nach dem ersten Punktverlust in der vorherigen Runde wieder voll anschreiben will. Der SK KONSTANT Traun und der UHC Hollabrunn liefern sich ein direktes Duell rund um den Klassenerhalt, wobei die Traunerinnen hier die deutlich besseren Karten haben. Ein weiteres direktes Duell bekommen die Wiener Handballfans zwischen dem UHC Admira Wien und dem DHC WAT Fünfhaus. Zum Abschluss braucht der UHC Storch Gänserndorf auswärts beim UHC Graz dringend Punkte.
roomz JAGS WVB – UHC Gartenstadt Tulln
Macht Tulln das Halbfinal-Quartett komplett?
Auf ins erste NÖ-Duell: Die roomz JAGS WVB mussten lange warten, bis sie endlich wieder gewinnen konnten. In der vorherigen Runde war es dann in Dornbirn mit einem 24:22-Auswärtssieg so weit. Mit diesem Erfolg haben sie zugleich den Klassenerhalt fixiert. Der UHC Gartenstadt Tulln möchte ebenfalls etwas fixieren: den Platz im Halbfinale. Die Chancen, diesen noch an Feldkirch zu verlieren, sind auch vor dem Spiel eher nur mehr theoretischer Natur, dennoch möchte Tulln bei den JAGS endgültig die letzten Zweifel beseitigen.
Zuletzt mussten die Tullnerinnen drei Niederlagen in Serie hinnehmen: zu Hause gegen die Fivers, auswärts bei GKL Krems – Langenlois und in der Vorrunde zu Hause gegen Hypo Niederösterreich. Für Tulln ist es also höchste Zeit, wieder einen Erfolg einzufahren. Das Hinspiel gegen die JAGS war mit einem 31:20 für Tulln eine klare Angelegenheit. Auch am Samstag hat Tulln die Favoritenrolle inne. Doch wer weiß – vielleicht sind die JAGS jetzt wieder richtig auf den Geschmack gekommen und schaffen direkt den nächsten Sieg.
Hypo Niederösterreich – UHC Müllner Bau Stockerau
Hypo will gegen Stockerau an den Cup-Triumpf anknüpfen
Hypo Niederösterreich hat mit der laut Trainer Ferenc Kovac „besten Saisonleistung“ am vergangenen Wochenende gegen MADx WAT Atzgersdorf den ÖHB-Cup-Titel eingefahren. An diese starke Leistung möchte Hypo auch im Heimspiel und zugleich zweiten NÖ-Duell dieses Spieltags gegen den UHC Müllner Bau Stockerau anschließen und den nächsten Sieg einfahren. Immerhin braucht Hypo die nächsten zwei Punkte, um im Duell um die Tabellenspitze voll dabei zu bleiben.
Was die Tabelle angeht, kann Stockerau wiederum etwas entspannter sein, denn der Klassenerhalt steht bereits fest. Auch die Gäste blicken auf ein Erfolgserlebnis zurück. Sie konnten zuletzt ihr Heimspiel gegen GKL Krems – Langenlois mit 32:28 gewinnen. Das Hinspiel zwischen Hypo und Stockerau liegt übrigens noch nicht weit zurück. Dieses wurde erst am 25.03.2026 nachträglich gespielt. Hypo konnte sich dabei mit 40:22 durchsetzen.
BT Füchse style your smile – SSV Dornbirn Schoren
Kann Dornbirn die kleine Chance auf den Klassenerhalt gegen die Füchse am Leben halten?
Der SSV Dornbirn Schoren musste sich zuletzt den JAGS im direkten Abstiegsduell geschlagen geben und steht nun in einer beinahe aussichtslosen Position. Sie haben sechs Punkte Rückstand auf St. Pölten bei noch sechs zu vergebenden Punkten. Im direkten Duell haben sie allerdings knapp die Nase vorne. Bei Punktgleichheit könnte Dornbirn also noch an St. Pölten vorbeikommen. Klar ist allerdings auch, dass die Wahrscheinlichkeit von drei Siegen für Dornbirn bei gleichzeitig drei Niederlagen von St. Pölten nicht gerade hoch ist.
Den ersten Schritt in diese Richtung könnte Dornbirn bei den BT Füchsen style your smile machen. Die Füchsinnen haben vom Abstiegskampf bereits seit Längerem einen soliden Abstand. Zuletzt mussten sie sich Atzgersdorf mit 24:37 geschlagen geben. Dementsprechend groß wird hier die Motivation sein, wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren.
Christoph Bobzin, SSV Dornbirn Schoren: „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir wollen in den letzten drei Spielen nochmals alles geben und sind bereit.“
Blau-Weiß Feldkirch – MADx WAT Atzgersdorf
Atzgersdorf braucht nach der Cup-Niederlage unbedingt das nächste Erfolgserlebnis
Das andere Team aus Vorarlberg steht am anderen Tabellenende vor einer ähnlichen Konstellation. Auch Feldkirch braucht drei Siege bei gleichzeitig drei Niederlagen von Tulln, um doch noch in die Top 4 zu springen. Hier gibt es allerdings noch ein direktes Duell. Die Chancen auf die nötigen drei Siege in Folge stehen allerdings schon allein durch das anstehende Heimspiel gegen MADx WAT Atzgersdorf unter keinem guten Stern.
Atzgersdorf musste zwar im Cup-Finale eine klare Niederlage gegen Hypo einstecken, in der Liga sind sie allerdings schon länger äußerst souverän unterwegs. Und wie Hypo möchte auch Atzgersdorf im Kampf um die Tabellenspitze keinen Millimeter nachgeben. Das Hinspiel war mit 40:22 für die Wienerinnen eine klare Angelegenheit.
Olivier Haunold: „Kommendes Wochenende steht wieder eine Reise ins Ländle an. Mit BW Feldkirch erwartet uns eine sehr heimstarke, schnell spielende und routinierte Mannschaft. Wir werden an unsere Grenzen gehen müssen, um in Feldkirch zu gewinnen.“
Union Korneuburg Damen – Union St. Pölten Frauen
Fixiert St. Pölten in Korneuburg den Klassenerhalt?
Die Union St. Pölten Frauen haben es im dritten NÖ-Duell des Tages selbst in der Hand. Nur ein Punkt fehlt ihnen für den fixen Klassenerhalt. Alternativ reicht auch ein Punktverlust von Dornbirn. Die nächste Chance auf den entscheidenden Punkt hat St. Pölten im Niederösterreich-Duell bei den Union Korneuburg Damen. Die Gastgeberinnen konnten in der vorherigen Runde zu Hause gegen Feldkirch klar mit 40:27 gewinnen. St. Pölten musste sich den MGA Fivers mit 17:28 geschlagen geben. Im Hinspiel konnte sich Korneuburg mit 27:22 in St. Pölten durchsetzen.
In der Tabelle trennen die beiden Teams aktuell neun Punkte. Die Favoritenrolle scheint damit klar verteilt. Dennoch wird St. Pölten alles versuchen, für die endgültige Entscheidung im Abstiegskampf zu sorgen.
Eva Postl, Union St. Pölten Frauen: „Am Samstag treffen wir auf die Union Korneuburg Damen. In den letzten Spielen haben wir phasenweise geschwächelt, deshalb wollen wir diesmal wieder über die gesamte Spielzeit hinweg stabil auftreten und bessere Lösungen finden. Ein besonderer Fokus liegt auf einer kompakten Deckung. Wir konzentrieren uns auf unsere eigene Leistung und wollen unser Spiel wieder auf Vordermann bringen – gerade jetzt im Endspurt der Saison, in dem wir nochmal alles investieren werden.“
GKL Krems – Langenlois – MGA Fivers
Die MGA Fivers wollen in Langenlois zwei Punkte für den Kampf um Platz 3
Zum Abschluss des 20. Spieltags liefert die WHA MEISTERLIGA noch ein Spiel am Sonntag. Dabei empfängt GKL Krems – Langenlois die MGA Fivers. Für beide Teams sind die wesentlichen Dinge mittlerweile entschieden. GKL hält definitiv die Klasse, und die Fivers stehen bereits fix im Halbfinale.
Innerhalb der Top 4 geht es für die Fivers noch darum, den dritten Platz gegen Tulln zu verteidigen. GKL könnte mit einem Heimsieg womöglich die BT Füchse überholen und damit auf den siebten Platz vorrücken. Das Hinspiel in der Hollgasse war eine klare Angelegenheit für die MGA Fivers, die einen 36:23-Heimsieg feiern konnten.
Franzi Deim, GKL Krems – Langenlois: „Wir wollen in den letzten drei Spielen nochmal alles aus uns herausholen. Wir haben unser Saisonziel zwar schon erreicht, wir wollen aber trotzdem weiter Punkte sammeln. Wir sind, wie immer, motiviert und wollen unserem Publikum ein tolles Spiel liefern.
Ivica „Ivo“ Belas, Headcoach MGA Fivers: „Da wir uns im letzten Spiel gegen St. Pölten das Halbfinalticket fix sichern konnten, gehen wir mit einer neuen Aufgabe bzw. einem klaren Zwischenziel in die nächste Partie: Den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Wir bereiten uns sehr intensiv auf das Spiel vor und konnten uns bereits im Cup von der Heimstärke unseres Gegners GKL überzeugen.“
WHA CHALLENGE
HIB Handball Graz – SG TV Gleisdorf/HC Weiz
Zum Start in die 17. Runde der WHA CHALLENGE gibt es mit dem Steiermark-Derby zwischen HIB Handball Graz und der SG TV Gleisdorf/HC Weiz direkt ein erstes Highlight. Die Gastgeberinnen mussten sich im Titelrennen bereits geschlagen geben. Doch die Gäste stecken noch mittendrin im Abstiegskampf. Sie liegen nur einen Punkt vor dem Tabellenende. Dementsprechend dringend braucht Gleisdorf/Weiz Punkte. Doch auch HIB möchte den zweiten Platz unbedingt behalten und ihn nicht ausgerechnet an den UHC Graz verlieren. Beide Teams werden also für einen motivierten Start in die neue Runde sorgen.
Perchtoldsdorf Devils – UHC Eggenburg
Die Perchtoldsdorf Devils duellieren sich in den letzten zwei Spielen mit dem UHC Graz um den dritten Platz und haben sogar noch eine Chance auf Platz zwei. Mit dem UHC Eggenburg kommt allerdings der ungeschlagene, bereits feststehende Meister nach Perchtoldsdorf. In der vorherigen Runde gab Eggenburg zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison einen Punkt ab, als Traun in Eggenburg im letzten Moment noch der Ausgleich gelang. Nach einer so langen Siegesserie möchte Eggenburg jetzt bestimmt wieder nachlegen.
Nina Gschwandtner, UHC Eggenburg: „Das vergangene Wochenende haben wir abgehakt und konnten unsere Meisterfeier genießen. Beim vorletzten Match möchten wir erneut beweisen, warum dieser Titel uns gehört. Jetzt wollen wir die Saison mit zwei guten Spielen beenden, noch einmal genießen, Handball spielen zu können, und dabei vor allem Spaß haben.“
SK KONSTANT Traun – UHC Hollabrunn
Der SK KONSTANT Traun kann im Heimspiel gegen den UHC Hollabrunn den Klassenerhalt endgültig fixieren. Mit vier Punkten Vorsprung sieht es allerdings auch so schon gut aus. Hollabrunn steckt als aktuelles Schlusslicht deutlich heftiger im Abstiegskampf drinnen und braucht unbedingt Punkte. Dieses Spiel im Sportzentrum Traun wird wohl eines der heißesten Duelle dieses Spieltags. Das Hinspiel konnte Traun in Hollabrunn mit 30:23 gewinnen.
Thomas Vogel, Trainer SK KONSTANT Traun: „Nach dem wichtigen Auswärtspunkt in Eggenburg haben wir uns auf Platz 5 vorgekämpft und befinden uns vor den letzten beiden Runden in der Pole Position, diesen Rang zu verteidigen. Wir wissen, dass es für UHC Hollabrunn um alles geht, aber wir wollen unser letztes Heimspiel der Saison unbedingt gewinnen, um die aktuelle Tabellenposition auch bis zum Schluss zu halten. Außerdem wird es für einige Mädels, die nach dieser Saison ihre Karriere beenden, das letzte Heimspiel sein und deshalb soll es natürlich als krönender Abschluss in Erinnerung bleiben.“
UHC Admira Wien – DHC WAT Fünfhaus
Das kleine Wiener Derby zwischen dem UHC Admira Wien und dem DHC WAT Fünfhaus bringt direkt das nächste Duell zwischen zwei Teams in Abstiegsgefahr. Die Gastgeberinnen haben aktuell drei Punkte Vorsprung auf das Tabellenende und könnten mit einem Sieg alles klar machen. Fünfhaus braucht mit neun Punkten so wie Hollabrunn ebenfalls enorm dringend Punkte, um am Ende nicht auf dem letzten Tabellenplatz zu stehen. Auch hier scheinen Spannung und große Emotionen vorprogrammiert.
UHC Graz – UHC Storch Gänserndorf
Lange Zeit war Gänserndorf das Schlusslicht der Liga. Zuletzt holten sie gegen Gleisdorf/Weiz allerdings wichtige Punkte und konnten so Fünfhaus und Hollabrunn überholen. Nun müssen sie auswärts beim UHC Graz bestenfalls nachlegen, um auch weiterhin vor den beiden zu bleiben oder sogar ein weiteres Überholmanöver anzusetzen. Die Grazerinnen duellieren sich in erster Linie mit den Perchtoldsdorf Devils um Platz drei. Im besten Fall könnten sie sogar noch HIB Handball Graz den zweiten Platz streitig machen.
Anna Sattlberger, UHC Storch Gänserndorf:„Gegen UHC Graz wollen wir an unsere starke Defensive aus dem letzten Spiel anknüpfen, in dem wir kompakt gestanden sind und einen starken Rückhalt im Tor hatten. Im Angriff müssen wir uns jedoch klar steigern, vor allem in der Chancenverwertung. Die Stimmung im Team ist sehr gut, der Sieg zuletzt hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Persönlich bin ich bereit, mein Bestes zu geben, die Deckung bestmöglich zu unterstützen und – wenn ich zum Einsatz komme – der Mannschaft mit voller Energie zu helfen. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können, wenn jede alles gibt.“
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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01.05.2026





