Play-off-Auftakt in der BSL - Matchball für die Underdogs, Favoriten unter Druck in den B2L-Halbfinale- Wie die Kuranovics die Welser Erfolgssaison in der BDSL prägten
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Am Wochenende (18. und 19. April 2026) starten mit den „best-of-5“-Viertelfinalserien die Play-offs in der win2day Basketball Superliga. Die UNGER STEEL Gunners Oberwart (#2) haben den „Three-Peat“ im Visier, Regular-Season-Champion Hefte Helfen Bulls Kapfenberg (#1) geht top-gesetzt auf sein achtes Championat los – aber auch deren beiden Konkurrenten aus der Qualifikationsrunde lechzen nach einer Überraschung.

Im Duell BC Vienna (#3) gegen BK Karbon-X Dukes (#6) hat mit Rasid Mahalbasic und Sylven Landesberg jeweils ein heimischer Top-Star die Chance auf seinen ersten Titel in Österreich. Cupsieger Raiffeisen Flyers Wels (#4) kämpft gegen den UBSC Raiffeisen Graz (#5) – und gegen seinen Viertelfinal-Fluch.

Die UNGER STEEL Gunners Oberwart haben heuer die Chance auf den „Three-Peat“, ihre dritte Meisterschaft in Folge. Der Titelverteidiger, der in der Vorsaison eine „Perfect Post-Season“ spielte und seit 13 Play-off-Spielen ohne Niederlage ist, kam mit Ende der Platzierungsrunde immer besser in Fahrt und scheint bereit für einen weiteren Play-off-Run. „Am Ende ist die Weisheit ganz einfach: Du brauchst neun Siege. Aber genau das zeigt auch, wie schwierig es ist – jeder einzelne Sieg muss hart erarbeitet werden. Für uns wird entscheidend sein, dass wir konstant auf unserem Niveau spielen, fokussiert bleiben und in jedem Spiel bereit sind, ans Limit zu gehen“, hält Head Coach Horst Leitner, dessen Team zuletzt – nach mehrfachen Kaderumstrukturierungen – wieder mehr Stabilität zeigte, fest.

Oberwarts Viertelfinalgegner sind die Raiffeisen Swans Gmunden, die sich als ungeschlagener Gewinner der Qualifikationsrunde souverän in die Post-Season gehievt haben. Das angehäufte Selbstvertrauen und das Wissen, dass in den letzten beiden Saisonen der Siebente jeweils den Zweiten eliminiert hatte – Gmunden musste das 2024 just von Oberwart am eigenen Leib erfahren – bringt Spannung, aber auch Rivalität in die Serie. „Wir haben in den letzten Wochen als Team einen guten Rhythmus gefunden und können nun befreit und ohne Druck aufspielen. Offensiv haben wir uns sehr gut entwickelt und wir sind ein Team, das ’small ball‘ bevorzugt – wir werden versuchen, im schnellen Spiel unsere Vorteile zu suchen. Wir wollen nach dieser durchwachsenen Saison beweisen, dass wir mehr können – und für eine Überraschung sorgen“, richtet Gmundens Spielmacher Daniel Friedrich aus.

Für die Gunners spricht zudem deren Viertelfinal-Bilanz gegen die Swans: Fünf Mal standen sich diese beiden Teams in der ersten Play-off-Runde gegenüber – immer setzten sich die Burgenländer durch.

Der Top-Seed hat eine 60-prozentige Titelchance
Im Vorjahr haben sich die Oberwart Gunners nach dem Gewinn des Grunddurchgangs auch die Meisterschaft gesichert. Dieses „Double“ ist, betrachtet man die 38-jährige Play-off-Geschichte der win2day Basketball Superliga, keine Seltenheit: In 38 Jahren Play-off hat 23-mal jenes Team den Titel gewonnen, das nach Platz eins der Regular Season top-gesetzt in die Post-Season einzog. Die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg, die heuer ihre 30. Play-offs bestreitet, haben sich bislang fünf Mal zum Regular-Season-Champion gekürt – vier Mal dann auch zum Meister.

Quinton Green, in den letzten drei Spielen jeweils Top-Scorer seiner Mannschaft und mit Graz 2024 schon einmal Finalteilnehmer, spricht im Vorfeld der Play-offs von einem „Re-Set“: „Die Play-offs sind wie eine neue Saison – alle Teams starten bei Null. Jeder hat zu Beginn die gleichen Chancen. Wir müssen bereit sein, Konzentration und Fokus auf unser Spiel zu richten und in jeder Situation aggressiv aufzutreten. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir weiterhin erfolgreich sein werden.“

Die Bulls duellieren sich mit den druck.at Traiskirchen Lions. Zum neunten Mal bestreiten die beiden Teams eine Play-off-Serie gegeneinander – immer hat sich das besser gerankte Team durchgesetzt, fünf Mal per „Sweep“. Traiskirchens Head Coach Benedikt Danek weiß aber: „Wir sind nicht chancenlos!“ Sein Team wolle Physis und Intensität hochhalten. „Offensiv werden wir versuchen, die Last zu verteilen, um früh in einen Rhythmus zu kommen. Auch defensiv wird der Schlüssel die Physis sein, wir werden die Transition-Angriffe sowie die 3-Punkte-Linie gut verteidigen müssen und hart am Rebound arbeiten“, so der 39-Jährige, der als Lions-Spieler selbst vier Viertelfinalserien gegen Kapfenberg bestritt.

Landesberg: „Stakes are high!“
Die BK Karbon-X Dukes um Nationalteamspieler Sylven Landesberg, der erst Anfang April nach fast viereinhalbmonatiger Verletzungspause zurückkehrte, prallen im Viertelfinale auf ABA-League-Teilnehmer BC Vienna. „Die Wiener sind natürlich eine sehr gute Mannschaft, mit Stärken – aber auch Schwächen. Wir wissen, wo sie verwundbar sind, dort werden wir ansetzen. Natürlich ist das Duell eine Herausforderung, aber wir haben heuer gezeigt, dass wir uns nicht scheuen und es mit jedem Gegner aufnehmen“, so Landesberg, der vor seinem Play-off-Debüt in Österreich steht.

Auf Wiens Seite steht ein weiterer österreichischer Routinier: Rasid Mahalbasic. Auch er spielt um seinen ersten Titel in der win2day Basketball Superliga. Heimische Play-off-Erfahrung hat jedoch sein Pendant in Niederösterreich voraus: 2007 lief er für die Wörthersee Piraten einmal in der Viertelfinalserie gegen Wels auf. Für die beiden Teams ist es die dritte Play-off-Konfrontation – beide bisherigen Serien gewann Wien.

Alte Rechnungen, neue Chance: Wels gegen Graz
Das am Papier wohl engste Viertelfinalduell ist jenes zwischen vier und fünf – Raiffeisen Flyers Wels gegen UBSC Raiffeisen Graz. Diese Paarung, in gleicher Konstellation, gab es bereits 2024. Damals setzten sich der steirische Underdog durch. Wels und Viertelfinale passten zudem bisher auch nur selten zusammen: Von sieben Teilnahmen haben sie auch nur deren zwei gewonnen. Beides ist sehr wohl in manchen Flyers-Köpfen präsent: „Uns ist bewusst, dass wir damals gegen Graz, aber auch letztes Jahr gegen Eisenstadt die kalte Dusche erwischt haben. Die Gefahr besteht aber heuer genauso: aber nicht, weil wir großartig etwas falsch machen, sondern, weil einfach die gesamte Liga sehr eng beisammen ist. Es ist richtig knapp. Jeder kann jeden schlagen“, bringt das Wels-Mastermind Sebastian Waser die Ausgeglichenheit in der BSL auf das Tableau.

Keinen Vorteil sieht Waser in der größeren Rotation: Während Graz fast ausschließlich mit sechs Spielern agiert, bringen die Oberösterreicher mit elf Akteuren deutlich mehr Tiefe in ein Spiel. „Es ist in einer Viertelfinalserie, die nach einer Woche Pause beginnt, sicher nicht möglich, einen Gegner müde zu spielen. Graz spielt das seit Jahren so – und das macht sie auch so stark. Sie wissen genau, wie und wann sie ihre Kräfte und Fouls einteilen müssen“, so Waser. Für das Weiterkommen werde es mehr brauchen als die bessere Kondition. „Intensität, aggressive Defensive, schnelles Umschaltspiel und Graz in ihrer Wurfauswahl limitieren – damit schaffen wir uns Möglichkeiten, die Serie zu gewinnen.“

Wasers Gegenüber Erwin Dragsic – in dieser Serie treffen einander die beiden längstdienenden Head Coaches der BSL aufeinander – sieht in der kurzen Rotation keinen Nachteil: „Drei Tage Regeneration zwischen den Spielen ist mehr als genug. In dieser Serie gibt es keinen Favoriten. Meine Mannschaft ist gut vorbereitet, topfit und wird über 40 Minuten alles auf das Feld bringen, um wie schon 2024 das Semifinale zu erreichen.“

win2day Basketball Superliga Playoffs | QF 1

Hefte Helfen Bulls Kapfenberg (1) – druck.at Traiskirchen Lions (8)
Samstag, 18. April 2026 | 19.00 Uhr (www.basketballaustria.tv kommentiert von Robert Langer)

UNGER STEEL Gunners Oberwart (2) – Raiffeisen Swans Gmunden (7)
Sonntag, 19. April 2026 | 15.00 Uhr (live auf ORF Sport+ und ORF ON)

BC Vienna (3) – BK Karbon-X Dukes (6)
Samstag, 18. April 2026 | 17.30 Uhr (www.basketballaustria.tv)

Raiffeisen Flyers Wels (4) – UBSC Raiffeisen Graz (5)
Samstag, 18. April 2026 | 19.00 Uhr (www.basketballaustria.tv)

win2day-BSL-Playoffs: Acht Teams, acht X-Faktoren

Am Wochenende starten die Playoffs der win2day Basketball Superliga und gerade in der heißen Phase entscheiden oftmal Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Um da den Unterschied zu machen, wachsen Coaches und Spieler am Weg zum Titel immer wieder über sich hinaus. Wer wird dieses Jahr zum „Difference Maker“, wenn der Druck steigt? Ein Blick auf alle acht Teams und ihre möglichen X-Faktoren zum Viertelfinal-Auftakt.

Mit den „Best-of-5“-Serien beginnt die entscheidende Phase der Saison. Titelverteidiger und #2-Seed UNGER STEEL Gunners Oberwart peilen den Three-Peat an, Top-Seed Hefte Helfen Bulls Kapfenberg will seine dominante Saison krönen. Dahinter lauern mit dem BC Vienna, den Flyers Wels und Co. gleich mehrere Teams auf ihre Chance. Die Ausgangslage ist klar, doch in den Playoffs braucht es mehr als Favoritenrollen. Es braucht Spieler und Trainer, die im richtigen Moment den Unterschied machen.

Hefte Helfen Bulls Kapfenberg: Taye Fields
Alle Augen sind auf MVP-Kandidat Andrew Jones gerichtet – doch genau darin könnte die Chance für Taye Fields liegen. Der Allrounder liefert konstant Double-Doubles, ist defensiv eine Macht und extrem präsent in der Zone. Sollte die Defense sich auf Jones fokussieren, muss Fields offensiv noch mehr Verantwortung übernehmen. Gelingt ihm das, wird er zum Schlüsselspieler auf dem Weg zum Titel.

UNGER STEEL Gunners Oberwart: Sebastian Käferle
Der Meister kommt rechtzeitig in Form und mit ihm Kapitän Sebastian Käferle. Nach seinem Mittelhandbruch arbeitet er sich Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke. In einem Kader ohne die ganz großen Legionärsnamen der vergangenen Jahre wird die Rolle der Österreicher noch wichtiger. In engen Playoff-Spielen, wenn Entscheidungen fallen, wird viel an Käferle hängen.

BC Vienna: Borislav Mladenov
Das Starensemble aus Wien ist – sofern komplett – wohl der Topfavorit auf den Titel. Borislav Mladenov ist dabei der Go-to-Guy: knapp 18 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists sprechen für sich. Die Frage wird sein, ob Vienna nach der ABA-Doppelbelastung die nötige Intensität halten bzw. Mladenov sein Team in den entscheidenden Phasen anpeitschen kann. Wenn ja, führt kaum ein Weg an den Bundeshauptstädtern vorbei.

Raiffeisen Flyers Wels: Marcus Azor
Marcus Azor spielt eine überragende Saison und ist nicht nur MVP-Kandidat, sondern auch einer der größten „Most Improved“-Spieler der Liga. 19,5 Punkte, sechs Assists und starke Allround-Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach Cup-Titel und MVP fehlt nur noch der ganz große Wurf. Liefert Azor auch in den Playoffs, ist für Wels alles möglich.

UBSC Raiffeisen Graz: Tevin Brewer
Knapp 20 Punkte und neun Assists pro Spiel – Tevin Brewer ist das offensive Herz der Grazer. Der 1,72 Meter große Guard trägt sein Team wie kaum ein anderer Spieler der Liga. Doch gerade kleine Guards haben es in der Postseason oft schwerer, wenn die Defense physischer wird. Kann Brewer dagegenhalten, wird Graz brandgefährlich.

BK Karbon-X Dukes: Sylven Landesberg
Mit dem Comeback von Sylven Landesberg kehrt auch die Hoffnung zurück. Der Nationalteamspieler bringt Erfahrung, Scoring und Leadership. Doch nach monatelanger Pause bleibt die Frage nach dem Rhythmus. Findet er rechtzeitig zu seiner Form, kann er eine Serie im Alleingang entscheiden.

Raiffeisen Swans Gmunden: Daniel Friedrich
Die Swans kommen mit zehn Siegen in Folge in die Playoffs und maßgeblichen Anteil daran: Kapitän Daniel Friedrich. Nach einem schwierigen Saisonstart scheint er rechtzeitig zu alter Stärke gefunden zu haben. Als Routinier im „Small Ball“-System muss er die Uhr noch einmal zurückdrehen, wenn Gmunden als Underdog überraschen will.

druck.at Traiskirchen Lions: Benedikt Danek
Bei den Lions liegt der X-Faktor an der Seitenlinie. Coach Benedikt Danek muss gegen das stärkste Team der Liga Lösungen finden. Talent ist vorhanden, doch in den Playoffs entscheiden Anpassungen, Matchups und Gameplans. Will Traiskirchen überraschen, braucht es ein taktisches Meisterstück.

Playoff-Start im Überblick

Samstag, 18. April 2026
BC Vienna vs. BK Karbon-X Dukes (17:30)
Hefte Helfen Bulls Kapfenberg vs. druck.at Traiskirchen Lions (19:00)
Raiffeisen Flyers Wels vs. UBSC Raiffeisen Graz (19:00)

Sonntag, 19. April 2026
UNGER STEEL Gunners Oberwart vs. Raiffeisen Swans Gmunden (15:00, live auf ORF Sport+)
Einen Ausblick auf jede Serie gibt es hier.
https://basketballaustria.at/home/news-details/?id/19191/240571

Fürstenfeld zieht Lizenzantrag zurück
Die Panthers Fürstenfeld haben am Dienstagabend ihren Ende Jänner eingebrachten Antrag auf Lizenzierung für die Saison 2026/27 in der win2day Basketball Superliga zurückgezogen. Das aktuell laufende Lizenzierungsverfahren für die zehn weiteren Klubs der höchsten heimischen Spielklasse und die Pirlo Kufstein Towers, die als einziger Vertreter der Basketball Zweite Liga um eine BSL-Spielgenehmigung angesucht haben, soll im Mai abgeschlossen werden.

Die Raiffeisen Dornbirn Lions haben indes ihren Antrag auf Teilnahme an der Basketball Zweite Liga zurückgezogen.
 


 

B2L-Halbfinale: Matchball für die Underdogs, Favoriten unter Druck

Die Halbfinalserien der Basketball Zweiten Liga gehen in ihre entscheidende Phase: Nach den Überraschungen in Spiel 1 stehen die Favoriten bereits mit dem Rücken zur Wand. Sowohl Vienna United als auch die Union Deutsch Wagram Alligators haben am Wochenende die Chance, den Finaleinzug perfekt zu machen – während Kufstein und Mistelbach ein Entscheidungsspiel erzwingen wollen, um das unerwartet frühe Saisonaus zu verhindern.

Was sich im Viertelfinale bereits angedeutet hatte, setzte sich zum Halbfinal-Auftakt fort: Die B2L-Playoffs bleiben unberechenbar. Vienna United entführte Spiel 1 in Mistelbach, Deutsch Wagram beendete gleich zwei Siegesserien der Kufstein Towers. Nun stehen beide Underdogs vor dem größten Schritt der Saison, es sei denn die Favoriten lassen in Spiel 2 ihre Antwort folgen.

Die Union Deutsch Wagram Alligators haben mit dem Auswärtssieg in Kufstein bereits ein Ausrufezeichen gesetzt und sich damit die große Chance erspielt, vor heimischem Publikum ins Finale einzuziehen. Das Team von Head Coach Mark Laurencik überzeugte mit aggressiver Defense, hoher Trefferquote und kontrollierter Offensive.

Doch die Aufgabe wird nun eine andere: Die Pirlo Kufstein Towers reisen mit neuem Selbstvertrauen an, denn MVP-Kandidat Mate Horvath kehrt nach seiner Sperre zurück und soll dem Tiroler Spiel jene Durchschlagskraft geben, die im ersten Duell fehlte.

„Der erste Schritt ist gemacht, doch die Serie ist noch lange nicht vorbei“, mahnt Laurencik, der besonders auf den Vorteil Heimfans und Heimhalle setzt.

Vienna United heiß auf nächsten Coup
Auch Vienna United hat sich mit dem Auswärtssieg in Mistelbach eine perfekte Ausgangsposition erarbeitet. Die Wiener knüpften nahtlos an ihre starke Viertelfinalserie an und stehen nun vor dem erstmaligen Finaleinzug.

Doch die UKJ Mistelbach Mustangs werden alles daransetzen, das zu verhindern. „Do or die“, lautet die klare Ansage aus dem Lager der Niederösterreicher. Mit verbesserter personeller Situation wollen sie die Serie zurück in die eigene Halle holen.

Vienna wiederum setzt auf die eigenen Stärken: Intensität, Teamplay und Heimvorteil. „Um auch dieses Spiel für uns zu entscheiden, wird es erneut 40 Minuten vollen Einsatz brauchen“, so die Wiener.

Neuigkeiten aus der Liga
Die Raiffeisen Dornbirn Lions haben sich nach einem langen Entscheidungsprozess dazu entschlossen, ihre Nennung für die Basketball Zweite Liga zurückzuziehen. „In den letzten drei Jahren haben die Löwen über zehn Eigenbauspieler aufgrund ihrer Ausbildung verloren, sodass wir keine bundesligataugliche Mannschaft stellen mehr stellen können, die von eigenen Spielern mitgetragen wird. Aus diesem Grund ist eine weitere Teilnahme an der personal- und arbeitsintensiven zweiten Bundesliga nicht mehr möglich. Der Fokus wird in den kommenden Jahren noch stärker auf der Ausbildung der eigenen Jugend liegen“, so der Klub auf der Webseite.

Bei BBU Salzburg hat es bereits einen Wechsel an der Seitenlinie gegeben. Nach sechs Jahren verlassen Headcoach Christian Ponz und sein Assistant Dimitris Mouratoglou den Zweitligisten. Neuer Headcoach ist der 60-jähige Ranko Mandic. Der Slowene hat in seiner seit 1991 andauernden Trainerkarriere enorm viel Erfahrung auf internationaler Ebene gesammelt, unter anderem in Asien und dem Mittleren Osten. Ihm als Co-Trainer zur Seite stehen wird Ex-Spieler Simon Kovacic.
 


 

Familienangelegenheit: Wie die Kuranovics die Welser Erfolgssaison prägten

BDSL-Halbfinalist DBB Wels verabschiedet sich mit starken Leistungen und zwei individuellen Awards in die Offseason. Während sich mit den BK Raiffeisen Duchess und UBI Holding Graz die beiden Topfavoritinnen im Finale der win2day Basketball Damen Superliga gegenüberstehen, sorgte der Halbfinalist abseits des Endspiels für eine besondere Geschichte: Mit Damir Kuranovic als „Coach of the Year“ und seiner Tochter Sophia als „Rising Star“ gingen gleich zwei individuelle Awards nach Oberösterreich – die Belohnung für eine langjährige Entwicklung, die – geht es nach Damir und Sophia – noch lange nicht abgeschlossen ist.

Für Damir Kuranovic kam die Auszeichnung durchaus überraschend. Umso größer war die Bedeutung für den Welser Headcoach: „Dieser Award kam unerwartet und erfüllt mich mit großem Stolz. Besonders, da ich von anderen Coaches und Teamkapitäninnen gewählt wurde“, erklärt der Welser Cheftrainer im Gespräch mit Basketball Austria.

Gerade dieser Aspekt macht den Award für ihn so wertvoll: „Es ist eine Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit beim DBB Wels in den letzten Jahren.“ Dass diese langsam, aber sicher Früchte trägt, ist nicht von der Hand zu weisen: Mit einer der jüngsten Mannschaften der Liga führte er sein Team erneut ins Halbfinale, wo gegen die klar favorisierten Duchess zumindest phasenweise mitgehalten wurde.

15 Jahre und fast genauso viele Punkte und Rebounds
Im Zentrum der Entwicklung des Welser Basketballteams steht Trainertochter Sophia. Die 15-Jährige spielte eine herausragende Saison in Österreichs höchster Spielklasse: 14,5 Punkte, 13,5 Rebounds, dazu über drei Assists, mehr als zwei Steals und über ein Block pro Spiel – Zahlen, die selbst für erfahrene Spielerinnen in der Liga außergewöhnlich sind.

Der „Rising Star“-Award war somit die fast schon logische Folge. „Mir bedeutet dieser Award echt viel, da ich diese Season hart an mir gearbeitet und mich richtig ins Zeug gelegt habe“, sagt Sophia Kuranovic. Und weiter: „Deswegen freue ich mich umso mehr, zum ‚Rising Star‘ ernannt worden zu sein.“

Trotz der individuellen Auszeichnung stellt die junge Nationalteamspielerin die Mannschaft in den Vordergrund: „Ich bin sehr stolz auf mein Team – einerseits darauf, wie weit wir es geschafft haben, und andererseits darauf, wie sehr wir uns als Team weiterentwickelt haben.“ Auch ihre eigenen Fortschritte spricht sie offen an: „Ich persönlich habe mich diese Season sehr verbessert und konnte viel dazulernen.“

Basketball als Familiensache
Dass hinter dieser Entwicklung mehr steckt als nur individuelles Talent, zeigt ein Blick auf das Umfeld: Basketball ist bei den Kuranovics Familienangelegenheit. Vater Damir als Cheftaktiker des Profiteams, Mutter Natalia als Nachwuchstrainerin im Verein, und auch Zwillingsbruder Benjamin zählt zu den großen Talenten im heimischen Nachwuchs.

In der Jugend läuft es beim DBB also absolut nach Wunsch. Um in den nächsten Jahren aber nicht nur individuelle Auszeichnungen einzuheimsen, sondern auch als Mannschaft um Titel mitzuspielen, wird im Hintergrund eifrig gearbeitet. Obmann Martin Hintenaus betonte unlängst wieder die schwierige Suche nach einem Hauptsponsor im Damenbasketball. Entscheidungen stehen in Wels diesen Sommer auch bezüglich der Legionärinnen an: Sowohl Fatoumata Jallow als auch Maria Zulema Garcia Leonals könnten den Verein verlassen.

Eines gilt in der Messestadt hingegen als sicher: Mit dem BDSL-Team will man auch nächstes Jahr wieder ganz oben mitspielen und dabei weiter voll auf die Entwicklung der jungen Talente setzen. Wohin diese harte Arbeit führen kann, hat das Kuranovic-Duo heuer eindrucksvoll an der Seitenlinie und auf dem Court vorgezeigt.

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– zum Sportreport Basketball-Kanal

17.04.2026