In der 10. Runde der Admiral Bundesliga stand am Sonntag das Duell Blau-Weiß Linz vs. Sturm Graz auf dem Programm. Dabei gab es ein Tor-Spektakel und einen knappen Auswärtssieg.
Sturm Graz bleibt in der Admiral Bundesliga auswärts eine Macht. Der Meister feierte am Sonntag bei Blau-Weiß Linz einen hart erkämpften 4:3-Erfolg und holte damit im sechsten Auswärtsspiel den sechsten Sieg. In einem offenen Schlagabtausch erzielten Tochi Chukwuani, Maurice Malone, Leon Grgic und Otar Kiteischwili die Treffer für die Grazer. Für die beherzt kämpfenden Linzer trafen Ronivaldo, Shon Weissman und Mamadou Fofana.
Der Erfolg festigt Sturms Tabellenführung nach der zehnten Runde, während Blau-Weiß Linz auf Rang neun bleibt. Für Trainer Jürgen Säumel und sein Team war die Partie gleichzeitig ein Härtetest vor dem Europa-League-Duell bei Celtic Glasgow am Donnerstag.
Turbulente Anfangsphase in Linz
Vor ausverkauftem Haus im Hofmann Personal Stadion erwischte Sturm den besseren Start. Nach einer Ecke von Tomi Horvat stieg Chukwuani unbedrängt hoch und köpfte die frühe Führung (8.). Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Ronivaldo verwertete eine präzise Flanke von Pirkl per Kopf ins lange Eck (17.).
Die Linzer präsentierten sich mutig, setzten Sturm mit hohen Bällen und Standards unter Druck. Keeper Oliver Christensen musste mehrfach eingreifen, ehe Jon Gorenc Stankovic kurz vor der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter rettete. Erst gegen Ende der ersten Hälfte stabilisierten sich die Gäste und brachten das 1:1 in die Pause.
Torregen nach dem Seitenwechsel
Nach dem Wiederanpfiff nahm die Partie endgültig Fahrt auf. Sturm drängte auf die Führung, ein Handelfmeter nach VAR-Eingriff wurde allerdings zurückgenommen. Kurz darauf musste Torhüter Christensen angeschlagen vom Feld, für ihn kam Matteo Bignetti – und der wurde sofort zum Faktor: Sein weiter Abschlag leitete das 2:1 durch Maurice Malone ein (63.).
Nur zehn Minuten später sorgte Joker Leon Grgic nach starker Vorarbeit von Kiteischwili und Horvat für das vermeintlich beruhigende 3:1 (73.). Doch Blau-Weiß kämpfte sich mit unbändigem Einsatz zurück. Weissman verkürzte per Schulter (75.), Fofana traf wenig später unglücklich über den Umweg eines Mitspielers zum 3:3 (84.).
Kiteischwili entscheidet packendes Duell
Als alles auf ein Remis hindeutete, hatte Sturms Kapitän Otar Kiteischwili das letzte Wort. Der Georgier setzte sich im Strafraum stark durch und versenkte den Ball mit einem präzisen Schuss ins lange Eck (87.).
Dank des 4:3 bleibt Sturm Graz nicht nur auswärts ungeschlagen, sondern auch an der Tabellenspitze. Für Blau-Weiß Linz war es trotz der Niederlage ein Achtungserfolg – die Leistung gegen den Meister zeigte, dass die Oberösterreicher in der Bundesliga endgültig angekommen sind.
Admiral Bundesliga, 10. Runde
Blau-Weiß Linz – Sturm Graz 3:4 (1:1)
Hofmann Personal Stadion, 5.595 Zuschauer (ausverkauft), SR Altmann
Tore: Ronivaldo (17.), Weissman (75.), Fofana (84.) bzw. Chukwuani (8.), Malone (63.), Grgic (73.), Kiteischwili (87.)
Blau-Weiß Linz: Baier – Bakatukanda (78. Pasic), Maranda, Moormann – Seidl, Fofana, Briedl, Pirkl – Weissman, Ronivaldo (64. Mensah), Goiginger (78. Huskovic)
Sturm Graz: Christensen (57. Bignetti) – Oermann (69. Mitchell), Aiwu, Lavalee, Karic – Horvat (79. Hödl), Gorenc Stankovic, Kiteishvili, Chukwuani – Jatta (69. Grgic), Malone (79. Rozga)
TE/TM
19.10.2025





