Basketball

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Der Samstag stand in der bet-at-home Superliga ganz im Zeichen der Lokalduelle. Die Vienna D.C. Timberwolves leisteten sich gegen BC Vienna ein katastrophales Auftaktviertel und liefen in Folge einem großen Rückstand hinterher. Zwar zeigten sich die Wölfe in Folge stark verbessert, doch BC war zu routiniert und ließ die Wiener Rivalen nicht mehr zurück ins Spiel.

Mit 91:65 ging das Spiel an BC GGMT Vienna. Ein Offensiv-Feuerwerk zündeten die Raiffeisen Flyers Wels gegen die Swans Gmunden – zumindest in den ersten drei Abschnitten. In Schlussviertel lieferten die Gmundner eine furiose Aufholjagd, die aber letztlich etwas zu spät kam. Mit 86:79 sicherten sich die Flyers den Derby-Sieg.

Vienna D.C. Timberwolves vs. BC GGMT Vienna
65:91 (9:25, 31:47, 49:64)
Samstag, 17.30 Uhr – Wolves Dome, Wien

Im ersten Derby des Abends trafen die Vienna D.C. Timberwolves auf den BC GGMT Vienna. Vor dem Sprungball wurden mit einer Schweigeminute den Opfern des Terroranschlags in der Bundeshauptstadt gedacht. Der Start in Partie verlief auf beiden Seiten zaghaft, nach sieben Minuten hielten die Wölfe erst bei sieben Punkte und auch der BC konnte mit elf Zählern nicht wirklich überzeugen. Doch zumindest Vienna-Guard Richaud Pack fand nun immer mehr seinen Rhythmus. Der US-Amerikaner war vor allem beim Drive zum Korb nicht zu stoppen und verbuchte im ersten Abschnitt 16 Punkte. Dank dieser offensiven Energieleistung erarbeitete sich die Gastmannschaft bis Viertelende einen komfortablen 25:9-Vorsprung. Ab Minute elf zeigten sich die Timberwolves stark verbessert und lieferten Vienna ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften konnten nun phasenweise sehenswerten Offensivbasketball zeigen, leisteten sich aber ebenso immer wieder Fehler, wodurch sich am 16-Punkte-Vorpsrung der Truppe von Coach Luigi Gresta bis zur Halbzeitpause nichts änderte (47:31).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Abschnitt drei begann mit einem offenen Schlagabtausch mit mehreren Treffern auf beiden Seiten, gefolgt von einigen Minuten, in denen beiden Teams so gut wie gar nichts gelang. Zum Viertelende hin trafen wieder beide Mannschaften hochprozentig. D.C. zeichnete sich nun vor allem durch verbesserte Quoten vom Dreier aus, während die Gäste sich auf eine ausgeglichen scorende Starting Five verlassen konnten. Bei 64:49 ging es in das Schlussviertel, wo die Schmidt-Truppe noch einige Minuten dagegenhalten konnte, bevor in den letzten Minuten endgültig die Kraft ausging und BC sich klar mit 91:65 durchsetzte.

Hubert Schmidt, Head Coach Timberwolves: „Wir haben zwar das Spiel von der elften bis zur 38. Minute gegen eine deutlich besser besetzte Mannschaft komplett offen gehalten. Aber wenn man ehrlich ist, haben wir das Spiel mit einer inakzeptablen Leistung im ersten Viertel schon verloren gehabt. Gratulation an BC, die genug getan haben, um souverän zu gewinnen.“

Philipp D’Angelo, Spieler Timberwolves: „Von Anfang an zu viele Fehler gemacht, einfach nie ins Spiel gekommen und dann dem ganzen Spiel einen Rückstand hinterhergelaufen. Gratulation an BC, sie haben verdient gewonnen heute.“

Petar Stazic, Manager BC Vienna: „Gratulation an meine Mannschaft, aber auch Gratulation an die Timberwolves, die haben brav gekämpft. Und alles Gute an Lukas Hofer (der Timberwolves-Guard musste im Schlussviertel verletzt vom Feld, Anm.), ich hoffe, das ist keine schlimme Verletzung.“

Mustafa Hassan Zadeh , Head Coach BC Vienna: „Im ersten Viertel gab es ein paar Kleinigkeiten und wir haben ein paar Fehler gemacht, die uns gegen eine junge Mannschaft wie die Timberwolves nicht passieren dürfen. Langsam haben wir dann den Rhythmus gefunden, den dann im zweiten und dritten Viertel aber auch wieder verloren – da gab es keinen Spielfluss, immer wieder Fehler, wo wir wen frei gelassen haben, keine Rotation in der Defense. Wir müssen in der Defense mehr arbeiten und solche Schwankungen dürfen uns gegen eine gute Mannschaft nicht passieren. Respekt an die Timberwolves, aber gegen Kapfenberg oder Klosterneuburg können wir uns diese Schwankungen nicht leisten.“

Beste Scorer: Philipp D´Angelo 21, Marko Goranovic 10, Jonas John und Simon Marek je 9 bzw. Richaud Pack 27, Anton Shoutvin 16, Mustafa Hassan Zadeh (10 Ass) und Duke Shelton je 15.
 


 
Wolves-Niederlage im Derby
Die Vienna D.C. Timberwolves unterliegen am Samstag im Wolves Dome im Derby der bet-at-home Basketball Superliga dem BC GGMT Vienna mit 65:91.

Ohne Jakob Szkutta, David Rados, Pezi Hofbauer und Lukas Ringhofer verlieren die Wolves das erste Viertel 9:25. Bis kurz vor Ende halten die dezimierten Wölfe den Rückstand gegen den hohen Favoriten im Rahmen, ehe der BC das Spiel mit einem 13:2-Run beendet.

Fehlstart
Die Timberwolves starten schwach und liegen schnell 0:7 zurück. Jonas John und Pippo D’Angelo können zwar auf 5:7 und 9:11 verkürzen, doch in der Folge gelingt weiterhin wenig bis nichts. Angeführt von Richaud Pack (14 Punkte im ersten Viertel) zieht der BC bis zum Viertelende auf 25:9 davon.

Mustafa Hassan Zadeh und Co. bauen ihren Vorsprung auf 36:15 aus, danach kommen die Wölfe aber immer besser ins Spiel. Nemanja Nikolic, Simon Marek und D’Angelo bringen ihr Team mehrmals auf 14 Zähler heran, mit 31:47 geht es in die Halbzeitpause.

Minimaler Rückstand elf Punkte
Zwei Dreier von Paul Rotter bringen die Timberwolves Mitte des dritten Viertels auf 41:53 heran, Coach Hubert Schmidt wird nach Kritik an wiederholt umstrittenen Pfiffen der Halle verwiesen. D’Angelo verkürzt weiter auf 45:56, Duke Shelton und Anton Shoutvin verschaffen dem BC wieder Luft. Stand nach 30 Minuten: 49:64.

Im Schlussabschnitt wechseln sich Körbe beider Teams ab, Marko Goranovic scort mehrmals für die Wölfe, beim Gegner sind weiter Shelton und Shoutvin erfolgreich. Leider verletzt sich Lukas Hofer in dieser Phase am Sprunggelenk. Spannend wird es zwar nicht mehr, aber in der 37. Minute heißt es “nur” 63:78, die Wolves können gegen den deutlich besser besetzen Gegner also zumindest die Spanne von der 11. bis kurz vor Schluss mit +1 bilanzieren. Am Ende machen es der wurfstarke Hassan Zadeh und der BC aber noch deutlich.

Beginn als Knackpunkt
“Wir haben ab dem zweiten Viertel gezeigt, dass trotz der Ausfälle vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre, aber wir waren im ersten Viertel leider viel zu schwach. Der BC hat genug getan, um souverän zu gewinnen, Gratulation”, kommentiert Coach Schmidt.

Auch der nächste Gegner ist ein harter, am Donnerstag geht es zu den BK IMMOunited Dukes nach Klosterneuburg.
 


 
Raiffeisen Flyers Wels vs. Swans Gmunden
86:79 (27:21, 54:39, 76:56)
Samstag, 20 Uhr – Raiffeisen Arena, Wels

Zwei der Top-Teams der bisherigen bet-at-home-Superliga-Saison und beide aus Oberösterreich – Spannung war in der SKY-Sport-Austria-Live-Samstagspartie vorprogrammiert. Die Heimmannschaft startete nach einer guten Nachricht besonders motiviert in das Spiel, denn Wels-Kapitän Davor Lamesic konnte trotz einer Knöchelverletzung auflaufen. Nach nicht einmal zwei Minuten stand es 8:0 für die Flyers und bereits vier unterschiedliche Welser konnten sich in die Scoring-Liste eintragen. Zwar brachte eine Auszeit etwas Ruhe in das Spiel der Swans, die offensiv nun in Fahrt kamen. Aber angeführt von Lamesic (neun Punkte) und dank überragender Wurfquoten ging das Auftaktviertel mit 27:21 an die Welser. Im zweiten Abschnitt erwischten erneut die Gastgeber den besseren Start und setzen sich dank mehrerer Treffer aus der Distanz rasch zweistellig ab. Kurz vor der Halbzeitpause machte zudem US-Guard Austen Awosika der Gmundner Defense mit seinen Drives zum Korb mehrfach Probleme. Nach zwei Vierteln stand es somit bereits 54:39.

In Hälfte zwei wirkte es vorübergehend so, als könnten die bewerbsübergreifend seit mittlerweile fünf Spielen ungeschlagen Swans sich zurückkämpfen. Mehrfach reduzierten sie den Rückstand auf zehn Punkte, näher heran kamen sie aber auch deshalb nicht, weil die Flyers zunehmend den Rebound kontrollierten. Die letzten zwei Minuten des Abschnitts gehörten wieder ganz der Truppe von Head Coch Sebastian Waser, die sich dank eines 11:2-Runs nun bereits um 20 Punkte voran lag (76:56). Die Vorentscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn obwohl sich die Schwäne in den finalen zehn Minuten kämpferisch gaben und ihren Rückstand sukzessive verringerten, waren die Welser in den ersten drei Vierteln zu dominant und konnten so einen letztlich knappen 86:79 Sieg erringen.

Sebastian Waser, Head Coach Wels: „Gratulation an mein Team zu diesem Sieg, es war ein definitiv tolles Spiel. Bis zu dem Zeitpunkt, als uns wirklich im wahrsten Sinne des Wortes die Körper ausgegangen sind. Großes Kompliment, dass alle die Zähne zusammengebissen haben und das Spiel zu Ende gespielt haben.”

Davor Lamesic, Spieler Wels: „Ein Derby-Sieg ist immer besonders schön und wir freuen uns einfach, dass wir uns nach der letzten Niederlage aufrappeln konnten und gegen einen starken Gegner gewinnen.“

Anton Mirolybov, Head Coach Gmunden: „Gratulation an Wels, sie waren heute wirklich gut. Das war mein schlechtestes Spiel als Gmunden-Coach bisher.“

Enis Murati, Spieler Gmunden: „Wir haben die ersten 30 Minuten dieses Spiels verschlafen und daher auch verdient verloren.“

Beste Scorer: Davor Lamesic 20, Austen Awosika 15, Christian Von Fintel 13 bzw. Enis Murati 24, Daniel Friedrich 16, Toni Blazan 13.

Presseinfo Basketball Superliga/Vienna D.C Timberwolves

07.11.2020