Vienna besiegt Parndorf im ersten Relegationsspiel mit 3:0!

Das erste Relegationsspiel zwischen der Vienna und Parndorf wurde zum Volksfest in Döbling. Aufgrund des freien Eintrittes strömten 5.500 Zuschauer auf die Hohe Warte. In einem von großer Nervosität geprägten Spiel setzte sich die Vienna aufgrund einer starken zweiten Halbzeit mit 3:0 (0:0) durch.
Parndorf überlegen – keine Tore in der ersten Halbzeit
Die Vienna begann das Spiel überraschend nervös. Die Gäste hatten zu Beginn die besseren Spielanteile und fanden durch Slaven Lalic in der neunten Minute die erste gute Chance vor. Fünf Minuten später vergab Pittner die nächste Tormöglichkeit für die Gäste aus dem Burgenland.
Wer sich in der Folge das große Aufbäumen der Vienna erwartete, wurde enttäuscht. Die Parndorfer waren weiter die bessere Mannschaft. Mit technisch feinen Kombinationen waren die Burgerländer dem ersten Treffer deutlich näher. Dennoch stand es zur Pause torlos 0:0.
Späte Tore bringen die Vienna auf die Siegerstraße
Die Pausenansprache von Vienna Trainer Alfred Tatar dürfte wohl lauter ausgefallen sein als üblich. Die Gastgeber kamen mit viel Elan aus der Halbzeitpause. In der 55. Minute traf der eingewechselte Patrick Kienzl nur die Stange. In der 63. Minute wurde ein Treffer der Döblinger wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt.
Nach der ersten Druckperiode der Vienna entwickelte sich ein rasanter Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der 68. Minute hatten die Gäste eine Doppelchance auf die Führung. Fünf Minuten später vergab Hosiner die nächste klare Torchance für die Vienna.
Das optische Übergewicht der Vienna (in zwei Situationen reklamierten die Döblinger ein Handspiel eines Burgenländers im Strafraum) sollte sich in der 76. Minute auszahlen. Nach einem Eckball von der rechten Seite köpfte Raphael Rathfuss das Spielgerät in die Maschen.
Zehn Minuten später erhöhte der eingewechselte Hosiner – nach idealem Zuspiel von der rechten Seite – auf 2:0. Dem nicht genug, in der Nachspielzeit erhöhte Djokic noch auf 3:0. Am Ende steht ein – auch wegen der starken zweiten Halbzeit – nicht unverdienter Sieg der Vienna. Aufgrund der ersten Halbzeit war er jedoch um einen Treffer zu hoch.
Alfred Tatar (Vienna): Es war lange Zeit ein Kampf auf Biegen und Brechen. Parndorf hat großartig gespielt und einige gute Torchancen vorgefunden. Unser Torhüter hatte mehr zu tun als mir lieb war. Mit einigen Paraden hat er uns vor einem Rückstand bewahrt. Der Sieg war am Ende nicht unverdient, aber etwas zu hoch. Ich erwarte mir am Samstag in Parndorf ein hartes Stück Arbeit. Der Vorsprung ist beruhigend, aber der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft.
Simon Knöbl (Parndorf): Das war eine bittere Niederlage für uns. Wir hatten viele gute Chancen – konnten sie aber nicht nutzen. Die Vienna hat ein Übergewicht bekommen und aus einer Standardsituation uns den ersten Treffer gemacht. In der Pause habe ich zur Mannschaft gesagt, dass sie das Auswärtstor machen sollen. Das hat uns am Ende das Genick gebrochen. Denn wir haben brav nach vorne gespielt und sind so in Konterangriffe gelaufen. Die Ausgangsposition ist jetzt denkbar ungünstig. Wir werden wohl fünf Tore machen müssen. Eine bittere Niederlage für uns. Aber so ist Fußball.
Slaven Lalic (Parndorf): Eine sehr bittere Niederlage für uns. In der ersten Halbzeit waren wir die klar überlegene Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir in unserer stärksten Phase das 0:1 bekommen. Was danach passiert ist kann ich nicht sagen.
Vienna vs. Parndorf 3:0 (0:0)
Stadion Hohe Warte, 5.500 Zuschauer (ausverkauft), SR Schüttengruber
Tor: Rathfuss (76.), Hosiner (86.), Djokic (93).
Thomas Ernstson
09.06.2011





