Österreichs Skisprung-Damen haben auch im zweiten Wettkampf in Oberstdorf (GER) allen Grund zur Freude. Chiara Hölzl zeigte zwei lupenreine Sprünge und gewinnt auch die zweite Konkurrenz im zukünftigen WM-Ort. Auf Platz zwei landete wie schon gestern Maren Lundby aus Norwegen, ihr Rückstand betrug am Ende 2,3 Punkte. Auf Platz drei springt mit Marita Kramer ebenso eine ÖSV-Athletin.
Bereits im ersten Durchgang ging Hölzl mit einem Sprung auf 127,5 Meter vor Lundby in Führung. Unter schweren Bedingungen behielt sie auch im zweiten Durchgang die Nerven und segelte auf 129 Meter. Mit dem heutigen Sieg übernimmt Chiara Hölzl auch die Führung im Gesamtweltcup, sie liegt nun 15 Punkte vor Lundby.
Die Leistung von Marita Kramer speziell im zweiten Durchgang konnte sich sehen lassen. Nach 125 Metern im ersten Durchgang breitete Marita Kramer im zweiten Durchgang die Flügel aus. Ein Riesen Satz auf 137 Meter, der zugleich Tageshöchstweite und der zweitweiteste Damen-Sprung bisher auf dieser Schanze ist, beförderte die Salzburgerin von Platz sieben im ersten Durchgang auf den dritten Gesamtrang.
Daniela Iraschko-Stolz wird gesamt Achte. Pech hatte Eva Pinkelnig. Die Vorarlbergerin stürzte im ersten Durchgang bei der Höchstweite des Durchgangs von 131 Metern. Glücklicherweise blieb sie jedoch unverletzt, einzig und allein der Ski brach in Folge des Sturzes. In der Endabrechnung war deshalb nicht mehr wie der 13. Platz drin.
Mit Jacqueline Seifreidsberger auf Platz 15 und Lisa Eder auf Platz 26 landeten alle ÖSV-Athletinnen in den Punkterängen.
Chiara Hölzl: „Es war echt ein spannender Tag und zum Schluss ist es noch sehr knapp geworden. Es war ein Wahnsinns Wochenende für mich und auch für das gesamte Team. Dass ich am Ende das gelbe Trikot anziehen darf ist da noch die Draufgabe. Hoffentlich haben wir die Chance, auch nächstes Jahr bei der WM in Oberstdorf auf der Großschanze zu springen und zu zeigen, was wir können. Jetzt freuen wir uns schon richtig auf das Heimweltcup-Wochenende.“
Cheftrainer Harald Rodlauer: „Es war wieder ein unglaubliches Wochenende. Heute war es noch schwieriger zu Springen, Dauerregen und wechselnde Windverhältnisse machten das Springen extrem schwer. Umso schöner, dass die Mädchen auch bei diesen Bedingungen die Nerven behielten. Die Teamleistung war heute wieder enorm stark, ich bin stolz auf unsere Mannschaft. Mit allen Athleten in den Punkterängen können wir mannschaftlich wieder sehr zufrieden. Eva hatte Pech im ersten Durchgang mit dem Sturz, sie wäre sonst sicher auch ganz vorne mit dabei gewesen. Man sieht, wie stark auch die Konkurrenz ist, deshalb werden wir akribisch weiterarbeiten und uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Jetzt geht es einmal mit gesundem Selbstvertrauen zum Heimweltcup nach Hinzenbach, darauf freuen wir uns.“
Kommendes Wochenende finden in Hinzenbach in Oberösterreich zwei Wettkämpfe auf der Normalschanze statt.
Presseinfo ÖSV
02.02.2020





