Der SCTWV Achensee legte als Gastgeber einen sehenswerten Start zum zweiten Stopp der Segel-Bundesliga hin. Mit zwei ersten und einem zweiten Platz liegen die Tiroler gleichauf mit dem Yachtclub Hard in Front. Dicht gefolgt vom Yachtclub Breitenbrunn, der mit den Segellegenden Christian Binder und Franky Fellner nur einen Punkt zurückliegt.
Nach der geglückten Premiere im Vorjahr ist der SCTWV Achensee zum zweiten Mal Gastgeber in der Segelbundesliga. Drei volle Flights absolvierten die 18 Top-Segelvereine bereits am ersten Wettkampftag auf dem Tiroler Gebirgssee. Der Lokalmatador führt mit zwei ersten und einem zweiten Platz gemeinsam mit dem Yachtclub Hard das Feld an. „Ein Tagessieg auf heimischen Gewässer ist natürlich etwas Besonderes und übertrifft fast unserer Erwartungen,“ freut sich Caro Flatscher über den erfolgreichen Auftakt. „Es gab im Team eine kleine Rochade. Wir sind ein sehr eingespieltes Team und freuen uns auf die weiteren Tage“, erzählt die Meisterin am Gennaker. „Die Verhältnisse waren so wie wir sie vom Achensee kennen, auch wenn der Wind in der letzten Wettfahrt zwar etwas früher aufgehört als gedacht,“ ergänzt Steuermann Simon Meister.
Nur einen Punkt hinter dem Führungs-Duo lauert der Yachtclub Breitenbrunn rund um die Segellegenden Christian Binder und Franky Fellner, die es sich wie auch schon in der vergangenen Saison nicht nehmen lassen, bei einzelnen Stopps ihr junges Team zu unterstützen. „Ich bin sehr gerne bei der Segel-Bundesliga am Start. In den kurzen Wettfahrten gilt es komprimiert sein Potential abzurufen. Ein einziges missglücktes Manöver kostet gleich viele Plätze,“ erzählt der zweifache olympische Teilnehmer, Christian Binder. „Wir sind zufrieden mit den heutigen Platzierungen. Haben aber einige Fehler gemacht, insgesamt dürfen wir aber nicht unzufrieden sein. Ab morgen werden wir aber noch etwas aggressiver ins Rennen gehen. Wir müssen für die Startposition mehr kämpfen. Es ist noch eine lange Serie, in der noch einiges passieren wird,“ ergänzt Binder. Sein kongenialer Partner Franky Fellner zeigt sich vor allem stolz auf die jungen Teammitglieder. „Die Jungen haben bereits zum Auftakt in Velden mit einem fünften Platz kräftig aufgezeigt. Es war von Beginn an unser Konzept die Youngsters zu integrieren und ihnen unsere Erfahrung weiterzugeben. Wir selbst lassen es uns aber auch nicht nehmen ab und zu mitzusegeln, weil es einfach unglaublich Spaß macht,“ erzählt Fellner über das langfristige Konzept.
Am Samstag geht es geplant um 10.00 Uhr in die nächste Runde am Tiroler Gebirgssee auf rund 930 Meter Meereshöhe.
Bildstein/Hussl belegen Top-10-Platz bei EM vor Gdynia
Zum Abschluss der Europameisterschaft in den 49er-Klassen vor Gdynia/Polen qualifizierten sich Benjamin Bildstein und David Hussl erst für das Medal-Race, um sich dort den neunten Gesamtrang zu sichern. Die Damenteams in der Goldflotte beendeten die EM auf Rang 21 (Frank/Abicht) und Rang 23 (Schöfegger/Boustani).
Vier Wettfahrten in der Goldflotte standen für Benjamin Bildstein und David Hussl am letzten Tag der Europameisterschaft auf dem Programm, bevor sich das 49er-Team für das Medal-Race qualifizierte. „Wir hatten ein paar Ups an Downs und qualifizierten uns schließlich mit dem achten Platz“, blickt David Hussl zurück. Im Medal-Race belegte das Duo vom Yacht Club Bregenz den fünften Platz und beendete die EM schließlich auf dem neunten Gesamtrang. „Ziel war es in das Medal-Race einzuziehen – das ist uns geglückt. Man hat durch einige Spitzenplatzierungen gesehen, dass wir großes Potential haben. Man muss aber auch sagen, dass uns einige Fehler passiert sind, an denen man merkt, dass wir doch lange pausieren mussten. Wir sind aber sehr zufrieden unser Ziel erreicht zu haben und haben unser Potential unterstrichen,“ zog Benjamin Bildstein ein positives Resümee so kurz nach der langen Verletzungspause. „Jetzt liegt unser voller Fokus aus Aarhus, bis dahin wollen wir noch einige Dinge verbessern. Uns fehlen vor allem die Stunden am Wasser und damit die Routine. Es gilt technisch noch etwas besser zu werden und die kleinen Schlampigkeiten zu reduzieren. In den nächsten Wochen definieren wir in Tests unser WM-Material, damit wir auch in Aarhus unser Ziel erreichen,“ blickt Benjamin Bildstein bereits wieder nach vorne.
49erFX beenden letzten Wettfahrttag mit drei Rennen
Nachdem die Damenteams am Vortag keine Rennen absolvieren konnten, wurde die Europameisterschaft vor Gdynia/Polen bei knapp zwölf Knoten mit drei Wettfahrten beendet. Tanja Frank und Lorena Abicht schoben sich im letzten Rennen noch vor Schöfegger/Boustani und belegten den 21. Gesamtrang „Heute war etwas mehr Wind als in den letzten Tagen und auch mehr Welle. Es hat sich teilweise so angefühlt, als wären wir auf der richtigen Seite, sind aber dennoch nicht wirklich vorwärts gekommen. Es war nicht das Ergebnis, das wir uns erhofften. Wir sind aber davon überzeugt mit Materialanpassungen in Aarhus wieder voll angreifen zu können,“ zeigt sich Tanja Frank motiviert für die kommenden Aufgaben.
Nur knapp dahinter beendeten Schöfegger/Boustani die EM in der Goldflotte auf Rang 23. „Wir waren in der Start- und Nachstartphase sehr stark, sind auch taktisch gut gefahren. Leider sind die Wenden sehr unglücklich gelaufen, hier haben wir einige Plätze verloren und das ist in der Goldflotte schwer aufzuholen. Wir haben wieder viel gelernt und können trotzdem zufrieden sein, der Speed hat immer gepasst. Ab jetzt ist der Fokus voll auf Aarhus gerichtet, wir haben noch ein paar Dinge, an denen wir im Training arbeiten werden,“ berichtet Laura Schöfegger.
In der Silberflotte blieben Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer unter den Spitzenteams und belegten am letzten Wettfahrttag ausschließlich Top-Fünf-Plätze.
2018 Europeans 49er & 49erFX Gdynia (POL), 08. – 13. Juni 2018:
49er
1. Diego Botin / Iago (ESP) 69 Punkte (5/6/6/2/1/7/2/1/1/(22) (8/6/8/12/(15)/4)
9. Benjamin Bildstein / David Hussl (AUT) 106 (3/(32DSQ)/1/1/2/2/17/20/16/1) (9/12/5/7/(17)/10)
49erFX Gold Fleet
1. Helene Naess / Marie Ronningen (NOR) 59 Punkte (6/2/(9)/1/1/1/2/7) (8/15/4/7/(24)/1/4)
21. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 142 (9/7/7/6/(20)/16/17/6) (3/21/(23)/21/16/13)
23. Laura Schöfegger / Anna Boustani (AUT) 149 (2/2/12/(25UFD)/8/14/17/12) (12/18/8/(25)/20/24)
49erFX Silver Fleet
29. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer (AUT) 119 (5/11/11/21/15/18/(22)/13) (8/4/(12)/4/5/4)
Presseinfo PROFS Media/OeSV
13.07.2018





