
Die Oberwart Gunners haben win2day Basketball Superliga-Tabellenführer Kapfenberg Bulls die erste Heimniederlage seit über drei Monaten zugefügt: Der Titelverteidiger aus dem Burgenland lag im Spitzenspiel der Platzierungsrunde in der ersten Halbzeit bereits um zehn Punkte zurück.
Ein 26:13 im dritten Viertel ebnete den Gunners, bei denen Glenn Taylor mit 19 Punkten Top-Scorer war, den 80:69-Sieg – und den ersten Erfolg nach zuletzt drei Niederlagen in Serie. Oberwart rückt damit in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz vor und liegt nur aktuell vier Punkte hinter Kapfenberg. In der Qualifikationsrunde haben die Swans Gmunden und die Traiskirchen Lions jeweils klare Auswärtssiege gefeiert: Die Oberösterreicher deklassierten Eisenstadt mit 103:64, die Niederösterreicher siegten in St. Pölten ungefährdet 107:87.
Während die Raiffeisen Flyers Wels bereits am Freitag mit einem Heimsieg gegen Graz – kurzfristig – auf Rang zwei vorstießen, setzte am Samstag vor allem Titelverteidiger Oberwart ein Ausrufezeichen: Die Gunners drehten das Topspiel in Kapfenberg nach starker zweiter Halbzeit und zwangen die Bulls (69:80) erstmals seit Monaten in eigener Halle in die Knie. Nach kontrollierter erster Hälfte verloren die Steirer nach Seitenwechsel den Rhythmus. Oberwart agierte physischer und zog das Momentum klar auf seine Seite, während Kapfenberg vor allem an mangelnder Konzentration und entscheidenden Fehlern im Schlussabschnitt scheiterte. „Es ist schön, wieder auf der Siegerstraße zu sein. Wir haben die Arbeit im Training gut umgesetzt, aber dennoch ein paar kleine Fehler gemacht, die wir natürlich vermeiden können. Es ist wichtig, dass wir zu Selbstvertrauen und Rhythmus gefunden haben. Das wollen wir in die nächsten Spiele mitnehmen“, zog Gunners-Center Daniel Köppel Bilanz.
Favoritensiege in der Qualifikationsrunde
In der Qualifikationsrunde wurden die Favoriten ihrer Rolle gerecht: Die druck.at Traiskirchen Lions sorgten im Niederösterreich-Derby bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse und setzten sich in St. Pölten (107:87) durch. Gleich fünf Spieler scorten zweistellig, angeführt von Kris Monroe (26 Punkte). „Wir haben vor allem in der ersten Hälfte unseren Rhythmus gefunden“, so Monroe, während Teamkollege David Hofstädter ergänzte, dass man sich früh absetzen konnte, auch wenn „die Intensität zwischenzeitlich etwas nachgelassen hat“. St. Pölten fand offensiv lange keinen Zugriff, kam zwar phasenweise näher, konnte den Rückstand aus den ersten 20 Minuten aber nicht mehr wettmachen.
Noch deutlicher fiel die Partie in Eisenstadt aus, wo die Raiffeisen Swans Gmunden ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurden und sich mit 103:64 durchsetzten. Nach einer noch ausgeglichenen ersten Halbzeit drehten die Oberösterreicher nach der Pause auf und entschieden das Spiel mit einem dominanten dritten Viertel. Gleich drei Spieler – Jerome Hunter, Jeameril Wilson und Larry Wise – erzielten jeweils 20 Punkte, dazu überzeugten die Swans mit klarer Reboundüberlegenheit und nur sieben Ballverlusten. „In der zweiten Halbzeit haben wir unser Level deutlich angehoben“, so Headcoach Nabil Murad, während sein Gegenüber Edgar Nubiola die Leistung seiner Mannschaft kritisch einordnete: „Das war nicht unser Anspruch – wir wussten, wen wir kontrollieren müssen, haben es aber nicht geschafft.“
B2L-Siege für Alligators, Towers und Mustangs:
Favoriten machen Halbfinal-Einzug perfekt
Die Entscheidung in drei von vier Viertelfinal-Serien der Basketball Zweiten Liga ist gefallen: Die Union Deutsch Wagram Alligators, die UKJ Mistelbach Mustangs und die Pirlo Kufstein Towers lösen jeweils mit einem 2:0-Sweep das Ticket für das Halbfinale. Während sich die Favoriten durchsetzen, liefern die Raiffeisen Mattersburg Rocks einen großen Fight, müssen sich am Ende aber ebenso geschlagen geben wie die SWARCO Raiders Tirol und die Raiffeisen Dornbirn Lions.
Die Union Deutsch Wagram Alligators entschieden die Serie mit einem 2:0-Erfolg und zogen nach einem 93:84-Auswärtssieg ins Halbfinale ein. In einer lange ausgeglichenen Partie kippte das Spiel im dritten Viertel, als die Niederösterreicher mit mehr Intensität auftraten und sich entscheidend absetzten. Angeführt von einem überragenden Victor Onwudiwe (24 Punkte, 11 Rebounds, 5 Steals) gaben die Gäste die Richtung vor – auch physisch, was sich unter anderem in 34 Freiwürfen widerspiegelte. „Wir haben im Sommer ein Team mit Charakter formen wollen – und genau das haben wir in dieser Serie gezeigt“, betonte Head Coach Mark Laurencik. Raiders-Coach Amir Medinov gratulierte und zog ein positives Fazit: „Mit so einem jungen Team war das Erreichen der Playoffs ein großer Schritt. Das Potenzial ist definitiv da.“
Mehr zu feiern gab es am Samstag beim zweiten Tiroler B2L-Team: Die Pirlo Kufstein Towers machten mit einem hart erkämpften 89:87-Auswärtssieg den Halbfinaleinzug perfekt. In einer intensiven Playoff-Partie auf Augenhöhe lieferten die Rocks einen großen Fight und hielten die Begegnung über 40 Minuten offen. Beide Teams begegneten sich mit hoher Intensität, kleine Details entschieden letztlich zugunsten der Tiroler – vor allem in den entscheidenden Phasen agierten die Towers abgeklärter, während Mattersburg ein paar Ballverluste zu viel produzierte.
Mustangs weiter auf Titelmission
Die UKJ Mistelbach Mustangs wurden am Samstag ebenfalls ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich mit einem 101:78-Erfolg den Sweep. Dornbirn hielt in der ersten Hälfte stark dagegen und ging mit viel Energie ins Spiel, ehe die Niederösterreicher nach der Pause das Tempo erhöhten und für klare Verhältnisse sorgten. Hohe Quoten von außen (38,5 Prozent Dreier), Rebounddominanz und ein erneut verlässlicher Jakub Jokl (23 Punkte) gaben den Ausschlag. „In der ersten Halbzeit war das zu wenig, erst danach haben wir unseren Rhythmus gefunden“, analysierte Coach Martin Weissenböck. Auf Seiten der Lions zeigte sich Kofi Hamilton trotz des Ausscheidens stolz, er lobte die Fortschritte seines Teams im Laufe der Saison.
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28.03.2026





