Duell um Tabellenspitze zwischen Sturm und Salzburg endet Unentschieden
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Der SK Puntigamer Sturm Graz bleibt in der Admiral Bundesliga weiterhin ein äußerst schwer zu bezwingender Gegner. Zum Auftakt der 24. Runde trennten sich die Grazer am Freitagabend in einem intensiven Duell von Red Bull Salzburg mit einem 1:1‑Unentschieden.

Damit baut der amtierende Meister seine Serie aus und hat nun bereits fünf Ligaspiele in Folge ohne Niederlage absolviert. Besonders Jon Gorenc Stankovic spielte dabei eine entscheidende Rolle: Der Mittelfeldspieler sorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für den Ausgleich, nachdem die Salzburger zuvor durch Yorbe Vertessen in Führung gegangen waren.

Volles Stadion

Vor 14.817 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Merkur Arena entwickelte sich von Beginn an ein Spiel, das von hoher Intensität und vielen Zweikämpfen geprägt war.

Beide Mannschaften mussten ihre Abwehrreihen aufgrund von Sperren umbauen. Bei Sturm rückte Arjan Malic in die Startelf, während Filip Rozga zunächst auf der Bank Platz nahm. Salzburg‑Coach Daniel Beichler, der an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrte, ersetzte den gesperrten Joane Gadou durch Chase. Überraschend saßen die Offensivkräfte Sota Kitano und Kerim Alajbegovic zunächst nur auf der Bank.

Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die früh Druck machten und durch Edmund Baidoo die erste große Chance vorfanden. Sturm tat sich schwer, gefährliche Aktionen zu kreieren, und suchte häufig den schnellen Ball in die Tiefe, der jedoch meist von der Salzburger Defensive abgefangen wurde. Erst nach einem Eckball kam Sturm erstmals gefährlich vor das Tor, doch Schlager parierte den Kopfball von Malic.

Salzburg belohnte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde mit dem Führungstreffer: Vertessen nutzte eine Unachtsamkeit in der Grazer Defensive und traf aus spitzem Winkel zur Führung. Dabei erwischte er auch Sturm-Golie Bignetti sichtlich am „falschen Fuß“.

Für die „Bullen“ war es ein wichtiges Tor, denn zuvor war man vier Spiele lang ohne Treffer geblieben.

Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Sturm jedoch doch noch der wichtige Ausgleich. Nach einem weiten Einwurf von der rechten Seite reagierte Stankovic am schnellsten und versenkte den Ball wuchtig mittels Aufsitzer im Tor. Salzburg‑Torhüter Alexander Schlager war dabei sichtlich überrascht, wobei ihm die Sicht bei der Schussabgabe von eigenen Spielern verdeckt war.

Keine weiteren Treffer in Hälfte 2

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein ausgeglicheneres Spiel. Sturm kam besser in die Zweikämpfe und setzte immer wieder Nadelstiche, ohne jedoch zwingende Torchancen zu kreieren. Auch Salzburg fand offensiv kaum mehr Lösungen, wodurch die Partie zunehmend von Fehlern und Unterbrechungen geprägt war. Beide Trainer reagierten mit mehreren Wechseln, doch weder die frischen Kräfte noch die taktischen Anpassungen führten zu klaren Möglichkeiten.

In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent: Salzburgs Anrie Chase, der erstmals in der Startelf stand, sah in der 92. Minute Gelb‑Rot, nachdem er nach einer Behandlungspause unerlaubt zu früh wieder das Spielfeld betreten hatte. Am Ergebnis änderte das allerdings nichts mehr.

Durch das Remis bleibt Sturm Graz mit nun 23 Punkten an der Spitze der Meistergruppe und geht mit einem kleinen Vorsprung in die Länderspielpause. Salzburg liegt weiterhin vier Zähler dahinter und konnte nach zwei Niederlagen gegen Rapid zumindest wieder punkten. Nach der Pause wartet auf Sturm ein Auswärtsspiel in Wien, während Salzburg in Hartberg gastiert.

SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:1)
Graz, Stadion Graz-Liebenau, 14.817 Zuschauer,
Schiedsrichter Weinberger

Tore: Vertessen (32.) bzw Gorenc Stankovic (45.+5)

SK Sturm Graz: Bignetti – Malic, Mitchell (39./Aiwu), Vallci, Karic – Hödl (70./Rozga), Gorenc Stankovic, Kiteishvili, Fosso (87./Weinhandl) – Jatta (87./Kayombo), Mamageischwili (70./Malone)

FC Red Bull Salzburg: Schlager – Drexler, Chase, Schuster, Terzic – Bidstrup, Diabate, Krätzig (83./Yeo) – Baidoo (75./Redzic), Vertessen (75./Kitano), Konate (85./Onisiwo) 

TE

20.03.2026