
Das U17 Frauen-Nationalteam (2009) ist mit einem Sieg in die zweite und entscheidende EM-Qualifikationsrunde auf dem Weg zur Endrunde 2026 in Nordirland gestartet. Die Österreicherinnen feiern gegen Gastgeber Serbien einen 2:1-Last-Minute-Sieg.
Im Sports Centre des serbischen Fußballverbands in Belgrad ändert Teamchef Patrick Haidbauer sein Team nur auf einer Position im Vergleich zum erfolgreichen Testspielerfolg über Slowenien (4:0) vor drei Wochen. ÖFB Frauen-Akademiespielerin Sandra Rausch kehrt nach Verletzungspause zurück in die Startelf, Ajlina Berisha vom FC Red Bull Salzburg nimmt für sie zunächst auf der Bank Platz.
Beide Teams starten offensiv und engagiert in die Partie. Die Österreicherinnen haben nach drei Minuten zunächst Glück, denn Iva Miladinovic verzieht aus aussichtsreicher Position nur knapp. Top-Chancen bleiben in weiterer Folge zunächst eher die Seltenheit in einer intensiven und umkämpften Partie. Insgesamt zeigt die Haidbauer-Elf im Ballbesitz gute Ansätze, lediglich im letzten Drittel fehlt im ersten Durchgang die Durchschlagskraft.
Nach dem Seitenwechsel kommt die ÖFB-Auswahl nach etwas mehr als einer Stunde zu einer guten Gelegenheit auf die Führung nach einem Corner, doch der erste Treffer gelingt den Gastgeberinnen. Jana Topic zieht von der Strafraumgrenze ab und trifft unhaltbar ins Kreuzeck zur Führung für Serbien (70.). Die Österreicherinnen finden die perfekte Antwort nur wenige Minuten später. Nach Pass in die Tiefe von Ella Rauscha trifft die eingewechselte Dionna Dike mit etwas Glück zum 1:1 (77.).
In einer offenen Schlussphase hat die ÖFB-Elf mit der letzten Aktion des Spiels in der Nachspielzeit dann noch das bessere Ende für sich. Ella Rauscha zieht von außerhalb des Strafraums ab und trifft mit einem absoluten Traumtor und mit Hilfe der Unterkante der Querlatte zum 2:1-Last-Minute-Sieg.
Teamchef Patrick Haidbauer zum Last-Minute-Sieg: „Serbien ist uns wie erwartet mit viel Widerstand aber auch individueller Qualität entgegengekommen. Wir haben uns in der ersten Hälfte schwergetan, waren nervös haben das Spiel nicht unter Kontrolle gebracht. Nach dem Seitenwechsel haben wir es aber geschafft, Aktionen herauszuspielen. In einer guten Phase von uns ist dann die Führung für Serbien gefallen, die Spielerinnen haben sich davon aber nicht beirren lassen und sind zurückgekommen. Mit einem dramatischen Finish konnten wir dann einen hart erkämpften Sieg einfahren, der uns viel Energie und Kraft gibt. Die Siegermentalität, die sich das Team über die letzten Monate hart erarbeitet hat, ist heute erkennbar gewesen. Die Spielerinnen konnten mit dem Rückstand umgehen und haben an den Sieg geglaubt. Das braucht es in so einem Turnierverlauf. Genau das zeichnet gute Teams aus.“
Weiter geht es für die Österreicherinnen am Dienstag, 17. März (11:00 Uhr) gegen Island. Zum Abschluss wartet Gruppen-Favorit Frankreich am Freitag, 20. März (12:00 Uhr). Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die EM-Endrunde im Mai.
Presseinfo
ÖFB
14.03.2026





