Richtungsweisende Doppelrunde in der BSL - Showdown um die letzten Playoff-Plätze in der B2L
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Ein hochspannendes Wochenende steht den Fans der win2day Basketball Superliga bevor. Mit den Runden 4 und 5 der Zwischenrunde biegen die Teams auf die Zielgerade vor der Postseason ein.

Während am Freitag der Kampf um die Platzierung im Fokus steht, wartet am Sonntag ein echtes Gipfeltreffen auf alle Basketball-Begeisterten.

Platzierungsrunde
Der Freitagabend verspricht Hochspannung in den österreichischen Hallen. In der Platzierungsrunde (Top-6) wollen die Verfolger den Druck auf Leader Kapfenberg erhöhen.

Die Raiffeisen Flyers Wels brennen nach der jüngsten Niederlage gegen Wien auf Wiedergutmachung, während Oberwart mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze wahren möchte. Für die Welser geht es vor allem darum, den „Gunners-Fluch“ dieser Saison zu besiegen. Die bisherige Bilanz spricht eine klare Sprache zugunsten der Burgenländer, die beide Partien für sich entscheiden konnten. Gunners-Coach Horst Leitner: „Vor uns liegt eine Doppelrunde mit dem Auswärtsspiel in Wels am Freitag und dem Heimspiel gegen Kapfenberg am Sonntag. Unser Fokus liegt jedoch ganz bewusst immer nur auf dem nächsten Spiel – und damit aktuell ausschließlich auf Wels. Uns erwartet dort eine schwierige Aufgabe. Wels spielt sehr intensiv und physisch, dazu kommt für uns eine lange Anreise. Entscheidend wird sein, dass wir von Beginn an bereit sind, diese Intensität anzunehmen. Für uns geht es weiterhin darum, uns Schritt für Schritt zu entwickeln, alle Spieler immer besser zu integrieren und gemeinsam unser maximales Leistungsniveau zu erreichen.“

Der UBSC Raiffeisen Graz will seine Heimstärke im Raiffeisen Sportpark nutzen, um die BK Karbon-X Dukes aus Klosterneuburg in der Tabelle weiter zu distanzieren. Die Niederösterreicher können dabei erstmals auf Neuzugang Vincent Boumann zurückgreifen. In der heurigen Saison konnten bisher die Heimteams überzeugen und den Sieg feiern. „Graz ist eine sehr starke Heimmannschaft, was sie bereits mit den souveränen Siegen gegen Top-Mannschaften der Liga bewiesen haben. Unsere verletzten Spieler machen langsam einige Fortschritte, sind aber noch nicht voll belastungsfähig. Der Fokus liegt auf den Playoffs, wo wir mit dem vollen und gesunden Kader voll angreifen wollen“, so Damir Zeleznik, Coach der Dukes. Ervin Dragsic, Graz-Trainer: „Wir spielen zu Hause und müssen nach zwei Niederlagen in Folge eine Reaktion auf den Court bringen. Wir haben unter der Woche gute Arbeit geleistet und sind sehr positiv gestimmt. Klosterneuburg ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit einem neuen amerikanischen Center, demnach gehen wir natürlich auch mit vollem Respekt in dieses wichtige Spiel. Wir sind bereit und wollen die zwei Punkte in Graz behalten.”

Am Sonntag kommt es zum derzeitigen Gigantenduell der win2day BSL – die Bulls reisen als Tabellenführer ins Burgenland. In der Sporthalle Oberwart geht es schon um eine Art Vorentscheidung um Platz eins nach der Zwischenrunde, sollten die UNGER STEEL Oberwart Gunners das Spiel nicht gewinnen. Das Top-Spiel zwischen den Gunners und den Bulls wird ab 15:55 Uhr live auf ORF Sport+ zu sehen sein.

Die weiteren Partien am Sonntag lauten UBSC Raiffeisen Graz vs. BC Vienna und BK Karbon-X Dukes vs. Raiffeisen Flyers Wels.

Qualifikationsrunde
Die Löwen sind in der Pole-Position für die Play-offs, müssen gegen die stets gefährlichen Panthers aus Fürstenfeld jedoch defensiv stabil stehen. „Beim Spiel in Traiskirchen treffen wir auf eine zur Zeit sehr gut spielende Mannschaft. Um bei den Lions bestehen zu können müssen wir eine extrem fokusierte und clevere Leistung abliefern. David Czerapowicz wird weiterhin nicht zur Verfügung stehen“, so Fürstenfeld-Trainer Pit Stahl. Die Lions wollen währenddessen ihren beeindruckenden Lauf fortsetzen. Edgars Lasenbergs weiß, worauf es in dieser Phase ankommt: „Wir haben noch einen Monat bis zu den Playoffs und müssen jetzt den Fokus und das Tempo hoch halten, denn es gibt keine einfachen Spiele in dieser Liga. Ich freue mich auch sehr wieder im Dome zu spielen!”

Ein prestigeträchtiges Duell zweier Traditionsklubs gibt es beim Aufeinandertreffen des SKN St. Pölten Basketball mit den Raiffeisen Swans Gmunden. Für Gmunden geht es vor allem darum, „den Rhythmus für die entscheidende Saisonphase zu halten“, so Leitschwan Daniel Friedrich.

In der Qualifikationsrunde wartet am Sonntag ein weiteres wichtiges Duell, das maßgeblich über die finale Setzung entscheiden könnte. In der direkten Begegnung zwischen den Raiffeisen Swans Gmunden und den druck.at Traiskirchen Lions geht es zumindest um die zwischenzeitliche Tabellenführung in der Qualifikationsrunde. Für Swans-Kapitän Friedrich zählt nur der Sieg: „Eines der wichtigsten Spiele in dieser Phase der Saison. Wir wollen unbedingt gewinnen, es geht um den 7. Platz und ich erwarte ein Spiel, das Play-off Charakter haben wird.“

Die COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz empfangen derweil St. Pölten. Dragonz-Coach Edgar Nubiola: „Wir haben bereits erkannt, dass es nicht reicht, 30 Minuten lang gut zu spielen; wir müssen während des gesamten Spiels voll konzentriert sein, um mithalten zu können. St. Pölten ist eine sehr talentierte Mannschaft, aber wir wissen bereits, was nötig ist, um sie zu schlagen. Deshalb brauchen wir eine sehr gute Trainingswoche, um unseren Erfolg zu wiederholen.“
 


 

B2L: Showdown um die letzten Playoff-Plätze

Die Basketball Zweite Liga (B2L) biegt auf die Zielgerade des Grunddurchgangs ein. Am kommenden Wochenende steht die 22. und damit letzte reguläre Runde auf dem Programm. Während an der Spitze die Seeding-Entscheidungen bereits gefallen sind, tobt im Osten und Westen ein erbitterter Kampf um die verbleibenden Tickets für das Viertelfinale.

Conference Ost: Fernduell um Platz 4
In der Ost-Conference sind die Fronten an der Spitze geklärt: Die Mistelbach Mustangs gehen als Titelfavorit und Tabellenführer in die Postseason. Dahinter haben sich die Union Deutsch Wagram Alligators den zweiten Rang gesichert.

Spannung verspricht jedoch der Kampf um die Plätze hinter den Top-Zwei. Vienna United und die Vienna Timberwolves konnten zuletzt wichtige Siege einfahren, sind aber, genau wie die Raiffeisen Mattersburg Rocks, noch nicht final gesetzt. Vienna und Mattersburg können die Qualifikation aus eigener Kraft schaffen, die Timberwolves müssen gewinnen und auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Sollten alle drei Mannschaften am Ende punktegleich sein, qualifizieren sich die Timberwolves und die Rocks für das Viertelfinale. Timberwolves-Spieler Valentin Siegmund über das entscheidende Spiel: „Im letzten und entscheidenden Spiel der regulären Saison gegen Güssing liegt unser Fokus voll auf uns selbst. Wir wollen mit einem Sieg heimkehren und uns so die bestmögliche Chance auf eine Playoff-Teilnahme geben.“ Rocks-Headcoach Cosmin Blagoi: „Wir wissen, was auf dem Spiel steht – wir haben uns in dieser Woche akribisch vorbereitet und einen Gameplan zurechtgelegt, nun gilt es, mit 110% am Samstag diesen umzusetzen.“

Conference West: Kufstein thront über dem Westen
Im Westen stehen die Pirlo Kufstein Towers bereits als Conference-Sieger fest, dahinter sind auch die Wörthersee Piraten und die SWARCO RAIDERS Tirol, die in der letzten Runde im direkten Duell aufeinandertreffen, fix im Viertelfinale. Raiders-Spieler Moritz Hölzer zum Spiel gegen die Piraten: „Die Klagenfurter sind ein physisches Team und ein echter Härtetest für uns. Das Spiel ist eine gute Chance, um uns auf die Playoffs vorzubereiten und zu zeigen auf welchem Level wir spielen können. Wenn wir defensiv aggressiv spielen, als Team auftreten und unser Tempo durchbringen, können wir das Spiel gewinnen und mit einem guten Gefühl den Zweitplatzierten aus der Ost-Gruppe in den Playoffs empfangen.“

Um den letzten verbleibenden Playoff-Platz rittern die Raiffeisen Dornbirn Lions und KOŠ Celovec. Die Lions haben den direkten Vergleich gegen KOŠ gewonnen. Das bedeutet: Gewinnt Dornbirn ihr Heimspiel gegen das Future Team Steiermark, sind sie sicher in den Playoffs – völlig egal, was die Kärntner machen. Die Klagenfurter müssen ihr Auswärtsspiel beim Tabellenführer in Kufstein gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage von Dornbirn hoffen. Da Kufstein zu Hause eine Macht ist, gleicht dieses Szenario einer kleinen sportlichen Sensation.
 

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13.03.2026