Parachute-Ski Weltmeisterschaft 2026: HSV Red Bull Salzburg am ersten WM-Tag in Top-Positionen
© Sportreport (Symbolbild)

Starker Auftakt für den HSV Red Bull Salzburg bei der Heim-Weltmeisterschaft in Sankt Johann in Salzburg: Nach fünf absolvierten Durchgängen im Fallschirm-Zielspringen liegen die Gastgeber klar auf Medaillenkurs.

Die WM verspricht Hochspannung – und die Salzburger Athletinnen und Athleten mischen ganz vorne mit. Bei den Damen sorgen Magdalena Schenner und Sophie Grill für ein starkes Ausrufezeichen, die Junioren Michael Urban und Sebastian Stindl liegen auf Rang zwei und drei, während zwei der Salzburger Herren (Sebastian Graser und Michael Löberbauer) den ersten Wettkampftag in den Top 10 beenden. Am Samstag warten mit dem Riesentorlauf und dem sechsten und einem Final-Durchgang im Springen die Entscheidungen – und für die Gastgeber die Chance auf WM-Gold.

Elf Teams aus sechs Nationen kämpfen an diesem Wochenende um jeden Zentimeter und jede Sekunde. Dank stabiler Flugbedingungen konnten bis Freitagabend bereits sechs Durchgänge im Fallschirm-Zielspringen vollständig absolviert werden. Schon um 9 Uhr hob der erste Helikopter ab und brachte die Athleten auf über 1.000 Meter Höhe über Grund. Von dort aus springen sie ab und versuchen, punktgenau auf einem Ziel zu landen, das gerade einmal die Größe einer Zehn-Cent-Münze hat.

Die Athletinnen und Athleten des Gastgebervereins HSV Red Bull Salzburg nutzten ihren Heimvorteil im Salzburger Luftraum und positionierten sich nach dem ersten Wettkampftag aussichtsreich im Klassement. Insgesamt stellt der Verein drei Teams bei dieser Weltmeisterschaft.

Salzburger Damen dominieren – Herren und Junioren in Schlagdistanz
Nach ihrer Babypause zeigte sich Magdalena Schenner in Top-Form und bereit an die Spitze zurückzukehren. Mit nur 15 cm Abweichung in fünf Runden geht sie auf Rang eins in den Finaltag. Titelverteidigerin Sophie Grill hatte nach dem Ski-Pech vor zwei Jahren noch eine offene Rechnung mit dem Snow Space Salzburg – und setzte gleich zu Beginn ein starkes Zeichen. Mit sehr guten Sprüngen katapultierte sich die Heeressportlerin mit Platz zwei in eine hervorragende Ausgangsposition für ihre Paradedisziplin, das morgige Skifahren.

Auch bei den Herren und Junioren bleiben die Salzburger voll im Titelrennen. Sebastian Graser liegt nach fünf Durchgängen auf dem vierten Rang bei den Herren. Als hervorragender Skifahrer kann sich der Elsbethner beste Chancen im Riesentorlauf ausrechnen. Michael Löberbauer und Anton Gruber zeigen mit den Rängen sieben und elf ein beeindruckendes Salzburger Ergebnis und halten ebenfalls Anschluss an die Medaillenplätze. Auch bei den Junioren stehen die Chancen auf einen Titel gut. Michael Urban liegt nach fünf Sprüngen auf Rang zwei und wird im morgigen Skirennen alles geben, sich an die Spitze zu setzen. Sein Teamkollege Sebastian Stindl geht als Dritter bei den Junioren in den morgigen Wettkampftag. Bei den Masters liegt Lokalmatador Anton Gruber mit Rang vier Nach dem Springen ebenfalls noch in Schlagdistanz auf den Titel.

Showdown am Wochenende
Am Samstagvormittag geht es zunächst auf die Piste: Ab 9 Uhr stellen sich die Athletinnen und Athleten im alpinen Riesentorlauf nach FIS-Reglement der Herausforderung am Sonntagskogel. Anschließend entscheidet der sechste und ein letzter Finaldurchgang im Zielspringen über die Weltmeistertitel.

Neben den WM-Medaillen fällt an diesem Wochenende auch die Entscheidung in der Gesamtwertung der Parachute-Ski-Weltcup Serie.

Programm:
Samstag, 14.3.2026

9.30 Uhr 1. + 2. Durchgang Riesentorlauf (Sonntagskogel, Ziel oberhalb der Straßalm)

Danach Zielspringen und Siegerehrung
Programmänderungen wetterbedingt möglich

Weiterführende Infos und Programm unter.www.hsv-redbull.at und www.parachute-ski.com.

Die Disziplin PARACHUTE-SKI
Die Wettkampfdisziplin PARACHUTE-SKI setzt sich aus Fallschirmspringen und alpinem Riesentorlauf zusammen. Es gilt dabei in einem FIS reglementierten Ski Rennlauf, ausgetragen in zwei Durchgängen, so schnell als möglich, und in sechs Sprungdurchgängen so genau wie möglich zu sein. Gewertet wird beim Zielsprung in Strafpunkten, die je nach Entfernung zum 2cm großen Zielpunkt vergeben werden, dabei wird jeder Zentimeter Abweichung als Strafpunkt gewertet. Die Zeit im Riesentorlauf wird auch in Punkte umgerechnet, ausgehend von der Siegerzeit: Der Sieger aus dem Riesentorlauf hat null Strafpunkte und die Zeit der dahinter liegenden wird so in Punkten umgewandelt, ca. 0,5 Sek einen Punkt. Somit 1 Sekunde 2 Punkte. Diese Punkte entsprechen im Zielspringen genau der Entfernung in Cm. (1cm = ein Punkt). Zusammen mit der Zeit im Rennlauf sind diese Punkte das Endergebnis. Die Wertung ist vergleichbar mit der „nordischen Kombination“ Schispringen und Langlauf. Ihren Ursprung hat die Wettkampfsportart Parachute-Ski in der österreichischen Rettungsflugwacht. Dort wurden Piloten und Fallschirmspringer für Rettungseinsätze bei Bergunfällen, Lawinen und Hochwasserkatastrophen geschult. Bei winterlichen Such- und Bergeaktionen im alpinen Gelände wurde Material aus Flächenflugzeugen abgeworfen und anschließend Rettungsmannschaften abgesetzt. Zielgenauigkeit mit dem Fallschirm und schifahrerisches Können waren Grundvoraussetzung für die Retter. Da die Rettungseinsätze jedoch relativ selten waren, entstanden neben den regelmäßigen Trainings bald auch länderübergreifende Freundschaftswettkämpfe, und somit eine Weltcupserie und ab 1987 auch eine offizielle Weltmeisterschaft der FAI (Welt Luftsportverband).

Presseinfo

HSV Red Bull Salzburg

13.03.2026

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