
In der 21. Runde der Admiral Bundesliga stand am Sonntag das Duell WAC vs. Sturm Graz auf dem Programm. Nach einem zwei-Tore-Rückstand können die Gäste zumindest mit einem Punkt die Heimreise in die Steiermark antreten.
Die Meistergruppe geht ohne den RZ Pellets WAC über die Bühne – und schuld ist Puntigamer Sturm Graz. Der Titelverteidiger rang den Kärntnern in der 21. Runde der Admiral Bundesliga nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 ab und zerstörte damit auch die letzte rechnerische Chance der Wolfsberger auf die Top Sechs. Mann des Abends war einmal mehr Otar Kiteischwili.
Vor 6.355 Fans in der Lavanttal-Arena sah es lange nach dem notwendigen Heimsieg aus, der die Lavanttaler bei entsprechender Schützenhilfe im Rennen gehalten hätte. Boris Matic brachte die Gastgeber mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Kreuzeck in Führung (19.), Erik Kojzek erhöhte kurz nach der Pause nach starkem Solo auf 2:0 (51.). Sturm wirkte bis dahin fahrig, leistete sich einfache Fehler und blieb offensiv harmlos. Die beste Chance vor der Pause hatte dennoch Maurice Malone, der nach einer Ecke nur die Stange traf (38.).
Nach Wiederbeginn schien alles in Richtung WAC zu laufen. Kojzek hätte sogar noch früher erhöhen können (47.), ehe er wenig später eiskalt blieb. Die Partie kippte jedoch in Minute 61 entscheidend: Diabate stoppte Malone als letzter Mann kurz vor der Strafraumgrenze und sah Rot. Der bis dahin souveräne Auftritt der Kärntner bekam einen Riss.
Wenig später blockte Dejan Zukic einen Freistoß mit der Hand – nach VAR-Studium zeigte Schiedsrichter Harald Lechner auf den Punkt. Genau in diesem Moment kam Kiteischwili ins Spiel. Der Georgier, zunächst angeschlagen nur auf der Bank, verwandelte den Strafstoß mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:2 (68.). Nur fünf Minuten später folgte die nächste Szene im Strafraum: Dominik Baumgartner brachte Kayombo zu Fall. Kiteischwili trat erneut an, Polster parierte zunächst, doch im Nachschuss schnürte der Joker seinen Doppelpack (73.).
In Überzahl drängten die Grazer in der Schlussphase sogar auf den Sieg. Jacob Hödl traf mit einem Distanzschuss noch die Latte (82.), doch es blieb beim Remis. Für Sturm bedeutet der Punkt, dass man weiter erster Verfolger von Spitzenreiter Salzburg bleibt. Der WAC hingegen muss sich nach unten orientieren – 26 Punkte sind zu wenig für die Meistergruppe, Rapid ist als Sechster bereits uneinholbar enteilt.
WAC vs. Sturm Graz 2:2 (1:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, SR Lechner, 6.355 Zuschauer
Tore: Matic (19.), Kojzek (51.) bzw. Kiteischwili (68./Elfmeter, 73.)
WAC: Polster – Baumgartner, Diabate, Wimmer – Matic, Sulzner, Kujovic (87./Chukwu), Renner – Zukic (93./Agyemang) – Atanga (69./Wohlmuth), Kojzek (87./Piesinger)
Sturm Graz: Bignetti – Malic, Vallci, Koller – Hödl, Gorenc Stankovic, Fosso (86./Weinhandl), Karic (59./Rozga) – Beganovic (59./Kayombo), Malone (67./Kiteischwili) – Jatta (86./Wilson)
Rote Karte: Diabate (61./Notbremse)
Gelbe Karten: Kujovic, Renner bzw. Jatta, Fosso, Rozga, Kayombo, Gorenc Stankovic
01.03.2026