Es ist ein Wechselbad der Gefühle, das Österreichs Handball Männer-Nationalteam aktuell durchmacht.
Zum einen beendete man die EHF EURO 2026 nach den Niederlagen gegen Deutschland und Spanien mit einem Erfolgserlebnis über Serbien, zum anderen fiel der Sieg zu niedrig aus, um die kleine Chance auf den Einzug in die Hauptrunde zu wahren.
Der Sieg Deutschlands über Spanien, hätte diese Chance allerdings zunichte gemacht. Die Vorquali zur WM 2027 erspart man sich in jedem Fall, nun gilt es noch abzuwarten, wie die letzten Gruppenspiele am Dienstag ausfallen, um zu wissen, ob man in Lostopf 1 oder 2 für das WM-Playoff fällt.
Das Wichtigste: der Bann ist gebrochen. Österreich holt im siebten Spiel unter Teamchef Iker Romero den ersten Sieg. Und dieser fiel absolut beeindruckend und vor allem verdient aus. Serbien spielte sich dank des 30:27 über Deutschland in eine gute Position im Kampf um den Aufstieg in die Hauptrunde. Entsprechend warfen auch sie alles in dieses Spiel.
Doch Österreichs Deckung agierte wie schon gegen Deutschland wie aus einem Guss, machte kaum Fehler und unterstützte so Schlussmann Constantin Möstl, der auch zum Player of the Game gekürt wurde.
Allerdings wusste auf der Gegenseite auch Dejan Milosavljev zu überzeugen. Zudem leistete man sich im Angriff den ein oder anderen Fehler zu viel. Serbien ging zunächst noch mit einer knappen 13:12-Führung in die Pause. Aus dieser zurück machte Österreich hinten endgültig dicht.
In der 40. Minute holte Lukas Herburger die Führung für sein Team zurück, stellte auf 17:16. Diese sollte noch einmal wechseln, ehe man ab dem 19:18 durch Tobias Wagner die Führung nicht mehr aus der Hand gab.
Kurz darauf war man dem Ziel, mit plus vier Toren zu gewinnen, was es für die Chance auf die Hauptrunde gebraucht hätte, nahe. Lukas Hutecek, Mykola Bilyk und Eric Damböck sorgten mit einem 3:0-Lauf für die 23:20-Führung. Sebastian Frimmel und Lukas Hutecek hatten direkt darauf sogar das 24:20 in Händen. In der Schlussminute vergab zudem Mykola Bilyk einen Siebenmeter, der das 27:24 bedeutet hätte.
Am Ende stand ein 26:25-Sieg zu Buche. Und dieser sorgte für gemischte Gefühle. Hätte man bei einem Sieg mit vier oder mehr Toren Spanien die Daumen gedrückt, so galten nun alle Glückwünsche Deutschland, damit man die Gruppe auf Rang 3 beendet und sich die Vorquali zum WM-Playoff erspart. Und unsere Nachbarn lieferten ab, besiegten die Iberer 34:32.
Teamchef Iker Romero: „ich bin unglaublich glücklich, stolz und zufrieden, dass ich Teamchef dieser Mannschaft sein darf. Wir wussten, wir brauchen einen Sieg. Wir wussten aber auch, dass wir einen Sieg mit vier Toren Unterschied brauchen. Alles war da, der Wille, die Qualität. Ich kann den Jungs nur ein Kompliment aussprechen. Jeden Tag machen wir es besser und besser. Ich bin zufrieden. Dass wir trotz des Sieges nun keine Chance auf die Hauptrunde haben, schmerzt natürlich sehr.“
Kapitän Mykola Bilyk: „Wir haben heute als Mannschaft über 60 Minuten alles in dieses Spiel gesteckt. Ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen von uns. Wir haben bis zur letzten Sekunde alles gegeben. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf einem unfassbar guten Weg sind. Der Sieg war für uns alle wichtig, ich denke vor allem auch für Iker. Er hat unglaublich viel Arbeit und Leidenschaft reingesteckt. Ich freue mich, dass wir ihm dieses kleine Geschenk machen konnten und hoffe, dass der Bann damit gebrochen ist. Unsere Deckung und Consti haben heute einen überragenden Job gemacht. Wir haben unseren Gameplan bis zum Ende durchgezogen und uns so den Sieg geholt.“
Constantin Möstl: „Das Turnier haben wir in den letzten beiden Spielen verloren. Heute haben wir eine richtig gute Leistung abgerufen. Ich bin stolz, dass ich ein Teil davon sein darf. Das macht Freude auf mehr. Der Sieg war enorm wichtig, vor allem mental. Trotzdem ist man traurig, weil er zu niedrig ausgefallen ist.“
17th Men´s EHF EURO 2026
15. Jänner – 01. Februar 2026
Ausrichter: Dänemark, Norwegen, Schweden
Titelverteidiger: Frankreich
Website, Spielplan & Ticketing: https://ehfeuro.eurohandball.com/men/2026/
Vorrunden-Spielplan
Österreich vs. Serbien 26:25 (12:13)
Mo., 19. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Österreich: Tobias Wagner (6/6), Sebastian Frimmel (3/6), Lukas Herburger (3/3), Mykola Bilyk (3/9), Elias Kofler (3/4), Markus Mahr (2/2), Eric Damböck 2/4), Jakob Nigg (2/4), Lukas Hutecek (2/5), Janko Bozovic, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Boris Zivkovic, Constantin Möstl (31,4% gehaltene Bälle – 11/35), Leon Bergmann (100% gehaltene Bälle – 1/1)
Bereits gespielt
Deutschland vs. Österreich 30:27 (12:8)
Do., 15. Jänner 2026, 20:30 Uhr, Herning (DEN)
Österreich: Sebastian Frimmel (9/11), Jakob Nigg (7/9), Lukas Hutecek (6/10), Tobias Wagner (2/3), Janko Bozovic (1/2), Mykola Bilyk (1/6), Elias Kofler (1/1), Markus Mahr, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Eric Damböck, Constantin Möstl (22,2% gehaltene Bälle – 6/27), Leon Bergmann (22,2% gehaltene Bälle – 2/9)
Österreich vs. Spanien 25:30 (12:19)
Sa., 17. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Österreich: Tobias Wagner (6/6), Mykola Bilyk (5/8), Lukas Hutecek (5/8), Sebastian Frimmel (4/9), Jakob Nigg (3/6), Markus Mahr (1/4), Elias Kofler (1/1), Janko Bozovic, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Eric Damböck, Constantin Möstl (34,4% gehaltene Bälle – 11/32), Leon Bergmann (0% gehaltene Bälle – 0/5)
Vorrundengruppen
Gruppe A, Herning (DEN): Deutschland, Spanien, Österreich, Serbien
Gruppe B, Herning (DEN): Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
Gruppe C, Oslo (NOR): Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
Gruppe D, Oslo (NOR): Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
Gruppe E, Malmö (SWE): Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
Gruppe F, Kristianstad (SWE): Ungarn, Island, Polen, Italien
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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19.01.2026





