© Sportreport

Johannes Lamparter ließ auch am zweiten Triple-Tag in Seefeld seine Klasse aufblitzen. Der Tiroler skatete mit der dritten Laufzeit in beeindruckender Manier zum zweiten Platz und musste sich nur Sieger Vinzenz Geiger (GER) geschlagen geben.

Platz drei ging an den Norweger Joergen Graabak. Mit nicht weniger als sechs Leuten in den Top 15 lieferte das ÖSV-Team heute in Seefeld eine sehr starke Teamleistung ab.

Der Sprungdurchgang war wieder von starkem Wind geprägt, wodurch die Bedingungen alles andere als einfach waren. So stand heute nicht Riiber als Führender nach dem Springen im Leaderboard, sondern Kristjan Ilves. Der Este segelte auf 104 Meter, was ihm die zwischenzeitliche Führung einbrachte. Bestplatzierter Österreicher war Martin Fritz als Dritter, sein Rückstand auf Ilves betrug 46 Sekunden. Unmittelbar hinter Fritz ging Johannes Lamparter als Vierte und mit 55 Sekunden Rückstand auf die Strecke. Franz Josef Rehrl folgte als Siebenter auf die 2,5 Kilometer Runde. Jarl Magnus Riiber hatte bei seinem Sprung auf 100 Meter erhebliche Probleme in der Luft, dadurch resultierte für den Überflieger nur der 13. Zwischenrang und 1min 10sek Rückstand.

Im Rennen bildete sich eine sieben Mann starke Führungsgruppe, die Kristjan Ilves in Runde zwei schnell einholten. Während Ilves durchgereicht wurde übernahmen Lamparter bzw. Geiger abwechselnd das Kommando und hielten das Tempo extrem hoch. Erst im letzten Stieg konnte Geiger den Zielsprint gegen Lamparter für sich entscheiden. Martin Fritz auf Platz 7 bzw. Franz-Josef Rehrl auf Platz 9 lieferten ebenso heute sehr starke Ergebnisse ab. Mit Lukas Klapfer auf Rang 11, Mario Seidl auf Platz 13 und Lukas Greiderer auf Platz 15 kombinieren sich insgesamt sechs ÖSV-Athleten in die Top 15. Jarl Magnbus Riiber kam heute nicht über Platz 10 hinaus.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:
20. Thomas Jöbstl
27. Manuel Einkemmer
32. Stefan Rettenegger
36. Thomas Rettenegger
41. Philipp Orter

Johannes Lamparter: (2.) „Meine Sprünge kommen noch nicht ganz so wie ich es mir erhoffe, dafür sind die Langlaufrennen umso besser. Ich fühle mich im Moment in der Loipe sehr stark, das ist natürlich ein cooles Gefühl so knapp vor den olympischen Spielen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis heute. Morgen möchte ich versuchen, noch besser Ski zu springen und dann in der Loipe wieder alles geben.“

Martin Fritz: (7.) „Ich bin sehr zufrieden mit meinem heutigen Wettkampf. Auf der Schanze war es sehr schwierig, aber ich habe einen super Sprung zeigen können. Auf der Loipe war es von Beginn weg sehr schnell, leider hat mir am letzten Anstieg dann etwas die Kraft gefehlt. Nichts desto trotz bin ich glücklich über das Ergebnis, die Formkurve zeigt nach oben.“

Franz-Josef Rehrl: (9.) „Es war ein brutal hartes Rennen. Johannes hat in den ersten beiden Runden richtig Gas gegeben, ich musste die Gruppe leider ziehen lassen. Danach habe ich mich aber sehr gut erholt und den neunten Platz nach Hause laufen können. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.“

Cheftrainer Christoph Eugen: „Ich resümiere den heutigen Tag natürlich sehr positiv. Es war ein Springen auf Messers Schneide mit sehr schwierigen Windbedingungen, zum Glück haben wir die meisten Athleten gut durchgebracht. Natürlich sind bei so vielen Athleten, die am Start waren, nicht alle von den Verhältnissen begünstigt gewesen. Die meisten haben dies aber gut gelöst, so hatten wir eine sehr gute Ausgangsposition für die Loipe. Johannes hat wieder ein beherztes Rennen gezeigt und hat vorne ordentlich Gas gegeben. Geiger hat ihm dabei auch geholfen, zum Schluss hatte er leider das bessere Ende für sich. Johannes hat nichts desto trotz einen sensationellen Lauf gezeigt. Auch Martin Fritz und Franz-Josef Rehrl haben sich sehr gut gehalten, auch dahinter hatten wir noch drei Leute in den Top-15. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis heute.“

Morgen Sonntag findet in Seefeld der letzte Wettkampftag des Nordic Combined Triples in Seefeld statt.

Sonntag, 30.1.2022
11.45 Uhr: Probedurchgang HS 109
12.45 Uhr: Wertungsdurchgang HS 109
14.30 Uhr: Langlauf 12,5km
 

Skibergsteigen | Erster Top-Ten Platz für Johanna Hiemer

Nach 3 Jahren babybedingter Weltcup-Pause, erzielte die ÖSV-Skibergsteigerin Johanna Hiemer beim äußerst anspruchsvollen Individualrennen im schweizer Morgins Platz 8. Der Salzburger Jakob Herrmann schrammte mit Platz 11 nur knapp an einem Top-Ergebnis vorbei.

Die ÖSV-Skibergsteiger befinden sich 2 Wochen vor den Europameisterschaften weiterhin auf Erfolgskurs. Beim Sieg der Französin Axelle Gachet Mollaret im heutigen Individualrennen, belegte Johanna Hiemer ihren ersten Top-Ten-Platz in dieser Saison. Auf der äußerst anspruchsvollen Strecke, mit schwierigen Abfahrten und steilen Tragepassagen, konnte sich die Steirerin von Beginn an im Spitzenfeld behaupten. Zwischenzeitlich arbeitete sich die 26-jährige bis auf Rang 6 nach vorne und musste sich erst in der Schlussetappe zwei weiteren Athletinnen geschlagen geben. Mit dem Top-10 Ergebnis belegt Hiemer aber eindrucksvoll ihren konstanten Aufwärtstrend und macht Hoffnung auf ein Top-Ergebnis bei der EM in zwei Wochen.

Bei den Herren siegte der Franzose Xavier Gachet. Jakob Herrmann schrammte als bester Österreicher mit Platz elf nur knapp an einem Top-10-Platz vorbei. Der Salzburger lag das gesamte Rennen über in einem engen Verfolgerfeld und konnte bis zum Schluss um einen Spitzenplatz mitkämpfen. Am Ende fehlten dem Individual-Spezialisten lediglich 13 Sekunden auf den 10. Rang. Mit Daniel Ganahl auf Platz 20, dem Comeback-Läufer Armin Höfl auf 22 und dem U23-Läufer Andreas Mayr auf Platz 27, landeten praktisch alle ÖSV-Läufer in den Top-30. Für den Tiroler Andreas Mayr bedeutete Gesamtplatz 27 zugleich Platz 4 und damit sein bisher bestes Resultat in der U23 Kategorie. Pech hatte der so erfolgreich in die Saison gestartete Paul Verbnjak, der bisher die U23 Kategorie angeführt hatte. Er kam in der zweiten Abfahrt unglücklich zu Sturz. Der Kärntner blieb glücklicherweise unverletzt, verlor aber viel Zeit und erreichte schließlich als 38. in der Gesamtwertung und 10. in der U23 das Ziel. Ebenfalls in die Top-Ten stieß der Salzburger U20-Athlet Hannes Lohfeyer vor. In der Anfangsphase noch zurückhaltend, holte der Loferer im weiteren Verlauf Platz für Platz auf und landete schließlich auf Rang 7.

Daniel Zugg im Sprint auf 16
Bereits am Donnerstag ging im Schweizer Morgins das Sprintrennen über die Bühne. Der Vorarlberg Daniel Zugg erzielte mit Platz 16 das beste Resultat für die rot-weiß-roten Skibergsteiger. Der Sprintspezialist lag im Viertelfinale zunächst etwas zurück, arbeitete sich aber bis zum letzten Wechsel auf Platz 3 nach vorne. In der Abfahrt konnte der 28-jährige dann aber keine Position mehr gut machen und qualifizierte sich damit nicht mehr für das Halbfinale. Für Paul Verbnjak und Andreas Mayr war mit Platz 23 und 24 ebenfalls im Viertelfinale Endstation. In der U23-Wertung belegten die beiden ÖSV-Läufer damit Rang 7 und 8. Die Vertical- und Individual-Spezialisten Armin Höfl und Daniel Ganahl gingen im Sprint ebenfalls an den Start, konnten sich aber mit den Plätzen 32 und 40 nicht fürs Finale qualifizieren.

Weiterer Fahrplan
3.2. – 5.2. Sondrio (ITA): Individual & Sprintrennen
9.2. – 13.2. Europameisterschaften in Boi Taüll (Spanien)

Daniel Zugg zum Sprintrennen:
„Ich habe mich in der Qualifikation schon etwas schwergetan und wollte daher taktisch vorgehen und im Viertelfinale eher noch Kräfte schonen. Aber die Leistungsdichte ist mittlerweile sehr hoch und es geht im Rennen richtig, richtig eng zu. Ich konnte mich dann zwar noch bis auf 3 vorarbeiten, aber für das Halbfinale hat es dann doch nicht gelangt. Insgesamt stimmt die Richtung aber und in einer Woche gibt es ja noch einmal die Chance, bevor es dann zur EM geht.“

Jakob Herrmann nach dem Individual:
„Es war ein solides Rennen heute und mit dem 11. Platz bin ich schon zufrieden, aber ich weiß auch dass noch mehr geht. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch und speziell bergauf hatte ich ein gutes Gefühl. In den Abfahrten habe ich vielleicht nicht alles riskiert und einiges an Zeit liegen lassen – aber das oberste Ziel war heute SICHER ins Ziel zu kommen. Die Abfahrten waren schon happig und wie schnell ein Sturz passiert hat man heute bei Paul gesehen, der ein richtig guter Skifahrer ist. Gottseidank ist er unverletzt geblieben.“

Johanna Hiemer:
„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich heute, bei den schwierigen Bedingungen, mein erstes Top-10 Weltcupresultat in der Saison geschafft habe. Ich muss sagen, ich hatte gestern nach der Besichtigung schon mächtig Respekt, vor allem vor den heftigen Abfahrten. Aber ich bin gleich gut ins Rennen gekommen und konnte die Pace halten. Ich bin super Happy, freue mich jetzt schon auf die Europameisterschaften.“
 
Presseinfo Österreichischer Skiverband

29.01.2022

Die mobile Version verlassen