Für den KAC steht am Sonntag das Auswärtsspiel bei Red Bull Salzburg auf dem Programm. Die Rotjacken wollen dabei Revanche für die Niederlage aus dem letzten Aufeinandertreffen.
DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC musste sich dem EC Salzburg am 21. Dezember auf eigenem Eis mit 4:5 geschlagen geben, punktete seither aber in jedem seiner sechs ausgetragenen Ligaspiele. Damit kletterten die Rotjacken mit Stand Samstagnachmittag bis auf Platz zwei der Tabelle der bet-at-home ICE Hockey League. Allerdings erwies sich das nach dem Punkteschnitt pro Spiel gereihte Ligaranking in den vergangenen Wochen als sehr volatil, so ist der Rückstand der Klagenfurter auf den Leader aktuell größer als ihr Vorsprung auf den Elftplatzierten. In der Fremde vermochte der Titelverteidiger in der laufenden Spielzeit meist zu überzeugen: Der EC-KAC konnte bei 14 seiner 17 Auftritte als Gastmannschaft punkten und brachte in jedem der letzten neun Auswärtsspiele seit Ende Oktober zumindest einen Zähler auf sein Konto (sechs Siege, drei Niederlagen nach Overtime/Shootout).
Der EC Salzburg hatte am Freitagabend das Ende einer stolzen Serie zu akzeptieren: Der 1:3-Verlust beim HC Innsbruck war die erste Niederlage in regulärer Spielzeit nach zuvor 18 Partien am Stück mit Punktgewinnen (15 Siege, drei Niederlagen nach Verlängerung/Penaltyschießen). Die Bullen sind aber weiterhin überlegener Tabellenführer, bei noch 14 auszutragenden Partien weisen sie in absoluten Zahlen 13 Zähler Vorsprung auf die ersten Verfolger aus Klagenfurt und Bolzano auf. Beispielhaft für die bislang sehr erfolgreiche und konstante Spielzeit ist, dass die Mozartstädter sowohl in Heim- als auch in Auswärtsspielen exakt 2,000 Punkte pro Begegnung eingefahren haben. Sie werden in den verbleibenden vier Wochen des Grunddurchgangs kaum mehr vom ersten Tabellenrang zu verdrängen sein, Head Coach Matt McIlvane könnte also zum ersten Red Bull-Trainer seit 2016 (Dan Ratushny) avancieren, der den Klub zur Poleposition nach der Regular Season führt.
DER GEGNER:
|| SPIELER IM FOKUS ||
Mit Peter Schneider verfügt der Tabellenführer über den Zweitplatzierten der aktuellen ICE-Torjägerliste, der Neuzugang konnte bislang bereits 22 Mal anschreiben und zeichnete auch bei der freitägigen Niederlage in Innsbruck für den einzigen Treffer seines Teams verantwortlich. Mit Mittelstürmer Benjamin Nissner (+29) steht Salzburg auch der aktuell Führende der ligaweiten Plus/Minus-Wertung zur Verfügung, er bestreitet aktuell ebenfalls sein erstes Spieljahr in der Mozartstadt und ist auf bestem Wege, seine sechste Saison in der Liga zu seiner deutlich punktebesten zu machen: Bislang stehen für ihn nach 36 Einsätzen elf Tore und 21 Assists zu Buche. Nicht minder gut unterwegs ist heuer der in der öffentlichen Aufmerksamkeit meist unterrepräsentierte Florian Baltram, der in sämtlichen drei Saisonduellen mit den Rotjacken Torvorlagen leistete. Prägendster Importspieler im Kader im bisherigen Verlauf der Spielzeit war zweifellos Offensivverteidiger T.J. Brennan: Der US-Amerikaner ließ seinen acht Scorerpunkten in ebenso vielen CHL-Spielen nun in der Meisterschaft bereits 36 Punkte (bei 36 Auftritten) folgen.
|| BILANZ GEGEN DEN EC-KAC ||
Seit der Neugründung der Liga im Jahr 2000 stand der EC-KAC keinem Team häufiger gegenüber als dem EC Salzburg, obwohl dieser erst 2004 in die höchste Spielklasse einstieg. Bislang kam es zu 152 direkten Begegnungen, von denen die Bullen 81 und die Rotjacken 71 für sich entscheiden konnten. Im Volksgarten hatte der Rekordmeister über viele Jahre hinweg einen schweren Stand, von 75 Auftritten dort konnte Klagenfurt nur 16 in regulärer Spielzeit (und elf weitere in der Verlängerung oder im Penaltyschießen) gewinnen. In der jüngeren Vergangenheit lief es für Rot-Weiß an der Salzach jedoch recht gut, vier der letzten fünf Auswärtsspiele konnten erfolgreich gestaltet werden, lediglich im vierten Duell der Halbfinalserie 2021 unterlag man mit 3:4. Überhaupt gaben die Kärntner gegen den Red Bull-Klub in den vergangenen Jahren häufig eine gute Figur ab, bei nur acht der letzten 29 Aufeinandertreffen blieb der EC-KAC am Ende ohne Punkt.
|| DAS LETZTE DUELL ||
Zuletzt trafen der EC Salzburg und der EC-KAC am 21. Dezember in Klagenfurt aufeinander, wie jedes der drei bisherigen Saisonduelle dieser beiden Klubs endete auch dieses mit einem Auswärtssieg: Die Bullen siegten in der Stadthalle mit 5:4. Für den Unterschied sorgte damals die überragende erste Sturmformation des Tabellenführers: Peter Schneider, Thomas Raffl (jeweils zwei Treffer) und Benjamin Nissner sammelten in dieser Begegnung gemeinsam nicht weniger als zehn Scorerpunkte. Zwar überragten die Rotjacken die Gäste mit 30 gegenüber 22 Torschüssen in Even Strength-Situationen, insgesamt agierte Salzburg jedoch wesentlich effizienter: Neun Schüsse aus dem Slot konvertierte man in vier Treffer, Klagenfurt kam auf drei Torerfolge bei 16 Shots aus der gefährlichen Zone. Head Coach Matt McIlvane und sein Stab brachten in diesem Aufeinandertreffen die vierte Angriffsformation allerdings nur sporadisch zum Einsatz, die drei dort aufgebotenen Stürmer kamen auf durchschnittlich 10,7 Shifts, während das Erstlinien-Trio Raffl-Nissner-Schneider einen Wert von im Schnitt 23,3 erreichte. Am Faceoff-Punkt stellte in dieser Partie Ali Wukovits seine Mit- und Gegenspieler in den Schatten, indem er 71,4 Prozent der Scheibenaufwürfe, denen er sich stellte, für sich entscheiden konnte. Allerdings fehlte der Mittelstürmer den Bullen zuletzt seit 2. Januar verletzungsbedingt.
DIE PERSONALIEN:
Die beim 2:0-Auswärtserfolg in Wien am Dienstag noch aufgrund leichter Erkrankungen fehlenden Jakob Holzer und Daniel Obersteiner kehrten zur Wochenmitte in das Mannschaftstraining zurück und stehen damit wieder zur Verfügung. Weiterhin verzichten müssen die Rotjacken auf die Verletzten Nick Petersen, Thomas Koch, Johannes Bischofberger und Dennis Sticha. Der Letztgenannte konnte sich jüngst über Fortschritte auf seinem langen Leidensweg (letztes Ligaspiel am 3. Oktober) freuen und erste vorsichtige Eiskontakte absolvieren. Ein Fragezeichen steht hinsichtlich der Partie bei den Bullen hinter der Mitwirkung von Rok Tičar, der das Training am Samstag aufgrund einer Erkrankung auslassen musste.
DER KOMMENTAR:
„Salzburg ist heuer keine schlechte Mannschaft, gegen sie muss man zu einhundert Prozent bereit sein. Ich glaube aber, dass wir gute Chancen auf einen Auswärtssieg haben, wenn wir unser Spiel über 60 Minuten hinweg durchziehen. Die Bullen sind sehr kompakt, verfügen immer über vier Linien, die ein intensives und eisläuferisch starkes Spiel aufs Eis bringen. Eine ihrer großen Stärken ist der Forecheck, wir müssen versuchen, diesen zu brechen, die Scheibe so schnell wie möglich in ihre Defensivzone zu bringen und dort unser Offensivspiel zu entwickeln.“ (Manuel Geier, Stürmer EC-KAC)
Medieninfo KAC
22.01.2022





