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Am Freitag steht für den KAC ein Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Olimpija Ljubljana auf dem Programm.

DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC hat eine abwechslungsreiche Woche hinter sich: Auf eine im gleichen Maße unnötige wie unglückliche Heimniederlage gegen Ljubljana (2:3) folgte ein klarer Auswärtssieg in Villach (4:0), zwei Tage später resultierte eine durchwachsene Vorstellung gegen den HC Pustertal erneut in einem Verlust auf eigenem Eis (2:3). Die Rotjacken liegen damit weiterhin auf Rang sieben der ICE Hockey League-Tabelle, die unverändert über ein sehr dichtes Verfolgerfeld verfügt, in dem weniger als zwei Zehntelpunkte zwischen dem Dritten und Achten liegen. Eine bessere Platzierung des Titelverteidigers verhinderte bisher die recht dürftige Heimbilanz: Von 13 Begegnungen in der Stadthalle konnte RotWeiß nur fünf in regulärer Spielzeit gewinnen. Unverändert ist der EC-KAC eine der defensivstärksten Mannschaften der Liga, lediglich Spitzenreiter Salzburg (2,26) hat weniger Gegentreffer pro Saisonspiel kassiert als die Rotjacken (2,38).

Der HK Olimpija Ljubljana nimmt das zweite Auswärtsspiel in Klagenfurt innerhalb von zehn Tagen von Tabellenplatz zwei aus in Angriff: Erst die Niederlage im jüngsten Ligaspiel am vergangenen Sonntag (2:4 bei Fehérvár AV19) sorgte dafür, dass die Grünen Drachen den sprichwörtlichen Platz an der Sonne, den sie 64 Tage lang gehalten hatten, verlassen mussten. Die Slowenen konnten in den vergangenen Wochen nicht mehr ganz an ihre herausragende Erfolgsbilanz aus der Frühphase der Saison anknüpfen, von den elf Partien seit der Länderspielpause Anfang November vermochten sie nur noch vier zu gewinnen. Unverändert ist Olimpija aber eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga: 3,52 erzielte Treffer pro Saisonspiel werden aktuell nur vom EC VSV übertroffen. In der Fremde konnte Ljubljana bislang sieben von zwölf Partien für sich entscheiden. Für den Tabellenzweiten geht es am Freitag in Klagenfurt auch darum, zu verhindern, dass man erstmals im laufenden Spieljahr drei Verluste am Stück hinnehmen muss, denn vor der Niederlage in Ungarn am Sonntag zogen die Slowenen auch auf eigenem Eis gegen den HC Innsbruck (2:3) den Kürzeren.

DER GEGNER:
|| SPIELER IM FOKUS ||
Den breiten und ausgeglichenen Stamm des Olimpija-Kaders machen einheimische Spieler aus, die Slowenen sind der einzige Klub in der Liga, der (mit 3,96) noch weniger Legionäre pro Saisonpartie eingesetzt hat als der EC-KAC (4,31). Die teaminterne Punktewertung – und gleichzeitig auch die Scorerliste der gesamten ICE – führt mit dem Franzosen Guillaume Leclerc allerdings ein Importspieler an, er hält derzeit bei 33 Zählern und zeichnete beim Gastspiel in der Stadthalle in der Vorwoche auch für das Game Winning Goal verantwortlich. Eine hervorragende Saison absolviert bisher auch Leclercs Linienkollege und Mittelstürmer Nik Simšič, der bereits zehn Torerfolge verbuchen konnte. Schussfreudigster Akteur im Kader ist der ehemalige Klagenfurter Žiga Pance, der aktuell mit einem Schnitt von 0,80 Scorerpunkten pro Partie die Bilanzen aus jeder seiner vorangegangenen zehn Saisonen in der ICE (bzw. EBEL) übertrifft. Aus dem Kreis der Verteidiger agierte im jüngsten Duell mit dem EC-KAC Aljoša Crnovič am auffälligsten: Der 22-Jährige, der erst Ende November aus Jesenice nach Ljubljana gewechselt war, kam in sämtlichen Spielsituationen zum Einsatz und arbeitete insgesamt knapp 21 Minuten Eiszeit ab.

|| BILANZ GEGEN DEN EC-KAC ||
Das erste Saisonduell mit den Rotjacken am 7. Dezember, das der HK Olimpija Ljubljana in Klagenfurt mit 3:2 zu seinen Gunsten entscheiden konnte, war das bislang einzige Ligaspiel zwischen diesen beiden Klubs. Das Resultat markierte auch den ersten Erfolg einer Mannschaft aus Sloweniens Hauptstadt in einem in der Stadthalle ausgetragenen Spiel gegen die Kampfmannschaft des EC-KAC seit Dezember 2013, denn „Vorgängerklub“ HDD Olimpija Ljubljana hatte vor seinem Exodus aus der damaligen EBEL in Klagenfurt neun Mal in Folge verloren. Das zwischen 2007 und 2017 in der Liga aktive Team siegte bei 29 Auftritten in der Landeshauptstadt überhaupt nur vier Mal, insgesamt gingen von 57 Konfrontationen lediglich 16 an die Grünen Drachen. Der nunmehrige HK Olimpija Ljubljana stellte sich in den vergangenen Jahren in der Alps Hockey League den Duellen mit dem Future Team des EC-KAC, zwischen 2017 und 2021 siegten die Slowenen dabei in zwölf von 14 Begegnungen.

|| DAS LETZTE DUELL ||
Der EC-KAC war der letzte der zwölf ICE-Konkurrenten, gegen den der HK Olimpija Ljubljana nach seinem Ligaeinstieg im Sommer noch nicht gespielt hatte, vor neun Tagen kam es nun aber zum ersten Saisonduell zwischen diesen beiden Teams, das die Slowenen knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Die Grünen Drachen konvertieren ihre ersten zwei Überzahlgelegenheiten in dieser Begegnung gleich zu Treffern, Klagenfurt glich später aus, aber ein noch unglücklich abgefälschter Leclerc-Schuss in der 57. Minute brachte die Entscheidung zu Gunsten der Gäste. Der Erfolg Olimpijas war aber keineswegs unverdient, kam man doch auf einen Puckbesitz-Anteil von 49,8 Prozent, was dem zweitbesten Wert eines in der laufenden ICE-Saison in der Stadthalle gastierenden Gegners entsprach. Die Rotjacken offenbarten in dieser Partie insbesondere in der Defensive einige Schwächen, sie ließen 19 Abschlüsse Ljubljanas aus dem Slot zu, in keinem der übrigen 25 Saisonspiele kam ein KAC-Gegner auf mehr Torschüsse aus dieser gefährlichen Zone. Sehr stark agierte auch der Goalie der Slowenen: Žan Us parierte 43 von 45 Schüssen der Rotjacken und gab insgesamt nur vier unkontrollierte Rebounds her.

DIE PERSONALIEN:
Die seit Wochen sehr lange Liste an verletzungsbedingten Ausfällen wurde in den jüngsten Runden sukzessive kürzer, dieser Trend dürfte sich auch vor dem neuerlichen Gastspiel Ljubljanas fortsetzen: Nick Petersen (14 Ligaspiele out), Paul Postma (zehn) und Samuel Witting (acht) kehrten allesamt rund um das vergangene Wochenende in den Vollkontakt-Trainingsbetrieb am Eis zurück und stehen kurz vor einem Comeback. Die finalen Entscheidungen über Einsätze am Freitag fällt die medizinische Abteilung des ECKAC in allen drei Fällen nach dem Morning Skate am Spieltag, insbesondere bei Nick Petersen dürfte einer Rückkehr in das Lineup jedoch nichts mehr entgegenstehen. Fix fehlen werden den Rotjacken hingegen Dennis Sticha, bei dem sich weiterhin keine Rückkehr auf das Eis abzeichnet, und David Maier, der sich bereits wieder entlang des Return-to-Game-Protokolls bewegt und vermutlich schon in der kommenden Woche wieder einsatzfähig sein wird.

DER KOMMENTAR:
„Ich freue mich sehr darauf, bald wieder in die Mannschaft zurückzukehren und meinen Job zu erfüllen. Ich brenne darauf, mich für und in das Team einzubringen, damit wir in den kommenden Wochen möglichst viele Siege einfahren können. Der aktuelle ist ein wichtiger Teil der Saison und wir wollen vor Weihnachten jetzt drei gute Leistungen abliefern, damit wir in der Tabelle bald wieder dort stehen, wo wir als Mannschaft hinwollen. Olimpija war beim letzten Duell vor zehn Tagen sehr gut und ist sehr dynamisch aufgetreten. Sie verfügen über einige Spieler, die schon lange zusammenspielen, dementsprechend sind sie gut darin, Möglichkeiten zu kreieren. Ljubljana hat uns zu Beginn der Partie überrascht und wir mussten viel investieren, um den Spielstand auszugleichen, das möchten wir diesmal verhindern. Wir wollen also unbedingt besser in diese Begegnung starten als in die letzte. Es fühlt sich wie ein Spiel um Tabellenplatz eins an und ich bin bereit, mich reinzuwerfen und der Mannschaft zu helfen, erfolgreich zu sein.“ (Nick Petersen, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo EC KAC

16.12.2021

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