In der bet-at-home ICE Hockey League steht für Rekordmeister KAC am Sonntag ein Heimspiel gegen den HC Orli Znojmo auf dem Programm.
DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC konnte in jedem seiner jüngsten drei Ligaspiele punkten, wartet in der ICE Hockey League aber bereits seit 22. Oktober oder sieben Runden auf einen „Dreier“. Im bisherigen Wochenverlauf performten die Rotjacken ausgezeichnet: Nach dem überragenden 4:0-Erfolg im Hinspiel des CHL-Achtelfinals gegen Leksand am Dienstag siegten die Klagenfurter am Freitagabend auch auswärts bei den Black Wings Linz. Aufgrund eines Gegentreffers in der letzten Minute der regulären Spielzeit musste RotWeiß dort allerdings ins Penaltyschießen, das schließlich Thomas Koch entschied. Die Adler aus Südmähren sind das einzige von insgesamt 14 Teams, dem der EC-KAC 2021/22 in Bewerbsspielen gegenüberstand, gegen das er aber noch nicht punkten konnte.
Der HC Orli Znojmo hält in der ICE Hockey League aktuell bei einem Punkteschnitt von 1,389 pro Partie, woraus sich – zwei Ränge hinter den Rotjacken – Tabellenplatz neun ergibt. Die Tschechen wechselten im International Break ihren Head Coach: Klublegende Jiří Beroun trat wieder ins zweite Glied zurück, Glen Hanlon übernahm. Unter dem ehemaligen NHL-Trainer fuhr man im Verlauf der bisherigen Woche zwei von sechs möglichen Punkten ein, die Heimspiele gegen Ljubljana und Dornbirn endeten mit 3:5 bzw. 2:1 nach Verlängerung. In der bisherigen Saison kamen die Adler in Auswärtspartien nur selten richtig in Fahrt, zwei Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, nur Linz und Graz sammelten in der Fremde weniger Zähler. Verlassen konnte sich Znojmo bislang auf sein exzellentes Powerplay, das mit einer Effizienz von 28,0 Prozent momentan das statistisch betrachtet beste der Liga ist.
DER GEGNER:
|| SPIELER IM FOKUS ||
Auffälligster Spieler im bisherigen Saisonverlauf war Ryan Culkin: Der mit vielen Freiheiten ausgestattete Offensivverteidiger, der im Powerplay zeitweise sogar an der Halfwall zum Einsatz kommt, entschied auch die Partie gegen Dornbirn am Freitag für Znojmo, als er zum Treffer in Regulation assistierte und jenen in der Verlängerung selbst erzielte. Eine der positivsten Überraschungen im Kader der Adler war bislang auch Mittelstürmer Radek Prokeš, der in seinem ersten Jahr in der Liga bereits zehn Treffer erzielen konnte. Nach sechswöchiger Verletzungspause wieder zurück im Lineup der Tschechen ist der Schwede Filip Ahl, der im ersten Aufeinandertreffen mit dem EC-KAC einmal mehr einen sehr guten Tag erwischte und gleich vier Punkte sammelte. In den knapp zwei Monaten seit dieser Partie hat sich der Kader der Adler auch noch einmal nicht unwesentlich verändert, so stehen mit dem schwedischen Verteidiger Alexander Younan und dem russischen Stürmerroutinier Ilya Zubov zwei neue Legionäre unter Vertrag.
|| BILANZ GEGEN DEN EC-KAC ||
Für die Rotjacken war der HC Orli Znojmo seit seinem erstmaligen Einstieg in die Liga im Jahr 2011 meist ein angenehmer Gegner: Von bislang 46 Duellen konnte der EC-KAC gleich 32 für sich entscheiden, woraus sich eine Winning Percentage von starken 69,6 Prozent ergibt. In den vergangenen Jahren etablierte sich in Begegnungen der beiden Klubs eine deutliche Heimtendenz: Während die Rotjacken auswärts in fünf der jüngsten sechs Duelle den Kürzeren zogen, siegten sie zu Hause acht Mal in Serie. Der letzte ZnojmoErfolg in der Stadthalle liegt fast fünf Jahre zurück und datiert vom 2. Dezember 2016 (2:4).
Bei vier ihrer jüngsten sieben Auftritte beim Titelverteidiger gelang den Tschechen kein Treffer, historisch betrachtet liegt ihr Schnitt an pro Spiel in Klagenfurt erzielten Toren um 35,9 Prozent niedriger als jener in allen anderen seit 2011 bespielten Arenen inklusive der eigenen.
|| DAS LETZTE DUELL ||
Das erste und bisher einzige Saisonduell zwischen dem EC-KAC und dem HC Orli Znojmo, damals das jeweils dritte Ligaspiel für die beiden Teams 2021/22, ging am 24. September in Südmähren über die Bühne und endete mit einem haushohen 6:0-Erfolg der Adler. Für die Rotjacken war die herbe Niederlage ihre höchste in einem Ligaspiel seit 335 Partien. Die Klagenfurter vergaben nach frühem 0:2-Defizit sowohl in den Minuten vor als auch jenen nach der ersten Pause aussichtsreiche Gelegenheiten zum Comeback und liefen letztlich in ein Debakel. Und das, obwohl sie über mehr Zeit im Puckbesitz (53,3 Prozent) sowie mehr Sequenzen mit Scheibenkontrolle in der Angriffszone (66 gegenüber 56) verfügten und auch mehr Faceoffs für sich entscheiden konnten (55,9 Prozent). Znojmos vordergründige Vorteile in dieser Partie waren die Effizienz in der Offensive (18,8 Prozent der Torschüsse landeten auch in den Maschen, zweithöchster Wert eines Gegners in einem ICE-Spiel gegen die Klagenfurter heuer) und das geglückte Powerplay: Zwar verbrachten die Tschechen nur unterdurchschnittliche 60,8 Prozent ihrer Zeit bei numerischem Vorteil in der Angriffszone, dabei agierten sie aber sehr geschickt und konvertierten sechs Überzahlsituationen zu drei Treffern.
DIE PERSONALIEN:
Im Spiel in Linz verlängerte sich die Verletztenliste der Rotjacken weiter, neben Jakob Holzer, Kele Steffler, Paul Postma, Nick Petersen, Dennis Sticha und Johannes Bischofberger wird gegen Znojmo auch Samuel Witting fehlen, der sich am Freitag eine Unterkörperblessur zuzog. Im Training am Samstag ebenfalls nicht am Eis standen Martin Schumnig (leicht angeschlagen), Sebastian Dahm und Thomas Koch (jeweils Pause), alle drei stehen für das Spiel am Sonntag aber zur Verfügung. Vorgesehen ist, dass für die Begegnung mit den Tschechen Marcel Witting und Maximilian Theirich in das Aufgebot aufrücken.
DER KOMMENTAR:
„So ziemlich alles, was wir im Hinspiel in Znojmo gemacht haben, müssen wir dieses Mal besser machen. Aber die Tschechen haben jetzt einen neuen Trainer, damit auch ein ganz neues System, sie werden also quasi ein anderer Gegner sein. Wir haben das erste Duell nicht vergessen, viel mehr Motivation als den Gedanken an das 0:6 dort braucht es morgen nicht. Wir wollen dort anknüpfen, was uns in dieser Woche bisher ausgezeichnet hat, nämlich über harten Kampf ins Spiel zu kommen, unsere Zweikämpfe zu gewinnen und vor allem defensiv gut zu stehen und dadurch wenig Chancen zuzulassen. Vorne wollen wir versuchen, wieder effizienter zu agieren als im letzten Spiel.“ (Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC).
Medieninfo EC KAC
20.11.2021