Nach der Sternstunde in der Champions Hockey League steht für den KAC am Freitag in der ICE Hockey League das Auswärtsspiel bei den Black Wings Linz auf dem Programm.
DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC bestreitet in Linz sein erstes Ligaspiel nach dem International Break, die Rotjacken hatten am Dienstag aber bereits auf internationaler Ebene für ein Ausrufezeichnen gesorgt, als sie im Achtelfinalhinspiel in der Champions Hockey League den schwedischen Spitzenklub Leksands IF mit 4:0 besiegen konnten. In der ICE lief es für die Klagenfurter vor der Länderspielpause allerdings weniger erbaulich, sie warten seit sechs Runden auf einen „Dreier“. In der Tabelle hat der Titelverteidiger damit etwas an Boden verloren, der seit dieser Woche für das Ranking ausschlaggebende Schnitt an Punkten pro Spiel liegt beim EC-KAC bei 1,471, die aktuell Platz acht bedeuten. Die Black Wings Linz verbuchten in ihren 18 Saisonspielen ebenso viele Zähler, sie empfangen den EC-KAC auf Tabellenrang zwölf liegend. Allerdings steigerten sich die Oberösterreicher in den vergangenen Wochen deutlich: Nachdem sie an den ersten neun Spieltagen keinen einzigen Sieg nach regulärer Spielzeit holen konnten, fuhr man in den beiden jüngsten Runden gegen den HC Pustertal (1:0) und bei Fehérvár AV19 (3:2) das Punktemaximum ein. Auch das erste Saisonduell mit Klagenfurt konnte Linz erfolgreich gestalten, Anfang Oktober konnte man sich in der Stadthalle mit 6:5 nach Overtime durchsetzen. Auf eigenem Eis punkteten die Black Wings in jeder ihrer letzten ach Partien, die vollen drei Punkte durften sie sich dabei allerdings nur in zwei Fällen gutschreiben.
DER GEGNER:
|| SPIELER IM FOKUS ||
Von Spielmacher Dragan Umičević geht bei Linz stete Gefahr aus, zumal der Schwede in der Vergangenheit gerade in Duellen mit dem EC-KAC häufig groß aufspielte: Seit seinem Wechsel in die Liga im Jahr 2018 punktete er in zwölf von 15 Partien gegen Klagenfurt und verbuchte dabei (nebst drei Treffern auch) starke 21 Torvorlagen, insgesamt also 24 Zähler. Häufig ist es der Linzer Top-Torjäger Brian Lebler, der seine Zuspiele zu verwerten weiß: Der in Klagenfurt geborene Austro-Kanadier erzielte seit seiner Rückkehr nach Oberösterreich im Sommer 2016 in 26 direkten Begegnungen mit dem EC-KAC gleich 17 Treffer. Der neben dem Duo einzige Akteur im Kader der Black Wings, der heuer ebenfalls bereits auf ein zweistelliges Punktekonto verweisen kann, ist Center Will Pelletier (vier Tore und acht Assists in 13 Spielen), er fehlte im dienstägigen Auswärtsspiel in Székesfehérvár aber ebenso wie die Verteidiger Chris Rumble und Raphael Wolf sowie die Stürmer Andris Džeriņš, Kai Kantola und Julian Pusnik. Verbesserte Form bewies zuletzt Jared Coreau: Der ehemalige NHL-Goalie kassierte bei seinen bisher drei Starts im November nur vier Gegentreffer und kam auf eine Save-Percentage von 95,5 Prozent.
|| BILANZ GEGEN DEN EC-KAC ||
Historisch betrachtet sind die Oberösterreicher für die Rotjacken ein schwer zu bespielender Gegner: Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 haben die Klagenfurter gegen kein anderes Team seltener gewonnen als gegen Linz, ihre Siegesquote liegt bei nur 45,0 Prozent. Im Detail heißt das: In 77 von 140 Begegnungen setzten sich die Black Wings durch, die in diesen Konfrontationen auch deutlich mehr Treffer erzielten (419 gegenüber 377). Allerdings agierte der EC-KAC in der jüngeren Vergangenheit in Auswärtspartien an der Donaulände recht erfolgreich: Acht der letzten zwölf Spiele dort konnte Rot-Weiß gewinnen, in neun Fällen dieses Zeitraums punktete man. In der vergangenen Saison blieb der Rekordmeister bei beiden Auftritten in Linz ohne Gegentreffer, das letzte Wings-Tor gegen Klagenfurt auf eigenem Eis datiert also vom 6. März 2020, dem zweiten Spiel in der später pandemiebedingt abgebrochenen Viertelfinalserie.
|| DAS LETZTE DUELL ||
Die Black Wings Linz und der EC-KAC trafen im bisherigen Saisonverlauf erst ein Mal aufeinander: Am 8. Oktober feierten die Oberösterreicher in der Stadthalle einen 6:5-Sieg nach Verlängerung. Dabei glichen die Gäste drei Mal eine Rotjacken-Führung aus, beim Zwischenstand von 3:5 sorgte ein Doppelschlag von Rok Tičar und Thomas Koch innerhalb von zwölf Sekunden der 58. Spielminute für eine Overtime, in der letztlich ein Powerplaytreffer für die Entscheidung sorgte. In dieser Begegnung kam Linz mit 23,1 Prozent auf die beste Scoring-Effizienz eines KAC-Gegners in der laufenden Saison, zum Vergleich: Im Durchschnitt konvertierten gegen Klagenfurt antretende Teams heuer bislang 10,3 Prozent ihrer Torschüsse auch tatsächlich in Treffer. Weitere rot-weiße Schwachpunkte in dieser Partie waren die Faceoffs (zweitniedrigste Erfolgsquote im ICE-Saisonverlauf mit 42,2 Prozent) und das Unterzahlspiel (zwei Gegentore in fünf Unterzahlsituationen, einziges Saisonspiel der Black Wings mit mehr als einem Powerplaytreffer). Die Niederlage der Kärntner in diesem Spiel lag insgesamt eindeutig in der Defensive begründet, das Angriffsspiel funktionierte durchaus ansehnlich: Auf 60:00 Minuten gerechnete 67,7 Zoneneintritte und 325 angekommene Pässe bildeten jeweils den zweitbesten Wert der Ligasaison hinter dem Auftaktspiel gegen inferiore Vienna Capitals.
DIE PERSONALIEN:
Die Rotjacken müssen in Linz unverändert auf die Langzeitausfälle Paul Postma, Kele Steffler, Nick Petersen und Dennis Sticha verzichten. Wieder ins Training eingestiegen ist hingegen der zuletzt angeschlagene Niki Kraus, der am Freitag in das Lineup zurückkehren sollte. Dem Aufgebot ebenfalls angehören werden aller Voraussicht nach auch David Maier und Andrej Tavželj: Nach ihren Saisondebüts in der Kampfmannschaft am Dienstagabend im CHL-Achtelfinale gegen Leksand plant der EC-KAC, die beiden Verteidiger am Freitagvormittag auch für den Spielbetrieb in der bet-at-home ICE Hockey League zu registrieren.
DER KOMMENTAR:
„Es ist häufig so, dass Teams nach einem International Break ein anderes Gesicht zeigen. Wir haben uns bislang nicht intensiv mit Linz beschäftigt, sondern an Details in unserem Spiel gearbeitet und an Faktoren, die uns erfolgreich machen. Wichtig wird sein, dass wir den Schwung aus dem CHL-Spiel gegen Leksand mitnehmen und möglichst an unsere Vorstellung am Dienstag anknüpfen. Der Fokus liegt aber klar auf uns selbst, mit den Details des Systems der Linzer und den Erkenntnissen aus dem Pre-Scouting machen uns die Trainer dann am Vormittag des Spieltags vertraut.“ (Andrej Tavželj, Verteidiger EC-KAC)
Medieninfo EC KAC
18.11.2021





