Zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis war diese Woche Austria Wien Stürmer Marco Djuricin.
Alle Stimmen zu „DAB | Der Audiobeweis“
Marco Djuricin (FK Austria Wien):
…auf die Frage, ob er nach Toren gegen seine Ex-Vereine prinzipiell nicht jubelt oder ob es bei Sturm Graz speziell ist: „Ich habe bei so vielen Vereinen gespielt. Wenn ich das bei jedem Verein machen würde, dann kann ich ja nirgends jubeln. Aber bei Sturm ist es etwas anderes gewesen. Ich bin damals wieder von Deutschland zurückgekommen und sie haben mir eine gute Plattform gegeben. Sie waren damals dankbar, dass ich die Tore gemacht habe und ich war dankbar, dass es keine Pfiffe gegeben hat und sie mich immer voll unterstützt haben. Von daher ist es zwischen mir und Sturm nochmals etwas anderes, als bei den anderen Vereinen.“
…angesprochen auf Sturm Graz: „Für mich derzeit die zweitbeste Mannschaft in Österreich.“
…zur Tabellensituation und zur derzeitigen Stimmung bei der Wiener Austria: „Die Saison ist noch früh, aber natürlich ist es nicht wünschenswert, dass man am letzten Platz ist. Das ist nicht in Ordnung. Aber wir sind auch selber schuld. Gegen Tirol und Klagenfurt hätten wir gewinnen sollen. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt haben wir gegen eine gute Sturm-Mannschaft einen Punkt geholt, was natürlich positiv stimmt. Die Stimmung ist trotzdem gut, weil sich jeder aufs Derby freut.
…zur Aussage von Trainer Schmid ,Es können ein, zwei Scheiß-Jahre werden´: „Ich denke, da wollte er auf jeden Fall Druck rausnehmen für die jungen Spieler. Wir haben schon eine junge Mannschaft, muss ich sagen, wenn ich mit 28 der viertälteste bin. Trotzdem ist man als Sportler ehrgeizig und möchte jedes Spiel gewinnen.“
…zum Saisonstart und zur Entwicklung der Mannschaft: „Die letzten Wochen haben wir uns jede Woche gesteigert. Ich hoffe, es bleibt auch so.“
…über seine Beziehung zu Trainer Schmid und sein kritisches Interview nach dem Hinspiel zur Qualifikation für die UEFA Conference League gegen den isländischen Klub Breidablik: „Erstmals muss ich sagen, dass die Aussage nicht in Ordnung war. Das Problem ist, dass ich den Manfred Schmid kenne, seit ich ein Baby bin. Da haben wir eine bisschen andere Beziehung, das habe ich zu sehr ins Interview reingezogen, was gar nicht geht. Das tut mir auch leid. Ich weiß auch, was er von mir will und ich bin jetzt auch in einem anderen Alter, wo ich in einer anderen Position bin. Ich muss mich auch anders zeigen. Das habe ich zu Saisonbeginn nicht richtig gemacht.“
…über das anstehende Wiener Derby: „Ich sage es einmal glimpflich: Am sechsten Spieltag wollen wir nicht mehr Letzter sein. Bei einem Derby kannst du nicht sagen, ob es einen Favoriten gibt. Wir haben trotzdem Respekt. Rapid hat eine gute Mannschaft. Wir sind demütig, aber wollen trotzdem gewinnen. Jetzt haben wir wieder eine Leistungssteigerung gehabt und ich hoffe, wir explodieren am Sonntag und dann bin ich sehr positiv gestimmt. Ich sage, wir gewinnen 2:1.“
…über einen möglichen Nachteil von Rapid für Sonntag, wegen des Spiels gegen Luhansk: „Als Österreicher wünscht man sich, dass man so viele Mannschaften wie möglich im Europacup hat. Ich will nicht sagen, dass man da Rapid die Daumen drückt, aber es ist schon gut für den österreichischen Fußball, wenn es so ist. Aber es wird trotzdem anstrengend, die Reise ist nicht easy. Sie kommen am Freitag müde zurück, aber sie werden hochmotiviert sein, weil Derby ist Derby.“
…über seinen Vater Goran Djuricin und auf die Frage, wem er am Sonntag die Daumen drückt: „Nachdem es so schlecht geendet hat bei Rapid, drückt er mir die Daumen. Es war schon eine unangenehme Situation für uns als Familie. Es hat mir schon sehr leid getan für den Papa, weil man nicht vergessen darf, dass es sein erster Trainerjob war. Er hat Fehler gemacht, aber es hat wehgetan. Aber am Wochenende kann ich ja als Sohn ein bisschen was gutmachen.“
…über Grasshoppers Zürich: „Ein riesiger Verein, aber schon chaotisch. Ich hatte in zwei Jahren acht Trainer, zwei Präsidenten, zwei oder drei Sportdirektoren. Normal ist das nicht. Was da mit dem Papa passiert ist, war absehbar. Er hat es leider gewusst. Dort haben sie ihn leider angelogen, aber so ist der Fußball. Sie haben ihm gesagt, dass sie weiter mit ihm planen und eine Woche später haben sie ihn rausgehauen. So schaut es blöd aus. Es ist schwierig am Trainermarkt. Man braucht auch immer wieder ein Glück. Zu Grasshoppers wäre er auch nicht gekommen, ohne Fredy Bickel. Durch Kontakte kann immer etwas aufgehen und dann hoffen wir, dass er einen Job bekommt, wo er ein bisschen mehr Ruhe drinnen hat. Man muss schauen, ob er in der zweiten Liga auch was machen könnte. Ihn würde das Ausland schon interessieren, aber da er nicht so viel vorzuweisen hat, wird es schon schwierig. Da brauchst du schon Kontakte.“
…über seine Auslandsstationen und ob er sich nach seiner Rückkehr nach Österreich angekommen und Zuhause fühlt: „Auf jeden Fall. Ich konnte es sicher fünf, sechs Monate nicht realisieren, wenn du 12,5 Jahre nicht Zuhause warst. Jetzt bin ich Zuhause und fahre zehn Minuten zum Training. Es ist manchmal noch immer ein bisschen komisch, aber ich freu mich und bin endlich Zuhause, bei meinem Verein und kann es einfach nur genießen.“
…über sein Fazit: „Bei der letzten Station, dem Karlsruher SC, habe ich keinen LKW getroffen. Zu Brentford passte ich, von meinem Spielerprofil her, vielleicht nicht so hin, aber ich wollte es einfach sehen. Ich kann sagen, dass ich in England gespielt habe. Es war eine Top-Erfahrung für mich. Ich habe in London leben dürfen. Ferencváros war voll in Ordnung. Bei den Grasshoppers haben wir ein bisschen ein Chaos gehabt. Man kann es sehen, wie man will. Trotzdem habe ich bei Vereinen gespielt, wo viele Spieler nicht spielen werden. Von daher kann ich auf jeden Fall zufrieden sein.“
…angesprochen auf seine Zukunft: „Jetzt ist es anders. Wie ich im Ausland war, war es immer: Wie viele Tore muss ich schießen, damit ich diesen Schritt gehen kann. Jetzt bin ich daheim und will es einfach genießen und der Mannschaft helfen. Ich kann mir zurzeit nichts Besseres vorstellen. Wenn die Leute wüssten, wofür ich hier unterschrieben habe, glaubt es mir kein Mensch. Ich habe es aus Liebe zum Fußball oder auch zum Verein gemacht und mit Peter Stöger ein Trainer da war, unter dem ich einmal gerne trainieren wollte. Ich weiß trotzdem, was ich kann. Wenn ich fokussiert bin und gut drauf bin, dann traue ich mich schon zu sagen, dass ich einer der besten Stürmer in Österreich sein kann. Wenn ich nicht fokussiert bin, kann ich auch einer der schlechtesten sein. Aber man wird sehen, was die Zukunft bringt. Ich bin zufrieden, lass mich aber natürlich nicht gehen, weil ich ja hier auch Erfolg haben will. Meisterschaft wird schwierig, aber vielleicht Pokal. Da kann man vielleicht überraschen. Den Cup mit der Austria zu gewinnen, wäre schon etwas Feines.“
…zum ÖFB-Team und auf die Frage, ob es in letzter Zeit Kontakt gegeben hat: „Nein. Aber es ist auch in Ordnung. Ich habe im Nationalteam nichts zu suchen, derzeitiger Stand.“
DAB | Der Audiobeweis ist der Fußball- und Sport-Podcast von Sky Sport Austria. Hier diskutiert Kommentator Otto Rosenauer mit Moderator Martin Konrad, Sky Experten und Gästen über die ADMIRAL Bundesliga, das ÖFB-Team, Österreichs Legionäre und internationalen Fußball, wie die Deutsche Bundesliga, die Premier League, die UEFA Europa League sowie die UEFA Champions League.
Die neueste Folge ist ab sofort frei empfangbar auf skysportaustria.at/podcasts/dab-der-audiobeweis/ sowie auf den gängigen Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, FYEO und Deezer abrufbar
Medieninfo Sky Österreich
26.08.2021