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Müller, Frijns oder Rast? Audi-Piloten kämpfen um den DTM-Titel | Aufholjagd von Audi Sport in Indianapolis |
Endspurt in der DTM: Nach einer kurzen Pause stehen im belgischen Zolder am 10., 11., 17. und 18. Oktober innerhalb von acht Tagen vier Rennen auf dem Programm, die den Titelkampf bei den Fahrern entscheiden könnten.

Mit Tabellenführer Nico Müller (242 Punkte), seinem Teamkollegen Robin Frijns (224 Punkte) und Titelverteidiger René Rast (195 Punkte) kämpfen drei Audi-Piloten um den prestigeträchtigen Titel. Rein rechnerisch haben noch vier weitere Fahrer Chancen, doch schon nach dem ersten der vier Rennen in Zolder am Samstag könnte sich der Titelkampf auf die drei alles überragenden Fahrer der Saison reduzieren.

„Man hat am Nürburgring gesehen, wie schnell man Punkte einbüßen kann“, sagt Nico Müller, der in der Eifel zwei der vier Rennen gewann, wegen eines Sensorproblems und einer Kollision aber auch zweimal „nur“ Fünfter wurde.

Dass mit Robin Frijns sein derzeit härtester Rivale im Titelkampf der eigene Teamkollege im Audi Sport Team Abt Sportsline ist, stört den Schweizer nicht – ganz im Gegenteil: „Robin und ich sind befreundet und bekommen diese spezielle Situation bisher gut hin. Ich glaube, dass wir so eng zusammenarbeiten macht uns im Vergleich zu den anderen Teams gerade so stark.“

„Es gibt noch drei Wochenenden, sechs Rennen und viele Punkte, da kann noch alles passieren“, sagt Robin Frijns. „Wir müssen weiter hart arbeiten und schauen, wo wir nach dem zweiten Zolder-Wochenende stehen. Dann heißt es ‚all in!‘ beim Finale in Hockenheim.“

René Rast vom Audi Sport Team Rosberg hat bereits 47 Punkte Rückstand auf Nico Müller und 29 auf Robin Frijns. „Der Abstand ist bei den letzten Rennen leider relativ konstant geblieben, wir kommen einfach nicht näher“, sagt der zweimalige DTM-Champion. „Wir haben nur noch drei Wochenenden, und es muss schon viel passieren, um Nico und Robin noch einzuholen. Aber natürlich geben wir nicht auf.“

Die Strecke in Zolder mögen alle drei Titelkandidaten. „Im vergangenen Jahr war Zolder neu für mich“, sagt Nico Müller. „Die Strecke ist aufregend, ‚oldschool‘ – eine echte Herausforderung und mit unseren DTM-Autos echt spektakulär. Es gibt in diesem Jahr einen neuen Asphalt, vermutlich also noch mehr Grip. Das heißt für uns noch mehr Spaß im Auto.“

Für Robin Frijns ist Zolder ein Heimspiel. „Ich lebe nur 30 Minuten entfernt und kenne die Strecke sehr gut“, sagt der Niederländer. „Zolder ist eine kleine Nordschleife, die keine Fehler verzeiht – das mag ich. Im Qualifying muss eine gute Runde gelingen, denn das Überholen ist in Zolder extrem schwierig. Ich war dort schon letztes Jahr schnell – und mit meiner Qualifying-Pace in diesem Jahr rechne ich mir gute Chancen aus.“

Frijns holte sich 2020 schon fünfmal die Pole-Position und startete als einziger Fahrer im Feld bei allen zwölf Rennen von einem der besten drei Startplätze. 26 Punkte sammelte Frijns in dieser Saison allein im Qualifying, 21 Müller, 17 Rast.

Auch der Titelverteidiger hat gute Erinnerungen an Zolder. „Ich habe dort im vergangenen Jahr das Sonntagsrennen gewonnen“, sagt Rast. „Die Strecke ist ziemlich cool. Sie liegt mitten in der Natur. Es gibt kaum Auslaufzonen. Ich stimme Robin zu: Das ist wie eine kleine Nordschleife.“

Für Loïc Duval, Mike Rockenfeller und Jamie Green verläuft die Saison bisher eher durchwachsen. In Zolder wollen aber alle auf Punktejagd gehen. „Mir haben die Strecke und die Atmosphäre schon im vergangenen Jahr gut gefallen“, sagt Duval. „Vor allem im zweiten Rennen am Sonntag war das Racing richtig gut“, erinnert sich Rockenfeller. „Ich habe ich mir in Zolder am Sonntag mit einem spektakulären Manöver in der letzten Runde noch Platz drei geholt“, sagt Green.

„Ich hoffe, dass wir in Zolder auch dieses Mal wieder faszinierenden Rennsport sehen werden“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Im vergangenen Jahr war BMW dort stark. Nachdem uns die Titel in der Hersteller- und der Teamwertung nicht mehr zu nehmen sind, geht es jetzt darum, auch den Fahrertitel sicherzustellen. Das wäre ein perfekter Abschluss für die Class-1-Ära der DTM, die von Audi ganz massiv geprägt wurde.“

22 von 30 DTM-Rennen hat Audi mit dem aktuellen RS 5 DTM seit 2019 gewonnen, 69 von 90 möglichen Podien erzielt, 24 von 30 Pole-Positions (zuletzt 19 in Folge), 76 von 90 Top-3-Platzierungen im Qualifying und 23 von 30 schnellsten Rennrunden. Einen großen Anteil an dieser eindrucksvollen Bilanz hat der für 2019 neu entwickelte Zweiliter-Vierzylinder-TFSI-Motor, dessen spezifischer Verbrauch im Drehzahlbereich unter Volllast gegenüber dem alten V8-Motor um rund zehn Prozent verbessert wurde. Die im Motorsport erfolgreiche TFSI-Technologie sorgt bei Audi auch in vielen Serienmodellen für weniger Kraftstoffverbrauch und damit geringeren CO2-Ausstoß.
 


 
Aufholjagd von Audi Sport in Indianapolis
Beim zweiten Lauf der Intercontinental GT Challenge kämpfte sich das Audi Sport Team Hardpoint WRT mit dem Audi R8 LMS nach frühen Rückschlägen wieder bis auf den vierten Platz nach vorn. Regenschauer von unterschiedlicher Intensität verwandelten die 8 Stunden von Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana in der ersten Phase in ein unberechenbares Glücksspiel.

Vom neunten Startplatz war Markus Winkelhock ein guter Start gelungen. Bei schwierigen Verhältnissen im Regen fuhr der Audi Sport-Pilot bereits in der ersten Rennstunde unter die besten drei und setzte in der 49. und 50. Runde des Rennens jeweils eine neue beste Rundenzeit. Als sein amerikanischer Fahrerkollege Spencer Pumpelly das Cockpit übernahm, machten die Wetterverhältnisse es ihm unmöglich, in einen Rhythmus zu kommen. Bei abwechselnd stärkeren und schwächeren Schauern hatte der Amerikaner Pech bei der Reifenwahl.

Insgesamt drei Reifenschäden warfen die Startnummer 31 bis auf den neunten Platz zurück und brachten drei Runden Rückstand ein. Markus Winkelhock verbesserte sich im Audi R8 LMS danach wieder bis auf Platz fünf. Mirko Bortolotti führte die Aufholjagd abschließend mit starken Rundenzeiten fort und erreichte schließlich trotz einer Durchfahrtstrafe noch den vierten Platz. „Bereits im Qualifying haben wir gesehen, dass wir einen Rückstand auf die Rundenzeiten der Konkurrenz hatten, hinzu kamen im Rennen drei Reifenschäden“, sagte Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Dennoch haben sich unsere neue belgisch-amerikanische Teamkombination und unsere drei Fahrer nie irritieren lassen, ihren guten Sportsgeist bewiesen und sich wieder nach vorn gekämpft – Respekt.“

In der GT4-Kategorie des Rennens war ein weiterer Audi R8 LMS am Start. Das langjährige Audi-Kundenteam GMG Racing war mit Teambesitzer und Fahrer James Sofronas und seinen Teamkollegen Elias Sabo und Andy Lee am Start. Das Fahrertrio hatte die von vielen Führungswechseln geprägte, hart umkämpfte Klasse zu fünf verschiedenen Zeitpunkten des Rennens angeführt und erreichte schließlich den sechsten Platz.

Das nächste große Langstreckenrennen für Audi Sport customer racing ist der dritte Lauf zur Intercontinental GT Challenge in Belgien. Der Audi R8 LMS hat die 24 Stunden von Spa bereits vier Mal gewonnen und ist bereit für den Klassiker, der in diesem Jahr vom 22. bis 25. Oktober über die Bühne geht.
 


 
Sieg und Tabellenführung für Audi Sport Italia
Während die GT3-Version des Audi R8 LMS in Deutschland und Italien auf Erfolgskurs bleibt, gelang dem Team T3-HRT-Motorsport das erste Podiumsergebnis der Saison in der ADAC GT4 Germany. Mit insgesamt fünf Siegen in Amerika, Neuseeland und Schweden war der Audi RS 3 LMS das erfolgreichste Modell von Audi Sport customer racing am ersten Oktober-Wochenende.

Audi R8 LMS GT3
Zweiter Saisonsieg und Tabellenführung in Italien: In der Campionato Italiano GT Sprint feierte Audi Sport Italia seinen zweiten Saisonerfolg. Nach dem Auftakterfolg im August in Misano blieb Riccardo Agostini in Mugello erneut in einem Rennen ungeschlagen. Audi Sport-Pilot Mattia Drudi war erstmals in diesem Jahr bei einem Sprint als weiterer Fahrer mit an Bord. Als Dritter gestartet, übergab Agostini den Audi R8 LMS beim Fahrerwechsel bei schwierigen Wetterbedingungen auf dem siebten Platz seinem italienischen Landsmann. Trotz einer im Reglement definierten Boxenstopp-Handicapzeit von 20 zusätzlichen Sekunden wegen vorheriger Erfolge stürmte Drudi anschließend nach vorn, schnappte sich Gegner um Gegner und übernahm zwei Runden vor Schluss die Führung. Das Nachwuchstalent gewann mit sechs Zehntelsekunden Vorsprung. Bereits im Juli hatte Drudi auf dem Kurs in der Toskana für Audi Sport Italia den Auftakt der italienischen Langstrecken-Rennserie gewonnen. Nach dem Mugello-Wochenende führt sein Teamkollege Riccardo Agostini die Sprintwertung zur Saisonhalbzeit mit neun Punkten Vorsprung an.

Spannung an der Tabellenspitze: Nach der vierten von sieben Veranstaltungen im ADAC GT Masters könnte der Kampf um die Meisterschaft kaum spannender sein. Die beiden Audi Sport-Fahrer Kelvin van der Linde/Patric Niederhauser waren als Tabellenbeste mit vier Punkten Vorsprung zum Sachsenring gekommen, hatten ihre Position allerdings nach Platz sieben im ersten Rennen eingebüßt. Im zweiten Rennen erreichten sie im Audi R8 LMS den dritten Rang. Damit stehen sie wieder an erste Stelle in der Tabelle und liegen sieben Punkte vor ihren Verfolgern. Ihre Einsatzmannschaft Rutronik Racing liegt in der Teamwertung mit vier Zählern Vorsprung ebenfalls vorn. Das beste Rennergebnis eines Audi-Kundenteams gelang am Sachsenring dem Team WRT. Von Startplatz neun stürmten Audi Sport-Pilot Dries Vanthoor und sein belgischer Landsmann Charles Weerts im Sonntagsrennen bis auf die zweite Position vor. Sie sind aktuell Tabellenfünfte.

Podium in Neuseeland: Beim zweiten Lauf der South Island Endurance Series auf dem Kurs von Ruapuna stand erneut ein Kundenteam von Audi auf dem Podest. Christina Orr-West und Brendon Leitch erreichten wie schon beim Auftakt in Teretonga den dritten Platz im Audi R8 LMS ultra.

Audi R8 LMS GT4
Zweiter Platz in Südfrankreich: Saintéloc Racing erzielte bei der dritten Veranstaltung der GT4 France in Le Castellet sein zweites Podiumsergebnis. Wie bereits zuvor in Magny-Cours gelang den Titelverteidigern Gregory Guilvert/Fabien Michal ein zweiter Platz, diesmal im zweiten von drei Rennen. Vom fünften Startplatz hatte sich Guilvert im Audi R8 LMS GT4 bereits im Verlauf der ersten drei Runden auf dem Hochgeschwindigkeitskurs bis auf Platz drei verbessert. In Runde sechs übernahm er den zweiten Platz. Fabien Michal führte das Ein-Stunden-Rennen nach dem Fahrerwechsel ab dem 15. Umlauf an. Erst in der vorletzten Runde konnte er eine Alpine von Mirage Racing nicht mehr hinter sich halten und überquerte die Ziellinie mit nur 0,393 Sekunden Rückstand als Zweiter.

Erstes Podium der Saison: Das Audi-Kundenteam T3-HRT-Motorsport erzielte beim dritten Lauf der ADAC GT4 Germany sein erstes Podiumsergebnis. Beim Heimspiel der Mannschaft aus Dresden auf dem Sachsenring verbesserten sich der 20 Jahre alte Brite William Tregurtha und sein 16 Jahre alter deutscher Fahrerkollege Hugo Sasse im Audi R8 LMS GT4 sonntags vom sechsten Startplatz bis auf die dritte Position. Mit der Bestzeit im Qualifying für das erste Rennen hatte Tregurtha bereits tags zuvor bewiesen, wie gut er mit der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn bei Chemnitz zurechtkommt.

Zweite Plätze in Südafrika: Marius Jackson setzt den Audi R8 LMS GT4 in Südafrika auch in dieser Saison in der Rennserie G&H Transport Extreme Supercars ein. Beim zweiten Lauf auf dem Phakisa Freeway erzielte der Geschäftsmann in beiden Sprintrennen den zweiten Platz in seiner Klasse.

Audi RS 3 LMS (TCR)
Drei Siege und Tabellenführung in Schweden: In der TCR Scandinavia gelang dem Team Brink Motorsport bei der dritten Veranstaltung in Mantorp auf halber Strecke zwischen Göteborg und Stockholm ein Rekordwochenende. Zum ersten Mal in dieser Saison entschied das schwedische Audi-Kundenteam mit dem Audi RS 3 LMS alle drei Durchgänge für sich. Tobias Brink gewann die ersten beiden Sprints, sein Teamkollege Hannes Morin das dritte Rennen. Damit übernahm Brink in der entscheidenden Phase die Tabellenführung und hat nun 14 Zähler Vorsprung, während sein Team die Mannschaftswertung ebenfalls mit 14 Punkten Vorsprung anführt. In der Juniorwertung liegt Hannes Morin 39 Zähler vor seinem Verfolger. Bereits in einer Woche entscheidet sich die Meisterschaft beim Finale in Knutstorp.

Gelungener Saisonabschluss: Das New German Performance Team feierte beim Saisonfinale der TC America in Indianapolis seinen ersten Saisonsieg. Tristan Herbert lag im Audi RS 3 LMS an dritter Stelle, als ein Unfall zwischen seinen beiden Vordermännern das Safety-Car auf den Plan rief. Nach der Gelbphase dauerte das Rennen noch sieben Minuten, in denen Herbert den Attacken seiner Verfolger standhielt und mit 28 Hundertstelsekunden Vorsprung gewann. Tags darauf führte Herbert das zweite Rennen erneut an, musste sich am Ende aber Honda-Pilot Victor González geschlagen geben. Das New German Performance Team hat in dieser Saison zwei Veranstaltungen der TC America bestritten und dabei insgesamt drei Podiumsergebnisse eingefahren.

Drei Pokale in Neuseeland: Das Team Track Tec Racing feierte beim zweiten Lauf der South Island Endurance Series seinen ersten Langstreckensieg in der 3-Stunden-Wertung. Nachdem ihnen beim Auftakt nur neun Zehntelsekunden gefehlt hatten, gewannen Rowan Shepherd/Lochlainn Fitzgerald-Symes in Ruapuna das zweite Rennen im Audi RS 3 LMS souverän mit zehn Runden Vorsprung. Bei derselben Veranstaltung nahm Track Tec Racing auch mit zwei Audi RS 3 LMS am Ein-Stunden-Rennen teil. In der von acht Teilnehmern bestrittenen Klasse B erreichte Dennis Chapman den zweiten Platz vor Debbie Chapman.

Termine der nächsten Woche
09.–10.10. Knutstorp (S), 7. und 8. Lauf TCR Scandinavia
09.–10.10. Charlotte (USA), 8. Lauf IMSA WeatherTech SportsCar Championship
09.–11.10. Pergusa (I), 5. Lauf 24H Series
09.–11.10. Barcelona (E), 7. und 8. Lauf GT World Challenge Europe Sprint Cup
09.–11.10. Zolder (B), 5. und 6. Lauf GTC Race
09.–11.10. Barcelona (E), 7. und 8. Lauf TCR Europe
09.–11.10. Sepang (MAL), 1. und 2. Lauf TCR Asia South Series
09.–11.10. Riga (LV), 7. und 8. Lauf Baltic Touring Car Championship
10.–11.10. Barcelona (E), 1. und 2. Lauf TCR Ibérico
10.–11.10. Slovakiaring (SK), 5. und 6. Lauf FIA WTCR
10.–11.10. Sugo (J), 2. Lauf Super Taikyu Series
10.–11.10. Fort Grozny (RU), 13. und 14. Lauf TCR Russia
11.10. Mugello (I), 5. und 6. Lauf Coppa Italia Turismo

Presseinfo Audi

05.10.2020

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