Aktuelles und Buntes von der Formel E in Marrakesch

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Die Formel E ist an diesem Wochenende bereits zum vierten Mal zu Gast in Nordafrika. Im Vorfeld des Rennens in Marrakesch (Start Samstag um 15 Uhr Ortszeit/MEZ) besuchte Audi-Pilot Lucas di Grassi das größte Solarstromkraftwerk der Welt.

Audi betreibt in Brüssel (Belgien), Györ (Ungarn) und San José Chiapa (Mexiko) bereits erste Werke mit nachhaltiger Energie. Dabei hat Solarstrom einen sehr großen Anteil. Das Rennen in Marrakesch nutzte Lucas di Grassi dazu, das weltweit größte Solarstromkraftwerk zu besichtigen. Der Noor Solar Power Complex in Ouarzazate liegt rund 200 Kilometer von Marrakesch entfernt hinter dem Atlasgebirge. Die Sonne scheint hier – mit wenigen Ausnahmen – 365 Tage im Jahr. Der Ort ist damit perfekt geeignet für die über 3.000 Hektar große Anlage, deren Solarpanels eine Fläche von 3.500 Fußballfeldern belegen. „Diese unglaublich große Fläche zu sehen war extrem eindrucksvoll“, sagt Lucas di Grassi, der sich von den Betreibern der richtungsweisenden Anlage alle Details erklären ließ. „Das Solarkraftwerk erzeugt jeden Tag doppelt soviel Energie, wie sie in Marrakesch benötigt wird.“ Bei der Führung entdeckte er auch eine Gemeinsamkeit mit seinem Audi e-tron FE06: Hochpräzise Lagertechnik für Solarspiegel stammt von Audi-Technologiepartner Schaeffler.

An seinem Geburtsort São Paulo (Brasilien) hat Lucas di Grassi den Zero Summit ins Leben gerufen – den ersten Kongress Lateinamerikas rund um Technologien und Ideen, die für CO2-Neutralität sorgen. Der Event findet vom 6. bis 8. Oktober statt. „Audi wird den Zero Summit unter anderem dazu nutzen, den Audi e-tron Sportback in Brasilien einzuführen“, sagt di Grassi.

Zwischen den beiden Formel-E-Rennen in Mexiko-Stadt und in Marrakesch machte Lucas di Grassi einen Abstecher zur Berlinalein die deutsche Hauptstadt. Der Audi-Formel-E-Pilot und Klimabotschafter der Vereinten Nationen diskutierte auf einem Podium mit Journalistin Birgit Heidsiek und Filmproduzentin Antra Cilinska unter dem Motto „The show must go green“ über Ideen, Technologien und Visionen für eine nachhaltigere Zukunft in den verschiedenen Bereichen.

Ungewohnt ruhig verliefen die Tage zwischen den beiden Formel-E-Rennen in Mexiko und Marokko für Daniel Abt. Der Deutsche erholte sich in seiner Heimat Kempten von den Folgen des schweren Trainingsunfalls in Mexiko-Stadt. „Die ersten drei Tage waren hart, danach ging es zum Glück aufwärts und ich bin froh, so schnell wieder fit zu sein“, sagt Abt. „Ich habe jeden Tag mit meinem Physiotherapeuten zusammengearbeitet – wobei der am Anfang gar nicht viel tun konnte. Die Entzündung in meinen Muskeln musste erst einmal von selbst zurückgehen.“

Beim morgendlichen Trackwalk in Marrakesch ging es für Daniel Abt und Lucas di Grassi am Freitag vor allem darum, zu erkennen, wo sich der Asphalt verändert hat, neue Bodenwellen entstanden sind und wie die Randsteine montiert wurden. „Das ist eine semipermanente Rennstrecke, auf der wir bereits zum vierten Mal fahren“, sagen die beiden Audi-Piloten. „Deshalb ist der Trackwalk hier anders als bei den anderen Stadtkursen. Die Strecke ist immer dieselbe und auch die Daten im Simulator sind auf Stand.“

Bei der Streckenbegehung waren erstmals auch Mattia Drudi und Kelvin van der Linde dabei. Die beiden GT3-Piloten von Audi Sport customer racing sitzen am Sonntag beim Rookie-Test der Formel E in Marrakesch in den Cockpits der beiden Audi e-tron FE06. „Die beiden sind sehr engagiert und stellen viele Fragen“, sagt Daniel Abt. „Wir versuchen, sie bestmöglich zu unterstützen. Denn es ist gut für uns, wenn sie für Sonntag optimal vorbereitet sind. Ihr Feedback nach dem Test ist angesichts der limitierten Testmöglichkeiten in der Formel E für uns sehr wertvoll.“

voestalpine FACTS & FIGURES ZUM MARRAKESCH E-PRIX 2020
36 Tage vor dem Start der voestalpine European Races am 4. April in Rom findet morgen das vorerst letzte außereuropäische Rennen der ABB FIA Formel E Meisterschaft statt: der E-Prix in Marrakesch, Marokko. Bereits zum vierten Mal in seiner sechsjährigen Geschichte macht die Formel E in der nordafrikanischen Metropole halt.

Die Strecke
Die 2,971 km lange Strecke im südlich gelegenen Stadtteil Agdal nutzt teilweise die Anlage des „Circuit International Automobile Moulay El Hassan“ sowie die Straßen des angrenzenden modernen Hoteldistrikts der Stadt. Die Strecke mit ihren 12 Kurven liegt in unmittelbarer Nähe zur alten Stadtmauer, der Medina und dem weltberühmten Bazar.

Österreicher beim Rookie Test am Start
Mit dem Tiroler Lucas Auer (BMW) und dem Oberösterreicher Thomas Preining (Porsche), die am Sonntag, 1. März beim Rookie Test im Rahmen des Marrakesch E-Prix antreten, gibt es auch eine österreichische Beteiligung an diesem Rennwochenende. Während Preining bereits Formel-E-Erfahrung als Testfahrer hat, wird der DTM-Pilot Auer erstmals in einem vollelektrischen Boliden am Start stehen.

Der Zeitplan & die TV-Zeiten
» Freies Training 1: Freitag, 16.45 – 17.30 Uhr
» Freies Training 2: Samstag, 9.00 – 9.30 Uhr
» Qualifying: Samstag, 11:00 – 12:05 Uhr
» Rennen: Samstag, 15:00 – 16:00 Uhr (45 min + 1 Runde)

Alle Angaben sind in mitteleuropäischer Zeit (MEZ).
Der Marrakesch E-Prix startet morgen Nachmittag um 15 Uhr MEZ. Zu sehen ist das Rennen live bei Eurosport 1 und in Deutschland im Online-Live-Stream des ZDF. Ein Live-Ticker ist zudem hier verfügbar. ORF eins sendet am Sonntag, 8. März von 9:00-9:15 Uhr die Highlights vom Rennen.

Der Stand der Meisterschaft
Vor dem letzten außereuropäischen Rennen im Vorfeld der voestalpine European Races liegt der Neuseeländer Mitch Evans (Panasonic Jaguar Racing) mit 47 Punkten knapp in Führung vor BMW i Andretti Fahrer Alexander Sims (46 Punkte). An dritter Stelle folgt DS Techeetah-Fahrer Antonio Felix da Costa mit sieben Punkten Rückstand. Nach vier Rennen und genau so vielen unterschiedlichen Siegern liegt das Fahrerfeld noch sehr eng beisammen. So trennen den ersten und zehnten Platz gerade einmal 26 Punkte, also ein wenig mehr als ein Rennsieg.

voestalpine und die Formel E
Der österreichische Technologiekonzern voestalpine startet 2019/20 in die zweite Saison seiner auf zunächst zwei Jahre ausgelegten Partnerschaft mit der ABB FIA Formel E. Das Unternehmen gibt allen europäischen Rennen seinen Namen und präsentiert die voestalpine European Races. Der Startschuss hierzu fällt am 4. April in Rom. Es folgen Stopps in Paris (18.4.) und Berlin (21.6.), bevor es am 25. und 26. Juli mit einem Doppel-Rennen in London, das gleichzeitig das Ende der Gesamtsaison markiert, ins große Finale geht. Der Fahrer mit den meisten Siegen bei allen Europa-Rennen erhält in London als Gewinner des voestalpine European Races Award eine vom Unternehmen im speziellen 3D-Druck hergestellte Trophäe. Der erste Sieger in der vergangenen Saison war Jean-Eric Vergne (DS TECHEETAH).

Presseinfo Audi/voestalpine

28.02.2020