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Österreichs Biathlon-Herren konnten beim 4 x 7,5 km Staffelbewerb in Östersund (SWE) nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Das Quartett Felix Leitner, Simon Eder, Julian Eberhard und Dominik Landertinger landete nach einer Strafrunde (und 14 Nachladern) mit 4:22.2 Minuten Rückstand auf dem enttäuschenden zwölften Platz.

Den Sieg sicherte sich die Staffel aus Norwegen. Johannes Dale, Erlend Bjoentegaard, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö setzten sich trotz neun Nachladern 32,3 Sekunden vor den starken Franzosen (Jacquelin, Fillot-Maillet, Desthieux, M. Fourcade) durch, die neben sieben Nachladern auch eine Strafrunde in Kauf nehmen mussten. Rang drei ging an die Staffel aus Italien (Hofer, Bormolini, Cappellari, Windisch).

RENNVERLAUF:
Österreichs Startläufer Felix Leitner traf alle zehn Scheiben im ersten Versuch und zeigte auch in der Loipe eine starke Leistung. Mit lediglich 7,5 Sekunden Rückstand übergab der Tiroler als Vierter an Simon Eder. Der Routinier benötigte bei schwierigen Windbedingungen im Liegendschießen drei Nachlader, konnte eine Strafrunde aber gerade noch verhindern. Im Stehendschießen musste der sonst so sichere Schütze dann aber eine solche in Kauf nehmen. So ging Julian Eberhard bei Halbzeit des Rennens als 18. bereits in aussichtsloser Position (+2:23.1) in die Loipe. Der Salzburger benötigte insgesamt fünf Zusatzpatronen, konnte in seinem Turn aber drei Plätze gut machen. Schlussläufer Dominik Landertinger, der als 15. mit über drei Minuten Rückstand ins Rennen ging und drei Zusatzpatronen benötigte, gelang zwar noch etwas Ergebniskosmetik, mehr als Rang 12 war aber nicht mehr drinnen.

STIMMEN:

Felix Leitner: „Nach dem ersten Schießen bin ich mit der zweiten Gruppe rausgekommen. Da haben wir gemeinsam attackiert und sind bis zum zweiten Schießen wieder an die Spitze herangelaufen. Auch die zweite Serie hat perfekt gepasst. In der letzten Runde habe ich noch einmal alles rausgeholt.“

Simon Eder: „Das war wahrscheinlich das kurioseste Rennen meiner Karriere. Ein Sturz vor dem Stehendschießen, einen Sturz verursacht und immer mit viel Wind zu kämpfen. Ich wollte trotzdem das beste draus machen. Schade nach dem, was Felix geleistet hat. Das ist natürlich bitter, gehört aber dazu. Abhaken und nach vorne schauen.“

Zum Abschluss der Weltcupbewerbe in Östersund findet morgen noch der Staffelbewerb der Damen (15.30 Uhr) statt. Für Österreich werden Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer, Lisa Hauser und Dunja Zdouc ins Rennen gehen.

Medieninfo ÖSV

07.12.2019

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