Die Vorschau auf die 6. Runde der Männer Faustball Bundesliga

© Sportreport

Mit einer Niederlage gegen Leader Freistadt und einem Sieg gegen Bozen verbessert sich Froschberg in der Faustball Bundesliga der Männer auf den sechsten Rang und darf damit für das Meister-Play-Off planen.

Nur eine handfeste Sensation könnte Kremsmünster noch an den Linzern vorbeiziehen lassen. Mit einem Sieg gegen Meister Vöcklabruck holt sich Freistadt ohne Punkteverlust den Herbstmeistertitel. Schlusslicht Bozen muss auf jeden Fall den Gang ins Aufstiegs-Play-Off antreten.

Befreit und ohne Druck aufspielen, so die Ansage von Froschberg-Trainer Bernhard Himmelbauer vor dem Match gegen den bisher ungeschlagenen Vizemister Freistadt. Von Beginn an setzt seine Fünf die Anweisung perfekt um. Wie ausgewechselt im Vergleich zu den letzten Partien startet Froschberg mit einer starken Abwehrleistung. Nach 0:1 Satzrückstand kann Froschberg im zweiten Satz einige Satzbälle abwehren und hat mit 15:14 das bessere Ende für sich. Im einem sehenswerten Spiel zeigt sich Freistadt in der Folge aber eiskalt und beendete das Spiel mit drei Satzgewinnen in Folge. „Trotz kompakter Defensivleistung haben wir nur einen Satz für uns entscheiden können. Damit können wir zufrieden sein, auch wenn durchaus mehr möglich gewesen wäre“, erklärt Froschberg-Angreifer Martin Pühringer zum Flutlichtmatch am Freitag.

Nur 49 Minuten benötigen die Linzer am Sonntagvormittag in Südtirol, um gegen den direkten Konkurrenten aus Bozen als Sieger vom Feld zu gehen. Vom ersten Ball an zeigt sich Froschberg in der Abwehr von der besten Seite und lässt den Gegner nie ins Spiel kommen. Während sich Froschberg nur einen Servicefehler im ganzen Spiel leistet, agierten die Italiener oft zu nervös und können sich nie in einen Lauf spielen. “Wir konnten heute in keinem Spielabschnitt dem Gegner unser Spiel aufzwingen. Die Heimniederlage ist verdient und schmerzt. Das Ausscheiden aus dem Play Off jedoch noch mehr. Nun gilt es, die Saison zu analysieren, die Fehler zu suchen, um im Frühjahr den Verbleib in der 1. Bundesliga zu sichern” resümiert Bozen-Angreifer Armin Runer. “Erst im letzten Saisonspiel haben wir zur Höchstform gefunden. Jetzt heißt es hoffen auf die Meister Play-Off Qualifikation. Wir haben jedenfalls vorgelegt“, blickt Froschberg Trainer Bernhard Himmelbauer auf die ausstehende Partie von Kremsmünster gegen Vöcklabruck. Froschbergs Satzgewinn gegen Freistadt und der klare Sieg gegen Bozen lassen diese Aufgabe für Kremsmünster aber nahezu unmöglich erscheinen: die Grün-Weißen müssten sich im Vergleich zur bisherigen Saison enorm steigern und den Meister mit 4:0 abschießen.

Kremsmünster fehlt die Konsequenz
Mit einer solchen Sensation spekuliert man in Kremsmünster nicht. Nach Niederlagen gegen Enns und Urfahr hat man sich bereits mit dem Abstiegs-Play-Off abgefunden. Vor allem gegen Enns zeigen sich wieder einmal die Probleme der Grün-Weißen in dieser Saison. Ein 9:6 Vorsprung im ersten Satz und ein 7:3 im zweiten Satz können nicht in einen Satzgewinn umgemünzt werden. „Wir spielen mit vielen Teams lange auf Augenhöhe mit, ganz klappt es dann doch nicht, den Sack zuzumachen“, meint Coach Dietmar Winterleitner. Nach anfänglicher Niedergeschlagenheit ist aber nach einigen Gesprächen schon ein wenig Aufbruchstimmung zu orten. „Nun werden wir eben in der Halle wieder zeigen was wir draufhaben“, gibt ein kämpferischer Laurenz Hübner die Richtung vor. Zuvor muss der TuS am Samstag zu Meister Vöcklabruck. „Ohne Druck, mal sehen was rauskommt“, wollen die Grün-Weißen nochmals Spaß am Spielfeld haben.

Meister verliert gegen Vizemeister
Für Spaß werden die Tigers aus Vöcklabruck in der Abschlussrunde kaum zu haben sein. Nach einem Sieg gegen Grieskirchen und einer Niederlage gegen Tabellenführer Freistadt steht für den Meister doch noch einiges auf dem Spiel. Mit einem Sieg will man den dritten Platz gegenüber Verfolger Enns absichern und damit wichtige Bonuspunkte für das Meister-Play-Off mitnehmen.

Die Bilanz des vergangenen Meisterschaftswochenendes sieht für den Meister gemischt aus. Gegen Grieskirchen lässt man wenig zu und siegt souverän mit 4:1. „Heute haben wir teilweise wieder richtig gut gespielt. Bei schwierigen Bodenverhältnissen haben wir durchgehend dominiert und dem Gegner unser Spiel aufgezwungen“, so der zufriedene Abwehrspieler Manuel Helmberger.

An diese Leistung will man dann auch in der Neuauflage des Finalspiels der letzten Saison gegen Freistadt anknüpfen. Die Tigers starten auch hervorragend in die Partie, spielen die zahnlosen Freistädter mit 11:3 und 11:4 an die Wand und stellen schnell auf 2:0 in Sätzen. Dies setzt sich auch im dritten Satz bis zum Stand von 5:1 fort, danach reißt aber der Faden der Tigers Offensive komplett, und durch unzählige Angriffsfehler wird dieser Durchgang noch verschenkt. Freistadt spielt in der Folge stabiler, nutzt die Fehler von Vöcklabruck routiniert aus und holt sich mit vier Satzgewinnen in Folge den siebten Sieg im siebten Saisonspiel. „Nach so einem Start ist es natürlich extrem bitter, wenn man schlussendlich eine Niederlage einstecken muss. Dies ist aber größtenteils selbstverschuldet. Mit so einer Punkteausbeute im Angriff kann man gegen solch eine Spitzenmannschaft wie Freistadt nicht bestehen. Nichts destotrotz haben wir defensiv eine stabile und gute Leistung gezeigt und ihnen in den ersten beiden Durchgängen unser Spiel aufgezwungen. Jetzt heißt es weiterarbeiten und wieder zu unserem gewohnt guten Angriffsspiel finden“, meint Abwehrspieler Jakob Huemer.

Urfahr festigt zweiten Platz
Im Heimspiel am Freitagabend gegen die Grieskirchen starten die Linzer wie aus der Pistole geschossen. Vor allem Deutschland-Legionär Marcel Stoklasa überzeugte am Serivce. „Die Liga ist derzeit diese Schlagschärfe einfach nicht gewohnt. Grieskirchen hat bei 3:1 im dritten Satz erst den zweiten Rückschlag gehabt“, so der sichtlich begeisterte Urfahr-Trainer Martin Weiß. Die Linzer dominieren das Spiel nach Belieben und setzen den Gegner ständig unter Druck. Grieskirchens Dietmar Weiß kann nur phasenweise durch seine Übersicht und Routine mit kurzen und halblangen Bällen punkten. Diese Bälle nehmen die Linzer vor allem im vierten Satz zu sehr auf die leichte Schulter. Grieskirchen bleibt gefährlich bis zum Ende, Urfahr vergibt nicht weniger als fünf Matchbälle, ehe Grieskirchen mit 15:14 der Satzgewinn gelingt. Im fünften Satz ist dann bei den Gästen bei 5:4 der Saft draußen, eine Eigenfehlerorgie bringt den lockeren Satz- und somit Spielgewinn für Urfahr.

Am Samstag sind die Linzer bei Kremsmünster zu Gast. Es zeigt sich das gleiche Bild wie am Vortag. Urfahr dominiert das Match und zieht mit 7:1 und 10:4 weg, unterstützt durch viele Eigenfehler der Gastgebermannschaft. Eine kurze Schwächephase von Urfahr bringt noch fünf Punkte in Serie für Kremsmünster, jedoch die 1:0 Satzführung. Dieses Szenario setzte sich in den folgenden Sätzen immer wieder durch. Urfahr zieht von Beginn weg davon und lässt gegen Ende den Gegner immer wieder herankommen. Im vierten Satz überlässt Trainer Martin Weiß Romeo Dominioni den Rückschlag, der sich an der Kremsmünsterer Defensive die Zähne ausbeißt. Die Folge ist eine 8:3 Führung der Heimmannschaft. Der Rückwechsel auf Stokalsa am Rückschlag kommt zu spät, Kremsmünster kann den Satz nachhause spielen. Satz fünf war dann aber wieder eine klare Angelegenheit für Linz. Mit diesen zwei Siegen behaupten die Linzer Rang zwei in der Tabelle hinter Freistadt und benötigen in der Abschlussrunde nur einen Satzgewinn gegen Enns, um diesen aus eigener Kraft zu fixieren.

Grieskirchen trotz Niederlagen im Meister-Play-Off
Nichts zu holen gibt es an diesem Wochenende für Grieskirchen. Sowohl gegen Urfahr als auch gegen Grieskirchen muss man sich mit 1:4 geschlagen geben. Mehr als zwei knappe Satzgewinne waren dabei nicht drin, die restlichen Sätze gingen größtenteils deutlich an die favorisierten Gegner. Dennoch dürfen sich die Trattnachtaler über die Qualifikation für das Meister-Play-Off freuen. „So kurz nach den Spielen bin ich natürlich nicht zufrieden mit unseren Leistungen. Wenn man aber den Herbst in Summe betrachtet, muss ich meinem Team trotzdem ein Kompliment aussprechen. Wir haben das Saisonziel, die Qualifikation fürs Meister-Play-Off, klar geschafft und haben trotz einiger Verletzungen, Krankheiten einiger Leistungsträger mit den meisten Teams mitgehalten. Jetzt haben sich meine Jungs mal eine Pause verdient, ehe das Unternehmen Wiederaufstieg in die erste Bundesliga in der Halle beginnt“, zieht Coach Markus Kraft Bilanz.

Ergebnisse 1. Bundesliga Männer – 6. Runde
FBC ABAU Linz Urfahr – UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting 4:1 (11:6,11:3,11:8,14:15,11:5)
SSV Bozen – DSG UKJ Froschberg 0:4 (9:11,4:11,9:11,5:11)
Union Tigers Vöcklabruck – Union Compact Freistadt 2:4 (11:6, 11:3, 7:11, 8:11, 8:11, 9:11)
AWN TV Enns – TuS Raiffeisen Kremsmünster 4:0 (12:10, 11:9, 11:8, 11:4)

Nachtrag Runde 1:
TuS Raiffeisen Kremsmünster – FBC ABAU Linz Urfahr 1:4 (8:11,6:11,8:11,11:8,7:11)
UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting – Union Tigers Vöcklabruck 1:4 (2:11,12:10,4:11,9:11,3:11)

Runde 7:
DSG UKJ Froschberg – Union Compact Freistadt 1:4 (8:11,15:14,3:11,8:11,5:11)

Entscheidung im Westen, Spannung im Osten in der Männer Faustball 2. Bundesliga
Die Herbstmeisterschaft in der 2. Faustball Bundesliga der Männer befindet sich in der Zielgeraden. In der Gruppe West ist die Entscheidung über die Qualifikation für das Aufstiegs-Play-Off bereits gefallen. Seekirchen, Vöcklabruck 2 und Ottensheim können nicht mehr aus den Top-3 verdrängt werden und spielen sich in der abschließenden Schlagerrunde den Herbstmeistertitel aus. Spannung dagegen noch im Osten, wo drei Team um zwei verbleibende Play-Off-Plätze kämpfen.

Union tgaplan St. Leonhard – SV MM Frohnleiten – SPG Wolkersdorf/Neusiedl
Zum einzigen Heimauftritt empfängt St. Leonhard die Nachzügler von Wolkersdorf/Neusiedl und Frohnleiten. Beim Spiel gegen die Steirer hat man den Kontrahenten im ersten Durchgang noch souverän im Griff, doch mit Fortdauer der Partie schleichen sich vermehrt leichte Fehler ins Spiel ein. Trotzdem setzt sich am Ende die höhere Klasse der Hausherren mit einem 3:0 durch.

Im zweiten Spiel gegen Wolkersdorf/Neusiedl misslingt der Start für die Mühlviertler völlig. Ein 1:5 Rückstand kann aber noch aufgeholt und der Satz in der Verlängerung mit 14:12 gewonnen werden. Bis auf einen Durchhänger im dritten Satz, in dem die Niederösterreicher ein 1:8 in ein 9:8 verwandeln, hat man das Spiel aber im Griff und gewinnt ebenfalls mit 3:0. Im Duell der Gäste holt Frohnleiten mit einem 3:0 den ersten Saisonsieg, Wolkersdorf/Neusiedl bleibt weiter sieglos. „Heute boten wir definitiv nicht unsere beste Leistung. Trotzdem können wir am Ende des Tages das Punkte- sowie Satzmaximum unser Eigen nennen. Die Ausgangssituation vor der abschließenden Runde sieht nun sehr gut aus. Jetzt müssen wir nur noch das Schiff sicher in den Hafen bringen!“, erklärt St. Leonhard-Angreifer Mario Rührnößl.

SPG Polizei/Jedlesee – Union Compact Freistadt 2 – Union Greisinger Münzbach
Eine ausgeglichene Runde liefern sich Freistadt 2 und Münzbach bei Gastgeber Polizei/Jedlesee. Im Mühlviertelderby setzt sich Tabellenführer Münzbach gegen die jungen Aufsteiger von Freistadt 2 mit 3:1 durch. Im zweiten Spiel hat Freistadt gegen den Gastgeber dann keine Probleme. Die in dieser Phase inferioren Blaulichter kämpfen mit vielen Eigenfehlern und müssen ein verdientes 0:3 einstecken. „Die Strapazen der langen Anfahrt merkte man in beiden Spielen. Im ersten Spiel gegen Münzbach hätten wir mit einer guten Leistung wichtige Punkte sammeln können. Wir sind trotzdem froh, dass wir mit zwei Punkten nachhause fahren können“, so Freistadt-Verteidiger Wolfgang Freudenthaler nach dem Spiel.

Polizei zeigt auch im abschließenden Spiel gegen Münzbach keine Verbesserung im Spiel. Schnell liegt man mit 0:9 zurück, ohne Schlagfehler auf der gegnerischen Seite hätte wohl die Höchststrafe gedroht. Die Kräfteverhältnisse scheinen klar, Münzbach hat die vorzeitige Qualifikation für das Aufstiegs-Play-Off unmittelbar vor Augen. Doch plötzlich spielt Polizei wie ausgewechselt und aus einem Guss. Tolle Abwehraktionen, sehenswerte Punkte und vor allem keine Eigenfehler bringen die Wiener wieder zurück ins Spiel. Im Gegenzug steigen Nervosität und Fehlerquote bei Münzbach. Polizei nutzt das geschickt aus und fügt den Gästen mit einem 3:1 doch etwas überraschend die erste Saisonniederlage zu.

Union Waldburg – SC Laa/Thaya – DSG SU Hirschbach
Zwei Siege in der Heimrunde gegen Laa und Hirschbach hat sich Waldburg zum Ziel gesetzt, die anvisierten vier Punkte sind dann auch gelungen. Allerdings hat man gegen beide Gegner hart zu kämpfen, bevor man sich jeweils mit 3:2 durchsetzt. Angeführt vom starken Angreifer Christian Seidl kann man vor allem in den entscheidenden Spielphasen mehr Druck aufbauen. „Wir konnten diese beiden Spiele durch viel Kampfgeist für uns entscheiden. Wir wollten bei der Heimrunde vier Punkte, das ist uns Gott sei Dank gelungen!“, so Abwehr-Routinier Thomas Leitner. Waldburg hat es als Tabellendritter in der letzten Runde noch in der Hand, sich das Ticket für das Aufstiegs-Play-Off zu sichern.

Runde 4: SV MM Frohnleiten – Union Greisinger Münzbach – SC Laa/Thaya
Vor der vorgezogenen Abschlussrunde in Frohnleiten sind die Top-3 für Laa und Münzbach trotz Niederlagen in Runde drei weiterhin in Reichweite. Beide Teams können sich gegen die Gastgeber durchsetzen. Laa schafft das mit einem klaren 3:0, Münzbach mit einem knappen 3:2. Im Duell der Gäste behält dann Laa mit 3:1 die Oberhand. Münzbach reicht der Sieg gegen Frohnleiten, um sich fix für das Aufstiegs-Play-Off zu qualifizieren. Laa, derzeit auf dem vierten Rang, muss auf einen günstigen Ausgang der letzten Runde zwischen St. Leonhard, Waldburg und Freistadt 2 hoffen, um aufgrund der Satzdifferenz vielleicht doch noch den Sprung in die Top-3 zu schaffen.

2. Bundesliga West – Union Tigers Vöcklabruck 2 – ASKÖ Laakirchen Papier – TuS Raiffeisen Kremsmünster 2
Zum Auftakt der Runde im Stadion Vöcklabruck siegt Kremsmünster 2 gegen Laakirchen mit 3:1. In der zweiten Begegnung bekommen es die 2er-Tigers zuerst mit den Lokalrivalen von Laakirchen zu tun. Bei windigen Bedingungen zeigt man sich in den ersten beiden Sätzen stabil und besser als der Gegner, ohne jedoch wirklich zu überzeugen. Nach der 2:0 Satzführung verlieren die Tigers dann aber immer mehr die Spannung und Konzentration und haben vor allem in der Defensive immer wieder Probleme. Dadurch gelingt es beherzt agierenden Laakirchnern, den dritten Satz zu gewinnen, im vierten Satz drei Matchbälle der Tigers abzuwehren und einen Entscheidungssatz zu erzwingen. Die Tigers stellen wieder auf die Startaufstellung um und sichern sich mit einem 11:9 einen hart erkämpften Arbeitssieg.

Im dritten Match des Tages geht es für das Heimteam dann gegen die zweite Mannschaft von Kremsmünster, die mit Ex-Nationalteamangreifer Klemens Kronsteiner antritt. Baldinger & Co präsentierten sich im Vergleich zum ersten Match wie ausgewechselt. Sehr fokussiert in Abwehr und Zuspiel, fast fehlerfrei und effektiv im Angriff. Einzig im zweiten Satz schleichen sich im Angriff ein paar Eigenfehler ein, wodurch dieser Satz in die Verlängerung geht. Schlussendlich steht aber ein verdienter 3:0 Sieg zu Buche. „Das erste Match gegen Laakirchen war wirklich sehr mühsam. Wie schon im Match gegen Wels in der letzten Runde verloren wir plötzlich jede Konzentration und machten uns das Leben selber schwer. Gleichzeitig konnten wir aber im Anschluss gegen Kremsmünster unsere bisher beste Leistung der Saison abrufen. Das muss man auch erstmal schaffen“, kommentiert Rückkehrer Felix Pichlmann die Leistungsschwankung an diesem Tag.

TSV Ottensheim – SPG Sparkasse Tollet/Peuerbach – FSC Wels 08
In Ottensheim gewinnt Aufsteiger Tollet/Peuerbach das erste Spiel gegen Wels mit 3:1. Im zweiten Spiel feiert Ottensheim einen 3:0-Arbeitssieg gegen Tollet. Auch im Spiel gegen Wels feiert das Heimteam einen ungefährdeten 3:0-Sieg und sichert sich bereits vor der letzten Runde einen Platz im Aufstiegs-Play-Off. Als derzeit Dritter haben Stefan Pühringer & Co. vier Punkte Vorsprung auf den Vierten Tollet/Peuerbach und können aufgrund des besseren Satzverhältnisses nicht mehr aus den Top-3 verdrängt werden.

SPG Lichtenau/Haslach – ASKÖ Seekirchen – Union City Fitness Grünburg
Vor einer traumhaften Herbst-Kulisse mit jeder Menge lautstarker Fans kann Lichtenau/Haslach wieder nicht an die im Training gezeigten Leistungen anknüpfen. Nach einem guten Start gegen Seekirchen geht man mit 1:0 in Führung. Doch dann fällt die Leistung der Heimischen wieder ab und man muss sich 1:3 geschlagen geben. Im zweiten Spiel gegen Grünburg erwischt man mit 4:11 einen katastrophalen Start. Mit einem Spielerwechsel kommt man in Satz Zwei zumindest auf ein 9:11. Mit Gewinn des dritten Satzes keimt noch einmal Hoffnung auf, doch schnell stellen sich wieder viele Eigenfehler ein, und man muss auch hier ein 1:3 hinnehmen. Damit rangiert man weiterhin punktelos am Tabellenende. Jubel hingegen bei Seekirchen: erstmals qualifiziert man sich bei den Männern für ein Aufstiegs-Play-Off. „Heute haben wir teilweise zu verkrampft und unruhig gespielt, wir wollten den Aufstieg unbedingt heute schon fixieren. Dass das geklappt hat, macht uns jetzt natürlich überglücklich!“, so ein erleichterter Patrick Hummel, der sich an diesem Tag mit sensationellen Abwehraktionen den Titel „Man of the Match“ wohl mehr als verdient hat.

Ergebnisse 2. Bundesliga Ost Männer – 3. Runde
SV MM Frohnleiten – SPG Wolkersdorf/Neusiedl 3:0 (11:5, 11:7, 11:3)
Union tgaplan St. Leonhard – SV MM Frohnleiten 3:0 (11:6, 11:9, 11:8)
Union tgaplan St. Leonhard – SPG Wolkersdorf/Neusiedl 3:0 (14:12, 11:7, 13:11)
SC Laa/Thaya – DSG SU Hirschbach 1:3 (8:11, 6:11, 15:13, 9:11)
Union Waldburg – SC Laa/Thaya 3:2 (11:4, 11:4, 9:11, 7:11, 11:5)
Union Waldburg – DSG SU Hirschbach 3:2 (4:11, 13:11, 4:11, 11:4, 11:5)
Union Compact Freistadt 2 – Union Greisinger Münzbach 1:3 (9:11, 8:11, 11:9, 10:12)
SPG Polizei/Jedlesee – Union Compact Freistadt 2 0:3 (7:11, 10:12, 9:11)
SPG Polizei/Jedlesee – Union Greisinger Münzbach 3:1 (1:11, 11:9, 11:7, 11:6)

Runde 4: Union Greisinger Münzbach – SC Laa/Thaya 1:3 (11:8, 14:15, 8:11, 9:11)
Runde 4: SV MM Frohnleiten – Union Greisinger Münzbach 2:3 (7:11, 11:8, 12:10, 11:13, 6:11)
Runde 4: SV MM Frohnleiten – SC Laa/Thaya 0:3 (5:11, 5:11, 8:11)

Ergebnisse 2. Bundesliga West Männer – 3. Runde
ASKÖ Laakirchen Papier – TuS Raiffeisen Kremsmünster 2 1:3 (11:8, 10:12, 8:11, 6:11)
Union Tigers Vöcklabruck 2 – ASKÖ Laakirchen Papier 3:2 (11:8, 11:7, 10:12, 13:15, 11:9)
Union Tigers Vöcklabruck 2 – TuS Raiffeisen Kremsmünster 2 3:0 (11:5, 12:10, 11:4)
SPG Sparkasse Tollet/Peuerbach – FSC Wels 08 3:1 (11:6, 11:9, 11:13, 11:9)
TSV Ottensheim – SPG Sparkasse Tollet/Peuerbach 3:0 (11:7, 13:11, 12:10)
TSV Ottensheim – FSC Wels 08 3:0 (11:3, 11:6, 11:4)
ASKÖ Seekirchen – Union City Fitness Grünburg 3:1 (11:6, 5:11, 11:6, 11:9)
SPG Lichtenau/Haslach – ASKÖ Seekirchen 1:3 (12:10, 7:11, 4:11, 7:11)
SPG Lichtenau/Haslach – Union City Fitness Grünburg 1:3 (4:11, 9:11, 11:8, 9:11)

Laakirchen ist erstmals Herbstmeister in der Frauen Faustball Bundesligen
Laakirchen bezwingt Urfahr in einem dramatischen Match in der Abschlussrunde und ist somit ungeschlagener Herbstmeister. Für die Papierstädterinnen ist das der erste Herbstmeistertitel. Nußbach erarbeitet sich ebenfalls vier Punkte und überwintert auf Rang 2. Arnreit siegt überraschend klar gegen Höhnhart und löst das letzte Ticket für das Meister Play Off.

In der 1. Frauen Feld-Bundesliga heißt der neue Herbstmeister ASKÖ Laakirchen Papier. Die Papierstädterinnen setzten sich am Samstag denkbar knapp mit 3:2 gegen den FBC ABAU Linz Urfahr durch. Für die Union Compact Freistadt gab es gegen beide Mannschaften nichts zu holen. Bereits vor Beginn des Spitzenspiels war klar, dass es eine ganz knappe Kiste werden würde. Außerdem musste Urfahr auch an diesem Wochenende auf Neuzugang Natalia Dominioni (Angreiferin) verzichten, die momentan berufsbedingt außer Landes ist. Und es wurde mehr als spannend, denn bei diesem Spiel blieb wohl niemand unbeeindruckt. Es entwickelte sich eine nervenaufreibende Begegnung auf Augenhöhe. In der ersten Hälfte der Partie setzte sich Urfahr bereits etwas ab und ging mit 2:1 in Sätzen in Führung. Doch dann riss den Linzerinnen der Faden und Laakirchen wurde immer stärker. „Dieses Spiel war vom Anfang bis zum Schluss echt knapp. Aber nach dem vierten Satz haben wir dann gewusst, dass uns der Herbstmeistertitel sicher ist. Danach konnten wir befreit aufspielen und das hat uns auch zum Sieg geführt.“, sagt Laakirchen-Abwehrspielerin Anna Wohlfahrt. Insgesamt eine sehr vielversprechende Leistung beider Teams, die eine spannende Hallensaison verspricht! „Es ist natürlich schade, dass wir das Spiel dann so knapp verlieren. Aber wir konnten den Ausfall von Natalia heute gut kompensieren und haben voll dagegengehalten!“, streicht Urfahrs Jana Pinsker die Leistung ihrer Mannschaft hervor. Bei Urfahr spielten mit Pinsker, Birgit Kempinger und Sabrina Brandstetter gleich drei Defensivspielerinnen auf Dominionis Position.

In Nußbach sicherte sich am Samstag die Union Raiffeisen DIALOG telekom Arnreit mit einem klaren Sieg gegen die ASVÖ SC Höhnhart das Ticket fürs Meister Play Off. Die Gastgeberinnen der Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach siegten gegen beide Gäste. Doch es waren nicht die erwartet klaren Siege, denn die Höhnharterinnen spielten groß auf und forderten die Vizemeisterinnen. „Wir haben im zweiten Spiel nicht so konstant gespielt wie gewünscht. Doch alles in allem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein! Wir sind auf dem vorübergehenden zweiten Platz hinter Laakirchen und haben im Frühjahr noch alle Chancen, den Grunddurchgang zu gewinnen!“, analysiert Nußbach-Coach Roland Lugerbauer. Im Aufeinandertreffen von Arnreit und Höhnhart war das Spiel jedoch weniger knapp als erwartet. Höhnhart fand nicht in das alles entscheidende Spiel und machte es Arnreit somit nicht allzu schwer. „Wir wollten den Sieg heute vielleicht schon zu sehr. Dadurch spielten wir zu fehleranfällig und haben nicht unsere beste Leistung gezeigt. Heute hat Arnreit verdient gewonnen!“, ist Höhnhart-Trainer Thomas Augustin ein fairer Verlierer.

In Wolkersdorf wurde der FSC Wels 08 am Sonntag seiner Favoritenrolle gerecht und die Messestädterinnen siegten gegen die Union Reichenthal und die Heimmannschaft der Spielgemeinschaft Wolkersdorf/Neusiedl. Bei böigem Wind kamen die Welserinnen mit der wieder gesundeten Hauptangreiferin Tanja Weigert besser zurecht. Damit schieben sie sich auf den vierten Tabellenplatz. „Heute war es nicht einfach. Unsere Spielerinnen haben aber alle sehr konzentriert gespielt und ich bin sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen!“, ist Wels-Coach Walter Zöttl glücklich über die beiden Siege und die erfolgreiche Herbstsaison. Im Aufeinandertreffen der beiden Tabellenletzten kam es zu einer Begegnung auf Augenhöhe. Wolkersdorf/Neusiedl siegte schlussendlich in der Verlängerung des fünften Satzes. „Das war ein sehr spannendes Spiel gegen Reichenthal. Wir freuen uns sehr über den Sieg und damit einen versöhnlichen Saisonabschluss!“, freut sich Neusiedls Manuela Neyer über diese zwei Punkte.

In der 2. Frauen Feld-Bundesliga schafft es die Union Raiffeisen St. Veit, sich gegen die direkten Konkurrenten aus Grieskirchen und Waldburg durchzusetzen und sich somit in letzter Sekunde das Ticket fürs Aufstiegs Play Off zu sichern. Hirschbach schafft es neben St. Veit und den ungeschlagenen Seekirchnerinnen ebenfalls ins Aufstiegs Play Off.

Enttäuschend verlief die Heimrunde für den FBV Grieskirchen am Sonntag. Sie mussten ohne ihre Hauptangreiferin antreten und verloren gegen die Union Waldburg und die Union Raiffeisen St. Veit jeweils mit 1:3. Im Duell der Gäste siegten die Salzburgerinnen knapp mit 3:2 und schaffen dadurch den Sprung ins Aufstiegs Play Off. Für Waldburg und Grieskirchen geht es ins Abstiegs Play Off.

In Münzbach staubten die Aufsteigerinnen der DSG UKJ Froschberg ebenfalls am Sonntag voll ab. Die Linzerinnen siegten zuerst in einem spannenden Match gegen die Union St. Martin hauchdünn mit 3:2. Danach gingen die Froschbergerinnen auch gegen die Gastgeberinnen als Sieger vom Platz. Die Union Greisinger Münzbach hielt mit St. Martin in den ersten beiden Sätzen noch gut mit, doch dann war die Luft draußen.

Souverän beendet haben die Herbstsaison die Tabellenführerinnen der ASKÖ Seekirchen. Sie fuhren am Sonntag zwei klare Siege gegen die UFBC Rohrbach-Berg und die DSG Union Hirschbach ein. Hirschbach konnte lediglich im ersten Satz dagegenhalten, doch dann riss der Faden bei den Mühlviertlerinnen. Sie haben trotzdem aufgrund ihres Sieges gegen Rohrbach das Ticket fürs Aufstiegs Play Off in der Tasche. Rohrbach ging also leer aus und beendet die Herbstsaison punktelos.

Presseinfo ÖFBB

01.10.2018