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Drei der acht ausstehenden Prüfungen des zweiten Tages haben die noch im Feld befindlichen Teilnehmer der Rallye Weiz 2018 bereits hinter sich gebracht. Und alle drei hatten einen einzigen Siegernamen – Hermann Neubauer.

Der Salzburger im Ford Fiesta R5 ist weiterhin der dominierende Mann beim fünften Staatsmeisterschaftslauf des Jahres. Mittlerweile hat er seinen Vorsprung auf Niki Mayr-Melnhof auf 21,7 Sekunden ausbauen können. Jedoch hat der Steirer absolut keine Veranlassung, sein letztes Hemd zu riskieren, da er seine Führung in der Meisterschaft auch mit einem zweiten Platz in Weiz komfortabel ausbauen könnte.

Weiterhin gut im Rennen ist zur Freude der wieder Tausenden Zuschauer an den Prüfungen der Weizer Lokalmatador Stefan Fritz, der mit seinem Skoda Fabia S2000 den respektablen siebenten Gesamtplatz hält. Eine Aufholjagd hat am Nachmittag, für den Regen erwartet wird, der Oberösterreicher Johannes Keferböck vor sich. Allerdings liegt der stark fahrende und für Kroatien startende Ungar Krisztian Hideg noch 30 Sekunden vor dem Jännerrallye-Sieger.

Auch in der ORM-2WD-Wertung liegt noch immer der gestrige Spitzenreiter vorne. Luca Waldherr im Opel Adam R2 musste zwar gleich in der Früh seinem Markenkollegen Willi Stengg kurz den Vortritt lassen, mittlerweile hat der Niederösterreicher aber wieder die Kontrolle über das Verfolgerfeld erlangt.

10. Rallye Weiz, Zwischenstand nach 9 von 14 SP:
1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta R5 1:06:43,5 Std
2. Niki Mayr-Melnhof/L. Welsersheimb A/A Ford Fiesta R5 +21,7 Sek
3. Ondrej Bisaha/Martin Turecek CZ/CZ Ford Fiesta R5 +2:47,8 Min
4. Gerald Rigler/Martin Rossgatterer A/A Ford Fiesta R5 +3:26,0 Min
5. Krisztian Hideg/Istvan Kerek HR/HR Skoda Fabia R5 +3:33,5 Min
6. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Ford Fiesta R5 +4:03,5 Min
7. Stefan Fritz/Klaus Ostermann A/A Skoda Fabia S2000 +4:24,7 Min
8. Tomas Pospisilik/Jiri Hovorka CZ/CZ Skoda Fabia R5 +4:25,5 Min
9. Günther Knobloch/Jürgen Rausch A/A Subaru WRX +5:46,2 Min
10. Luca Waldherr/Tobias Unterweger A/A Opel Adam R5 +6:49,1 Min
11. Willi Stengg/Jürgen Klinger A/A Opel Adam R2 +7:21,1 Min
12. Fabian Zeiringer/Gerhard Letz A/A Citroen DS3 R3 +7:57,3 Min
13. Christoph Zellhofer/Thomas Schöpf A/D Suzuki Swift S1600 +8:26,6 Min
14. Andrea Maselli/Camilla Gallese IT/IT Fiat Abarth 124 RGT +8:34,9 Min
15. Robert Zitta/Peter Stemp A/A Subaru WRX +9:03,0 Min

Rallye Weiz 2018, so geht es weiter

13.22 Uhr SP 10 Gollersattel II 12,87 Kilometer
14.05 Uhr SP 11 Fladnitz I 14,11 Kilometer

15.05 Uhr Regrouping In Weiz
16.20 Uhr Service Out

16.38 Uhr SP 12 Rundkurs Naas I 9.77 Kilometer
17.26 Uhr SP 13 Fladnitz II (Powerstage) 14,11 Kilometer
18.29 Uhr SP 14 Rundkurs Naas II 9,77 Kilometer

18.54 Uhr Holding Zone Weiz In
19.30 Uhr Finish Ramp Podium Gasthof Strobl, Weiz
19.45 Uhr Parc Ferme In, Weiz

Klare Fronten bei der Rallye Weiz
Der erste Tag der Rallye Weiz 2018 ist geschlagen. Mit Hermann Neubauer liegt einer der erwarteten Favoriten in Führung. Der Rallye-Staatsmeister des Jahres 2016 aus Salzburg, der heuer mit seinem Ford Fiesta R5 in der Europameisterschaft im Einsatz ist, konnte vier der ersten sechs Sonderprüfungen für sich entscheiden und geht mit einem Vorsprung von 15 Sekunden auf den Titelkandidaten des heurigen Jahres Niki Mayr-Melnhof (ebenfalls Ford Fiesta R5) in den morgigen Schlusstag. Die SP 6, der von tausenden Zuschauern besuchte Rundkurs in Angern, musste nach einem Unfall von Gerald Rigler, durch einen wegfliegenden Strohballen aus sicherheitstechnischen Gründen abgebrochen und ab der Startnummer 9 neutralisiert werden.

Hermann Neubauer: „Ich fahre am absoluten Limit. Mehr geht einfach nicht. Die Strecke ist heuer durch den fehlenden Grip besonders schwierig.“

Niki Mayr-Melnhof: „Ich versuche, das Tempo von Hermann mitzugehen, möchte aber in Anbetracht meiner Meisterschaftsführung nicht allzu viel riskieren.“

Der drittplatzierte Tscheche Ondrej Bisaha (Ford Fiesta R5) hat auf das dominante rotweißrote Duo bereits einen Rückstand von mehr als einer Minute, führt jedoch die FIA European Rallye Trophy (ERT) vor dem für Kroatien startenden Ungarn Krisztian Hideg (Skioda Fabia R5) an.

Begraben musste der Niederösterreicher Martin Kalteis die Hoffnung, nach seinem Unfall auf SP 2 morgen wieder starten zu können. Der Grund: Die beschädigte Frontscheibe seines Mitsubishi Evo VII ist nicht so schnell aufzutreiben.

In der ORM-2WD-Wertung hält der stark fahrende Luca Waldherr (Opel Adam R2) die Führung und somit seine Meisterchance aufrecht. Allerdings sitzt dem jungen Niederösterreicher Opel-Teamkollege Willi Stengg im Nacken.

Luca Waldherr: „Bei uns läuft alles nach Plan. Ich weiß, dass ich hier gewinnen muss, um noch um den Staatsmeistertitel mitreden zu können.“

Willi Stengg: „Leider habe ich den Beginn der Rallye total verschlafen, aber jetzt komme ich schön langsam auf Touren. Luca fährt vor uns einen unglaublichen Speed.“

In der Junioren-Staatsmeisterschaft führt der Tscheche Tomas Pospisilik (Skoda Fabia R5). Damit liegt er auch in der FIA ERT Junior Trophy vorne. Luca Waldherr und der Steirer Fabian Zeiringer (Citroen DS3 R3) folgen in der ORM Junior auf den Plätzen zwei und drei.

Im österreichischen Rallye Cup der AMF liegt nach dem ersten Tag der Grazer Günther Knobloch (Subaru WRX) auf Platz eins vor Bernhard Stitz (Mitsubishi Evo VI). – Der Rallye Cup 2000 sieht Christoph Zellhofer (Suzuki 1600) in Führung, im Rallye Cup liegt der Niederösterreicher auf Platz drei.

Die Historische Rallye-Staatsmeisterschaft führt der Ungar Laszlo Mekler (Alfa Romeo) klar vor dem Steirer Anton Reisenhofer (Opel Ascona) an. Der Meisterschaftsführende Christian Eberherr (Ford Escort) liegt momentan nur auf Platz vier. – Der steirische Lokalmatador Franz Kohlhofer (Lada) führt im Historischen Rallye Cup vor dem Oberösterreicher Günther Königseder (Lancia).

Im OPEL FIOR Rallye Cup musste Titelkandidat Manuel Pfeifer schon am ersten Tag die Segel streichen. Sein Opel Corsa blieb mit einem Motorschaden liegen. In Führung liegt seit Beginn der Rallye sein steirischer Teamkollege Christoph Lieb.

Günther Knobloch ist im M1 Rallye Masters auf Kurs Richtung Titelverteidigung. Der Steirer führt vor seinem Landsmann Micheal Röck (Ford Fiesta). Röck liegt damit auch im M1 LG2 in Führung und auf Titelkurs.

In der Austrian Rallye Challenge (ARC) hält nach einem Tag Michael Röck die Spitzenposition. Hinter ihm liegt mit Arnold Bauer (Opel Kadett) ebenfalls ein Steirer auf Platz zwei.

Erwartetes Duell an der Spitze
Unter großem Beifall und noch größerer Hitze wurde heute Mittag um 13 Uhr die 10. Rallye Weiz vor dem dortigen Gasthof Strobl gestartet. Rallye-Sprecher Peter Bauregger schickte 74 Teilnehmer über die Startrampe in den fünften Staatsmeisterschaftslauf der Saison. Zehn Autos der Historischen Klasse bildeten die Vorhut, ehe dann die Piloten mit den Top-Autos ins Rennen gingen.

Mittlerweile sind zwei der heutigen sechs Prüfungen oder 21 Wertungskilometer absolviert, und schon jetzt kann man sagen, dass das Spitzenduell wie erwartet Hermann Neubauer gegen Niki Mayr-Melnhof (beide Ford Fiesta R5) heißen wird. Nachdem Mayr-Melnhof die erste SP Strallegg für sich entscheiden konnte, schlug Neubauer auf der zweiten Prüfung Elmleiten zurück und führt momentan das Feld mit 5,5 Sekunden Vorsprung an. Für Jubel unter den vielen steirischen Fans sorgte der Birkfelder Gernot Zeiringer, der mit seinem Skoda Fabia S2000 auf SP 2 die viertbeste Zeit fuhr.

Kurz zuvor sorgte ein Unfall von Martin Kalteis für eine 17-minütige Unterbrechung. Der Führende und Topfavorit im Rallye Cup der AMF landete mit seinem Mitsubishi Evo VII auf der Seite und blockierte so die Strecke. Kalteis blieb dabei wie sein Copilot Markus Zemanek unverletzt und möchte morgen wieder an den Start gehen.

Eine spannende Ausgangslage gibt es in der ORM 2-WD. Durch die überraschende Absage des dortigen Spitzenreiters Kristof Klausz aus Ungarn, tut sich plötzlich für einige österreichische Piloten wie Willi Stengg, Christoph Zellhofer oder auch Luca Waldherr eine unverhoffte Titelchance auf. Derzeit nutzt Waldherr diese Möglichkeit am besten. Der Opel-Adam-R2-Pilot aus Niederösterreich hat in dieser Wertung die Nase vor allen anderen Konkurrenten.

Die Rallye Weiz wird heute noch mit weiteren vier Prüfungen fortgesetzt, ehe es für die Piloten dann so gegen 22 Uhr in die wohlverdiente Pause zum morgigen Tag geht.

Presseinfo Sportpressedienst Armin Holenia

21.07.2018

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