© Sportreport

Am Donnerstag den 10. und Freitag den 11. Mai 2018 gehen im deutschen Nussloch die FIR Doppel-Weltmeisterschaften im Racketlon über die Bühne. Der trotz massiver internationaler Kritik unter der Woche eingeschobene Termin – direkt vor einem regulären World-Tour-Event, den Nussloch Open (12./13.5.) – war wohl einer der Gründe für den freiwilligen Rücktritt des Weltverbandspräsidenten Kresten Hougaard. Der Däne wird bei vorzeitigen Neuwahlen im Rahmen der Einzelweltmeisterschaften vermutlich vom Briten Duncan Stahl abgelöst werden, dessen Kandidatur von der Racketlon Federation Austria unterstützt wird. Es ist für die RFA vollkommen unverständlich warum die Doppel-Weltmeisterschaften im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis nicht gemeinsam mit den Einzel-Weltmeisterschaften von 22. bis 26. August 2018 in Zürich ausgetragen werden.

Medaillen-Chancen für Österreicher gestiegen
Die Medaillen-Chancen bei den Doppel-Weltmeisterschaften sind für die Österreicher aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und des Rücktritts des weltbesten Spielers Jesper Ratzer im Vorjahr gestiegen. Ratzer hält sowohl im Herrendoppel (mit Jonsson) als auch im Mixeddoppel (mit Paul) die Titel. Im Mixed sind diesmal Seehofer/Windischberger topgesetzt, ebenso die Titelverteidiger Christine Seehofer mit Natalie Paul (GER) im Damendoppel. Bettina Bugl geht dort mit Nicole Eisler (SUI) auf Medaillenjagd, im Mixed mit Emanuel Schöpf. Der Bludenzer ist auch im Herrendoppel mit dem Finnen Luka Pentinnen mit von der Partie. Dort spielen auch die regierenden Europameister Dickert/Windischberger um WM-Gold. Die Reisekosten für die Doppel-WM müssen die Nationalspieler selber tragen, die RFA hat nur Förderungen für die Entsendung zu einer Weltmeisterschaft erhalten. Kritik am Weltverband kam daher auch von Österreich.

IWT Nussloch Open folgt
Ebenfalls in Nussloch wird am Wochenende (12.-13. Mai) mit einem International World Tour Event gleich weiter gespielt. Allerdings werden lediglich Christine Seehofer, Bettina Bugl und Emanuel Schöpf in den Einzelbewerben an den Start gehen.

08.05.2018

Die mobile Version verlassen