Auch nach der Spitzenrunde Faustball Hallen-Bundesliga der Männer behalten die Tigers aus Vöcklabruck die weiße Weste und fixieren endgültig den direkten Einzug ins Finalspiel. Froschberg sichert sich als erster Verfolger eine gute Ausgangssituation, dahinter lauern mit zwei Punkten Rückstand gleich vier Teams mit Chancen auf die Final3- Qualifikation. Münzbach setzt sich von der Abstiegszone ab, während sich Grünburg endgültig aus der ersten Liga verabschieden muss.
Beim Gipfeltreffen am Sonntagabend in Enns schaffen es die Verfolger Enns und Froschberg nicht, dem souveränen Leader Vöcklabruck die erste Saisonniederlage zuzufügen. Gastgeber Enns hat dem Druck der Tigers nichts entgegenzusetzen und geht mit 0:3 unter. Froschberg muss ohne Jakob Steiner in die Runde gehen. Die Abwehrstütze ist aufgrund einer Trainingsverletzung am Knöchel nicht einsatzfähig und wird durch Lukas Diermair vertreten. Trotz des Ausfalls starten die Linzer gut in das Duell mit dem Tabellenführer und erspielen sich sogar eine 2:1-Satzführung. Mit Eigenfehlern bringt man sich aber selbst in Bedrängnis, Vöcklabruck kann in der Folge zulegen und gewinnt knapp in fünf Sätzen. „Wir waren heute knapp dran, am Ende ging dann leider die Konzentration verloren“, so Froschberg Angreifer Martin Pühringer zur Niederlage gegen den Tabellenführer.
Überraschend klar kann Froschberg auch das Duell der Verfolger gegen Enns gewinnen. Das Team von Trainer Kurt Gürtler agiert weiterhin verunsichert, während die Linzer an die besten Phasen des Vöcklabruck-Spiels anknüpfen und glatt mit 3:0 siegen. Damit schiebt sich Froschberg auf den zweiten Tabellenplatz vor, Enns hat nach der „Nuller-Runde“ trotzdem noch Chancen auf den Einzug ins Final3.
Faustball-Guardiola lässt Urfahr hoffen
Für die Runde gegen Kremsmünster und Schlusslicht Grünburg hatte Trainer Martin Weiss bereits unter der Woche angekündigt, dass er viele Aufstellungsvarianten ausprobieren möchte, um die Spannung im Team hochzuhalten. Mit diesem Vorsatz starten die Linzer auch gegen Grünburg. Blocker Bela Gschwandtner spielt auf der für ihn ungewohnten Position hinten links. „Dadurch stand immer ein Abwehrspieler auf der vorne rechts Position, die eigentlich für den zweiten Angreifer vorgesehen ist,“ erklärt der Trainer. „Ziel war es, dass kein Spieler, mit Ausnahme von Hauptangreifer Romeo Dominioni, auf seinem Stammplatz agiert, um durch die ungewohnte Position eine höhere Aufmerksamkeit der Spieler zu erlangen,“ so Weiss weiter. Gegen das Team aus Grünburg hadert man m ersten Satz mit der Chancenauswertung und der Fehlerquote im Angriff, was Grünburg zum Satzgewinn nutzt. In den darauffolgenden Sätzen wechselt Urfahr Satz für Satz munter weiter, sodass alle Spieler gleich viele Spieleinsätze bekommen. Die taktischen Vorgaben greifen dabei immer besser ineinander, Urfahr siegt letztlich ungefährdet mit 3:1.
Auch gegen Kremsmünster, einen direkten Konkurrenten um einen Final3-Platz, muss man den ersten Satz abgeben. Danach schleichen sich aber viele Servicefehler ins Spiel der Kremstaler, die die Linzer zum knappen Gewinn der nächsten drei Sätze nutzt. „Bei Kremsmünster spürte man, dass sie heute unbedingt beide Spiele gewinnen wollten, um weiterhin Chancen aufs Halbfinale zu haben. Wir konnten mit einer kämpferischen Leistung super dagegenhalten und hatten in den entscheidenden Situationen das Glück auf unserer Seite“, analysiert Urfahr Abwehrspieler Stefan Wohlfahrt. Für seinen Teamkollegen Harald Pühringer gaben diesmal die taktischen
Vorgaben von Trainer Weiß den Ausschlag: „Wir haben heute natürlich viel gewechselt,
aber dies hat absolut gut funktioniert und wir sind viel motivierter zur Sache gegangen als letzte Woche. Die vielen Wechsel sind natürlich ungewöhnlich, wir Spieler scherzen manchmal in der Kabine, dass wir den Pep Guardiola des Faustballs als Trainer haben!“
Mit den beiden Siegen hat Urfahr weiterhin Chancen auf eine Teilnahme beim Finalturnier, will man diese Chance wahren, muss man aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses in der Abschlussrunde neben Münzbach wohl auch Tabellenführer Vöcklabruck schlagen.
Nach dem 3:0 gegen Absteiger Grünburg kann auch der punktegleiche TuS aus Kremsmünster kann nach wie vor ins Finale einziehen. Trainer Dietmar Winterleitner trauert nach der knappen Niederlage gegen Urfahr aber einer besseren Ausgangssituation nach: „Mich ärgert ein wenig, dass Florian krank in die Runde gegangen ist ohne uns vorab zu informieren“, so der Coach. „Wenn ich das gewusst hätte, wäre er gegen Grünburg geschont worden und hätte so die Konzentration gegen Urfahr aufrechterhalten können!“ Trotz Ärgers ist Winterleitner aber auch vom Engagement und von der Motivation seines Teams beeindruckt. „An unserer Routine sollten wir aber noch arbeiten, dann werden wir in Zukunft solche Spiele, die wir klar bestimmen, nicht mehr verlieren.“
Freistadt darf wieder träumen
Nach einer Niederlagenserie in der Rückrunde hatte man in Freistadt den Traum vom Finale in der eigenen Halle eigentlich schon fast aufgegeben, nach klaren Siegen gegen die Nachzügler aus Münzbach und Grieskirchen sowie den für Freistadt günstigen Ergebnissen der Parallelspiele liegt man vor der letzten Runde plötzlich wieder auf Platz drei und hat die Qualifikation in der eigenen Hand. Im Kellerduell setzt sich Münzbach mit 3:1 gegen Grieskirchen durch und kann sich so einen – vielleicht entscheidenden – Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt erarbeiten.
2. Bundesliga: Hirschbach sichert sich Meistertitel
Tabellenführer Hirschbach besiegt in der Heimrunde im Softwarepark Hagenberg die Nachzügler aus Seekirchen und Münzbach 2 mit 3:0 beziehungsweise 3:1 und kann die Tabellenspitze halten. Der Weg zum Erfolg beginnt zwar mit einem Rückschlag, nach nervösem Start muss man gegen die abstiegsgefährdeten Münzbacher gleich den ersten Satz abgeben. Danach kommen die Favoriten aber im Match an und gewinnen die verbleibenden Sätze jeweils klar.
Knapper gestaltet sich dann die Partie gegen Seekirchen. In den ersten beiden Sätzen kann sich Hirschbach jeweils knapp durchsetzen, im dritten Satz spielt man dann groß auf und hat beim Stand von 10:4 den ersten Matchball. Den Meistertitel und somit den erstmaligen Aufstieg in die höchste Liga vor Augen stellt sich plötzlich Nervosität ein, die unermüdlich kämpfenden Salzburger holen Punkt für Punkt auf. Beim Stand von
10:9 dann die Erlösung aus Sicht von Münzbach, ein spektakulärer Punkt bringt den Sieg. „Unglaublich was diese Saison gelaufen ist, und jetzt stehen wir erstmals in unserer Vereinsgeschichte in der 1. Bundesliga. Es war heute nicht einfach für uns, mit dem Druck umzugehen, aber schlussendlich konnten wir durch zwei relativ klare Siege den Aufstieg und Meistertitel aus eigener Hand fixieren“ freut sich Kapitän Manuel Gossenreiter über den historischen Erfolg.
Im Duell der Gastmannschaften unterliegt Münzbach 2 den Seekirchnern klar mit 0:3 und muss vor der letzten Runde weiterhin um den Verbleib in der Liga bangen. Auch die Salzburger sind die Abstiegssorgen noch nicht los, haben sich durch den Erfolg gegen den direkten Konkurrenten jedoch etwas Luft verschafft.
Vöcklabruck gewinnt Runde der „Zweier“
Beim Aufeinandertreffen der nicht aufstiegsberechtigten „Zweier-Teams“ von Vöcklabruck, Enns und Kremsmünster kann Vöcklabruck zwei glatte 3:0-Siege feiern, aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses muss man sich aber mit dem Vizemeistertitel hinter den punktegleichen Hirschbachern zufriedengeben. Kremsmünster kann gegen Enns einen 1:2 Satzrückstand aufholen, mit dem 3:2 sichern sich auch die Kremstaler den Klassenerhalt.
Ergebnisse und Tabelle 1. Bundesliga Männer – 7. Runde
Samstag 3. Februar, 14:00 – Bezirkssporthalle Kremsmünster
Union City Fitness Grünburg – FBC ABAU Linz Urfahr 1:3 (11:9/4:11/7:11/7:11) TuS Raiffeisen Kremsmünster – Union City Fitness Grünburg 3:0 (11:1/11:6/11:3) TuS Raiffeisen Kremsmünster – FBC ABAU Linz Urfahr 1:3 (11:6/10:12/9:11/9:11)
Samstag 3. Februar, 16:30 – Bezirkssporthalle Perg
Union Compact Freistadt – UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting 3:0 (11:7/11:4/11:3) Union Greisinger Münzbach – Union Compact Freistadt 0:3 (5:11/1:11/5:11)
Union Greis. Münzbach – UFG Spark. Grieskirchen/Pötting 3:1 (12:10/4:11/11:6/11:4)
Sonntag 4. Februar, 16:00 – Gymnasium Hanuschstraße Enns
Union Tigers Vöcklabruck – DSG UKJ Froschberg 3:2 (11:5/6:11/9:11/11:3/11:6) AWN TV Enns – Union Tigers Vöcklabruck 0:3 (7:11/5:11/5:11)
AWN TV Enns – DSG UKJ Froschberg 0:3 (4:11/6:11/5:11)
Ergebnisse und Tabelle 2. Bundesliga Männer – 7. Runde
Samstag 3. Februar, 16:00 – Softwarepark Hagenberg
Union Greisinger Münzbach 2 – ASKÖ Seekirchen 0:3 (11:13/8:11/6:11)
DSG SU Hirschbach – Union Greisinger Münzbach 2 3:1 (10:12/11:7/11:2/11:5) DSG SU Hirschbach – ASKÖ Seekirchen 3:0 (11:9/12:10/11:9)
Samstag 3. Februar, 16:00 – Bezirkssporthalle Vöcklabruck
TuS Raiffeisen Kremsmünster 2 – AWN TV Enns 2 3:2 (7:11/11:4/10:12/11:6/11:3) Union Tigers Vöcklabruck 2 – TuS Raiffeisen Kremsmünster 2 3:0 (11:6/11:8/11:8) Union Tigers Vöcklabruck 2 – AWN TV Enns 2 3:0 (11:7/11:5/12:10)
Neusiedl zurück im Rennen ums Final3!
In Wolkersdorf bezwangen die Neusiedlerinnen sowohl Urfahr als auch Freistadt. Damit schieben sie sich vor die beiden Teams auf Platz drei vor und befinden sich mit eben diesen Mannschaften im Kampf um den dritten Platz im Final3. Laakirchen und Nußbach haben ihre Tickets für die Teilnahme bereits gelöst.
Neusiedl furios zu zwei Siegen
Faustball auf höchstem Niveau gab es am Samstag in Wolkersdorf zu sehen. Freistadt und Urfahr begegneten sich im ersten Spiel auf Augenhöhe. Beide wollten dem Final3-Einzug einen Schritt näher kommen. Es entwickelte sich ein qualitativ hochwertiges Spiel, in dem die Sätze immer abwechselnd gewonnen wurden. Somit kam es zum alles entscheidenden fünften Satz, in dem Freistadt am Ende etwas konsequenter agierte. „Wir haben uns mit Urfahr ein ganz heißes Duell geliefert, wenn man so ein Spiel dann gewinnt ist es natürlich besonders schön!“, freut sich Freistadt-Angreiferin Emilia Engleder über den Ausgang dieser Partie. Den Schwung nahm Freistadt ins Spiel gegen Neusiedl mit, sie konnten den ersten Satz, auch aufgrund vieler Fehler der Heimmannschaft für sich entscheiden. Doch danach riss der Faden bei Freistadt und die Niederösterreicherinnen spielten groß auf. Neusiedl dominierte das Spiel und ließ keinen weiteren Satzgewinn für Freistadt mehr zu.
In derselben Manier ging es für Neusiedl auch gegen Urfahr weiter. Obwohl Urfahr stark dagegenhielt, spielten die Weinviertlerinnen um den Tick abgebrühter. „Wir spielen sehr gerne gegen Urfahr, es ist immer ein toller Schlagabtausch und ich denke gegen sie haben wir in der Vergangenheit auch unsere besten Spiele geliefert“, so Abwehrspielerin Nicole Holzmann. Die Verletzung von Zuspielerin Melanie Brunnthaler brachte zwar zwischenzeitlich kurz Unruhe in die Mannschaft der Niederösterreicherinnen, doch Nicole Holzmann übernahm die ungewohnte Rolle bravourös. Urfahr konnte zwar immer wieder Druck machen, doch schlussendlich hieß auch in dieser Partie der Sieger Neusiedl. Die Niederösterreicherinnen schieben sich mit den vier Punkten in der Tabelle vor Urfahr und Freistadt und befinden sich damit auf Platz drei und wieder voll im Kampf um ein Ticket fürs Final3. Urfahr kann die Qualifikation damit nicht mehr aus eigener Hand schaffen. Sie müssen nächste Woche zwei klare Siege einfahren und auf Schützenhilfe von Nußbach und Laakirchen hoffen. Freistadt muss für den fixen Einzug wie in der Hinrunde auch gegen Laakirchen gewinnen und Neusiedl gegen Nußbach. Sollten sie gegen die beiden Fixteilnehmer verlieren, wird die Frage wer als dritte Mannschaft ins Final3 am 23. Und 24. Februar in Freistadt einzieht eine ganz spannende. Es ist also noch immer alles offen und am Ende könnte jeder Satz wichtig sein!
Laakirchen fix im Final3
In Perg wurden die Laakirchnerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht. Obwohl sie gegen Grieskirchen im zweiten Satz ein paar Probleme hatten, fanden sie zu ihrer Form und siegten sowohl gegen die Trattnachtalerinnen als auch gegen die Gastgeberinnen aus Münzbach klar. Coach Dietmar Wohlfahrt testete in diesen Spielen bereits einige Aufstellungsvarianten fürs Final3 und ließ alle Spielerinnen zum Einsatz kommen. Im Aufeinandertreffen der beiden Tabellenschlusslichter hatte Grieskirchen das Spiel in der Hand und damit ist Münzbach auch vor den letzten beiden Spielen noch sieglos. „Wir freuen uns sehr über den Sieg, da haben wir nochmal gezeigt was wir können. Leider haben wir den Klassenerhalt verpasst, aber wir werden an uns arbeiten und in zwei Jahren klappt’s dann!“, gibt sich Grieskirchen-Kapitänin Eva Holzinger kämpferisch.
Nußbach ebenfalls mit zwei klaren Siegen
Gegen Wels und Arnreit ließen die Kremstalerinnen nichts anbrennen und sicherten sich zwei klare Siege. Nur im dritten Satz gegen Wels ließen sie sich aus der Ruhe bringen. Sie rissen das Ruder aber noch einmal herum und wehrten den Satzverlust in der Verlängerung ab. Obwohl beim Aufeinandertreffen der Gäste Arnreit den Eröffnungssatz für sich entscheiden konnte, drehte Wels ab Satz zwei auf und holte sich Saisonsieg Nummer vier. „Wir haben gegen Arnreit auf allen Positionen ein gutes Spiel geliefert und unser Potential genützt. Gegen Nußbach war dann die Luft draußen. Es ist wirklich schön, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft haben.“, sagt Wels-Abwehrspielerin Carmen Eckerstorfer.
Presseinfo ÖFBB
04.02.2018





