Osterwochenende

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Am Osterwochenende stehen sowohl die 13. Runde der ÖFB Frauen Bundesliga als auch die beiden Halbfinals im ÖFB Ladies Cup (Ostermontag) auf dem Programm. Mit Ausnahme des Gastspiels des NÖSV Neulengbach beim FC Südburgenland (Karfreitag) finden die Liga-Begegnungen am Samstag statt. Mit Spannung darf nicht zuletzt das direkte Duell um den vorläufigen dritten Tabellenplatz zwischen Union Kleinmünchen und SK Sturm Graz erwartet werden. Im Cup gibt es mit NÖSV Neulengbach und SKN St. Pölten klare Favoriten.

Neulengbach bekommt es in der Liga und im Cup mit „Underdogs“ zu tun
Vor der Länderspielpause fuhr der FC Südburgenland auswärts bei Wacker Innsbruck einen enorm wichtigen 2:0-Sieg ein. Die drei Punkte katapultierten die Elf von Trainer Josef Kirchberger vom zehnten auf den achten Platz und ließen die Tirolerinnen am Tabellenende zurück. Nun wartet im Heimspiel am Karfreitag der NÖSV Neulengbach. „Wir werden versuchen, um jeden Ball zu kämpfen“, sagt Kirchberger und fügt hinzu: „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel.“ Pauline Zwickl und Barbara Weber werden dem Team fehlen. Auch Neulengbach gibt mit Katharina Aufhauser und Valentina Schwarzlmüller zwei Stammspielerinnen vor. Die Favoritenrolle liegt dennoch klar beim Tabellenzweiten. Coach Thomas Richter warnt jedoch: „Wir haben gegen LUV Graz (1:1, Anm.) schon einen Warnschuss kassiert, das wollen wir diesmal unbedingt vermeiden.“
Neulengbach bestreitet bereits am Ostermontag das ÖFB-Ladies-Cup-Semifinale beim FFC Vorderland (Vorarlberg). „Natürlich ist das Cup-Halbfinale bereits im Hinterkopf, aber wir nehmen den FC Südburgenland nicht auf die leichte Schulter“, so Richter. Vorderland hingegen genießt in der 2. Liga Mitte/West ein spielfreies Wochenende und bereitet sich akribisch auf das „Spiel des Jahres“ und eine mögliche Sensation vor.

Auf Pflichtaufgabe in der Liga folgt für SKN schwerer Gang im Cup-Semifinale
Keine leichten Wochen sind es derzeit für den FC Wacker Innsbruck. Auf die bittere 0:2-Niederlage gegen Südburgenland, dem daraus resultierenden Abrutschen auf Rang 10 der Tabelle und der unmittelbar anschließenden Länderspielpause, folgt nun das ungleiche Duell mit Ligaprimus SKN St. Pölten. Die „Wölfinnen“ finden sich auf Rang eins und damit am exakt anderen Ende des Tableaus wieder. Alles andere als ein Sieg des SKN wäre somit eine Riesensensation. „Aber wir müssen trotzdem immer bereit sein. Vor einigen Wochen haben wir gegen das damalige Schlusslicht, Südburgenland, auch nur knapp 1:0 gewonnen“, so SKN-Co-Trainerin Liese. Der SKN muss unter anderem auf Claudia Wasser (gesperrt) verzichten.
Auf dem Weg zum vierten ÖFB-Ladies-Cup-Titel en suite wartet auf die SKN-Frauen am Ostermontag dann die deutlich schwerere Aufgabe. Die Elf von Spielertrainerin Fanni Vago und Co-Trainerin Liese bekommt es auswärts mit Union Kleinmünchen und damit mit einer Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte zu tun. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen in dieser Saison siegte der SKN in Linz im Rahmen der ÖFB Frauen Bundesliga 2:0, tat sich aber über weite Strecken äußerst schwer. Ein Aufstieg der Oberösterreicherinnen wäre zwar immer noch eine große Überraschung, ist aber nicht zuletzt dank der Heimstärke jedenfalls nicht ausgeschlossen.

Kleinmünchen fordert Sturm Graz im Spitzenspiel
Nicht erst im Cup-Halbfinale am Montag wartet auf Union Kleinmünchen ein absoluter Topgegner. Bereits am Samstag fordern die Linzerinnen im Rahmen der 13. Runde der ÖFB Frauen Bundesliga den Tabellendritten vom SK Sturm Graz im direkten Duell. „Sturm ist ein sehr routiniertes Team und hat mit Stefanie Enzinger eine Toptorschützin in ihren Reihen. Für unsere junge Mannschaft wird diese Begegnung eine große Herausforderung“, weiß Sektionsleiterin Andrea Binder. Ihr Team könnte mit einem Sieg den dritten Rang übernehmen. Sandra Mayrhofer fehlt nach ihrer jüngst erlittenen Knieverletzung. Auf Seiten der Gäste fällt mit Anna-Carina Kristler (Knie) ebenfalls eine absolute Stammspielerin aus. Auch Jessica Starchl kann nicht mitwirken. „Aber es gibt kein Jammern“, macht Coach Markus Hiden klar. „Wir wollen auch in Kleinmünchen unser Spiel machen. Allerdings treffen wir auf eine hervorragende Mannschaft. In Kleinmünchen wird gute Arbeit geleistet“, streut Hiden Rosen.

Bergheim will mit Heimsieg zu Altenmarkt aufschließen
Vier Punkte trennen Aufsteiger FC Bergheim (7.) vom SKV Altenmarkt (5.). Geht es nach den Salzburgerinnen, sollen zumindest drei dieser vier Zähler am Samstag-Nachmittag wettgemacht werden. Einfach wird es für die Elf von Coach Sepp Bauer jedoch nicht. „Wir haben einige verletzte Spielerinnen und Altenmarkt ist keine schlechte Mannschaft. Aber wir haben einen großen Kader und die Mannschaft trainiert gut, ist gut drauf“, betont der Trainer. Mit Sarah Sturm, Isabella Grössinger und Nadine Wiener fehlen drei routinierte Stammspielerinnen. Auch bei Bauers Gegenüber, Altenmarkt-Trainer Kurt Hoffer, lichtet sich das Lazarett indes kaum. Einige Spielerinnen seien „auf dem Weg zurück“, aber es werde „noch dauern“, versichert der Trainer – „aber wir fahren schon mit dem Ziel zu punkten nach Salzburg.“

LUV Graz gegen Landhaus um wichtige Punkte im Abstiegsrennen
LUV Graz/DFC Leoben rangiert nach Niederlagen gegen Altenmarkt und Sturm derzeit nur auf dem neunten Tabellenplatz. Lediglich ein Zähler trennt das Team von Trainer Thomas Rupp vom Abstiegsplatz. Auch wenn die entscheidenden Spiele im Hinblick auf den Klassenerhalt erst ganz am Ende der Saison auf die Grazerinnen warten – „alle Punkte, die wir davor schon holen, helfen uns enorm weiter“, sagt Rupp. Deshalb darf es am Samstag gegen den USC Landhaus zumindest ein Punkt sein. „Wir sind komplett, die Stimmung ist sehr gut, aber Landhaus ist im Frühjahr bislang ebenfalls gut unterwegs“, so Rupp. Dass dies keine hohle Phrase ist, bewiesen die Wienerinnen vor zwei Wochen, als sie gegen SKN St. Pölten an einer Sensation kratzten, aber eine 2:0-Führung doch noch abgaben (2:4). Jetzt soll es zurück in die Erfolgsspur gehen. „Wir haben viel Positives aus dem 2:4 gegen St. Pölten mitgenommen. Am Samstag müssen es dann aber drei Punkte sein“, macht Trainer Andreas Radakovits klar. Anna Eberhardt fehlt den Wienerinnen, für sie könnte Duygu Karkac in die Startelf rutschen.

ÖFB Frauen Bundesliga, 13. Runde
Freitag, 14. April
16:00 Uhr FC Südburgenland : NÖSV Neulengbach
Samstag, 15. April
11:00 Uhr FC Wacker Innsbruck : SKN St. Pölten
14:00 Uhr Union Kleinmünchen : SK Sturm Graz
14:00 Uhr FC FC Bergheim : SKV Altenmarkt
14:30 Uhr LUV Graz/DFC Leoben : USC Landhaus

ÖFB Ladies Cup, Halbfinale
Montag, 17. April
11:00 FFC Vorderland : NÖSV Neulengbach
14:00 Union Kleinmünchen : SKN St. Pölten

Finale: 20. Mai 2017 in Melk

14.04.2017