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Die Derby-Niederlage gegen Slavia Prag wurde dem Sparta Prag-Trainer Zdenek Scasny zum Verhängnis. Am Montagvormittag gab der Verein auf seiner Homepage bekannt, dass man sich von Scasny trennt. Die bisherigen Assistenten Zdeněk Svoboda, David Holoubek und Stanislav Hejkal übernehmen interimistisch. Bereits am Donnerstag steigt das Heimspiel in der Europa League gegen Inter Mailand.

Schwierige Zeiten beim tschechischen Spitzenverein Sparta Prag. Die Champions League-Qualifikation wurde gegen Steaua Bukarest verpasst. Gerade noch schaffte man gegen Sönderjyske den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Doch „nur“ Platz vier nach acht Runden in der Liga und am vergangenen Wochenende auch noch die 0:2 Pleite gegen Stadtrivale Slavia Prag brachten das Fass zum Überlaufen. So zog der Verein am Mittwochvormittag die Konsequenzen und trennte sich von Trainer Zdenek Scasny.

Scasny führte das Team in der letzten Saison sensationell bis in das Viertelfinale der Europa League und darüber hinaus zum zweiten Platz in der heimischen Liga. Doch das war zweifelsohne der Höhepunkt in seiner Ära als Trainer. Scasny war schon einmal von 1998 – 1999 Trainer des tschechischen Traditionsvereins. Damals holte er zwei Meistertitel. Doch in dieser Saison steckt Sparta in einer Krise. Nun sucht man in der Goldenen Stadt nach einem geeigneten Nachfolger. Als mögliche Kandidaten gelten der derzeitige Trainer von Slovan Liberec Jindrich Trpisovsky und Ivan Hasek (der als Klub-Legende gilt). Auch eine ausländische Lösung scheint nicht unrealistisch zu sein.

Am Donnerstag steht in jedem Fall das Spiel in der Gruppenphase der Europa League gegen Inter Mailand auf dem Programm. Höchstwahrscheinlich werden die bisherigen Assistenten Zdeněk Svoboda, David Holoubek und Stanislav Hejkal das Team coachen. Am Wochenende geht es dann nach Brünn, ehe dann die Länderspielpause an die Tür klopft.

26.09.2016


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