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Das beste Racketlon-Team Europas kommt aus Österreich. Sportunion Racketpoint Vienna sicherte sich die Champions League.

Die FIR Champions League der besten acht europäischen Racketlon-Teams wurde im Rahmen der SWT Austrian Open 2016 (2. bis 4. September) ausgetragen. Die Viertelfinal- und Finalspiele hatten am Freitag stattgefunden. Das Endspiel zwischen Sportunion Racketpoint Vienna und Union Racketlon Klosterneuburg am Samstag, endete mit einem klaren Erfolg für die Wiener. Es war der zweite Champions League Titel für Racketpoint nach 2010 – auch damals hatte man sich im Endspiel gegen Klosterneuburg durchgesetzt.

Wien setzt auf Eigenbau

Racketpoint nominierte mit Christine Seehofer, Michi Dickert, Lukas Windischberger in den Einzeln, sowie Christoph Krenn und Frank Eichkitz im Doppel, ausschließlich Vereinsmitglieder der ersten Stunde. „Wir haben im Finale ganz bewusst nur Spieler aufgestellt, die seit der Vereinsgründung bei uns spielen. Eigenbau statt Legionäre ist unsere Devise“, erklärte Racketpoint-Kapitän Christoph Krenn als Seitenhieb auf die Dauerkontrahenten aus Klosterneuburg, deren Leistungsträger in der österreichischen Bundesliga für andere Mannschaften aktiv sind.

Windischberger legt Grundstein für den Sieg

Union Racketlon Klosterneuburg wollte mit den in Topform agierenden Christian Austaller und Stephan Schmutzer, sowie Martina Meißl und dem Doppel Marcel Weigl und Alexander Barbunopulos überraschen. Staatsmeister Windischberger ebnete seinem Team jedoch den Weg zum Erfolg – mit starken Leistungen im Badminton (11:4) und im Squash (11:0) gegen Schmutzer brachte er seine Mannschaft praktisch uneinholbar in Führung. Im Tennis fiel die Entscheidung schon im Damen-Single (Spielreihenfolge: Herren-Single 1, Damen-Single, Herren-Doppel, Herren-Single 2). Der Gesamtscore: 134:103 für Sportunion Racketpoint Vienna. „Gegen die Nummern eins, drei und vier der Welt ist fast jeder Außenseiter. Wir haben alles gegeben, es hat leider nicht gereicht. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft, die tolle Leistungen gezeigt hat. Gratulation an Racketpoint, sie sind würdige Champions“, so Weigl, dessen Klosterneuburger weiter auf den zweiten Champions-League-Titel nach 2011 warten müssen.

Meißl holt Mixed-Titel

Nach dem Herren-Doppel gestern, fiel heute eine weitere Elite-Entscheidung: Martina Meißl und Kresten Hougaard setzten sich im Finale mit zwei Punkten Vorsprung gegen das Duo Christine Seehofer und Lukas Windischberger durch. „Wir haben heute sehr gut Tischtennis gespielt und mit dem Sieg im Badminton einen Punkte-Polster angesammelt – der hat gereicht! Nach abgewehrten Matchbällen noch zu gewinnen, ist genial! Wir freuen uns über unseren ersten gemeinsamen SWT-Titel“, so die glückliche Steirerin. Windischberger hatte beim Stand von 20:17 im Tennis einen Matchball mit einem Smash ins Netz vergeben. „Ich war einfach zu müde nach den vielen Matches, sowie der Champions League. Aber ein Titel ist besser als keiner“, zog der Großengersdorfer Bilanz des zweiten Turniertags.

Österreicher-Semi trotz Dickert-Out

Schon morgen muss der Träger des silbernen Ehrenzeichens seiner Gemeinde wieder fit sein. Um 10 Uhr trifft Windischberger im österreichischen Halbfinale auf Christian Austaller. Der Gmundner setzte sich gegen Dickert-Bezwinger Rav Rykowski aus Polen klar durch. Der Weltranglistendritte Michi Dickert hatte überraschend schon in Runde zwei verloren. Im oberen Ast treffen die Dänen Kasper Jønsson und Morten Jaksland aufeinander. Bei den Damen steht die Weltranglistenerste Christine Seehofer erwartungsgemäß im Halbfinale, wo sie auf die Belgierin Lieselot De Bleeckere trifft. Martina Meißl schaltete zum Auftakt die Weltranglistenzweite und Rekord-Weltmeisterin Lilian Druve aus Schweden aus und fordert am Sonntag die amtierende Welt- und Europameisterin Zuzana Kubanova aus der Tschechischen Republik.

SWT Austrian Open

Wr. Neudorf (AUT), 2.9.2016-4.9.2016
http://fir.tourmanentsoftware.com

Mixed-Doppel-Finale
(1) Martina Meißl/Kresten Hougaard (AUT/DEN) – (2) Christine Seehofer/Lukas Windischberger (AUT)
+2 (TT: 21-14, BA: 21-19, SQ: 16-21, TE: 18-20)

Herren-Doppel-Finale
(2) Christian Austaller/Georg Stoisser (AUT) – Stephan Schmutzer/Emanuel Schöpf (AUT)
+20 (TT: 19-21, BA: 21-10, SQ: 21-9, TE: 1-2)

FIR Champions League

Wr. Neudorf (AUT), 2.9.2016-3.9.2016
http://fir.tourmanentsoftware.com

Finale
(1) Sportunion Racketpoint Vienna – (2) Union Racketlon Klosterneuburg
134:103

Medieninfo RFA

04.09.2016

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